Folge #60
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Zu nett & zu naiv? : Irina Shafir über Rechnungen & Verträge – die größten Business-Fehler

mit Irina Shafir & Carolin Zimprich
SCALE & Flow
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Zu nett & zu naiv? : Irina Shafir über Rechnungen & Verträge - die größten Business-Fehler
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Darum geht's

Irina Shafir ist Rechtsanwältin – aber eine, die anders tickt. Mit über 8.000 bearbeiteten Fällen kennt sie die Realität hinter dem Online-Business wie kaum jemand sonst. Sie arbeitet mit Coaches, Trainern und Unternehmern und sieht täglich, was passiert, wenn Verträge fehlen, Prozesse unklar sind oder niemand unangenehme Entscheidungen treffen will.

In dieser Episode erzählt sie, wie ein 30-minütiger Spaziergang in der Mittagspause ihr Leben veränderte, warum das Fernunterrichtsgesetz von 1978 heute Coaching-Verträge bedroht – und warum sie trotz Jura-Studium lieber mit Bauchmenschen arbeitet als mit Anwälten. Es geht um Fristen, Freiheit, Linkedln-Marketing und die Frage: Wie baut man eine Kanzlei auf, die nicht nur rechtlich sauber ist, sondern auch Spaß macht?

Ehrlich, direkt und mit klarer Haltung: Irina zeigt, wie unternehmerische Klarheit und juristische Präzision zusammengehören – und warum es sich lohnt, größer zu denken.

✨ Das lernst du in dieser Folge

  • Warum das Fernunterrichtsgesetz von 1978 heute Coaching-Verträge bedroht – und was der BGH 2024 dazu entschieden hat
  • Wie LinkedIn-Marketing ohne Follower-Wahn funktioniert – und warum stille Beobachter nach 2 Jahren zu Mandanten werden
  • Weshalb Human Design und emotionale Autorität im Business helfen, bessere Entscheidungen zu treffen
  • Warum manche Anwälte mit Abmahnungen Millionen machen – und andere ihren Namen dafür nicht hergeben
  • Wie man als Selbstständige größer denkt, sich nicht mehr entschuldigt und den eigenen Wert endlich erkennt

⏱ Kapitel

00:00Wenn Unternehmer zu lange hoffen statt handeln
02:07Vom Jurastudium zur Anwältin: Wie man seinen Weg findet
07:14Der 30-Minuten-Spaziergang, der alles veränderte
15:13LinkedIn-Marketing und die ersten Mandanten
38:24FernUSG, Abmahnanwälte und die Maschinerie dahinter
45:25Workshops, Kooperationen und größer denken
54:47Fuck-up: Warum sie direkt eine Firma gründete – und wieder schloss

📝 Transkript

Volltext-Transkript lesen

Carolin Zimprich: heute habe ich eine Frau im Podcast, die wahrscheinlich genau dann ins Spiel kommt, wenn Unternehmer zu lange gehofft statt gehandelt haben. Sie ist Rechtsanwältin, Europäische Wirtschaftsjuristin, und spezialisiert auf das Forderungsmanagement. Aber das beschreibt wirklich nur einen kleinen Teil dessen, was sie eigentlich tut. denn in ihrer Arbeit geht es nicht nur um offene Rechnungen, es geht um unternehmerische Klarheit, um Grenzen, um Verantwortung und darum, warum viele Selbständige wirtschaftlich erfolgreich wirken, aber rechtlich oft viel zu naiv unterwegs sind. Mit über 8 000 bearbeiteten Fällen kennt sie die Realität hinter dem Online-business wie kaum jemand sonst Sie arbeitet mit Coaches, Trainern, Startups und Unternehmern und sieht jeden Tag was passiert, wenn Verträge fehlen. Prozesse unklar sind oder niemand unangenehme Entscheidungen treffen will. Dabei verbindet sie juristische Präzision mit echtem Businessverständnis. und vielleicht ist genau das heute wichtiger, denn je nicht nur sichtbar und erfolgreich sein sondern auch einfach sauber aufgestellt. Herzlich willkommen! Irina Schaff!

Irina Shafir: Hallo, liebe Carolin.

Carolin Zimprich: Wie kommt man dazu, irgendwann zu sagen? Ich werde Anwältin, ich finde das so schön. Also, man hat ja nicht so viele Anwälte, mit denen man sich unterhalten kann. und ich habe mich immer gefragt: Wie kommt man irgendwann auf die Idee zu sagen, so. Ich sorge jetzt mal hier irgendwie für Recht und Ordnung.

Irina Shafir: Ich wusste dann auch nicht so genau, was ich studieren soll. und habe im Bekanntenkreis und in der Familie mal gefragt: Wo seht ihr mich denn eigentlich? Wo seht ihr denn, meine Stärken und viele haben gesagt, Du hast einen Sinn für Gerechtigkeit. und Dann habe ich gedacht, ja, dann studiere ich einfach mal Jura und gucke, ob es mir gefällt. und es hat mir gefallen. Das war voll mein Ding, manche Klausuren. Da musste ich natürlich ganz schön viel lernen. Verwaltungsrecht oder so ist jetzt nicht unbedingt das, was Spaß macht. aber Zivilrecht war immer. Meins hat mir sehr gefallen. und ja, dann habe ich das Studium abgeschlossen. und da gibt es ja nicht viel Auswahl. Da gibt es Verwaltungsbehörden. War nicht so meins Richteramt. Ja, also Unternehmen im Unternehmen war ich bei Air. Berlin, das hat mir schon gefallen. und letztendlich habe ich auch Praktika bei Anwälten gemacht. und dann dachte ich: ja, da will ich arbeiten. Da probiere ich mich mal aus. und so wurde ich Anwältin also ganz einfach eigentlich und unvorhergesehen, erst mal.

Carolin Zimprich: Du hast gerade schon gesagt, dieses Ich studiere dann einfach mal Jura und musste mich dann doch ordentlich ins Verwaltungsrecht irgendwie da reinfräsen. Keine Ahnung, so ein Studium. Also das Jurastudium. Wie viel Zeit insgesamt frisst das.

Irina Shafir: und dann zählt er als nicht probiert. Natürlich musst du vorher die Zwischenprüfung geschafft haben, deinen Schwerpunkt geschafft haben, und Es war bei mir so. und dann habe ich diesen Freiversuch gemacht habe den bestanden habe, den auch ganz gut bestanden, und damit war ich schon zufrieden. Dann dachte ich, okay, passt. und dann habe ich angefangen zu arbeiten in meiner ersten Kanzlei, wo das Thema Inkasso ganz weit oben stand und habe dann mein Referendariat gemacht und bin noch ein paar Jahre dageblieben, habe dann zu einer anderen Kanzlei gewechselt habe, da auch die Abteilung für Forderungsmanagement geleitet, und das war halt das, was ich konnte, was mir Spaß gemacht hat, und das mache ich jetzt mit meiner Kanzlei genauso weiter.

Carolin Zimprich: Ich glaube, ich bin hier doch falsch. Hätte ich mich mal für weiße Kleidung entschieden, das.

Irina Shafir: Wo.

Carolin Zimprich: Wird’s bestimmt gegeben haben. Da gucken wir super gerne gleich auch mal bei dir rein. Aber die Idee zu sagen: Also ja, erst mal irgendwo. Praktikum machen sich ein bisschen umgucken, irgendwie zu verstehen. Wie funktioniert denn diese Juristerei irgendwie wirklich. und wann hast du für dich verstanden. Ich muss mein eigenes Ding daraus machen. Ich kann das bei anderen nicht, oder? Was war für dich so? Der entscheidende Schachzug.

Irina Shafir: Es gab viele Momente, die mir im Nachhinein so wieder aufgefallen sind. Zum Beispiel in der zweiten Kanzlei, wo ich angefangen habe, war, ich, glaube ich, in meiner ersten Woche mit meinem Chef. Das war so ein. Ich glaube, der war damals 63 so ein ganz, ganz netter Mann, den man erst mal kennenlernen muss. Also er wirkt natürlich sehr unnahbar streng. und so hat ja auch viel Mitarbeiterverantwortung und hat wirklich was geschafft in seinem Leben. und der hat mich mitgenommen auf eine Geschäftsreise von, Ich glaube, zweieinhalb Stunden pro Strecke oder so. und dann saß ich mit dem im Auto. und er meinte ja. Also wie Sie die Felle bearbeiten. Ich glaube, Sie sind eine Geschäftsführerpersönlichkeit. und damals wusste ich noch gar nicht, was das ist. Wahrscheinlich meint er so ein bisschen pragmatisch, schnell, wirtschaftlich orientiert nicht so dieser Jurist, der im hintersten Kämmerlein jeden Paragraphen auseinandernimmt und dann 25 Seiten schreibt, sondern eher einfach unternehmerisch gedacht handelt. und wir haben Ja damals in der Insolvenzbranche gearbeitet, also haben das waren ja Insolvenzverwalter. und der hat es damals zu mir gesagt. und ich habe überhaupt nicht verstanden, was er meint, aber jetzt verstehe ich das so ein bisschen. und dann gab es halt solche Momente, wo zum Beispiel meine Mittagspause, dann vielleicht 30 min gedauert hat und ich schon glücklich war, im Sommer mal so ein bisschen rauszugehen. und eigentlich hatte ich auch nicht immer in der Woche die Zeit, um rauszugehen, weil dann doch meine Gedankengespräche waren, irgendwelche Aktenfristen. Also, es war dann wirklich sehr durchgetaktet. und Du hattest eigentlich von morgens bis abends so dieses 9 To Five und hast dich aufs Wochenende gefreut. und gleichzeitig hast du aber draußen, wenn du dann die 30 min draußen warst, Leute gesehen, die dann so im Nagelstudio saßen. Du bist ganz schnell vorbeigehuscht, um dir noch was zu Essen zu holen. und da sitzt eine Frau im Nagelstudio und lässt sich ganz gemütlich die Nägel machen oder geht shoppen, Oder ja, holt ihr Kind früh ab oder so? Oder hat einfach die Zeit keiner bestimmt über ihre Zeit, sondern sie kann über ihre Zeit bestimmen, gilt jetzt nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer, also Menschen, die einfach über ihre eigene Zeit bestimmen. Das fand ich schon toll. und ich muss sagen, im Winter, wenn ich in die Kanzlei gegangen bin, war es ja noch dunkel. Wenn ich rausgekommen bin, dann war es ja auch schon dunkel. und mir hat schon der Job Spaß gemacht. Ich fand auch die Kollegen Super, Mein Chef war auch toll. Aber gleichzeitig habe ich immer gedacht. Okay, was habe ich eigentlich vom Tag? und ich muss jetzt am Samstag alles schaffen, am Sonntag schnell die Wohnung putzen. Also, es war alles so durchgetaktet. und trotzdem habe ich jetzt aber nie an die Selbstständigkeit gedacht. Das kam mit der Geburt meiner Tochter, dass ich wirklich so gedacht habe. Okay. Also jetzt habe ich jemanden, wo ich fremdbestimmt bin, und das habe ich auch super gerne. und noch eine Person, also einen Chef oder sowas brauche ich nun wirklich jetzt gerade nicht. Dann kam natürlich Corona: Also, Es war alles offline, war gar nicht möglich. Ich konnte jetzt irgendwie keine Visitenkarten verteilen. Ich habe dann meinen Job gekündigt und dann habe ich Linkedin entdeckt durch eine ganz liebe Anwaltskollegin Charlotte Dagustino, die dann als Coach gearbeitet hat. und die habe ich für 6 Monate gebucht, habe mich von ihr begleiten lassen, und die hat mir Linkedin gezeigt. und dann kamen die Mandanten. und so ist eigentlich meine Kanzlei entstanden.

Carolin Zimprich: Was ein Glücksgriff.

Irina Shafir: Ja.

Carolin Zimprich: Dieser Minispaziergang in der Mittagspause, Wenn man dann halt den ein oder anderen im Nagelstudio oder beim Shoppen sieht, oder wie sie ganz in Ruhe irgendwo im Café sitzen und irgendwie essen. Was waren das Gedanken, die du dann so für dich mitgenommen hast? Also ja, man sieht das. und man denkt so dieses, ach toll, die kann und ich kann nicht und haben diese Gedanken dich über den Tag weiterhin beschäftigt? Oder war das immer nur in dem Moment, wo du es gesehen hast.

Irina Shafir: Also, ich weiß nicht genau, was ich gedacht habe. Das ist viel zu lange her. Ich glaube nicht, dass ich gedacht habe, Die kann das und ich nicht, sondern ich habe, glaube ich, gedacht: Was macht sie wohl beruflich, dass sie es kann oder Was also? Wie ist wohl das Leben? Wie ist das mein Set? Ich habe ja dann eine Coaching Ausbildung gemacht. das mindset. Eigentlich hätte ich mir auch eineinhalb Stunden Pause nehmen können. weil mein Chef hätte dann nichts gesagt. Also, es wäre okay für ihn gewesen. Ich hätte dann die Arbeit wann anders gemacht. Ich habe auch einige Überstunden gehabt, Die hätte ich auch abbummeln können, wie man damals gesagt hat. Das ist einfach das Mindset. und wo liegen die Prioritäten dieser Person? Das fand ich halt super interessant. und jetzt habe ich ja nur mit Mandanten zu tun, die ihre Zeit selbst managen, die ein gutes Mindset haben, Freiheit leben wollen und so bestimmte Werte verfolgen, die ich wahrscheinlich damals auch schon hatte oder wo ich hinwollte. Nur, ich wusste nicht, wie und ich hab dann immer gedacht, okay, wie machen die? Das haben die netten Schärfe. Man denkt ja so oder keine Ahnung. Ist das jetzt irgendwie, weil man kennt ja diese Menschen nicht, aber ich fand das schon immer toll und dachten bei 30. und das sind so Kleinigkeiten, die tun im Endeffekt auch nicht weh, wenn es mal vorkommt, und bei mir ist das auch nicht zu oft vorgekommen. Aber ich meine, das ist auch nicht so erfüllend. Wenn du dir die Mandanten nicht aussuchen kannst, wenn du sie halt vorgesetzt bekommst. Auch wenn es tolle nette Mandanten sind und auch manchmal super spannende Fälle ist es trotzdem schöner, wenn du selbst einfach auswählst, Wenn du dein Marketing so gestaltest, dass du genau die richtigen Mandanten anziehst. Das ist Halt Persönlichkeitsentwicklung. Wenn man selbstständig ist, Kennst du ja auch? Ne.

Carolin Zimprich: Auf jeden Fall, das heißt einen lieben Gruß an den damaligen Chef. Er hätte einfach mal eine Runde spendieren können.

Irina Shafir: Wir.

Carolin Zimprich: Das sind ja so die Benefits, von denen ja immer ganz viele sprechen. Wenn Sie irgendwo einen neuen Job anfangen. und boah, was bekomme ich denn? und irgendwie Gleitzeit. und ach, keine Ahnung. Mein Mann hatte auch mal eine coole Anstellung. Die hatten einen Hemdenservice und konnten irgendwie in jedes Fitnessstudio ihrer Wahl. und nichtsdestotrotz werden einfach andere Werte dann einfach nicht passen können, die dir so viel schenken, wie sie wollen. und ich glaube auch weiß ich nicht das Doppelte oder 12 fache Gehalt, irgendwie zahlen. Du wirst da nicht. Happy.

Irina Shafir: Schon. Ja, ich weiß nicht, ob es die Werte sind im Nachhinein, weil schlechte Werte hatten, jetzt auch nicht. Aber so ein kleines Kind macht ja auch was mit dir. und ich wollte einfach nicht. Ich meine klar, Sicherheit ist natürlich in einer Festanstellung da, Das ist klar. und Homeoffice-möglichkeiten und alles das gab es schon. Aber diese Freiheit selbst bestimmen zu können. Klar, die finanzielle. Das dauert ein Leben lang. Du willst ja eigentlich immer besser werden.

Carolin Zimprich: Auf jeden Fall diese Reise von. Ich mache mich selbstständig und finde meine ersten Kunden auf Linkedin. Also ich glaube, Es gibt so einen riesengroßen Glaubenssatz da draußen, der der Rechtsanwalt, der der Arzt wird, der verdient ist egal was der Macht der verdient immer einen Haufen Kohle. Ich glaube das gar nicht, sodass das stimmt. Weil die Frage ist: Ja, wirst du von Menschen gesehen? Wirst du von diesen Menschen gebucht. und wie geht das dann halt alles so aus. und als du dich wirklich dafür entschieden hast zu sagen, gut, dann? Ich schreibe jetzt diese Kündigung und ich mache jetzt hier irgendwie mein eigenes Ding. Was ist dir da so? Als erstes, also unabhängig, natürlich auch so vom Thema Sicherheit. Aber was ist dir da durch den Kopf gegangen? Dieses ist das die richtige Entscheidung War das klug, das so zu machen, wird das alles gut.

Irina Shafir: Die das.

Carolin Zimprich: Vielleicht.

Irina Shafir: Genau konservativ war, gut für den B2b-bereich, und ich hatte ja damals Charlotte an meiner Seite und Charlotte hatte ungefähr 20 000, und ich habe sie dann auch gefragt, ja, guck mal, ich war doch bei Air Berlin, Ich kann doch Fluggastrecht machen, und Ich war im Insolvenzbereich. Ich kann ja Insolvenzrecht machen und am liebsten alles und sie meinte, okay, Dann bist du so ein Bauchladen gehst du denn gerne in so einen Bauchladen? Ich so? Nein, ich mag wirklich gerne, wenn es spezialisiert ist. und da meinten sie. und was ist deine Spezialisierung. Was kannst du denn besonders gut? und ich habe ja seit 2.013 eigentlich nur Inkasso gemacht. Klar hatte ich auch andere Stationen während des Referendariats und mal andere Fälle. Wenn zum Beispiel Kollegen zu vertreten waren, und ich habe gesagt: Inkasso, das mache ich ja schon seit Jahren. Das macht mir Spaß. Ja, dann mach doch Inkasso. und dann habe ich einfach alles so marketingtechnisch in die Richtung Inkasso ausgelegt und war, glaube ich, auch die einzige Anwältin mit dem Thema damals auf Linkedin. Heute gibt es ja mehr Kollegen. und so kamen die Mandanten und die, die damals gekommen sind. Die sind heute noch ganz treu bei mir. Also hoffe ich mal, manche haben ja manchmal Forderungsausfälle mal ein, zweimal dreimal im Jahr, und andere haben es ja massenweise. Es ist halt immer so eine prozentuale Sache. Jeder Unternehmer hat Forderungsausfälle. und so hat es begonnen. und ich habe gepostet, habe da Vertrauen aufgebaut, habe immer mehr Follower gehabt. und durch diese Sichtbarkeit, ging das eigentlich ganz gut von Anfang an.

Carolin Zimprich: Was würdest du sagen? Wie lange hat es für dich auf Linkedin gedauert, dass du sagen konntest, Das war für mich, dass es mir ein stabiles Gefühl gegeben hat.

Irina Shafir: Aber also, es ging für mich gar nicht so um die Followerzahl, weil die meisten sind ja stille Beobachter also so passive. Ich habe zum Beispiel diese Woche eine Mandatsanfrage gehabt, von einem, der gesagt hat, Frau Schaffier, ich beobachte sie schon seit 2 Jahren auf Linkedin, und ich lese jeden Post von ihnen. und ich habe gesehen, wir waren nicht mal vernetzt. Also, ich war wohl irgendwie in seiner Timeline. und jetzt hat er einen Fall. und jetzt ist er dann zu mir gekommen. Aber man merkt dann, Okay, es gibt Also Leute, die hast du gar nicht unter deinen Followern, aber sie lesen trotzdem jahrelang deine Posts. und wenn Sie mal einen Fall haben, dann denken Sie an dich. Das heißt, du kannst an der Followerzahl gar nichts festmachen. Ich habe auch Mandanten, Die haben 100 Follower und machen sehr, sehr gute Umsätze. Die eine hatte, glaube ich, 180 Follower oder so in der Facebook-gruppe und wurde schon Millionärin also war schon Umsatzmillionärin und hatte eigentlich keine Reichweite. Heute ist es anders bei ihr. aber du kannst es an der Reichweite nicht festmachen. und trotzdem gibt es dir ein gewisses Gefühl der Sichtbarkeit, weil ich wollte auch aufklären: Wie kann man präventiv Forderungsausfälle vermeiden, Wie kann man denn? Weil Ich kam ja aus der Insolvenzbranche, Das heißt, es waren ja gescheiterte Unternehmer, gut. Einige hatten 10 Unternehmen, und 1 war dann gescheitert, und 9 waren dann trotzdem am Markt. und aber trotzdem wollte ich aufklären und einfach zeigen, was man so präventiv auch machen kann. und da ist es natürlich gut, Follower zu haben.

Carolin Zimprich: Auf jeden Fall. Also, Follower sind definitiv keine Kunden. Sich da. Eine Followerschaft aufzubauen, macht total viel Sinn. und es ist. Also, ich finde es immer schön, wenn ich irgendwie Mehrwert reingebe und irgendjemand schreibt zurück. Boah. Danke für den Tipp. Das hat mir voll geholfen, also dieses Mal so ein bisschen Echo zu bekommen. Also, ich weiß ganz viele da draußen tun sich im Netz da super schwer mit, wenn da so gar nichts zurückkommt. Oder wenn Sie mal ein Facebook live gemacht haben, Niemand hat zugeguckt, oder so wo ich denke so ja. Also die, die es einfach später irgendwann sehen. das sind die, die hinterher kommen. Es sind nicht immer die, die du so rockymäßig auf der Bühne siehst. sind so die die hinterm Vorhang irgendwie so ganz heimlich, still und leise auf dich warten. Wie lange hat es für dich gebraucht? Also, Follower ist das eine. Aber wie lange hat es für dich wirklich gebraucht, dass du sagen konntest? Ja, Ich habe mir da eine coole Kanzlei aufgebaut. Also das funktioniert für mich so.

Irina Shafir: Ja. Also, es ist ja die Frage, Was sind eigentlich deine Ziele und das Ziel, was ich damals mit meiner Coachin mit Charlotte gesetzt hatte, was ich am Ende der Zusammenarbeit, also nach 6 Monaten, erreichen will. Das war ein Umsatzziel Das war jetzt nicht werteorientiert. Das war gar nicht so. Dieses. Ich will wertgeschätzt werden. Ich will wirklich, dass meine Mandanten möglichst keine Forderungsausfälle haben. auch wenn ich an Forderungsausfällen Geld verdiene, will ich ja trotzdem denen eine stabile Basis schaffen. Also, es war wirklich ein Umsatzziel, und das habe ich dann auch relativ schnell erreicht. und dann war es halt auch langweilig. Dann habe ich so gedacht: Okay, jetzt will ich doppelt so viel, Aber ich möchte auch Mandanten, die meine Zeit honorieren, die keine Ahnung am besten wenig anrufen, sondern eher E-mails schreiben. gut erreichbar ist. Also Es kamen noch andere Sachen als Umsatzziele dazu. und als ich dann so Traummandanten hatte, also diejenigen, wo es wirklich passt. Da kamen wieder andere Sachen. Dann dachte ich, ich will jetzt eine Kooperation mit einer richtig guten großen Plattform, die bekannt ist. und ich möchte keine Ahnung bestimmte Podcasts, wo ich dann ein Interview haben möchte, oder ich möchte keine Ahnung, ein Gutachten schreiben für den Staat. Ich will mal eine Ausschreibung gewinnen, oder so mit meiner Kanzlei. und auch das habe ich letztes Jahr gemacht. und jetzt kommen neue Sachen. Ich habe jetzt wieder etwas, woran ich arbeite. Da hatte ich gestern sogar ein Gespräch. Da wird wahrscheinlich auch eine ganz gute Kooperation zustande kommen, und das hört ja nie auf. Also, es ist ja so. Ich denke, ich bin schon zufrieden und glücklich mit dem so wie es ist, aber Ich gebe mich trotzdem nicht zufrieden, sondern will dann immer mehr, und was es dann ist, das weiß ich nicht. Das kommt dann einfach, und dann entwickelt sich das.

Carolin Zimprich: Das heißt, man kann eigentlich gut zusammenfassen aus dem halben Jahr, wo du dich hast supporten lassen. War Eigentlich so: Dieses Megagold Nugget setzt dir Ziele.

Irina Shafir: Ja, also Ziele setzen, ist ja sowieso immer in mir drin gewesen. Paar Studienabschlüsse. Das ist so. Ich habe immer irgendwas gemacht. Das waren dann Ziele, aber die waren oftmals nicht. Also zum Beispiel nach den karmischen Prinzipien zu leben. Das war auch etwas, was Charlotte mir damals beigebracht hat. Also, ohne sie hätte ich wahrscheinlich einen Bauchladen eröffnet. und also dieses Coaching war wirklich Gold. Wert. Ich empfehle sie immer wieder, auch wenn sie jetzt wieder als typische Anwältin arbeitet. Aber man weiß also nicht nur Umsatzziele, sondern wirklich werteorientiert zu arbeiten und auch auf das Bauchgefühl zu hören. Human Design zum Beispiel, nach dem eigenen Design zu leben und zu wissen. Ich habe eine emotionale Autorität. Ich muss mal 3 Nächte drüber schlafen. Ich soll nicht sofort Ja sagen oder so, sondern ich darf mir erlauben, das einfach Mal sacken zu lassen. habe ich alles dann erst angefangen zu verstehen und zu leben.

Carolin Zimprich: Also, Hume. Design ist ein Mega tolles Feld, in dem man sich wunderbar austoben kann. Ich habe selber mal eine Ausbildung zur Analystin gemacht und habe auch dazu mit einer ganz tollen Kooperationspartnerin. Ein Gpt programmiert. wo du im Prinzip auch all nur deine holistischen Charts reingibst. und der spuckt dir einfach ein so persönliches Profil aus, dass du dich in punkto Positionierung einfach gar nicht mehr so quälen musst. Das ist ja auch einfach ein Megathema von ganz vielen, dass ihr sagen: wie positioniere ich mich nicht und Bauchladen ja oder Nein? Oder? Wie kommuniziere ich mich also dieses Weg vom Schmerz oder hin zu dem Wunsch. und wo du gerade sagtest. Also, es war nicht so dieses Umsatzziel. Also, ich zum Beispiel glaube, dass Geld ja auch manchmal ein Ziel sein kann. Aber ich glaube, Geld ist eigentlich eher das Ergebnis. Das Ziel ist es so, wie du sagtest, Ich habe Bock auf einen Podcast oder auf coole Kooperationen. Ich will mal eine Ausschreibung gewinnen. Ich will da mal mit dabei sein. Also ich glaube so dieses dieses wirklich so wirken können, woran man Spaß hat, also wirklich dienen zu können. und der Umsatz und alles, was dann einfach noch so an Goodies ist. Das ist das Ergebnis. Dann hinten dran von dem, was man eigentlich selber an Energie vorne reingeschoben hat.

Irina Shafir: Ja auch. Also, ich war letzte Woche zum Beispiel 2 Tage bei einer Fortbildung zum Thema vertrieb beim Philipp Semmelroth, weil ich den irgendwie ganz cool finde. und Philipp sagt ja, mal Umsatz kommt von Umsätzen, was ja total richtig ist, absolut. und dann saß da so eine Frau, und die hat eine Frage gestellt, wie sie etwas vertreiben kann. Aber der Kunde, der stellt so viele Fragen, und der ist so nervig und hier und da, und ich habe dann nur so gedacht, Ja, aber Umsatz, klar. Kommt es von Umsätzen, aber verdienen, Geld verdienen, kommt auch von denen. und wenn der Kunde natürlich Rückfragen stellt, dann möchte er an die Hand genommen werden, der möchte wissen. Was ist das für eine Qualität? Wie lange hält das? Keine Ahnung, Weißt du, der will ja auch irgendwie aufgefangen werden. und Wenn man dann natürlich genervt ist und eigentlich nur Kunden will, die nur Umsatz bringen, ist es halt auch nicht das Wahre. Also, es darf beides sein. Es darf Umsatz sein, es darf Spaß machen, und man darf auch bereit sein zu dienen, wenn man im Dienstleistungsgewerbe tätig ist, und das bin ich ja als Anwältin auch der.

Carolin Zimprich: Das große Glück zu.

Irina Shafir: Ich.

Carolin Zimprich: Zu dürfen, auf jeden Fall von daher auch einfach eine große Empfehlung, wirklich an dich, wo ich auch da sagen musste. Du warst mir ja mit der ersten E-mail. Also, wir haben telefoniert, aber es war so mit dem ersten Gespräch. und ich muss mal eben einwerfen. Wir haben 11. 11. Ich gucke jeden Tag im Moment.

Irina Shafir: Vor 11 auf die Uhr.

Carolin Zimprich: Nicht. Das sind immer so, diese schönen Meisterzahlen. und es war ja auch erst mal fremd, So Dieses Boah, Ich hab da ein Problem, sonst holt man sich ja keinen Anwalt. Ich habe da ein Problem. Kannst du mir helfen bzw. können Sie mir helfen. Also für mich war immer so. Dieses Okay. Also, mit Anwälten muss man sich erst einmal siezen. Natürlich dann aber wirklich zu merken. Hey, Krass. Die interessiert sich wirklich für mich. Die sieht das genauso aus meinen Augen und guckt einfach mit Ihren Augen, weil sie diese Fähigkeit besitzt, noch in völlig andere Ecken rein, die ich gar nicht wusste, dass diese Ecken gibt. Da ist cool. Das ist wirklich toll, wirklich mit jemandem zusammenzuarbeiten, der wirklich Bock hat. Also, man trifft ja auch manchmal schon auf Menschen da draußen, die halt weniger Bock haben als man selbst. und also das finde ich persönlich einfach immer toll, wenn man einfach Menschen hat, wo man einfach merkt. Das ist eine Wellenlänge. Man kann hier gemeinsam was bewegen. Ob man die erdachten Ziele hinterher erreicht oder nicht, erreicht, steht ja auf einem völlig anderen Papier. Aber Hauptsache, man hat erst mal zusammen, eine wirklich gute Zeit. und als du gerade so davon sprach, ja ich Home Design und irgendwie so 2, 3 Tage drüber nachdenken, also gerade bei der emotionalen Autorität, wo ich dachte, cool. Also wie Geil wäre es denn vielleicht wenn Anwälte, das im Jurastudium, Human, Design und Co. Mal als Pflichtlektüre hätten.

Irina Shafir: Ich.

Carolin Zimprich: Lass uns mal ein bisschen spinnen. Wie würden Gerichte sich verändern, wenn so all die lieben, tollen Menschen, die da in ihrer wundervollen Prachtrobe sitzen, von diesem Wissen Ahnung hätten. und das für sich und für alle Anwesenden im Raum mitnutzen würden. Was glaubst du würde sich verändern.

Irina Shafir: Die sich auch mit anderen Dingen beschäftigen. Aber ich vertrete ja schwerpunktmäßig Coaches und Mentoren, und ich muss immer den Richtern erklären, was überhaupt Coaching ist, was Mentoring ist, im Unterschied zu Consulting oder zu Fernlehrgängen. Das ist ja eine völlig andere Welt. Ich glaube nicht, dass es irgendwann als Pflichtfach eingeführt ist, wird aber dass es irgendwie eine Option sein kann. Das wäre natürlich toll. Also, es wäre schön, ja.

Carolin Zimprich: Ich glaube schon, dass es viel viel verändern würde, und ich glaube auch, dass es. Also. ich hätte mich für den Beruf Anwalt nie entschieden, weil ich glaube, diese Fristen, die würden mich so stressen. Wenn ich wüsste, Boah scheiße, Habe ich irgendwas für einen Mandanten vergessen, Oder muss ich da noch was machen? und dann rauscht wieder ein Brief rein? Da steht wieder ein Datum drin mit einer Frist. und so wo ich ja dann schon denke. So, Gott. ich das alles hin, bis dahin und so, das würde mich echt total fertig machen. Von daher bewundere ich das immer, dass es Menschen wie dich gibt, die sagen, hey, ich habe da also auch Steuerberater und so, Die haben ja auch alle mit Fristen zu kämpfen, Wo ich mir denke, das ist krass. Also, ich bin sehr dankbar, dass ihr euch das ausgesucht habt, dass ihr da bock drauf habt. Weil reine Welt wäre es definitiv nicht. wobei ich für mich auch so sehe, ihr geht da ja irgendwie anders und lockerer mit. Um. Also ja, da steht ein Datum und dann sollte das Datum auch irgendwie einhalten. Aber das ist auch nicht immer so ganz krass in Stein gemeißelt. Wann lernt man oder wie lernt man damit umzugehen, wenn da so, ein Termin irgendwo in so einem Brief steht, dass du dann merkst, Es ist eigentlich halb so wild.

Irina Shafir: Also halb so wild finde ich Fristen nicht. Es gibt ja Notfristen. Zum Beispiel, wenn eine Klage ins Haus flattert und du dann 2 Wochen Zeit hast, um die Verteidigung anzuzeigen. Das kann man auch nicht verlängern. Das sollte man dann ernst nehmen und auch die Verteidigung anzeigen oder vor dem Landgericht durch einen Anwalt anzeigen lassen. Alles andere sind meistens ja keine Notfristen. Das sind Fristen. Die kann man zur Not aber verlängern. mache ich meistens nicht, weil ich halte mich einfach gerne an Fristen. Ich habe kein Problem mit Terminen und Gerichtstermine. Ja, das sind auch feste Termine, die man eben wahrzunehmen hat. Aber seit corona geht auch das online, das, heißt, ich muss gar nicht mehr durch Deutschland, irgendwie Tingeln mit der Bahn und mit dem Flugzeug und gucken, dass ich irgendwo rechtzeitig ankomme und rechtzeitig zurückfliege oder so, sondern das ist ja heutzutage fast ausschließlich online. Also, wann habe ich schon mal einen Gerichtstermin in Präsenz? Das ist die Seltenheit.

Carolin Zimprich: Spannend. Also, das ist jetzt zum Beispiel etwas, wo ganz viele gerade sagen würden. Ach, krass, das habe ich noch nie gehört, ich auch nicht, dann.

Irina Shafir: Werde ich doch Anwalt.

Carolin Zimprich: Mega Cool. Also, ich habe wirklich noch nicht mitbekommen, dass es auch Gerichtsverhandlungen gibt, die dann einfach rein online ablaufen und ich nicht zum Amtsgericht meiner Wahl fahre, da erst mal eine Stunde durch den Sicherheitscheck durch muss. und dann nochmal, irgendwie eine gute Stunde da draußen im Flur, irgendwie Rumsitze, bis dann der eigentliche Akt dann irgendwie mal vonstatten geht. um dann hinterher wieder durch die Schleuse durchzumüssen, um irgendwann mal zum Auto zu dürfen. Also das ist ja quasi ein halber Tag ist ja Futsch.

Irina Shafir: Richtig, und das wäre für mich auch nicht so ganz gemütlich. Aber das gibt es halt heute gar nicht mehr. Also früher war das so, als ich angestellt war. Das war wirklich so, da musstest du irgendwie nach Köln fliegen warst, dann beim Gericht bist zurückgeflogen, dann hast du die Akten nicht geschafft zu bearbeiten. Am nächsten Tag sahst du dann bis 18 Uhr ohne Pause, und jetzt ist es ganz entspannt. Also, man schaltet sich so dazu, wie wir jetzt hier sitzen. es sei denn, das ist mal irgendwie eine Beweisaufnahme mit Zeugen, die man verhört. Oder? Ja, der Richter ist so alt, dass er irgendwie gar nichts anfangen kann mit Videokonferenzen. und er weiß nicht, welchen Knopf, der drücken soll und sagt: Nö mache ich nicht. In meiner Kammer wird keine Videoverhandlung stattfinden, Das gibt es auch, aber das ist echt selten.

Carolin Zimprich: Spannendes Feld cool.

Irina Shafir: In.

Carolin Zimprich: Hätte gar nicht gedacht, dass Deutschland da schon so fortschrittlich ist.

Irina Shafir: Ja total.

Carolin Zimprich: Verrückt. Wer weiß, vielleicht können wir den einen oder anderen ja dann doch noch irgendwie inspirieren. Also, mich würden diese Fristen einfach trotzdem irgendwie immer wahnsinnig machen, Weil ich immer ist. So dieses. Ich will das halt richtig machen, und ich will nichts verpassen, und ich will auch irgendwie keiner fliege, was zuleide tun. und wenn ich dann vielleicht an irgendwas nicht gedacht habe. da bin ich halt das bottleneck und das fände ich halt Doof Von daher ist das schon ganz gut, dass es einfach Menschen gibt, wie dich, die das dann einfach übernehmen. Ein anderes Thema hast du gerade so zwischen den Zeilen übrigens angesprochen in Bezug auf Fernlehrgänge, und da sind wir so bei Videokonferenzen. Also, das ist ja auch einfach so Ein Mega Steckenpferd von dir, das Liebe fern und.

Irina Shafir: und.

Carolin Zimprich: Gesagt.

Irina Shafir: Stutz gesetzt? Ja.

Carolin Zimprich: Genau.

Irina Shafir: Vielen.

Carolin Zimprich: Das. Ich habe letzte Tage noch irgendwie einen schönen Bericht gelesen. Wenn wir ein bisschen Glück haben, kommt im Herbst ein bisschen Bewegung in das Ganze, wo ich dachte: Ja, wenn es dann anfängt, sich vielleicht mal zu bewegen. Wir wissen ja, die Mühlen in Deutschland malen ja meistens immer etwas langsamer. Vielleicht haben wir dann in 5 Jahren, dann eine Veränderung oder in später Lass uns gerne Mal ins Fernosg mal eintauchen, der ein oder andere wird das zähneknirschend kennen. Worum geht es genau? Also, bevor ich da jetzt irgendwas erzähle und was falsch sage, kannst du es vielleicht viel besser erklären als ich.

Irina Shafir: Genau das ist ein Gesetz aus dem Jahre. 1.978, also schon ein paar Tage alt. und das war auf Hochschulen konzipiert, dass Teilnehmer am Fernunterricht von Hochschulen geschützt sind, wenn diese Hochschulen keine Zulassung der staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht haben. Das heißt, es sollte sichergestellt sein, dass bestimmte Fernhochschulen, also so wie wir es heute auch noch haben, zum Beispiel die Ils oder so. oder die Fernuniversität Hagen, dass die eine Qualitätssicherheit bieten durch diese Zulassung und wenn eine Uni diese Sicherheit nicht bietet, also keine Zulassung. Der Zfu hat, dann könnten Teilnehmer sagen: Ja, der Vertrag ist nichtig. Ich will jetzt mein Geld zurück, und das war dann auch rechtens, und irgendwann im Jahre 23 hat ein Richter das auch auf Coaching-verträge angewandt, und da ging natürlich diese ganze Welle los. Ja. und das ist natürlich sehr unschön unerfreulich ausgegangen für viele Coaches, wobei natürlich durch die neuen Bgh-entscheidungen aus Februar diesen Jahres das Ganze weit ausgelockert worden ist, Also, Coaching-verträge, Mentoring Trainings Die können unter das Fernosg fallen. Aber müssen es nicht. und der Bgh hat entschieden, dass synchrone Dienstleistungen, also so wie wir hier 1 zu 1 zu. die. wenn man nicht physisch in einem Raum sitzt, weil das Gesetz spricht, ja von räumlicher Trennung und wie der Raum auszulegen ist. Das kann jeder Richter machen, wie er möchte. Manche haben dann gesagt: Raum ist etwas Physisches. und wenn man eben online zusammenarbeitet, ist man dann trotzdem physisch räumlich getrennt. und es fällt immer unter das Fernosg, und es wird schon immer vorteilhafter, immer positiver für Coaches. und eventuell wird auch das Gesetz angepasst oder sogar abgeschafft. Für die Zukunft.

Carolin Zimprich: Es ist einfach von 1.900 Dreiundsieb.

Irina Shafir: 78 von.

Carolin Zimprich: und bevor.

Irina Shafir: Einfach.

Carolin Zimprich: Zu irgendwelchen großen Katastrophen kommt. Also, das finde ich ganz ganz wichtig, dass es da unterschiedliche Augen gibt, die da immer wieder drauf gucken. Das Ding ist, was ich einfach für mich da draußen nur gesehen habe war. Es geht jetzt nicht darum, dass irgendjemand sich so wirklich richtig ungerecht behandelt gefühlt hat innerhalb eines Vertrages, sondern den Markt, den ich plötzlich beobachtet habe, dass da eine Horde von Anwälten plötzlich gedacht hat. Ach, krass, Da können wir einen Markt draus machen. Lass mal Werbeanzeigen schalten. Das persönlich fand ich also, was also schwierig ist. Noch nett ausgedrückt, weil ich in dem Moment immer dachte: Hey, Wenn also wenn ich als Anwalt irgendwem diese Karotte vor die Nase Halte Mal, du hast dir jetzt irgendwo irgendwas gebucht. und vielleicht hat die irgendwie eine Mini-kleinigkeit nicht gefallen. Du kannst dir alles wieder rückgängig machen, wo ich denke, Ich weiß nicht, ob das so der richtige Weg ist. zumal der Anwalt ja weiß, wenn er beauftragt wird, also sein Job ist ja bezahlt.

Irina Shafir: Ja, richtig? Also, es ist wirklich so eine Maschinerie. Man kann es moralisch verwerflich finden. Man kann es vielleicht auch gut finden, wenn man sagt, okay, Die wissen, wie man Umsatz macht, die wissen, wie man Werbung schaltet. Die haben also was richtig gemacht das polarisiert. Sicherlich Fakt ist, es gibt diese Anwaltskanzleien. Ich schalte ja keine Werbung. Ich stehe ja genau auf der Gegenseite, Ich vertrete die. Das heißt, bei mir läuft es über Mundpropaganda, über Linkedin-marketing Aber natürlich stehe ich immer auf der Gegenseite. Ich kenne schon die Kollegen und Versuche natürlich, die Ansprüche abzuwehren, was meistens auch gut klappt. und manchmal treffen sie aber genau die, die wirklich unter das Fernosg fallen, auch wenn es super ungerecht ist, und da muss man Wege finden, das zu lösen, über einen Vergleich und möglichst Gericht Verhandlungen auch zu vermeiden, weil die dann natürlich auch das Coaching-unternehmen auf ihrer Website präsentieren und sagen: hey, wir haben gegen die Xy Gmbh gewonnen, und wenn ihr auch irgendwie einen Vertrag mit der Xy Gmbh habt, dann könnt ihr auch euer Geld zurückholen, und das ist dann natürlich schon gefährlich. Also Man muss genau gucken. dass man die Fälle möglichst außergerichtlich klärt, wenn es Risiken gibt.

Carolin Zimprich: Noch.

Irina Shafir: Ich. da hatten wir einen Fall, Da ging es nicht um viel Geld. Ich hatte aber genau dieselbe Mandantin vor einem anderen Gericht, wo wir sofort gewonnen haben. und da sieht man, der eine Richter sagt: das könnte asynchron sein. Es gab Aufzeichnungen vielleicht, und der andere sagt: Nee, Aufzeichnungen sind aber nicht nachgewiesen, und wir sind aber in der Berufungsinstanz, und ich denke, dass wir gewinnen werden. Aber in den ganzen Jahren, wo es jetzt um diese Fernosg-streitigkeiten geht, ist es der einzige Fall, den wir hoffentlich am Ende auch gewinnen, und sonst haben wir immer gewonnen, oder das irgendwie über einen Vergleich gelöst.

Carolin Zimprich: Also insgesamt kann man ja auch da gut beobachten. und so ist dir ja damals ja auch die Frage gestellt worden? Wo willst du die spezialisieren? Wo gehörst du hin? Bist du Bauchladen? Bist du nicht Bauchladen? Was willst du wirklich machen? und genauso haben die anderen Anwälte sich ja auch spezialisiert, und die gibt es das ja auch fürs Abmahnrecht. Da fehlt das Impressum auf der Seite Also auch da bitte alle mal mit Nachgucken. Auf der eigenen Webseite ist das Impressum mit einem Klick erreichbar. Ganz wichtig benutze ich Musik in Reels, die mir nicht gehört. Also achte ich auch da auf die Verwertungsrechte. Letztendlich nicht. Also Die haben sich ja wirklich ganz krass darauf spezialisiert und gehen ja dann auch einfach systematisch so nach dem Motto, Wir nehmen uns die gelben Seiten, wir fangen bei A an und hören bei Z auf. und auch da kann man selber sagen, so im Sinne des Unternehmertums. Sie haben das wahnsinnig gut aufgestellt und aufgebaut, dann haben das wahnsinnig gut für sich skaliert. Dieses System, was Sie sich da.

Irina Shafir: Teil. Ja. genau. Also, für alles gibt es irgendwie die Person, die es macht. Also es ist auch so ein bisschen So gibt man seinen Namen als Anwalt. Denn her, um irgendwie Abmahnungen zu schreiben gegen Unternehmer, die ja so mutig waren, überhaupt ins Unternehmertum zu gehen, weil da irgendwie ein Link fehlt. Oder? Das ist natürlich etwas, wo ich auch schon öfter Anfragen hatte. Wollen wir mit Ihrer Kanzlei eine Maschinerie machen für das. und das, und ich höre mir an, worum es geht, und denke, nein, dafür will ich meinen Namen nicht hergeben, und ein anderer hätte gesagt: Ja, Klar ist mir doch egal. Ich kann hier Millionär werden oder so, Also jeder macht was ihm gefällt, und ich glaube, ich versuche das auch gar nicht zu bewerten. Aber es ist natürlich krass, teilweise, ja.

Carolin Zimprich: Auf jeden Fall. Das ist also manchmal manchmal schon erschreckend, aber zeigt an dem Punkt einfach, wie wichtig es ist, unabhängig welche Branche es ist, sich wirklich zu spezialisieren.

Irina Shafir: Vielen Dank.

Carolin Zimprich: Was mir gar nicht klar war, ist, dass Anwälte wirklich werben dürfen. Also, ich kenne das so von Ärzten und sodass die das irgendwie glaube ich, nicht dürfen. Die tun sich ja auch so mit Internetseiten, total schwer mit. Was darf man, Was darf man sich, um da nicht irgendwie Marketing zu betreiben. Aber Anwälte können das.

Irina Shafir: Ja, Also, ich hatte tatsächlich auch schon Anwaltskollegen. Das sind ja nicht immer die Nettesten, die unter meine Posts geschrieben haben. Frau Kollegin, Sie machen ja hier Werbung. Das zeige ich bei der Anwaltskammer an oder so. Also total krass. und natürlich, das ist Content-marketing. Ich darf natürlich über meine Fälle berichten, egal ob auf Social Media oder auf der Website oder wo auch immer. Was man natürlich nicht machen darf, ist, irgendwie so gezielt irgendwie Unternehmen anzuschreiben und zu sagen: ich habe gehört, Sie haben einen Forderungsausfall, oder, wenn Sie Mal einen Forderungsausfall haben, denken Sie an meine Kanzlei oder so dieses. Aber natürlich darf ich sichtbar sein. Das ist ja wie Visitenkarten verteilen. Genauso ist es natürlich, Content Marketing zu machen oder bezahlte Ads zu schalten. Das alles dürfen wir ganz normal. Ja.

Carolin Zimprich: Okay, gut. Also auch da darf man ja mal so den den Unterschied sehen, weil ich immer ganz oft gehört habe. So, Nee, ich bin 1. Ich darf das nicht. Da müssen wir irgendwie ganz vorsichtig sein und so, aber klar, einfach letztendlich seine eigene Meinung da draußen in irgendeiner Art und Weise kundzutun oder womit man was erreicht hat, darüber letztendlich also das letztendlich zu publizieren macht natürlich auf jeden Fall auf jeden Fall Sinn

Irina Shafir: Ja.

Carolin Zimprich: Was würdest du sagen? Sind so deine nächsten Schritte, deine nächsten Ziele. Also, du hast vorhin Ja gesagt. Podcast war cool. Andere Kooperationen. und auch das. wo du sagtest, ich habe so super viel telefoniert. Ich wollte eigentlich hinterher, nur noch, dass die Menschen mir Mails schreiben, weil ich gemerkt habe, das spart mir einfach Zeit. Also, bei dir stand ja wirklich der Gedanke im Raum zu sagen, Ich möchte auf jeden Fall skalieren. und ich merke, aber wenn ich das auf diese Weise mache. funktioniert das nicht.

Irina Shafir: Ja.

Carolin Zimprich: Was würdest du sagen von der Art und Weise, wie du jetzt aktuell gerade arbeitest? Was musst du oder was würdest du für dich verändern, Um zu sagen, Hey, da kann ich effizienter werden.

Irina Shafir: Ja. Also was bei mir nicht so ansteht, ist irgendwie mehr Mitarbeiter, oder ich bin schlecht. In Mitarbeiterführung muss ich sagen: Ich bin immer sehr, sehr nett, und meine Mitarbeiterin hat heute geschrieben. Auch meine Mama ist im Krankenhaus. Ich will heute und morgen mal Freinehmen. Ja, natürlich kannst du das. Also, ich bin, das ist nicht so meins. und ich muss sagen, dass mir das auch ein bisschen Ressourcen zieht. Von der Arbeitszeit her bin ich zufrieden. Es ist nicht, sodass ich mich irgendwie überarbeite von den Umsatzzahlen klar. Ich bin zufrieden, aber auch da. Ich würde es am liebsten verdoppeln, wenn es irgendwie geht, ohne zusätzliche Arbeitszeit. und ich habe ja letztes Jahr angefangen, Workshops zu geben. Das ist dann so: One to many, anstatt 1 zu 1 Arbeit. Das will ich noch ein bisschen mehr implementieren, vielleicht noch ein bisschen mehr Workshops oder Webinare geben. und gestern hatte ich eben ein Gespräch zu einer Kooperation, die ich super spannend finde. und wenn das zustande kommt, ist auf jeden Fall das erst mal mein nächstes Ziel.

Carolin Zimprich: Wir sind echt gespannt. Du hast vorhin schon so ein ganz kurz darüber geredet. und ich kenne das, wenn man so schöne neue Projekte hat. Also bis das nicht in trockenen Tüchern ist, redet man nicht darüber. Ich hatte das auch früher bin auch schon das ein oder andere Mal quasi so ins Fettnäpfchen, dann hineingetreten und habe Dinge zu früh erzählt. und die Menschen fanden das dann einfach so spannend, dass es dann einfach im Hintergrund wunderbar zerredet haben. und dann ist natürlich nichts draus geworden. Von daher dürfen wir alle total gespannt und neugierig sein. und, wie auch schon erwähnt, Irina ist auf Linkedin aktiv, also von daher vernetzt euch wir verlinken natürlich so oder so, alles unten in den Shownotes. Da geht die Vernetzung natürlich super schnell, letztendlich und einfach mal Ausschau halten, wenn da ein Workshop ist. Ich habe selber mal zur Zfu, mal bei dir mal ein Webinar mitgemacht, um da auch einfach nochmal zu wissen. Okay, betrifft mich das eigentlich überhaupt so wie ich arbeite oder nicht, und auch dann ein richtig guter. nicht trotzdem mal reingucken, macht immer auf jeden Fall mal Sinn also mehr wissen macht einfach nichts, weil, dann weiß man einfach, Wenn ja. Menschen da draußen plötzlich andere Konstrukte bilden und irgendwie doch irgendwelche Schlupflöcher suchen, irgendwie. Man hat einfach viel mehr Möglichkeiten. Also finde ich, wenn man sich so dieses ganze rechtliche Szenario mal anguckt, um das alles zu verstehen Also, wenn ich mir solche lustigen Texte durchlese, denke ich mir auch so. Okay, jetzt mal hochdeutsch, bitte.

Irina Shafir: Ja.

Carolin Zimprich: Das ist, glaube ich auch, was, Da darf man sich dran gewöhnen.

Irina Shafir: Ja. Also, es ist schön, wenn jemand da ist, der es in einfachen Worten sagen kann. Man kann natürlich auch Chatgpt heutzutage alles fragen: was regelt das für ein Osg? Hier ist mein Vertrag analysiert mal, ob es irgendwie drunter fällt. und trotzdem stellt der Anwalt aber andere Fragen, weil er ja vor Gericht sitzt. und er weiß, was schauen sich denn die Richter an? Welche Fragen stellen die Richter. Also, du hast dann doch ein bisschen einen anderen Zugang. und wenn du dann Leute sensibilisierst, dass die selber einfach wissen. okay, das darf ich sagen, beim Launch das nicht. Das sollte auf meiner Landing Page auf keinen Fall stehen, dann ist es natürlich sehr, sehr gut. Ja.

Carolin Zimprich: Auf jeden Fall. Jaja, Aber es ist ja. Also wenn man sich so in der Anwaltssprache irgendwie austauscht und dann, Also, jeder hat ja schon mal irgendwie ein Schreiben von einem Anwalt zu Hause gehabt, wo man immer denkt. Okay, ich lese diesen Absatz Jetzt dann noch mal. Ich habe nichts verstanden.

Irina Shafir: Ja, das gehört.

Carolin Zimprich: und.

Irina Shafir: Ja, ich.

Carolin Zimprich: Nennen wir es Grammatik.

Irina Shafir: Normal geworden.

Carolin Zimprich: Irgendwann saugt man das dann einfach so für sich absolut auf und weiß dann einfach total was da steht, könntest du dir vorstellen, irgendwann zu sagen, So, hier Juristerei keine Lust mehr. Ich mache was anderes.

Irina Shafir: Ja, also jetzt momentan nicht, weil noch macht es mir echt Spaß. Manchmal sehe ich aber schon auf der Gegenseite. Die Anwälte, die vielleicht schon irgendwie so oder so. Jetzt habe ich mit ihr gesprochen. Jetzt kann ich mir vorstellen, dass ich vielleicht da in die Richtung irgendwann gehe, weil, vielleicht bin ich irgendwann 50 und denke, okay, jetzt habe ich keine Lust mehr auf das Anwaltsdasein. Ich meine, ich bin ja auch europäische Wirtschaftsjuristin. Ich könnte jetzt auch Deutschland verlassen und woanders rechtlich unterwegs sein. Das ist alles offen, jetzt gerade ist es genau richtig, wie es ist, aber ich kann mir alles vorstellen. Man soll niemals nie sagen.

Carolin Zimprich: Ja. und vor allem, du könntest es natürlich Mega nischig machen und dich einfach um die Anwälte kümmern, die einfach total ausgelaugt sind von ihrem Job, dass Sie einfach wieder Spaß und Freude an der Juristerei haben.

Irina Shafir: Ja, ich sage Dir ganz ehrlich, ich arbeite mit Anwälten nicht so gerne.

Carolin Zimprich: Verstehe ich gar nicht.

Irina Shafir: Ja, also welche Umsatzsteigerung werde ich denn haben? Können Sie mir das Versprechen? Können Sie mir das Schwarz auf weiß in einer E-mail bitte zusammenfassen. Können Sie mir das garantieren? Also, das ist dann so, und in welcher Zeit werde ich dann 10 000 Follower haben. Das kann man ja nicht sagen. Die Leute müssen umsetzen, die müssen sympathisch sein, die dürfen auch ihr Gesicht zeigen, wenn sie Posten haben ja auch viele Anwälte Probleme mit. Ich habe gemerkt, dass ich einfach eher so Bauchmenschen mag, oder Unternehmer, die schnell Entscheidungen treffen, so diese roten Typen, nicht die blauen Typen, denen ich alles bis ins kleinste Detail schriftlich geben muss. Das ist jetzt gerade nicht so. Meine Zielgruppe habe ich gemerkt, Aber wer weiß, was kommt.

Carolin Zimprich: Wir lassen uns einfach total überraschen. und ich finde das total spannend. Dieses, man ist halt selber Anwalt und sagt aber Boah aber wirklich so mit anderen Anwälten. Aber die sind schon anstrengend.

Irina Shafir: Ja.

Carolin Zimprich: Ja.

Irina Shafir: Ich.

Carolin Zimprich: Kann ich total nachvollziehen, total nachvollziehen, auf jeden Fall. Von daher habe ich mich da ja einfach nie ausgetobt, wo Ich dachte: so Nee, Absolut nicht meine Welt. Ich.

Irina Shafir: Ja.

Carolin Zimprich: Ich. und in diesen 45 s kannst du 3 Dinge nennen, die du ab jetzt bewusst in deinem Business nicht mehr machst, oder auch im Leben allgemein. Das kannst du gerne mit reinziehen, weil du einfach schon total lange weißt, dass es dich eigentlich total aufhält.

Irina Shafir: Ja.

Carolin Zimprich: Bist du bereit?

Irina Shafir: mein Gott, ich bin bereit.

Carolin Zimprich: Los geht’s.

Irina Shafir: Ich: Was kann ich noch anders machen? Mich entschuldigen für bestimmte Dinge, wo man es auch anders ausdrücken kann. Also Zum Beispiel, wenn ich irgendwie 2 min später anrufe oder in den Zoom-code komme, was fast nie vorkommt. Aber wenn es mal vorkommt, dass ich dann sage: Entschuldigung, ich würde dann lieber sagen, danke fürs Warten. Das ist dann doch ein bisschen professioneller und vielleicht noch größer denken. Manchmal denke ich zu klein oder habe dann so, ich kann doch nicht meine Preise einfach verdoppeln. und ach, meine Altmandanten, Nein, Da arbeite ich nach Rvg: Also vielleicht auch da noch ein bisschen bei der Preisfindung, ein bisschen mutiger sein. Genau die 3 Dinge würde ich nehmen.

Carolin Zimprich: Mega, Ich fasse das einfach mal zusammen für dich, für einen ganz tollen Begriff. und der ist wert. ja, Also mach dich nicht kleiner als du bist. Du brauchst dich nicht, rechtfertigen dich echt nicht entschuldigen. und ja, man darf größer denken. und das ist. Letztendlich also was bist du wert? Was bist du für andere Wert? Was bist du dir selbst wert? Es ist ein Wertethema. Ja.

Irina Shafir: Ja schön, dass ja.

Carolin Zimprich: Auf jeden Fall eine letzte kleine Inspiration von dir für die Hörer. So zum Schluss, Was würdest du sagen? Also, Wir haben ja alle irgendwelche Hürden und Hindernisse und Problemchen und so. Aber was war so Dein größter Fuck-up. Wo du sagst das war zwar echt Kacke. aber ich habe das für mich einfach in eine richtig coole Lektion verwandeln können, damit sie mir wirklich geholfen hat, im Endeffekt.

Irina Shafir: Ja, da habe ich eine einzige Sache, die immer wieder so wo ich denke, wie konntest du so irgendwie und zwar damals wirklich dieses Linkedin-marketing für Rechtsanwälte direkt damit rausgehen, direkt eine Firma dafür gründen. Direkt Also wirklich so. Ich hatte die Idee. Ja, passt, mache ich und dann alles direkt gemacht. und dann, irgendwann so nach ein paar Monaten gemerkt. Ja, krass, Das ist ja anders als mit meinen normalen Mandanten zusammenzuarbeiten. Das nimmt ja doch ein bisschen mehr Kraft und Zeit. und so richtig. Spaß macht es mir nicht. und Das ist aber dieses Human Design, drüber schlafen, wirklich mal überlegen und auch mal testen. Also, wenn man eine Geschäftsidee hat, darf man wirklich sich Zeit nehmen, um das zu testen, ob die Zielkunden die Richtigen sind. Ob man sich da wohl fühlt, ob das wirklich Spaß macht. Das war sowas, wo ich gesagt Hab. Ja, ich mach das neben der Kanzlei und Fokus setzen, dass ich dann gemerkt habe, nein, mein Fokus ist die Kanzlei. und das macht mir doch mehr Spaß. Aber hätte ich diese Erfahrung nicht gemacht, dann wäre ich eine Erfahrung ärmer, Das wäre ja auch schade. Aber das ist etwas, wo ich vielleicht anderen sagen würde, sei da mal vorsichtiger Teste, das Mal Probier mal, ob es wirklich deins ist.

Carolin Zimprich: Du bist emotionale Autorität. Also brauchen wir einfach mal, bis das die emotionale Welle wieder abflacht. Um da einfach zu gucken. Ist das wirklich meins bei mir? Zum Beispiel. Ich bin absolut Spontanentscheiderin und ich kann sofort sagen, wie ich nicht Ja, klar, kann, ich meine Meinung morgen wieder ändern, wenn ich mich morgen wieder das erneut frage, ob ich das will oder ob ich das nicht will, Aber das macht natürlich den großen Unterschied aus. und ich glaube, und da hast du einfach recht. Wenn du das nicht gemacht hättest, wärst du um eine Lektion ärmer. und ich glaube, das ist, was was uns alle immer zu dem macht, wer wir einfach heute sind, und uns die Möglichkeiten überhaupt gibt, größer zu denken oder uns irgendwann nicht mehr zu entschuldigen, weil wir ja diese Erfahrung einfach gemacht haben, und Nur deswegen haben wir die Möglichkeit, glaube ich, zumindest daraus zu wachsen.

Irina Shafir: Total. und gerade wenn man so mit dieser Coaching und Mentoring-szene zu tun hat, dann weiß man die richtig guten Erfolgreichen, die wirklich Mega gute Arbeit leisten. Die haben schon so einiges erlebt und so einiges davon, was schief gelaufen ist. und genau aus dieser Erfahrung heraus sind die so weise geworden und das zu sehen ist halt auch super. Schön. Dann geht man anders mit Rückschlägen legen, um.

Carolin Zimprich: Auf jeden Fall. Ja. Von daher, Ja. Shit Happens, wie man so schön sagt, das ist einfach so, und das, was einfach enorm wichtig ist, ist Fokus halten Liebe Rina. angefangen von du hast dich mit Juristerei auseinandergesetzt. Zu mal gucken, wo mir eine Reise hingeht, Wenn ich vielleicht irgendwann 50 bin. Wir sind total gespannt, Vernetzt euch mit Irina, Alles unten steht in den Shownotes. und ja, das, was ich zum Schluss immer sage. Wir sehen uns alle allerspätestens im Netz und freut euch auf jeden Fall schon mal auf die nächste Episode bis dahin Ciao.

Irina Shafir: Ein Tschüss.

Irina Shafir
Rechtsanwältin für Forderungsmanagement
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