Von der erfolgreichen Unternehmerin mit mehreren Firmen zum „Scheiterhaufen“ in einem 13m² WG-Zimmer. Daniela Landgraf stand auf dem vermeintlichen Gipfel des Erfolgs, als alles zusammenbrach: Insolvenz, Burnout, Depression und die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung. Doch was nach außen wie totales Scheitern aussah, wurde zu ihrem größten Geschenk.
Heute lebt sie im Camper, arbeitet mit Pferden und steht auf den größten Bühnen Deutschlands. In diesem tiefen Gespräch spricht sie über das Leben mit Tourette, die Fallen von Social Media Hochglanz, und warum ein mitleidiger Satz einer Schulfreundin der Wendepunkt war. Sie zeigt auf, wie wir unsere Wunden unbewusst an die nächste Generation weitergeben und warum starke Menschen oft die sind, die am wenigsten Unterstützung bekommen.
Ein Gespräch über echte Transformation jenseits von Manifestations-Bullshit, über den Mut zur Verletzlichkeit und darüber, warum manchmal eine Sackgasse genau der richtige Ort zum Innehalten ist.
Carolin Zimprich: Unsere größten Herausforderungen werden oft zu unseren größten Stärken. Mein heutiger Gast steht auf den größten Bühnen, berührt Menschen mit ihren Vorträgen und spricht über Selbstwert, mentale Stärke und Resilienz. doch Ihr Weg dorthin war alles andere als einfach. Jahrelang kämpfte sie mit massiven Selbstzweifeln einer diagnostizierten Persönlichkeitsstörung, Burnout Insolvenz und dem ständigen Gefühl sich beweisen zu müssen. nach außen erfolgreich, aber innerlich vollkommen erschöpft. Heute ist sie überzeugt. Erfolg beginnt nicht im außen, sondern in der Beziehung zu uns selbst als Keynote Speakerin, Buch Mentorin und Autorin von über 23 Büchern zeigt sie, Menschen, wie sie ihre Geschichte nicht länger gegen sich verwenden, sondern zu ihrer größten Kraft machen. und wenn du wissen willst, wie deine Worte wirken, immer vor allem die, die wir jeden Tag selbst zu uns sagen. Dann spitzt die Ohren und sei gespannt. Herzlich Willkommen Daniela Landgraf.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Wow! Was für eine schöne Anmoderation. Vielen, vielen lieben Dank. Carolin: Da hast du die Messlappe, aber ganz schön hochgesetzt.
Carolin Zimprich: Aber immer natürlich.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Das.
Carolin Zimprich: und äußerst lohnenswerte Episode an der Stelle. Such einfach mal im Hintergrund, wenn du die Episode von Felix suchst, jetzt aber heute erst mal zu Daniela und ja, wie ich gerade schon sagte, manchmal sind die Wege unergründlich, und wir erfahren Dinge, von denen wir gar nicht wussten, dass es diese Dinge gibt. Der ein oder andere wird sich mit Sicherheit gerade gedacht haben, So, ja, Selbstzweifel. Okay, kenne ich und so. Aber Persönlichkeitsstörungen, Burnout Insolvenz. Das klingt schon nach einem kleinen, krassen, privaten Dilemma im Hintergrund.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ich.
Carolin Zimprich: Kam das alles zusammen, kam das alles nacheinander. Wie Darf man sich das vorstellen?
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Also erst einmal. Der Beginn ist schon in meiner tiefsten, tiefsten Kindheit, was ich auch erst vor einigen Jahren herausgefunden habe. Also, ich war schon als Kind in meiner Ursprungsfamilie weder gewollt noch gewünscht. Da habe ich mir früher nie gedanken drüber gemacht und habe immer meine Selbstzweifel auf was ganz anderes geschoben. Denn ich bin zusätzlich noch mit einem. Ich nenne es heutzutage liebevoll Special Effect geboren worden. Die Mediziner sagen dazu Tourette. Syndrom. Ich nenne es meinen Special-effekt. Warum Worte haben Wirkung, und je häufiger du dir deine eigene Diagnose immer wieder erzählst, umso schlimmer wird es. und ich muss nur dran denken, du siehst das jetzt hier im Podcast, Dann kommen die Ticks, die aber oft schon teilweise auch über einen langen Zeitraum nicht da sind. Also das, was du heute siehst, ist nur noch ein Bruchteil von dem, was es mal war. und ich war mal fest davon überzeugt, meine Selbstzweifel kommen daher dass ich in der Schule eben viel Mobbing für Ausgrenzung erfahren habe. Aber heute bin ich fest davon überzeugt, auch das war nur eine Folge, weil ich halt, sehr bedürftig war und bedürftige Menschen. Wenn du unbedingt irgendwo ankommen möchtest, dann passiert oft das Gegenteil. und das eigentliche Dilemma begann schon. So weiß ich es heute. und vielleicht kommen irgendwann noch neue Erkenntnisse dazu während meiner Geburt, denn mein Vater bzw. während der Schwängerung meiner Mutter, denn mein Vater hat meine Mutter geschwängert und damit 2 Familien gesprengt, nämlich seine eigene. Er war verheiratet und die meiner Mutter. Sie war ebenfalls verheiratet, und In beiden Familien gab es Kinder, und natürlich war ich aus der Perspektive meiner Geschwister und der Familie der Störfaktor, das heißt, ich bin im Grunde genommen schon, mit meiner Ankunft weder gewollt noch gewünscht gewesen. und warum erzähle ich das? Wenn Menschen Selbstzweifel haben, lohnt es sich wirklich zu schauen. Woher kommt es denn? und manchmal ist das so tief tief und man muss nicht immer in den Dramen graben, aber über verschiedene Techniken, nicht nur kognitive Techniken, sondern auch Dinge, die über die körperliche Ebene gehen, oder sogar über die geistige Ebene. Das lohnt sich eben einfach daran zu arbeiten. und manchmal kommen eben diese Dinge einfach in Schichten zu dir. und du hast plötzlich Erkenntnisse und denkst, Ach da kommt es her. Krass.
Carolin Zimprich: Da Da kann ich tief reingucken, oder? Da mag ich nicht tiefer reingucken, einfach weil du gerade schon sagtest, Wenn ich darüber nachdenke oder davon letztendlich erzähle, merke ich natürlich, dass körperliche Symptome einfach verstärkt in dem Moment auftreten. Von daher ist das für mich einfach eine Grenze, die ich total gerne wahren würde, wenn du einfach sagst. da kann ich einfach gerade gar nicht tief einsteigen. Ich hatte es am Anfang einfach gelesen und dachte: so krass. Also manchmal ist es ja, sodass ich, die Menschen, wenn sie zu mir in den Podcast kommen, so wie auch bei dir, dass wir uns einfach vorher noch nie gesehen haben, noch nie gesprochen haben. Vielleicht mal ganz kurz geschrieben haben, aber aufgrund der Empfehlung weiß ich einfach, das sind so unfassbar tolle, spannende Menschen, mit denen muss ich mich unbedingt unterhalten. weil sie einfach eine unfassbar tolle Geschichte zu erzählen haben, die wiederum andere Menschen inspirieren können. und es wäre zu schade, das ein oder andere nicht zu erzählen, nicht nach außen zu tragen. vor allem vielleicht auch in diesem Falle, wenn man Eltern da draußen erreicht, die einfach Kinder mit einem Special Effect haben. Völlig Egal, wie dieser Special-effekt aussehen mag. Anhand von dir einfach ein unfassbar tolles Beispiel, und dich vielleicht auch als Vorbild sehen können, um zu wissen. so anstrengend und so mühselig, wie es vielleicht aktuell mit diesem Special-effekt ist, muss es nicht immer bleiben.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Definitiv und gleichzeitig das Bewusstsein. Mir fällt gerade auf. Ich habe deine eigentliche Frage gar nicht beantwortet. Das hole ich jetzt noch nach, denn wenn du nicht frühzeitig auch gegensteuerst, kann das eben Jahrzehnte später kommen. und bei mir war es, sodass ich 20 Jahre in dieser höher schneller weiter Finanzwelt gefangen war. Ich habe also das Glück gehabt, dass ich schon früh damals, in den 90er Jahren, Wer sich jetzt fragt, wie alt ist er denn? Ich werde dieses Jahr 54 und damals in den 90er Jahren, ich war Mitte 20, habe ich schon ganz viele tolle Erfolgsmethoden kennengelernt. So positives Denken und Affirmation und diesen ganzen in Anführungsstrichen Quatsch, der oft erzählt wird. der wirkt, auch wenn nicht diese Selbstzweifel so extremst, massiv in dir drin sind. und ich bin damit sehr erfolgreich geworden und es kam dann ein Leben so 20 Jahre lang, höher, schneller weiter mehr. Mehr. Das nächste Ziel, die nächste Stufe in der Erfolgsleiter und und und ich habe mich nur über dieses außen definiert, weil dieser eigene Selbstwert fehlte, weil ich selber fühlte, mich weder wertvoll noch gewünscht noch gewollt und schon gar nicht wertvoll im Sinne als Mensch, sondern nur, wenn ich, was leiste und nach 20 Jahren höher, schneller weiter kam dann vieles zusammen. Ich zog mir komische Dinge ins Leben. und ich sage heute bewusst, ich zog sie mir ins Leben, weil du machst unbewusst Dinge mit deinen Gedanken. Da sind wir wieder bei dem Thema. Weil Worte wirken deine Gedanken, deine Gefühle. das, worüber du den Lieben lang nachdenkst und was in dir drin ist. Das sorgt dafür, dass du eben Dinge in dein Leben ziehst. und so zog ich mir Messis ins leben Mietnomaden, nicht zahlende Kunden. Das wiederum führte dann irgendwann zur Insolvenz, das alles zusammenführte zum Burnout und Burnout durch Depression war Erschöpfungsdepression und Das wiederum führte dazu dass ich in die Klinik gekommen bin, wo dann wiederum diese interessante Diagnose gestellt wurde und dass die Diagnose selbstunsichere, vermeiden. und zwanghafte Persönlichkeitsstörung wurde halt gestellt, nachdem ich 20 Jahre Unternehmerin war, Mitarbeiter hatte und nicht nur ein Unternehmen, nein, ich hatte sogar mehrere, weil 1 wäre ja langweilig gewesen. und das zeigt schon, wie sehr das alles zusammenhing. Ich habe mich so über das außen definiert und bezeichne mich heute gern als Leuchtturm, der so von außen angestrahlt wurde. Ich brauchte ganz viel Licht von außen, um zu strahlen. nur vergaß ich das Licht, was in mir drin war, weil das gab es einfach schlichtweg nicht. und mit dieser Insolvenz ist dann eben auch sprichwörtlich das ganze Licht ausgegangen, und ich bezeichne mich gerne, wenn ich so zurückblicke, als Haufen alter Steine, der dann übrig geblieben ist. und dennoch, obwohl dieser Komplettzusammenbruch auf allen Ebenen war. Mit 39 bin ich unglaublich Dankbar dafür am Ende, denn all das hat mich gestoppt, mich innehalten lassen und mein Leben verändern lassen. und das, was heute ist, das wäre niemals entstanden, Wenn ich in dieser höher, schneller weiter Erfolgswelt geblieben wäre.
Carolin Zimprich: Ja, du hast mich gerade ja schon ein bisschen mit der Kamera, mit durch euren Pipi, Langstrumpf-erlebnishof. Wenn man das so nennen möchte, irgendwie gefüllt. und ich finde es total spannend. Also, ich selbst liebe ja das Camping, das Leben draußen und kann das einfach absolut nachvollziehen. wenn man sich dafür entscheidet zu sagen: So, also kein wirklich krass fester Wohnsitz. Irgendwo eine Base klar. Wir sind jetzt hier so als Familienkonstrukt mit Schule und Co. und von daher sieht das noch ein bisschen anders aus. Aber wenn wir unterwegs sind, Also Ich finde einfach nichts schöner als den ganzen Tag über draußen zu sein, also gerade dann, wenn wir einfach tolles Wetter haben. Ich finde nichts schlimmer, als dann eigentlich im Haus gefangen zu sein. Von daher ist es einfach natürlich so der krasse Gegensatz bei dir, einfach dieses. Wie war es mal mit Ich hänge da in irgendwelchen Unternehmenskonzernstrukturen zu? Es Kommt einfach der totale Crash hin zu. Ich fange an, mich wieder aufzubauen. und als du gerade sagtest, ich war so ein Leuchtturm, der von außen angestrahlt wurde, war so mein Bild davon. Okay. Also dann ist es ja nicht der Leuchtturm als solches, sondern es ist ja lediglich ein Reflektor. Also, du hattest ja lediglich eine Schicht an dir, die dann immer geglänzt hat, wenn irgendjemand dir die entsprechende Aufmerksamkeit in dem Moment gegeben hat, natürlich total spannend zu sehen. und es macht einen natürlich betroffen. Wenn man dann hört, dieses, okay, von mir ist einfach nur so ein Steinehaufen übrig geblieben. und dennoch musste es genau so sein. Glaubst du, dass, wenn Ärzte Diagnosen stellen. dass das, was Gutes oder dass das eigentlich eher was Schlechtes ist, oder es ist beides.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ich wollte gerade sagen: Es ist ein ganz Klares, sowohl als auch. Meine Tourette Diagnose bekam ich erst mit 29, Weil in den 70er, 80er Jahren galt, ich halt als verhaltensgestörtes Kind durch die Trennung der Eltern. Ich habe mal irgendwann uralt Unterlagen gefunden. und dann war das halt einfach noch nicht so bekannt, und meine Eltern waren, mit sich selbst beschäftigt, waren ja auch geschieden. und ich habe mal bei dem einen mal bei dem anderen gewohnt. Ja, es kam niemand auf die Idee, dass es, was Medizinisches ist, gleichzeitig eben dieses. diese schlimmen Erlebnisse in der Schule, Wenn ich da sehr gehänselt wurde. und für mich war es aber so meine normale Realität. und so bin ich durchs Leben gegangen. und es ging so weit, dass ich hinterher im Berufsleben, teilweise wirklich mich selbst verletzt habe mich gekniffen? Habe, damit ich die Ticks ablenke oder so kurz vor dem Kundengespräch regelrecht ins Badezimmer gegangen bin, nur deswegen, um meinen Kopf einmal gegen die Wand zu knallen nach dem Motto: Es muss doch möglich sein, dass dieser Kopf still ist. Warum können alle anderen den Kopf so gerade halten? Warum kann ich das nicht? Als dann? Ich war 29. Diese Zufallsdiagnose kam. Das war auch sehr Crazy, wie die zu mir gekommen ist. Richtig? Crazy: wenn’s interessiert, erzähle ich das dann auch noch Da war für mich so eine Erleichterung da, und es gab eine Antwort auf eine Frage, die ich nie gestellt habe, Aber die latent natürlich immer da war. Das gab Erleichterung, dass es nicht an meinem Fehlversagen liegt, dass ich nicht nur einfach keine Körperbeherrschung habe, sondern dass es einen medizinischen Hintergrund gab. geholfen hat es dann erst mal nichts. Die haben mir Medikamente gegeben, und die habe ich auch brav, ein halbes Dreivierteljahr genommen. Die haben mich völlig wesensfremd gemacht. Ich War also völlig apathisch und müde. und also, die haben im Grunde genommen nur ruhig gestellt. und dann habe ich mir damals gesagt, es ging 30 Jahre auch ohne Jetzt wird es den Rest meines Lebens auch ohne gehen. und ich bin komplett medikamentenfrei nach wie vor und habe viel eben mit dem Thema Energieheilung, Geistheilung und ähnliche Dinge, angefangen Naturheilung um auf deine Frage zurückzukehren. Also mir hat durchaus damals geholfen. Aber viel wichtiger ist, nicht, an dieser Diagnose zu hängen, was eben die Ärzte sagen, sondern zu sagen: Okay, es ist jetzt wie es ist. aber nicht in dieses Drama-tieftal abzutauchen, Denn ob es eine Diagnose ist, ob es ein Schmerz ist, ob es eine Wut ist. jedes Mal, wenn du darüber erzählst, solange du noch in diesem Leid und in diesem Drama drin bist. Ich kann heute drüber erzählen, weil ich nicht mehr im Drama bin. Deswegen kann ich darüber erzählen, aber mit jedem Menschen, dem du dein Leid klagst. Klar, in dem Moment ist es vielleicht schön, jemandem was zu erzählen, aber du machst etwas mit dir selbst. Du vergiftest dich quasi innerlich selbst, weil du dir jedes Mal wieder die gleiche Geschichte erzählst. und wenn du dir immer wieder erzählst, welche Diagnose. Du hast und wenn du dir immer wieder erzählst, welche Traurigkeit oder Wut du empfindest und wie ungerecht die anderen sind und wie ungerecht die Diagnose ist, und dies und jenes, je mehr du dir diese Dramageschichten erzählst, umso mehr erlebst du sie auch im außen, weil du sie immer wieder fühlst, weil du sie in dir drin hast, weil du in Resonanz damit gehst und Gleiches wieder anziehst. Um es an einem einfachen Beispiel festzumachen. und dann höre ich auch schon auf mit meinem Wort Schwall, um es an einem einfachen Beispiel festzumachen. Stell dir vor, Du hast Sau schlechte Laune und du gehst in ein Restaurant. und da ist ein Kellner. einigermaßen neutral ist, der wird dich sicherlich einigermaßen nett bedienen. Die Frage ist: Was erlebst du? und was siehst du, wenn du gerade so richtig schlecht? Ich wollte gerade sagen, Scheiße gelaunt bist. Ich spreche es einfach mal aus, Wenn du einfach so richtig hast. dann ist die Frage: Was erlebst du mit den Menschen im Umfeld. und jetzt stell dir im Gegenzug vor, da kommt jemand ins gleiche Restaurant, der gleiche Kellner, ein nachbartisch und ist so richtig gut drauf. Das Leben ist toll, frisch verliebt, bester Deal des Lebens. Neuen Job bekommen, neue Chance bekommen. Was auch immer und hat. So richtig gute Laune. gleiches Restaurant gleicher Kellner. Wer wird wohl was erleben? und das ist dieses Thema der Resonanz ganz einfach erklärt das hat gar nichts mit Hokuspokus und Spiritualität. Also, für mich ist alles Spiritualität, davon mal ganz abgesehen. Aber dieses Wort es wird ja so. Spiri Kram will ich nichts mit zu tun haben, aber es hat einfach mit ganz normalen Verhaltensweisen zu tun. und deswegen. um zurück zu deiner Frage zu kommen. Ja, es hilft, wenn du weißt, was mit dir los ist, hilft sicherlich in vielen Fällen. Aber ich empfehle, aus eigenem Erleben auch mit anderen Lass dir nicht zu sehr erzählen, welche Nicht-heilungschancen du gegebenenfalls hast, sondern glaub daran, dass so viel möglich ist, zwischen Himmel und Erde. Es gibt so viele fantastische, krasse Heiler. ja, was wissenschaftlich nicht erwiesen ist. Aber was soll’s? Verhayet hat Recht, und Es gibt so viele Lösungen, Wege und Möglichkeiten. und das ist mein Tipp an dieser Stelle. Ja, Diagnose ist nett. und nein, es ist nicht hilfreich, wenn du den ganzen lieben langen Tag über dein Drama erzählst.
Carolin Zimprich: Der Glaube versetzt bekanntlich Berge also unabhängig davon, ob man heiler findet und ob sie recht oder nicht, recht haben oder wie auch immer, sondern es ist auch meine Erfahrung. Es ist, oder es passiert immer das, was ich glaube, was passieren wird. und Ich finde auch immer so das Beispiel schön. Wenn Kids irgendwie Fußball spielen oder so. und die Eltern stehen am Fußballrand. Da ruft ja auch keiner hier. Buh ihr Loser. und ihr werdet das eh nicht schaffen. und so. Also weil, wie würden die Kids denn Fußball spielen? Also, die würden über ihre eigenen Füße wahrscheinlich stolpern, sondern man steht ja am Rand und man glaubt ja an sie.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja.
Carolin Zimprich: Wenn sie tanzt. das Ergebnis letztendlich spielt hinterher überhaupt keine Rolle. Aber es ist ja die Frage, was passiert in dem Moment, und du erlebst diesen Moment ja einfach vollkommen anders und fühlst dich in Bezug auf den Sport bei den Kids. Du fühlst dich ja einfach wie der größte an dem Tag, und darum geht es. und ich glaube, das ist ganz wichtig. War es denn bei dir so in dieser ganzen Zeit, dass auch du immer an dich geglaubt hast? Oder war das auch eher so eine Berg und Talfahrt.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ich habe sogar nie an mich geglaubt. Damals also damals, man muss. nein, man muss gar nichts. Das ist auch so ein schönes Wort mit Muss machen, Man muss immer so schön viel Druck. Ich unterscheide mal zwischen der Daniela von damals und der Daniela von heute. und dazwischen ist eine riesenlange Lernkurve. und in dieser Lernkurve gab es sicherlich auch Phasen, wo ich mal mehr und mal weniger an mich geglaubt habe, aber es gab tatsächlich sehr, sehr lange Phasen, wo ich gar nicht an mich geglaubt habe, dennoch mit solchen tollen Erfolgsmethoden. Ich nenne es ein bisschen ironisch. Also, ich habe mich mit diesen ganzen Erfolgsmethoden schon sehr nach oben gekämpft, obwohl ich nicht an mich geglaubt habe. aber es ist unglaublich anstrengend, wenn du zwar nach außen diesen Erfolg hast, weil schon ein Stück weit funktioniert, innerlich aber immer irgendeine Stimme da ist die sagt: du schaffst das nicht. Du wirst nicht gut genug. Nimm dich zurück und was soll das und wieso du? und dieser riesengroße innere Kritiker, dieser riesengroße innere Selbstzweifel hat mir das Leben tatsächlich extrem schwer gemacht und dazu geführt, dass ich über die Maßen mehr gearbeitet habe als alle anderen, dass ich über die Maßen ja gepowert habe und einfach dieses Gefühl hatte. Ich bin nur was wert, wenn ich auch leiste und wenn ich über die Maßen leiste. Es gab. Es gab im Grunde genommen keinen Mittelweg. Irgendjemand sagte auch damals mal zu mir, so dass ich so in dem System bin. Ja, bei dir gibt es nur Himmelhoch Jauchzend oder zu Tode betrübt. und das stimmte, Ich war immer nur voll Power voll Power voll Power. und das hat sich aber in den letzten Jahren auch durch die Entwicklung, durch die viele Arbeit an mir selbst, durch die viele Arbeit mit unterschiedlichsten Methoden, mit Dingen, die ich lernen durfte erfahren durfte, Menschen, die ich kennengelernt habe, Heiler und Coaches, die ich kennengelernt habe, verändern. Heute ist es, sodass ich sehr oft ich mag fast behaupten, fast immer an mich, glaube, weil ich in diese Energie hineingehe, wenn ich zum Beispiel auf eine Bühne gehe. und da sind 1.000 Leute im Publikum, dann kommen manchmal schon diese diese alten Zweifel durch. Was willst du denen dann sagen? und was ist, wenn du da gar nicht ankommst, Wenn Sie dein Thema nicht mögen, Was ist, wenn du nicht in deiner Energie bist. und früher habe ich mich da sehr reinbegeben in diese Angst, und heute lasse ich das gar nicht erst zu. Natürlich kommt der Gedanke, und ich habe so eine Affirmation für mich, die ich nutze, dass ich sage: Ich bin heute die beste Version meiner Selbst, die ich heute in der Lage bin zu sein. und das nimmt jeglichen Druck. Ich gehe auf diese Bühne und sage mir selber, Ich bin die beste Version, die ich heute in der Lage bin zu sein. Also, die beste Version von mir selbst, und das nimmt den Druck und öffnet gleichzeitig den Raum, die beste Version zu sein. und seitdem seitdem läuft es mit den Vorträgen.
Carolin Zimprich: Das ist doch total schön.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Also von der Energie, die ich dann noch zurückkriege. Also, es lief auch vorher mit den Vorträgen, aber es ist jetzt anders, halt.
Carolin Zimprich: Man geht mit Sicherheit mit einem völlig anderen Bauchgefühl auf die Bühne. Also, ich kenne es im Prinzip halt nur So, dieses. Ich tanze vor Menschen. Ja, man spricht auch von Menschen in irgendeiner Form, aber also Bühne als Keynote Speaker in der Form kann ich einfach noch gar nicht mitreden. und wir.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja.
Carolin Zimprich: Am liebsten möchten wir, dass sie uns alle lieb haben. und so, und es hat auch ziemlich lange gebraucht, bis ich begriffen habe, dass, wenn ich eine andere Meinung habe. mittlerweile mache ich da gar nicht mehr, dann so oder halte ich das gar nicht mehr so hinterm Berg, dass ich gemerkt habe. Ja, so dieses Teile und herrsche oder Spalte und herrsche. Also, da gibt es ja so dieses Sprichwort einfach zu sagen: so halt so. Das ist mein Standpunkt. Das ist mein Blickwinkel. So gucke ich hier auf die Dinge, und das ist völlig in Ordnung. Wenn du anderer Meinung bist und weil die, die derselben Meinung sind wie ich in dem Moment oder dergleichen, je nachdem, was die Grammatik uns da so erzählen möchte. dass ich dadurch natürlich eine viel bessere Resonanz erzeuge. als wenn ich dann irgendwie immer sage, in so einem Gespräch. Es gibt unzählige Gespräche, wo ich dann was gesagt habe. Jemand hat dann da reingeprescht und wo ich dann angefangen habe, das irgendwie zu relativieren. So, dieses. Ja, Ganz okay, so aus deinem Blickwinkel. Natürlich.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ist.
Carolin Zimprich: Das war mir.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ich.
Carolin Zimprich: War mir wichtig, irgendwie völlig völlig bescheuert, anstatt irgendwie zu sagen, so ja, kannst du gerne so sehen, sehe ich anders, weil wahrscheinlich hätten mich 10 andere dafür gefeiert, dem einen, der dann halt so laut war und seine Meinung da kundgetan hat, hätten wahrscheinlich 10 andere bei mir im Rücken gesagt. So Boah. Endlich spricht es mal einer aus.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ganz genau das ist eben genau dieser Mut, den wir haben dürfen. Everybody Starling is Everybody’s Depp. Es gibt einen Buchtitel dazu, den finde ich zu schön. Ich weiß gerade gar nicht von wem. Das Buch ist, aber diesen Spruch finde ich total schön. und wenn du keine Ecken und Kanten hast, kann dich eh keiner greifen. Das ist noch so ein anderer Spruch. Ich kenne das auch sehr gut von früher, wenn ich denn auf der Bühne stand, so gerade in meinen Anfangszeiten. und da hat irgendjemand grummelig geguckt oder hat irgendwie so einen Ton von sich gegeben, und ich habe interpretiert, der findet mich gerade total. Scheiße hat mich das sehr aus dem Konzept geworfen. Ich habe nicht die 100 begeisterten Stimmen gesehen, sondern ich habe meinen Fokus auf genau diese eine Person, die gerade grummelig guckt, ich weiß doch gar nicht, ob der gerade eine blöde Sms Whatsapp-sms gekriegt hat. Ich weiß nicht, ob der sowieso schlecht drauf ist. Ich weiß nicht, ob der gleich selber lieber gern auf der Bühne stehen würde. Da können ja so viele Dinge mitspielen. und gerade damals, als ich noch so viele Selbstzweifel hatte, habe ich immer so viel auf mich bezogen. und das ist auch ein großes, großes Learning zu sagen Nein, die Leute, die dich mögen, die bleiben auch bei dir, auch wenn sie mal nicht deiner Meinung sind. und ein Satz hat mir da sehr geholfen. Vor vielen, vielen Jahren hat mal jemand zu mir gesagt, und der Satz hat tatsächlich echt vieles in mir verändert. bei den falschen Menschen. Also im Sinne von für dich, falsche Menschen. Bei den falschen Menschen wirst du nichts richtig? Machen. Bei den richtigen Menschen machst du nichts falsch. und das war für mich echt. Damals, ein weltenverändernder Satz.
Carolin Zimprich: Ja, da wird mir gerade innerlich warm, vollkommen richtig, Total schön.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja.
Carolin Zimprich: Ich ein schöner Reminder für alle da draußen.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja bei der.
Carolin Zimprich: Falschen Menschen. Kannst du nichts richtig machen. und bei den richtigen Menschen kannst du niemals was falsch machen.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja.
Carolin Zimprich: und ja, es ist verrückter, was genauso ist es, und wir glauben ja halt auch immer dass ja, Familie völlig egal ob Ursprungsfamilie oder also das so wie Sie da sind. dass das immer unsere richtigen Leute sind.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ein.
Carolin Zimprich: So. Also sprich im Prinzip. Also in meiner Vorstellung, suchen wir uns dieses ganze Spektakel ja irgendwie aus und sind ganz gespannt auf die Erfahrung. die wir uns wahrscheinlich überlegt haben, dass wir sie unbedingt machen müssen. machen, die dann auch und sagen: dann irgendwann nach einer Weile, so ja toll. So habe ich mir das aber nicht vorgestellt. Tolle Wurst. und nichtsdestotrotz passiert hier einfach nichts aus reinem Zufall, sondern die Dinge passieren ja einfach so um. und ich glaube, das ist manchmal so völlig abstrus zu verstehen, um aus diesen Krisen, die passiert sind. daraus einfach Diamanten schleifen zu können, so wie ich eingangs sagte, dass aus den größten Herausforderungen einfach die größten Stärken werden und dass es dir jetzt, heute in dem Moment so möglich ist. andere darin zu bestärken, die Dinge, die sie tun, völlig anders. Nach vorne und nach draußen zu bringen.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja total. Ich sage auch immer gerne das, was dir heute passiert, und sei es noch so schlimm, sei es noch so hart, Sei es noch so gruselig. Aber 1 weißt du heute schon, Es macht dich zu dem wunderbaren und erfahrenen Menschen von morgen bei dir Das Drama von heute ist Deine Erfahrung von morgen und von daher stelle ich mir auch jeden Abend die Frage. Also Ich habe abends immer so ein Ritual. 3 Dinge, für die ich sehr dankbar bin. um immer wieder in dieses Dankbarkeitsthema reinzukommen, weil das erhöht ja auch die Schwingung und die Energie. und eine weitere Frage, die ich mir stelle, ist: Was durfte ich heute wunderbares Lernen und gerade an Tagen, wo Dinge nicht rund laufen. und wenn du die Dinge nochmal reflektierst, da sind so viele Lerngeschenke drin, und dann auch ehrlich zu reflektieren. Welchen Anteil hatte ich daran? Was hätte ich anders machen können? Wo? Wie würde ich beim nächsten Mal vielleicht anders handeln? und diese Lerngeschenke, die führen, dann ja auch zur Weiterentwicklung und zu deinem Seelenthema. Würde Ich noch 1 obendrauf setzen. Ich bin da voll und ganz bei dir, dass wir uns. dass wir oben irgendwo uns so ein Spiel ausdenken und sagen: ich spiel jetzt mal auf der Erde, dieses oder jenes, Das möchte ich erleben. und wenn wir jetzt davon ausgehen, dass Seelen sich immer weiterentwickeln wollen, Achtung. Meine Welt, ob das stimmt, weiß ich nicht. Aber in meiner Welt denke ich, dass wir Seelen uns immer weiterentwickeln, dass es ganz junge Seelen hier auf der Erde gibt. Die sind vielleicht auf anderen Planeten schon viel weiter und eben sehr alte. Nur was machst du denn als alte Seele, Wenn du neue Erfahrung haben möchtest, Du lässt ja deinen Körper deinen Schmerz, dein Gehirn lässt dir alles auf der Erde. Wenn du gehst. Du musst das alles noch mal durchleben, um in die nächste Stufe zu kommen. und deswegen ist sogar in meiner Welt das so in meiner Vorstellung, dass je älter die Seelen sind und je häufiger die hier waren, desto mehr Schrott und Scheiß erleben sie gerade in den ersten Jahren, um nämlich dann irgendwann mit 30, 40, 50 an einem Punkt zu sein und zu sagen: Okay, bis hierhin habe ich schon Mal geschafft. und ab jetzt beginnen die neuen Erfahrungen spannend, weil das erklärt auch für mich, warum es so auf der Seelenebene einfach Leben gibt, die ganz leicht und ganz einfach sind. Vielleicht sind es entweder junge Leben, oder die haben es sich so überlegt. Einfach mal so ein Pausenleben so ein Spannungsleben zu haben, und auch Menschen, die wirklich bei jedem Schrott hier schreien, gefühlt, aber vielleicht ist es genau gewollt, um eben einfach in die nächste Entwicklungsstufe zu kommen.
Carolin Zimprich: Ja, und es ist ja so. Wir Menschen lernen am allerbesten durch Schmerz. Wir können Kindern ja auch noch so häufig sagen, die Herdplatte ist heiß, fast nicht drauf. Wir wissen leider immer erst, was heiß ist, wenn der Finger dann doch in Richtung Herdplatte geht. Im besten Fall halt nicht viel und nicht lange. Aber ja, die Erfahrung macht uns einfach dann in dem Moment wirklich reicher, so gesteuert. Das klingt, Wir lernen ja äußerst selten nur durch die Worte der anderen.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja.
Carolin Zimprich: Immer.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ich.
Carolin Zimprich: Alles gut, aber ich finde es einfach so unwahrscheinlich wichtig in dieser Welt von Social Media Glanz und Gloria, alles ist, immer tutti und lass uns doch unser einfachstes Leben manifestieren. und wir kriegen das alle hin. und wir brauchen nur eine Woche zum eine Million-business ohne Technik. und du wirst schon.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Sie.
Carolin Zimprich: Du brauchst nur einmal mit dem Finger schnipsen, und schon ist alles fertig. Ich finde es einfach so unfassbar wichtig, einfach darüber zu reden, wie es im Normalfall. Also, es gibt immer diesen einen Wunderknaben oder Wunderfrau da draußen. Also, es gibt immer mal so dieses weiß ich nicht, ob es da nur One-and-wonder sind, aber auf jeden Fall, natürlich gibt es diese krassen Erfolgsgeschichten, Trotzdem glaube ich muss man immer sagen: Was ist in den Jahren davor passiert? Warum war es plötzlich so einfach? und nichtsdestotrotz ist das, glaube ich, zumindest aus meinem Blickwinkel nicht die Regel, dass das bei allen plötzlich einfach irgendwie so geht. Bei vielen ist es einfach zäh, Jetzt können wir sagen: Ja, die Gedanken sind Schuld schlecht manifestiert. Man muss einfach nur sich eine andere Frequenz beflügeln. Falsche Meditation gemacht, keine Ahnung, ein bisschen mehr Breatwork. Streng dich einfach mal mehr an. Ja.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Paul.
Carolin Zimprich: Du hast es nicht wirklich gewollt. Also, woran es auch immer letztendlich liegen mag, finde ich trotzdem wichtig, Erfahrung wie Insolvenz, wie ich bekomme da eine Diagnose? Ich gehe einfach durch ganz viel Mist. Ich finde es so wichtig, dass es Menschen gibt, die sagen: Ich rede da gerne offen drüber. einfach weil wir das Thema Scham und Schuld, womit wir einfach ja alle krass behaftet sind, damit einfach gesellschaftsfähiger machen.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: und.
Carolin Zimprich: Um festzustellen, krass, ich stehe jetzt hier gerade an dem Punkt. Das fühlt sich äußerst beschissen an. Es ist Ja, ein Zeichen, also gerade Thema Insolvenz. Ich habe versagt. Ich habe es nicht geschafft. Ich kriege hier gar nichts auf die Kette. Ich bin daran schuld. und ich glaube, es tut so vielen Menschen so so gut zu hören. Ich bin damit ja nicht alleine, und es ist nicht schlimm, und es ist. es fühlt sich mit Sicherheit völlig beschissen an. Ich kann zum Glück nicht mitreden. aber ich glaube, es tut unwahrscheinlich vielen Menschen gut zu wissen, dass sie einfach damit nicht alleine dastehen und dass es gut und richtig und wichtig ist und sie sich auch trauen dürfen, offen mit anderen darüber zu sprechen, ohne das Gefühl direkt zu haben, dass sie vorverurteilt werden.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: du sprichst so ein wahnsinnig wichtiges Thema an. Ich bin gerade gerade das Thema mit Social Media und die ganzen lieben, netten Hochpreis-coaches, die vielleicht auch wirklich Glück und Erfolg hatten, vielleicht wirklich richtig manifestiert haben, vielleicht im richtigen Moment die richtige Idee hatten und jetzt versuchen, das zu multiplizieren und diese ganzen Hochglanz-dinge, die uns auf Social Media präsentiert sind wie du bist immer noch kein Millionär usw. Also, ich will jetzt nicht deine ganzen Worte wiederholen. Du hast es so fantastisch ausgedrückt. Gerade das sorgt ja oft dafür, dass Menschen, die eben noch nicht da sind oder vielleicht da auch gar nicht hinkommen, weil ihre Seele sich einfach was anderes überlegt hat, weil das gar nicht ihr weg ist. Weil, wie sehr sind die Dinge verkopft und wie sehr kommen sie wirklich vom Herzen und von der Seele. Wie oft ist uns was eingeredet worden, was gar nicht zu uns passt. wenn etwas nicht zu dir passt und nicht zu dir soll. und du kannst noch so sehr manifestieren, dass du als Coach eine Million verdienst. Wenn aber dein Job vielleicht ist, alten Menschen zu helfen, weil deine Seele sich das ausgesucht hat. und gerade dann kommen genau diese Gefühle, Scham, Schuld, versagen. und das erlebe ich immer wieder genau das, was du sagst. Es ist so wichtig, dass Menschen, und da bin ich dankbar. dass meine Geschichte dafür sorgt, dass Menschen da andocken können. Du glaubst gar nicht, wie viele Menschen mich in den letzten Jahren angerufen haben. Ich muss mal mit dir reden. Ich weiß nicht mehr weiter. Ich muss Insolvenz anmelden. und ich habe oft schon gesagt, was du also wirklich so Menschen, wo ich denke, die stehen voll im Leben sind, voll erfolgreich sind auf Bühnen, sind im Unternehmertum, präsentieren sich super und haben aber dummerweise falsche Entscheidungen getroffen haben Pech gehabt, Was auch immer dazu geführt hat, oder einfach falscher Lebensweg. was auch immer. und das merke ich, dass die Menschen da wirklich andocken. Oder? Ich habe das auch schon auf großen Veranstaltungen gehabt, wenn ich denn ich rede, ja auch auf der Bühne, offen über diese Dinge ohne da ins Drama abzugleiten, ohne jetzt eine mischshow draus zu machen. Ich erzähle die Dinge damit Menschen andocken können, um zu fühlen, dass ich nicht nur das Ganze erzähle, um die nächste Shaka Shaka Tante zu sein, wie sie ihr Leben schöner, besser, toller machen, sondern dieses Ey. Ich habe es echt durchfühlt, und ich habe es erlebt, und ich weiß, wie ätzend es sich anfühlt, wenn du mit 5€ im Supermarkt stehst und nicht weißt, wie du eine dreiköpfige Familie davon 3 Tage ernähren sollst und dich fragst, gibt es Reis oder Kartoffeln. Reicht es für eine Soße, oder nehme ich Ketchup und Waschmittel. Das ist viel zu teuer. Man kann auch genauso gut mit Duschgel waschen. Also, solche Dinge gehen dir dann ja durch den Kopf. und das ist peinlich. Das ist unangenehm, gerade wenn du gleichzeitig vielleicht im Business irgendwo stehst, Wenn du Frontfrau bist, wenn du vielleicht sogar von anderen paradoxerweise bewundert wirst, weil du eine Rolle spielst. und das schönste Kompliment. Was ich mal gehört habe, auch auf einer Veranstaltung, Wo um die 1.000 Leute waren, da habe ich im kleineren Rahmen nur irgendwie mit 200 Leuten einen Vortrag gehalten. und die haben aber hinterher angefangen zu reden, miteinander zu reden, mit anderen drüber zu reden. und nach 3 Tagen kommt einer auf mich zu und sagt: Wow, weißt du eigentlich, dass du mit deiner Keynote-konferenz das Herz gegeben hast, weil die Menschen anders miteinander geredet haben, weil sie plötzlich die Erlaubnis bekommen haben, auch über das zu sprechen, was im Business oft nicht Thema sein darf, weil wir alle so so nach außen toll scheinen sollen. und das ist etwas da. Könnte ich heulen vor Glück, weil ich denke, ja genau das genau. Ich kriege Gänsehaut. Wenn ich nur an diesen Moment denke. Genau das wünsche ich mir wirklich so. Diese diese Liebe, diese Zugewandtheit, diese diese Energie füreinander auch da zu sein und etwas zu transformieren. raus aus dieser. Ich will nur mit dem Kopf durch die Wandenergie rein in diese Herzensenergie. Das ist etwas. ja, was ich mir sehr sehr wünsche. und was mich glücklich macht, wenn es gelingt.
Carolin Zimprich: Ja, ich glaube, dass das einen wahrlich beeindruckt. Wenn man dann so ein Feedback bekommt, auf so einer Veranstaltung.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Einmal.
Carolin Zimprich: und vermutlich ist es nicht nur das Feedback, was man dann einfach hört, sondern man sieht das ja, man kann das ja fühlen, dass Menschen anfangen, anders miteinander zu kommunizieren. und ist es nicht, aber völlig verrückt. Wirklich völlig Crazy. dass wir uns untereinander zwischendurch erst mal die Erlaubnis geben müssen zu sagen: heute reden wir mal einfach über den ganz großen Scheiß, der einfach so in den letzten Monaten Wochenjahren einfach passiert ist.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Es ist total verrückt.
Carolin Zimprich: Es ist doch.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Das.
Carolin Zimprich: Schmeckt.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Auch da ist Social Media wirklich so ein Thema, Weil es immer wieder diese heile Welt präsentiert. und dieses Perfektsein und Social Media ist ja auch ohnehin so paradox. und ich komme gleich nochmal zu denen zurück. So oft höre ich, denn Boah bei dir ist ja ordentlich was los, was du alles postest. und wenn ich dann mal wieder eine Zeit lang nichts mache, ist alles in Ordnung. und das ist ja eigentlich das völlig verdrehte. Will, denn solche Männer, Ja, wenn ich viel Poste, habe ich viel Zeit, wenn ich nichts Poste liegt es wahrscheinlich daran, dass ich im Grunde genommen viel unterwegs bin. So, es ist ja dieses Paradoxe. Wenn ich ganz viel Poste und ganz viel nach außen präsentiere, ist es oft eher so dieses, dass ich gerade die Zeit dazu habe, während wenn ich zurückgezogen bin. tatsächlich am Arbeiten bin. und ich glaube, was in unserer Gesellschaft leider sehr stark verloren ist, verloren gegangen ist. Ist dieses wirkliche Hey, Ich seh dich. Ich seh dich als Mensch, ich fühl dich als Mensch und ich höre hin, nicht Ich höre zu, Ich mag das Wort zuhören. Nicht weil das für mich zu sehr die Assoziation, ich mache die Ohren zu, sondern dieses Hinhören. und wie viele Gespräche laufen so ab, dass du beispielsweise was anfängst zu erzählen. wenn ich sofort reingekriege. das kenne ich. Das kenne ich. und dann bei mir bin. Wie viele Menschen hören so im normalen Umfeld wirklich hin und sind für den andern da mit der Zugewandtheit. Ich seh dich, ich spür dich, Ich fühl dich.
Carolin Zimprich: Ja, ich glaube, die Situation kennen wir alle ganz gut, dass du irgendwo stehst. Ich glaube, alle kennen das Zuhause aus Familiensituationen. Man hat endlich mal irgendwie die Chance, sich mit dem Partner zu unterhalten, ungefühlte 30 s später kommt irgendwer dazwischengerannt. Ich habe da mal die Frage.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ich.
Carolin Zimprich: Ich verstehe, glaube ich, dass wenn man das im Kontext Kinder einfach mal so sieht und das einfach auf den Kontext Erwachsene überträgt. Auch da geht es nur darum, irgendjemand Gerät, Strein, womit auch immer, Da geht es nur um. Ich möchte auch kurz gesehen werden.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja.
Carolin Zimprich: So. Ich glaube, ich glaube, das dürfen wir uns alle verinnerlichen. Ich kann mich da voll nicht von freimachen, Absolut nicht. Das kann ich bestimmt das ein oder andere Mal auch ganz gut so. Dieses, so. Hoh ja. Hier. Bitteschön! Einen Reflektor, den klebe ich mir mal an. Ich glaube, da kann man eine schöne Marketingstrategie dran. Draus machen. Hach: Wie schön den Gedanken muss ich mal verfolgen.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja.
Carolin Zimprich: Vielen Dank. Schöne Inspiration. Hier.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Du hast, was Wichtiges gesagt, dieser große Wunsch gesehen zu werden, weil auf Social Media zwar Aufmerksamkeit erfolgt, aber vielleicht nicht in dem Maße, wie ich es mir wünsche. Ich kriege in meinem normalen Leben. Also jetzt ich im Sinne von viele Menschen kriegen in ihrem normalen Leben nicht genug Aufmerksamkeit werden vielleicht im Job nicht gesehen werden, vielleicht zu Hause nicht gesehen. Weil vieles so selbstverständlich ist, werden auch Social Media Nicht gesehen. Du gibst dir, wer weiß, wie viel Mühe mit einem Post. und der kriegt dann 3 Likes und einen Kommentar, und du sitzt da und denkst Keiner mag mich. Keiner sieht mich, dass nur der Algorithmus, das vielleicht nicht ausgespielt hat, oder Mensch.
Carolin Zimprich: Die werden auch immer vergessen.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: und mir fällt gerade noch was ein, wo ich total gerne anknüpfen wollen würde, auch so ein Thema ist, was mit dem Selbstwert sehr stark zu tun hat. Wir geben das ja von Generation zu Generation so stark weiter. Du hast vorhin die Kinder angesprochen. und ein Beispiel, was ich gerne auch in Seminaren oder auf der Bühne. Bringe. Stell dir mal eine. Nehmen wir mal eine alleinerziehende Mutter, die tut, alles damit es ihrem Kind gut geht. Sie muss das Kind dummerweise in die Kita packen, weil sie arbeiten gehen muss, um ein einigermaßen schönes Leben zu haben. und sie kommt gerade so hin. Mit dem Geld ist vielleicht selber auch als Kind nicht gesehen worden, nicht so richtig gewertschätzt worden hat, vielleicht auch alte Wunden alte Selbstwertwunden. Dann ist sie noch vom Mann verlassen worden, Zieht das Kind jetzt alleine auf, hat vielleicht ganz viele Verlassens. Erfahrungen oder Ablehnungserfahrungen, und sie möchte jetzt ihrem Kind, was richtig richtig Gutes tun, weil sie möchte ja die bessere Mutter sein. Sie möchte ja ihrem Kind all die Liebe geben, die sie vielleicht nicht gefühlt hat. Sie kauft eine kuschelig weiche Strumpfhose, weil es ist. Mitten im Winter sagt sie, ich hab das Geld nicht, aber das gebe ich jetzt aus. zieht dem Kind. Am nächsten Morgen, nachdem sie selbstverständlich diese Strumpfhose vorher noch extra am Abend gewaschen hat, zieht diesem Kind diese Strumpfhose an. und das Kind sagt Mam, das kratzt, die kann ich nicht anziehen. und die Mutter reagiert. Stell dich nicht so an. Die ist kuschelig, weich, die war teuer. Außerdem müssen wir jetzt los. Du musst in den Kindergarten, damit ich zum Job komme, nicht, dass ich noch meinen Job verliere und wir dann auf der Straße landen. vielleicht einfach nur aus der Verzweiflung herbeigesagter Satz. Woraus ist der entstanden aus dieser alten Verletztheit? Das Kind, für das sie alles geben wollte. Die Strumpfhose ist das Symbol der Liebe. Wieder einmal Ablehnungserfahrung, das heißt, sie hat im Grunde genommen nur aus einer uralt Wunde des nicht geliebt werdens oder zumindest nicht das Gefühl gehabt zu haben, geliebt zu werden, reagiert. Doch was wird beim Kind für Anker, Was, wer denn beim Kind vor Anker gesetzt? Erstens: Ich bin meine Gefühle sind nicht richtig, und sie sind nicht wichtig. Das ist erst mal das erste, weil, stell dich nicht an. Es ist kuschelig. Weich, Das was ich fühle ist nicht richtig, und Es ist auch nicht wichtig, was ich fühle. Wenn ich nicht funktioniere, dann bin ich hinterher Schuld daran, dass Mama den Job verliert und wir auf der Straße leben. Also funktioniere ich doch. und damit entsteht das nächste funktionierende Kind was irgendwann an die nächste Generation, die eigenen Themen weitergibt, und deswegen finde ich das so wichtig. Du Hast vorhin diesen Appell an die Eltern gegeben, und das wünsche ich mir auch, dass noch mehr Eltern hinschauen bei ihren eigenen Verletzungen schauen und gucken, was sie davon heilen dürfen, was sie abgeben dürfen, um eben die nächste Generation nicht mit den gleichen Themen zu belasten.
Carolin Zimprich: und ich glaube, das kann man auflösen. Egal wie lange man mit seinen Kindern diesen Weg einfach schon geht. Ich glaube A: Grundsätzlich ist es ja nie zu spät. Wir haben ja jeden Tag immer die Wahl, uns irgendwie anders zu entscheiden, und wir haben auch jeden Tag die Wahl. wieder anders zueinander zu finden, in irgendeiner Form, was ja nicht heißt, dass wir uns zerstritten haben, oder aber trotzdem, man ist irgendwie auf einer anderen Ebene manchmal unterwegs. Ich glaube, wenn sich der ein oder andere jetzt fragt, so dieses, okay, Wo könnte ich denn da hingucken? Ich finde, es gibt, glaube ich, so einen Standardsatz, den kennen, glaube ich, ganz ganz viele da draußen. Es ist ja scheißegal, was ich hier tue. Es ist ja eh immer das Falsche, oder? Es ist ja eh immer nicht genug. Ich kann mich ja noch so bemühen, ist Ja. Eh alles.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja.
Carolin Zimprich: Ich ja, natürlich kriegt man da gerade einen Schuss von außen vom Bug. Aber es ist ja quasi ja nur der Trigger, der da gedrückt wird, für was anderes, für was es letztendlich steht, Scheiße, was auf dieses Mittagessen oder was es auch immer ist. Es ist ja einfach nur eine alte Wunde, die da wieder aufgerissen wird.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Erstens das, und zweitens sind es einfach nur unterschiedliche Erwartungshaltung, Denn wenn wir das mal von der Sachebene aus anschauen, diejenige, die gekocht hat. Sagen wir mal, das ist die Mama. Die Mama hat die Erwartungshaltung, dass sie gesehen wird in den Bemühungen, dass sie da vielleicht tagtäglich für die Familie da ist. Sie hat die Erwartungshaltung, dass alle, vor allem in die Kinder fährt, sagen: Danke, Mama, dass du das tust. Den Kindern ist das aber gar nicht bewusst, was die Mutter dort tut. Die Kinder haben die Erwartungshaltung. Ich möchte jetzt gerne meine Pommes mit Ketchup essen, weil das ist ja viel, viel leckerer als die gesunde Gemüsepfanne, die die Mama gerade gemacht hat, die Mama aus diesem guten Gefühl heraus. Ich möchte meine Kinder gesund ernähren. Die Kinder haben das Bedürfnis nach Pommes, Schokolade oder was auch immer und sind natürlich dann enttäuscht, also enttäuschte Erwartungen über dieses Essen und können aber nicht äußern, oder Sie können sicherlich schon äußern. Aber diese Äußerung, das schmeckt nicht, trifft wieder die Mutter im Kern ihres Selbstwertes, obwohl es gar nichts damit zu tun hat. Es ist einfach nur die Kinder haben eine andere Vorstellung gehabt, eine andere Erwartungshaltung und die Erwartungshaltung der Mutter, dass sie gesehen wird, wird nicht erfüllt.
Carolin Zimprich: Ja, und dann haben wir wortwörtlich den Salat.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Oder eben die Gemüsepfanne.
Carolin Zimprich: Was machen wir jetzt? und ja, ich glaube, das ist einfach total wichtig, da hinzugucken das einfach zu verstehen und einfach, auch immer wieder zu wissen. wenn das schon tausendmal genauso abgelaufen ist. Ja, das 1000 und erste Mal kann ja wieder anders sein, und das kann das Karussell komplett in die andere Richtung drehen. Man muss nur, glaube ich, anfangen, so diesen ersten bewussten Schritt zu machen. Hast du denn also, nachdem du für dich gemerkt hast, So, jetzt geht hier mein Leben ja gerade. Mal irgendwie so Achterbahntechnisch, irgendwie krass nach unten. Was war für dich? und es war ja mit Sicherheit für dich ja auch nicht einfach darüber zu reden mit Ich muss hier den Laden zumachen. und also, so wie andere ja auch, froh darüber waren, dass sie von dir die Erlaubnis bekommen haben, einfach auch mal über diesen Mist zu sprechen. Wann war für dich der Zeitpunkt da? Oder gab es einen besonderen Moment? Eine Methode, dass du irgendwas hattest, wo du sagtest so. und jetzt starte ich wieder von vorne. Ich habe meinen Mut wiedergefunden, um das, was da als Steinhaufen übergeblieben ist da jetzt wieder irgendwie eine Mauer oder ein Häuschen draus zu bauen.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Das waren tatsächlich viele Sachen. Ich habe zu dem Zeitpunkt schon einige Ausbildungen gemacht gehabt. Ich hatte schon meine ersten Trainer und Coaching-ausbildungen hatte mein Heilpraktik für Psychotherapie gemacht. Schon Das heißt, ich hatte schon viele, viele Methoden. Für mich konnte für mich schon Vieles verändern bei Theway, Mein damaliger Mann ist voll in dieser Opfer und Schuldhaltung geblieben, während ich mich dann halt verändert hatte. Das hat dann auch noch ein paar Jahre später, die Ehe Gecrasht nach 16 Ehejahren, weil es dann einfach nicht mehr funktionierte. Tatsächlich gab es aber eine Begegnung, die nochmal einen riesen Schubser gebracht hat und wirklich so das Mindset nochmal in eine ganz andere Richtung gebracht hat, es war eine mitleidige Bemerkung. und bei mir kam aber, was völlig anderes an bzw. in dem Moment dachte ich, Boah ist das genial. Die Bemerkung kam von einer ehemaligen Schulkameradin Wir hatten, ich weiß gar nicht. War das 20-jähriges Abitreffen zu den Zeiten keine Ahnung, so die Vorbereitung. Es sollte vorbereitet werden. Zum 20-jährigen Abitreffen war es, glaube ich, und ich hatte diese Klassenkameradin halt auch diese 20 Jahre nicht gesehen, und wir haben uns gesagt: Ach komm, Wir können uns ja mal treffen, Wir können ja mal schauen, doch das war 20-jähriges Abi, genau weil mit 19 Abi mit 39 war der Crash. und dann haben wir uns getroffen. und ich war natürlich voll in dieser ganzen Leitspirale drin, weil gerade alles ganz frisch. Sie guckt mich nur an und sagt. wie schrecklich ist das? Denn? Weil sie saß, in ihrem frisch gebauten Reihenhaus mit Chickie, Garten, mit allem drum und dran. Also, ihr Leben lief gerade, lief so richtig richtig in Anführungsstrichen vorbildlich. und sie gucken, das ist ja furchtbar. Du fängst ja an wie mit 19. und diesen Satz, der hat bei mir in eine ganz andere Richtung eingeschleicht. Das ist ja. Genial? Ja, ich fange an wie mit 19. Ich kann nochmal alles komplett neu gestalten. Dieser ganze Schrott ist hinter mir. Ich kann nochmal neu wählen. Was mache ich? Damals habe ich noch entscheidend gesagt. Heute wähle ich als auch so ein kleines Wortspiel lieber wählen, als entscheiden entscheiden, ist oft so endgültig wählen. Du kannst jederzeit neu wählen, und ich habe dann für mich einfach neue Dinge gewählt. und fand dieses Bild so unglaublich schön. und tatsächlich, das, was sie mitleidig gesagt hat, hat mir ganz viel Kraft und Mut gegeben, So, dieses. Ja, stimmt. Ich fange an wie mit 19. Wie cool ist das? Denn bitte? Alles ist alles ist jederzeit veränderbar, und du kannst jederzeit, unabhängig vom Alter wieder mit neuen Dingen anfangen. Es ist alles nur eine innere Haltung. und selbst wenn du mit 60, 70, 80 nochmal Neues anfängst. Das ist. es ist alles immer möglich. und auch als 80-jähriger weißt du nicht, ob du 120 wirst, Dann hast du noch 40 Jahre vor Dir Willst du die da hinvegetieren? Oder willst du was Cooles machen.
Carolin Zimprich: Ja, das ist so. und das ist so. Also das, was du gerade gesagt hast, in Bezug auf so dieses, ach du großer Gott, was ist dir denn da passiert? Ja. und auch ich habe gerade gedacht, so Boah wie krass wie vermessen, dass man sowas quasi so ausspricht, dass man das einfach so für den anderen so sieht. und auf der anderen Seite, Ja, du hast total recht. Also, wenn jemand sowas sagt, kann man wunderbar den Blickwinkel. Natürlich. Drehen mit. Ey Krass. Ja, ich kann einfach nochmal von vorne starten. Danke für den Reminder. Das zeigt aber schon, dass Du bis zu dem Zeitpunkt in Bezug auf Persönlichkeitsentwicklung schon die ein oder andere Meile hinter dir gelassen hast, um das so drehen zu können. Denn also, ich habe mir auch gerade selber mal eben kurz ein bisschen in dem Moment kurz hinterfragt und habe, überlegt, so boah, wie ist das gerade bei mir gelandet, wo ich dachte, das ist schon vermessen. Also jemand, der ja eh schon in der Situation steckt, braucht ja nicht nochmal so den Blick von oben oder den kleinen Sidekick irgendwie dazu. weil man kennt ja seine Realität. und die Entrüstung der anderen, die hilft ja eigentlich selten schöner ist, einfach irgendwie zu sagen: ja, alte Scheiße wenn du Hilfe brauchst sag Bescheid, wenn du Hunger hast. Ich koche für dich. Einfach mal ein paar Nudeln mit überhaupt gar kein Problem. Also, sowas würde ja eigentlich eher mehr helfen als seine Entrüstung, quasi dann in dem Moment eigentlich öffentlich kundzutun und ja, wie gerade schon gesagt, Also das zu drehen, zeigt auf jeden Fall in dem Moment für dich in dem Moment, ja einfach schon für eine ganz krass mentale Stärke. um das so verstoffwechseln zu können. In dem Moment.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Aber das ist tatsächlich auch Freud und Leid gleichermaßen. Wenn ich kenne, jetzt nur Menschen, die das jetzt hier hören, nur sagen: wenn bei dir im Freundeskreis jemand ist, und die ist sehr, sehr stark. Die Person. und da passiert, was nimm Sie einfach in den Arm, Weil, was mich am meisten getriggert hat, in der Zeit war. Ich habe ja wirklich viel, auch vorher schon geschafft und geleistet, und es ist dann halt nach hinten losgegangen. Ja, und ich habe auch sicherlich viele Fehler gemacht. Aber der Satz, der mich am meisten getriggert hat, war. Du bist ja stark. Du schaffst das schon. Ich denke ja, das weiß ich, dass ich das schaffe. Kann. Bitte einfach nur mal jemand für mich da sein, mich in den Arm nehmen, oder das, was du gerade so gesagt hast. So, dieses. Hey, komm. Ich lade dich heute einfach mal auf dem Essen bei mir zu Hause rein ein. Ich mach was Schönes. Ich bekoche dich, ich betüdle dich. Du darfst einfach mal nur loslassen und auch einfach nur mal heulen. Ich habe es doch vorhin gesagt, nicht ins Drama. Also hier nicht ins Drama absteigen, aber es gibt natürlich zwischen Schwarz und Weiß, ganz, ganz viel, und es tut auch gut, wenn du einfach mal schwach sein darfst, Gerade wenn du immer als starke Frau auftrittst und Menschen dir dann sagen: ja, du schaffst das schon. Das war wirklich dieses Ja weiß. Ich lass mich gib mir doch einfach bitte nur eine Schulter, an der ich mal heulen kann. und das Spannende war, als so mein dieser Zusammenbruch war. und aus dieser schönen Glitzer und Erfolgswelt. Dann, plötzlich, nach der Trennung habe ich dann das Haus, habe ich das gemeinsame Haus verlassen und bin dann in ein 13 m² Wg Zimmer gezogen, habe alles zurückgelassen und habe wirklich auch nochmal ganz von vorne angefangen. und in dieser Zeit waren plötzlich, Menschen, da die ich vorher nicht wahrgenommen habe Menschen aus der zweiten Reihe. die in meine Glitzerwelt so damals nicht so reinpassten, und die waren aber plötzlich auf einer Herzenbene, da Menschen, die ich vorher viel zu wenig beachtet hatte. und das war eine spannende Erfahrung, dass plötzlich einfach Menschen da sind. Da waren, die mich als Mensch gesehen haben und nicht als die erfolgreiche Finanzberaterin.
Carolin Zimprich: Ja, Ich glaube, das ist ganz wichtig, dass wir zum Teil auch einfach anfangen, die Augen mal aufzumachen, um zu sehen, wer ist dann halt alles da dadurch, dass wir wir haben alle zwischendurch unwahrscheinlich viel zu tun, und keiner kann sich, davon glaube ich, frei machen zwischendurch mal in so einem Hustle-modus irgendwie unterwegs zu sein. und dann übersieht man einfach ganz viel übergeht dann damit auch andere Menschen trifft, die wahrscheinlich auch emotional damit, weil man nicht das aufnimmt, was ja klar. Also man triggert ja auch wiederum nur deren Knöpfe. Keine Frage.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Aber nichtsdestotrotz.
Carolin Zimprich: Also, man kann das ja mal verstehen, dass man, wenn man das und das und das macht, dass das bei dem anderen einfach das Ding halt auslöst. und auf der anderen Seite und die Gespräche kenne auch ich, dass ich sage: Hör zu, ja ich weiß, kränkt dich. tut dir weh, Aber ganz ehrlich, das ist ja leider nicht. Was heißt leider? Es ist nicht mein persönlicher Scheiß. Es ist dein persönlicher Scheiß, kümmer dich drum. und wenn es dir so sehr weh tut, wenn es dich so sehr drängt und dich so krank macht, in dem Moment und du außer dir bist. dann ist es allerhöchste Eisenbahn, kümmer dich um deinen Rotz? Ich kann da nichts für weil ich, wenn ich das sage, meine ich das ja nicht Böse. Ich will dir ja nicht wehtun, Aber wenn das diese Gefühle in dir so loslöst. dann wird es einfach Zeit. und das ist natürlich so ein. Ich finde, das ist ein ganz schmaler Grat, der Hochseilakt. Irgendwie. weil, wenn der andere sich um sein emotionales Paket ja nicht kümmert. und wenn man ihm das nicht klar macht, wird das ja nie besser. Das ist so, Dieses ja irgendwie versuchen zu vermitteln, Hilfe zur Selbsthilfe. und so. Also, das finde ich manchmal ganz, ganz wichtig, und auf der anderen Seite kann man auch keins zu seinem Glück zwingen. Das ist dann halt auch wiederum schwierig. Ja, das ist so ein bisschen Dilemma, was mir gerade einfiel in Bezug auf dieses dass man nicht hören möchte. Ach, du bist ja stark, du schaffst das schon. Das vollkommene Gegenteil dazu wäre ja so. Ach du arme finde ich auch ganz ganz schrecklich.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Furchtbar. Genauso furchtbar.
Carolin Zimprich: Das ist kein.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: und.
Carolin Zimprich: Sagen: ja, wenn man.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Halten.
Carolin Zimprich: Da ist einer. und einfach nur zu wissen, da ist einer. Ich bin nicht alleine, nur das Gefühl zu wissen, Ich bin nicht alleine, Das reicht vollkommen aus. und ich glaube, wir alle. Also, es gibt kein Unternehmertum, keinen Selbstständigen, der nicht irgendwo schon einfach mal mindestens durch einen Scheißhaufen mit Bravour geritten ist. Das ist so. Wir kennen alle diese Momente. Wir kennen sie vielleicht nicht in dem extrem, von dem du jetzt heute hier gesprochen hast. und dennoch ist es so wichtig, einfach darüber zu reden und einfach auch zu wissen, auch diese kleinen. Scheiß. Momente sind einfach Kacke, wenn weiß ich nicht ungeliebte Post vom Finanzamt kommt und was da nicht so alles reintrödelt zwischendurch in den Postkasten, wo man einfach sagt: Boah, da habe ich gar keinen Bock drauf oder sich mit nervigem. Also haben auch alle, glaube ich, auch ein großes Thema. Wir alle haben zwischendurch mal nervige Kunden, wo wir am Anfang dachten, das wird großartig.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja.
Carolin Zimprich: Da ist so viel Potenzial. und dann denkst du. warum habe ich das nicht vorher gesehen? Warum habe ich das so wie.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Aber.
Carolin Zimprich: Keiner, was.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Lass auch.
Carolin Zimprich: Einfach mal zusammen Scheiße schreien und wie du vorhin schon sagtest. Es geht gar nicht darum, in dieses Drama abzudriften. Aber diese Energie, diese aufgestaute Wut, diese Trauer, diese Frustration, das muss ja raus.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja.
Carolin Zimprich: Weiß ich nicht mal ins Kissen schreien, den nächsten Baum im Wald anbrüllen. Also man darf auch weiß ich nicht den kleinen Marienkäfer vielleicht kurz dafür verantwortlich machen, dass diese Kacke einfach gerade da ist. Aber es muss ja raus, weil, wenn das nicht raus darf, dann habe ich ja diese Frustration in mir drin, und diesen Druck in mir drin. und wenn aufgestaute Energie im Körper ist, dann fängt an der Körper irgendwelche komischen Warnsignale irgendwann nach draußen zu hauen. und das wollen wir ja auch nicht.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: und.
Carolin Zimprich: und.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja voll. Also, ich habe jetzt gerade die letzten 10 Tage. Ich mache einmal im Jahr so eine Sommerakademie zum pferdegestützten Coach hier bei mir auf dem Hof, wo ich dann immer tolle Menschen habe, die eben dann mit Pferden Coachen wollen. Meistens sind das schon Coaches, die eben nur die Pferde dazunehmen. Aber eine der wirklichen, also so ein paar Basics ist tatsächlich, so, dieses, hey, nichts wird bewertet. Die Dinge sind einfach nur, wie sie sind. und es sind interessante Ansichten und wie viele Kunden. Ich mache das auch immer, sodass ganz viele Probanden hier auf den Hof kommen, um auszuprobieren, an Live-klienten, und wie viele Kunden wollen da wirklich die den äußeren Rahmen die anderen Menschen. Viele gucken nur bei dem. Wer ist verantwortlich für mein Drama, und das ist oft so eine Challenge. Die Menschen dazu, zu kriegen, zu sagen: Hey, dein Anteil deine Wahl, wie du damit umgehst, deine Wahl, was du jetzt daraus machst. und das ist so echt teilweise eine kritische. nicht kritische Situation, eine herausfordernde Situation. Wenn Menschen zu dir kommen und hoffen, dass du, was daran tun kannst oder eine Gebrauchsanweisung gibst, wie jetzt der Mann endlich richtig funktioniert, wie die Kollegen richtig funktionieren, wie man mit dem Chef umgehen kann, und solche Dinge. und das geht eben einfach nicht. Wir können nur bei uns anfangen. und ich mache es auch, wenn beispielsweise Menschen, die mir sehr nahe sind, die mich dann fragen: Kannst du mich nicht mal coachen. Das lehne ich grundsätzlich ab. Mit den Worten geht nicht, weil oder geht nur, wenn du Folgendes also wenn Folgendes klar ist. Wenn ich dir als Freundin meine Schulter zum Ausheulen gebe. nehme ich als Coach die Distanz ein und streu noch Salz in die Wunde, damit du diesen ganzen Schrott endlich aus dir rauskriegst. Wenn du damit umgehen kannst, dass ich distanziert bin Als Coach also professionelle Distanz, weil ich eben nicht in dieses Mitleiden hineingehe. Klar, Mitgefühl können Menschen von mir haben aber kein Mitleiden und wirklich so, diese mit dem Kunden gemeinsam diese Schattenseiten aufzuzeigen. Dazu bedarf es ja auch Mut, die überhaupt sehen zu wollen. und das ist, finde ich, je enger Menschen an einem dran sind, umso schwieriger. weil die wollen ja, dass du mit einsteigst und sagst, Da ist Schuld. und das da ist Schuld. und der böse Kollege, der böse Partner, die schlimmen Umstände. Alles ist Schuld, nur nicht ich selbst.
Carolin Zimprich: Ich glaube, deswegen gibt es auch diesen Leitsatz da draußen, dass man sagt, Mensch, wenn hier Freunde und Familie irgendwie mit zusammenarbeiten wollen, wo auch immer, dann müssen Sie im Prinzip den doppelten Preis dafür bezahlen, dass man wirklich sagt, dass sie es wirklich wollen, dass sie es wertschätzen, dass sie das wirkliche Commitment eingeben. Also wenn es um krasse Transformation letztendlich geht, dass diese Wertschätzung einfach wirklich da ist. Was würdest du denn sagen, so zeitlicher Ablauf um das für den für den einen oder anderen, dass er so ein bisschen verorten kann. Wie lange hat es für dich gebraucht, dass du sagen konntest, ich kann wieder richtig ordentlich durchatmen. Ich merke jetzt bin ich da, wo ich wirklich hingehöre. und jetzt läuft das irgendwie so den Weg, der sich sicher anfühlt. Also, ich meine Sicherheit wollen wir natürlich irgendwie alle von Tag 1 ist ja auch eine völlige Illusion. Aber trotzdem wollen wir dieses Gefühl irgendwie zwischendurch einfach mal haben. Wie lange Hat es für dich gebraucht?
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Jahre und Jahrzehnte. Aber damit möchte ich nicht entmutigen, das ist nur die wahre Antwort. Ich habe wirklich Jahrzehnte gebraucht. Ich habe auch einige Schleifen gebraucht. Ich hatte vorher schon so einige Dinge, wo ich die Dinge hätte schon sehen können. Immer wieder hat mir das Leben Situationen präsentiert, wo ich hätte abbiegen können und feststellen können, Ich bin auf dem falschen Weg. und nach dem Zusammenbruch hat es auch Jahre gedauert, bis ich mich komplett gesettelt habe. Das darf aber auch ganz ganz schnell gehen. Mit meinem heutigen Wissen weiß ich einfach, dass du so eine Transformation innerhalb von kürzester Zeit hinbekommen kannst, wenn du dich energetisch und ganzheitlich darauf einlässt. Kürzeste Zeit ist jetzt natürlich schwer definierbar. Wir reden hier sicherlich nicht über Tage, sondern eher über Wochen. Manchmal ist es aber auch vielleicht diese eine Intervention. Stell dir so eine Perlenkette vor, wo so ganz viele Perlen übereinander sind. und du kannst mit der obersten anfangen. Dann passiert gar nichts. Aber Vielleicht löst du genau die unterste Perle, wo dann plötzlich alles andere nachrutscht. Dann kann das sein, dass du ein Coaching machst von 2 3 h. und ein Großteil deiner Themen ist geklärt. Wenn du sehr, sehr tiefliegende Themen hast, dann ist es, und ich muss jetzt pro Forma sagen, geh notfalls zum Psychologen. Nicht, dass ich hier von irgendjemandem aus der Schulmedizin irgendwelche Anfeindungen, Kriege.
Carolin Zimprich: So. Wir können hier keine Rechtsberatung machen und kann.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Aber ich bin fest davon überzeugt, wenn du den richtigen Coach an deiner Seite hast, wenn du für dich die richtigen Sätze die richtigen Transformationsmöglichkeiten findest, dann kannst du innerhalb von Wochen dein ganzes Leben umkrempeln.
Carolin Zimprich: Das glaube ich, auch.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Neu verändern ist. Du darfst wählen. Du darfst vielleicht auch Entscheidungen treffen, wenn du etwas entscheidest, scheidet etwas vom Leben. Es gehört Bewusstsein dazu, dass du für alles, was du wählst, einen Preis bezahlst. Wenn du aus Systemen ausbrichst, zahlst du den Preis dafür materiell oder immateriell. Wenn du in einer unglücklichen Beziehung gefangen bist. und du willst dich trennen, dann zahlst du wahrscheinlich sowohl einen materiellen, als auch einen immateriellen Preis dafür. Du kannst aber auch die Wahl treffen, dort zu bleiben, aber dann hilft nichts anderes als da musst du deine Einstellung dazu verändern, weil sonst bleibst du in deinem Unglück gefangen und sich bewusst zu sein, dass es viel mit dem Wählen von Dingen oder sogar den Entscheidungen zu tun hat, kombiniert mit Methoden aus der energetischen Heilung, aus der, ich nehme das böse böse Wort, mal in die Hand, aus der Geistheilung, aus der geistigen Heilung. aus der körperlichen Heilung. Da können echt Wunder passieren mit den richtigen Heilern oder mit den richtigen und oder mit den richtigen Coaches. und dann kann das ganz ganz schnell gehen. Dann kannst du auch in 4 Wochen dein ganzes Leben auf den Kopf gestellt haben.
Carolin Zimprich: Ja, Also, Grundsätzlich ist alles möglich, Auf jeden Fall, und für die, die einfach gerade das Gefühl haben, Boah, ich Stecke aber schon seit Monaten im Sumpf. Hey, Ja, es ist nicht schlimm. auch das ist in Ordnung. und vielleicht ist dieser Sumpf auch für irgendwie wiederum was anderes. Ein Geschenk. Also, vielleicht stecken ja auch da einfach wieder wichtige Erfahrungen. die man einfach mitnehmen soll, wo man dann, wenn man das Leben mal wieder rückwärts denkt, feststellt, Ach, krass gut, dass das passiert ist, dass ich da feststecken geblieben bin sonst hätte ich den einen oder anderen irgendwie nicht kennengelernt, und dann hätte sich das nicht entwickelt. und also, das ist ja ganz oft so.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja.
Carolin Zimprich: Können.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja. Oskar Wild hat das mal so schön gesagt, das Leben wird vorwärts gelebt. Nein, das war Sören Kjerigord. Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.
Carolin Zimprich: Genau.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Genau. und Oscar Wilde hat gesagt, am Ende ist alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende. Das heißt, da geht der Weg noch irgendwo weiter. und du hast es so schön ausgedrückt. Ich drücke das immer sehr ähnlich aus, dass ich sage: naja, manchmal präsentiert dir das Leben ein Stoppschild, aber vielleicht nur um innezuhalten, um reinzufühlen. Ist das jetzt wirklich mein Weg? Oder sollte ich woanders abbiegen? Oder Du landest in einer Sackgasse und vielleicht ist diese Sackgasse einfach dafür da zu erholen, innezuhalten, neue Dinge zu wählen. Also egal was passiert. irgendwann verstehst du warum? und da bin ich fest von überzeugt. Deswegen so einer meiner wichtigsten Messages auch oft ist vertraue, Vertraue dem Leben, vertraue dem Prozess, Wenn du weißt, wo du hin möchtest und auf dein Herz hörst, dann ergeben sich so viele schöne Dinge.
Carolin Zimprich: ja, auf jeden Fall total. und in Bezug auf die Sackgasse, alle Sackgassen, die ich so kenne, münden, sodass von da aus irgendwie so ein Trampelfahrt, so ein Fußgänger, wie ich irgendwie weitergeht. Aber das Auto muss halt draußen bleiben. Also, irgendeine kleine Lücke gibt es immer. Es geht immer weiter. und ich glaube, es kann noch so viel mist passieren. Die Erde hört nicht auf, sich zu drehen. und ich finde, das ist total spannend zu beobachten. Eine.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Eine.
Carolin Zimprich: Ja total. Oder? Eine schöne, kleine, spannende Sache Habe ich noch für dich, Liebe, Daniela: und zwar bekommen alle meine Gäste von mir. Zum Schluss noch ein schönes kleines Spiel. Du siehst 5 Spielkarten. Eine Blaue, eine orangene gelbe, eine Pinke und eine grüne. und je nach Farbe, die du für dich wählst. Spielst du noch ein kleines Spiel mit mir.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Okay. Mein erster Impuls war die Grüne. Mein zweiter Impuls war. da ist ja auch eine gelbe Gelb ist für mich die Farbe der eingefangenen Sonne, der Rapsfelder, der Fröhlichkeit. und jetzt schwanke ich gerade zwischen ersten Impuls und der Gelben Karte ich Führ mal gerade rein. Ich nehme die Grüne Eigentlich würden mich beide interessieren.
Carolin Zimprich: Ja, wir beide spielen bzw. du, was niemand über mich weiß. Also, ich weiß, du hast schon ganz ganz viel erzählt. und es gibt wahrscheinlich so gut wie fast gar nichts daraus, was du möglicherweise erzählt hast. Trotzdem bin ich neugierig und habe bisher bei meinen Gästen immer erlebt, dass es immer noch irgendwie eine Anekdote, eine Geschichte, einen kleinen Spleen. Was es auch immer irgendwie ist, gibt. was wir so wahrlich in der Öffentlichkeit bislang eigentlich noch gar nicht erzählt haben.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Spontan kam mir jetzt gerade in den Sinn, weil alles andere habe ich ja schon erzählt, dass ich im Camper lebe, habe ich, glaube ich erzählt und vieles andere auch. Aber spontan kam mir in den Sinn, Es gab eine Zeit, so um das Jahr 2.000 herum. Da hatte ich den Spitznamen. Miss Kamikaze.
Carolin Zimprich: Ich.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Nämlich damals so bekloppt und hatte mir einen Geländewagen gekauft und bin Offroad-touren gefahren. und ich hatte meinen kleinen Suzuki Vitara, den ich dann auch so gar nicht feminin hobbymäßig höhergelegt habe. Ich habe ein australisches ome Fahrwerk, das weiß ich noch bis heute, dass das so heißt einbauen lassen, um eben mit den großen Defendern mithalten zu können. Tja, ich habe einige spektakuläre Stunts mit diesem Auto hingelegt, was mir dann den Spitznamen Miss Kamikaze eingebracht hatte.
Carolin Zimprich: Eine sehr, sehr schöne Anekdote hätte ich jetzt so auch gar nicht vermutet, dass du dich so auf Off-roach-touren begeben hast. Ja, von daher, danke auch für für diesen schönen kleinen Einblick. und als ich sage mal vielleicht Mini, kleine letzte Inspiration. Als schönes, kleines Takeaway, dann noch da draußen. Was würdest du sagen? Ist diese eine Sache, die du selbst in 10 Jahren noch genauso machen wirst wie heute.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: das ist aber eine sehr spannende Frage, weil das Leben ist ja ständig in Wandlung und Veränderung. Was ich aber immer noch genauso beibehalten werde, ist meine absolute Tierliebe, dass ich Tiere einfach über alles Liebe und für Tiere fast alles machen würde, inklusive durchs Feuer gehen.
Carolin Zimprich: Sehr schön.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Bis eben lag der kleine Fratz. nutzt man ihn. Es lag da noch komplett neben mir. Das ist Katers Handy, der hier mit wohnt.
Carolin Zimprich: Ja sehr schön. Ich sagte, es ist so ein bisschen wie Pippi Langstrumpf.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Das ist.
Carolin Zimprich: Euch zu Hause. Sehr, Sehr schön. Tiefen Einblick in deine Geschichte, deinen Weg. Danke für das Vertrauen, für das ein oder andere, was du hier erzählt hast. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das für den einen oder anderen da draußen eine Wahnsinnserleichterung ist und es zwischendurch zu Hause ziemlich laut war. Bei den ganzen Steinen, die da von den Herzen gefallen waren.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ich.
Carolin Zimprich: Ja, ich glaube, es macht Was, wenn wir einfach mal so über die große Kacke einfach reden und einfach sehen, dass das Leben ist. und das Leben ist einfach total gewöhnlich. und deswegen sind die ganzen Dinge, die so passieren, auch eigentlich alle total normal. Wir wollen das einfach alle nur nicht eingestehen. und ja, hab ganz lieben Dank für deine Zeit. Das hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Ja auch.
Carolin Zimprich: Ja. bis dahin habt alle eine gute Zeit und weiterhin ganz viel Spaß, auch mit kommenden Episoden hier, bei Scale und Flow, jeden Dienstag, und wir sehen uns auf jeden Fall da draußen im Netz.
Daniela Landgraf – Bücher & Bühne: Danke, dass ich Dein Gast sein durfte, hat Spaß gemacht.
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