Folge #50
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Mit 22 fast Frührente : Wie Dr. Claudia Nichterl aus ihrer Krise eine Mission machte

mit Claudia Nichterl & Carolin Zimprich
SCALE & Flow
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Mit 22 fast Frührente : Wie Dr. Claudia Nichterl aus ihrer Krise eine Mission machte
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🏷️ Business, Marketing & Sales, Gesundheit & Wohlbefinden🤝 Präsentiert von Natascha Heistrüvers

Darum geht's

Ernährung ist nicht Verzicht. Ernährung ist Energie. Punkt.

Dr. Claudia Nichterl spricht offen über ihren außergewöhnlichen Weg: Von mehreren Hüftoperationen und der Angst vor der Frühpension – hin zu einer der bekanntesten Expertinnen für integrative Ernährung im deutschsprachigen Raum.

Diesmal geht es darum:
– warum Gesundheit und Business enger zusammenhängen als viele glauben
– weshalb Frauen viel öfter für ihre Expertise sichtbar werden sollten
– wie man aus Krisen echte Stärke entwickelt
– warum Erfolg niemals perfekt starten muss

Claudia teilt nicht nur ihr Wissen aus über 25 Jahren Erfahrung, sondern auch ehrliche Einblicke in die Realität der Selbstständigkeit – mit allen Höhen, Zweifeln und mutigen Entscheidungen.

✨ Das lernst du in dieser Folge

  • Betrachte Ernährung nicht als Verzicht, sondern als Energiequelle – wer ohne Frühstück in den Tag startet, fährt mit leerem Tank und rutscht ins Nachmittagstief.
  • Frag dich nicht „Was darf ich nicht essen?“, sondern „Wie sieht mein typischer Essalltag aus?“ – daraus ergeben sich schon vier bis sechs konkrete Stellschrauben.
  • Frisch gekocht schlägt hochverarbeitet fast immer: Ersetzt du Brot mal durch gekochten Reis oder Hirse, verschwinden Blähungen und Reizdarm-Beschwerden bei vielen fast komplett.
  • Delegiere bewusst, was dir nicht liegt – du kaufst dir damit Zeit, senkst deine Fehlerquote und musst nicht täglich zehn Gespräche führen, die dich auslaugen.
  • Was nichts kostet, ist vielen nichts wert – erst wenn Menschen in ihre Gesundheit investieren, nehmen sie sich selbst ernst und setzen wirklich um.

⏱ Kapitel

00:00Mit 22 in die Frühpension geschickt: der Moment, der alles auslöste
02:59Aus der Arbeiterfamilie an die Uni: Wie ein Buch die Studienwahl entschied
05:10Praktika als Ausschlusskriterien – und die Vorlesung über Solaröfen in Mexiko
06:01Diplomarbeit bei der indigenen Bevölkerung: die Geburt der „integrativen Ernährung“
13:24„Ich wollte nie abhängig sein“ – warum eigenes Geld für sie nie verhandelbar war
17:4912 Mitarbeiterinnen statt KI-Sparmodell: Zeit kaufen statt Gehälter streichen
24:48„Dass es menschelt“ – der Wettbewerbsvorteil, den kein Chatbot ersetzt
33:00Zungendiagnostik statt Waage: der ganz andere Blick auf den Körper
35:39Die wichtigste Frage überhaupt: „Wie sieht Ihr typischer Essalltag aus?“
41:46Grün geerntete Erdbeeren, Brot mit 200 Enzymen: was in unserem Essen fehlt
54:38Money Mindset und der schmerzhafte Weg zur eigenen Akademie
61:31Die blaue Karte, der 30-Sekunden-Pitch und „Leg los, die Welt braucht dich“

📝 Transkript

Volltext-Transkript lesen

Carolin Zimprich: Ernährung sollte nicht als Verzicht gesehen werden, sondern als das, was es ist, als echte Energiequelle seit über 25 Jahren begleitet sie Menschen dabei, das Potenzial von Ernährung wirklich zu verstehen und für sich zu nutzen, nicht mit starren Plänen. sondern Dinge, die wirklich alltagstauglich sind, vor allem mit einem ganzheitlichen Blick auf den Menschen, selbst. Mit ihrer Akademie für integrative Ernährung, bildet sie in Gesundheitsberufen aus und zeigt Therapeuten und Coaches auch gleichzeitig, wie sie sich erfolgreich im Gesundheitsmarkt positionieren können. Dabei spricht sie offen über die Höhen und auch über die Tiefen in einer Selbstständigkeit, die einfach einem so begegnen. und auch, warum Frauen viel öfter für ihre Expertise losgehen sollten. Anstatt auf diesen einen perfekten Moment zu warten. wenn du verstehen willst, warum Ernährung weitaus mehr ist als reines Essen und wie echte Energie dein Leben und Dein Business wirklich verändern kann, dann ist diese Folge genau für dich. Herzlich willkommen, Claudia nichtall.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Danke, Carolin. Was für ein Intro. Ich freue mich auf unser Gespräch.

Carolin Zimprich: Ja, ich bin sehr gespannt, Sehr, sehr neugierig. Du hast ja auch gerade schon gesagt, Mensch. Das ist vielleicht für deine Community wichtig. Worüber sollten wir reden? Was kann man den vielleicht mit an die Hand geben? und ich finde es immer total schön, erst mal so ein bisschen auf den Weg zu gucken. Wie kommt man zu dem Thema? Also ist ja ganz oft so die Frage da draußen her? Wie kommt man denn von der Jungfrau zum Kinde, und du hast für dich ja das Thema Ernährung, gepaart mit Business. Also wie ich das eine so ein bisschen mit dem anderen einfach wunderbar verbinden kann, um mir daraus einfach was richtig Tolles aufzubauen. Aber Es hat ja mit irgendeinem Thema angefangen. Mit welchem Thema ging es bei dir los?

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Ja. und bei mir war es, sodass ich als Kind schon Hüftoperationen hatte. Ich hatte dann mit 22 Jahren wieder eine sehr komplizierte Hüftoperation und bin ein Jahr aus dem Arbeitsprozess. Rausgefallen ich war damals Sekretärin. Ja, heute würde man sagen, Assistentin, also Ich hatte einen klassischen Beruf. Maschinenschreiben, tippen. andere unterstützen und bin dann ein Jahr quasi aus meinem Job hinaus katapultiert worden und war dann auch damit konfrontiert, dass man mich schon zu den Behörden geschickt hat, quasi um Frühpension anzusuchen, was ich sehr seltsam fand, weil ich mal dachte, mein Kopf funktioniert. Ja. und ich habe dann einfach überlegt: was kann ich tun und habe entschieden, ich möchte studieren. und dann habe ich da so ein Buch in der Hand gehabt. Was studiert man jetzt, wenn man aus einer Arbeiterfamilie kommt? Also mein Vater, Spengler, meine Mutter Schneiderin. Ich komme nicht aus einem akademischen Haushalt. ich Jugendliche als junge Erwachsene und habe mir gedacht. Jetzt studiere ich Ernährungswissenschaften. Jetzt lerne ich alles über Ernährung und ich, was mache ich beruflich Jetzt damit habe ein Praktikum bei der deutschen Gesellschaft für Ernährung gemacht, habe, ein Praktikum in einem Kursanatorium in Vorarlberg gemacht, und das waren aber alles Ausschlusskriterien. Nein, will ich sicher nicht. Nein, um 5 in der Früh 100 Müslis anrühren, will ich sicher nicht. und die Frage wurde immer größer. Was mache ich jetzt mit meinem Studium? und dann saß ich in einer Vorlesung, wo es um Entwicklungszusammenarbeit ging, über Solaröfen in Mexiko. und dann ist so dieser Wunsch gekommen, Entwicklungszusammenarbeit mehr Ernährung, gesunde Ernährung in die Welt bringen, ist mein Thema. Ich möchte das jetzt ein bisschen verkürzen. Ich habe dann meine Diplomarbeit und meine Dissertation in Mexiko geschrieben. Mexiko und meine Zeit in Mexiko. Die Arbeit mit der indigenen Bevölkerung war dann auch der Auslöser für das, was ich heute bin, weil Ich habe neben Ernährungswissenschaft dann auch traditionelle Ernährungsformen kennengelernt. einen anderen Zugang zum Thema Essen, der für mich dann wieder sehr ähnlich war, wie ich es aus meiner Familie von meiner Urgroßmutter kannte, dass man eben auch auf die Wirkung vom Essen wirklich mit den Körper achtet. und diese Kombination aus Wissenschaft und traditionellem Heilwissen. Das ist heute die integrative Ernährung. Also mein Weg dahin war sehr bunt. aber es hat sich gelohnt, und ich liebe heute das Jahr, was ich tue.

Carolin Zimprich: Es klingt wirklich nach einem bunten Potpourri, wo man sagen würde: Hey, das sieht so aus wie die Rotkostplatte, die Wir versuchen ja irgendwie immer, unseren Kindern irgendwie so mit unter das Müsli und irgendwie ins Frühstück reinzuschieben. Ich mag aber nochmal auf den Punkt zurückgehen. Du hast gerade gesagt: Mit 22 hattest du einfach diese Auszeit von mehr als einem Jahr. und dann hat das System mit einer Fliegenklappe zugeschlagen und hatte die wahnwitzige Idee zu sagen, wir machen mal hier ein bisschen Frühverrentung. Was hat das in dir ausgelöst? Du sagtest gerade schon so. Ich habe es ja eigentlich gar nicht verstanden, weil mein Kopf funktioniert. Ja. Aber was ist das? Also? Ich Stelle ja auch immer ganz viele Fragen in dieses System hinein und wunder mich einfach immer ganz oft. und also, was hat das mit dir in dem Moment gemacht.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Das war schon eine sehr herausfordernde Zeit, weil, wenn du länger aus dem Arbeitsprozess draußen bist, ja und die ja, und gleichzeitig dieses. Ich zahlt der Arbeitgeber für deinen Krankenstand, und dann wird es aber an die Versicherungssysteme übergeben und das Versicherungssystem hinterfragt das halt und drückt man dann diesen Antrag auf Frühpension in die Hand. Wir müssen jetzt eine Regelung finden. Sie sind nicht arbeitsfähig, es ist die Frage: Wer zahlt die Kosten, die ja. und das war für mich auch ein Weg, mich da rauszuarbeiten und Dinge zu hinterfragen, selbstbestimmt Entscheidungen zu treffen. Es waren auch andere Zeiten. Damals, aber mir ging es nicht gut dabei, weil, ich habe mich abgewertet gefühlt, ich war orientierungslos und vielleicht auch ein Fakt, der, was beigetragen hat. Ich war damals mit einem 20 Jahre älteren Mann zusammen. der selbst im akademischen Bereich tätig war, Das heißt, durch ihn wusste ich, es gibt Universität und Studium, weil von meinem privaten Umfeld war das eine Welt, die ich überhaupt nicht kannte. war das auch gut, dass ich da in diese akademische Welt ein bisschen hineinschauen konnte und ich da auch ein anderes Umfeld hatte. Es heißt ja immer, die 5 Menschen, mit denen du dich umgibst. haben einen Einfluss auf dein Leben. und ich war mit diesem Mann fast 10 Jahre zusammen und bin heute auch sehr dankbar, dass ich durch ihn dieses Interesse für ein Studium hatte, weil von zu Hause war das jetzt keine Option.

Carolin Zimprich: und so bist du dann quasi den Weg gegangen von so, wie du sagst, klassisch Arbeiterfamilie. Man führt immer das aus, was die da oben einem so sagen und hinterfragt auch nicht zu. Du bist den akademischen Weg gegangen hin zu Herzlich willkommen im Unternehmertum. Also, das ist ja schon eine krasse Reise. Das ist ja nicht nur, wir drehen das Blatt Papier mal um, sondern wir nehmen ein völlig anderes Buch aus dem Regal. Wie waren denn so die Reaktionen bei dir zu Hause damals. Also, was haben deine Eltern denn dazu gesagt, dass du die Idee hattest, so Ernährungswissenschaften. Das wird jetzt mein Gebiet. Da werde ich jetzt mal richtig Profi drin.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Ist eine spannende Frage. Das heißt, wir. und man hat die Eltern auch vor Tatsachen gestellt. Also, ich habe die nie in so Entscheidungen einbezogen oder umgekehrt. Meine Eltern haben sich auch nie in meine Entscheidungen eingemischt, also dass ich damals als 22-jährige mit einem 20 Jahre älteren Mann zusammen war. hat nie jemand infrage gestellt, weil ich habe mich in die Beziehung meiner Eltern nicht eingemischt, und die haben sich in meine nicht eingemischt. Also, das würde ich sagen, ist heute vielleicht anders, man diskutiert, mehr war. und das ist vielleicht interessant, weil das auch so ein Antrieb für mein heutiges Unternehmertum ist. Mir war immer wichtig, dass ich, als Frau mein eigenes Geld verdiene. also für mich wäre nie infrage gekommen, in einer Abhängigkeit zu sein, also weder von den Eltern als auch von einem Mann. Ich wusste auch sehr früh. Schon dass ich keine Kinder will, könnte man rückblickend vor einer Abhängigkeit. also dieses selbstbestimmte eigene Geldverdienen war für mich immer klar, möglicherweise eine Prägung aus dem Elternhaus. Das heißt, wenn ich reisen will, muss ich schauen, wie ich mir das Geld verdiene, habe Halt Ferialjob gemacht, um dann wegzufahren, und ich bin auch sehr froh heute drüber, weil ich dadurch natürlich auch viel gelernt habe. Ich habe sehr früh gelernt, auf meinen eigenen Beinen zu stehen. Meinen Eltern also es war alles. Okay, ich habe gearbeitet. und wie ich dann dieses Jahr aus dem Arbeitsprozess heraußen war. Ich war auch die ersten Wochen bei meinen Eltern. Ich habe ja Hilfe gebraucht. die ich im Elternhaus versauern. Also, insofern haben die Eltern da nicht viel viel hinterfragt oder auch nicht unterstützt. Jeder hat seine Entscheidungen getroffen.

Carolin Zimprich: Aber wahrscheinlich sind sie heute mächtig, stolz.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Auf jeden Fall die Mama. Ja, Papa lebt nicht mehr, und ich.

Carolin Zimprich: Ich glaube, das darfst du auch mit jedem Wort wirklich auch sein. Also, weil, das ist ja wirklich ein Weg. und ich finde so die Worte, die du einfach gerade genutzt hast. Es ist einfach ein Sinnbild, finde ich für mich einfach in sich dieses, wo du sagtest. Ich will unabhängig sein. Ich will auf meinen eigenen Beinen stehen, aber kurz davor im Prinzip ja eine ja riesige Überwindung erst mal in Kauf nehmen zu müssen, aufgrund der gesundheitlichen Blessuren, aufgrund einer krassen Op, wo man nicht auf eigenen Beinen stehen konnte, wo man ja einfach ganz krass abhängig war, glaubst du, dass diese Zeit, also so wie vor der Op als auch nach der Op in deinen inneren Willen, wirklich unabhängig zu sein, einfach noch um ein Vielfaches gestärkt haben.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Vermutlich schon. Ja, weil das also, das ist ja auch eine Antriebskraft, und es wird eine Mischung sein. Es ist so die Prägung aus dem Elternhaus. und ich habe durchaus Phasen in meinem Leben gehabt, oder auch noch immer, wo das Thema Selbstvertrauen oder Vertrauen ins Leben zu haben, ist manchmal herausfordernd, also Existenzängste, die man als Selbstständige hat, aber dieses nicht in dieser Abhängigkeit sein oder zu wissen, dass man auf eigenen Füßen stehen kann. Das gibt auch sehr viel Vertrauen. und in dem ich das sehr früh begonnen habe, durfte das natürlich wachsen. und auch wenn es wächst, man kommt wieder an einen Punkt, weil die Summen werden ja größer, Wenn du 12 Mitarbeiterinnen hast, wo du wieder mal die Challenge hast, vertraust du darauf, dass der Umsatz kommt oder nicht. Aber ich weiß halt, dass ich mich auf meine Fähigkeiten verlassen kann. und das ist eigentlich das Wertvollste. und das hat sich halt entwickelt.

Carolin Zimprich: Ja einfach nach und nach Stück für Stück 12 Mitarbeiter Sagst du arbeiten mit dir zusammen, im Team aktuell.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Ja, großteils Teilzeit. Ja, wir schaffen einige Arbeitsplätze.

Carolin Zimprich: So und auch das, also, das zeugt ja von unwahrscheinlich A viel Schaffenskraft, Mut und den Willen, das auch durchzusetzen, denn vor allem bereit zu sein, diese Verantwortung zu übernehmen, und jeder, der so ein bisschen, ja da einfach tiefer drin steckt, in der Thematik einfach mal zu sagen: ja, so einen Angestellten, das mache ich schon. Es kommt ja ein riesen Rattenschwanz, und da sind wir wieder bei unserem lustigen System. und wo wir so ganz viele Fragezeichen einfach mal zwischendurch hineinschicken dürfen. wo einfach klar ist. Okay? Also, wenn du dich dafür entscheidest. Also, A: in die Selbstständigkeit zu gehen, bekommst du ja schon, manchmal ganz ganz lustige Auflagen, wo man denkt. Hä: Das ist interessant. Also, ich hätte weniger Stress, wenn ich irgendwo angestellt wäre. Es wäre um einiges einfacher, und wahrscheinlich hätte der ein oder andere am Ende des Jahres wahrscheinlich noch einen besseren Umsatz. oder ein besseres Einkommen, und dann aber auch noch die Entscheidung zu sagen: Ja. Also mit all der Arbeit, die einfach reinkommt, Ich selber alleine kann das nicht mehr stemmen, wenn ich wachsen möchte, Ansonsten ist das ja einfach irgendwo gedeckeltes Wachstum übernehme, aber auf jeden Fall die Verantwortung mit für andere, wo ich ja wieder einfach krasse Auflagen, ein krasses Regelsystem letztendlich mitbekomme, an das ich mich zu halten habe. Also weil sonst, wie das so mit Ämtern ist, Kopf ab.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Ja, ja.

Carolin Zimprich: Mit.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Ist nämlich noch immer bei mir. Nach 15 Jahren.

Carolin Zimprich: Schön.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Ja, kann ich mich noch sehr, sehr gut erinnern. und ich bin auch sehr, sehr dankbar für diesen Roller Coasterweg, dieses Auf und ab, was wir in den 15 Jahren miteinander hatten. Also, es war für mich schon. Ich habe natürlich gerechnet und kann ich mir das Leisten Ich und auch Freiheit, die Dinge zu tun, die mir liegen. Also meine Assistentin, die Monika, ist in manchen Dingen einfach besser als ich. Sie hat ja damals bei mir begonnen, wie ich noch ganz klassisch Ernährungsberaterin war. Ja. und allein diese Fehlerquote zu verringern. Wenn ich Dinge mache, die mir nicht liegen, ist schon einmal wert, eine Mitarbeiterin zu haben. und es ist heute Auch so. Ich meine, ich diskutiere das immer wieder, auch mit meiner Mentorin oder Coaches. Ich habe relativ hohe Personalausgaben. wo manche durchaus sagen, die sind zu hoch, und auch mit Ki könnte man einiges einsparen. Aber ich erkaufe mir dadurch Zeit. Also, für mich ist so momentan das Schema, dass Ich sage, von Montag bis Mittwoch habe ich offiziell Termine in meinen Programmen. Da mache ich die Calls Donnerstag. Freitag arbeite ich auch aber in meinem Rhythmus.

Carolin Zimprich: Warum es für dich total klar ist, dass du sagst, Nee also den einen oder anderen aus meinem Team entlassen, obwohl ich weiß, der andere könnte wahrscheinlich die Arbeit von 2, dreien Via Ki mit übernehmen. In einer kürzeren Zeit habe ich 3 oder 4 Gehälter, sogar wahrscheinlich eingespart. Aber du entscheidest dich wirklich bewusst dagegen, was ich super finde. Aber was ist deine Motivation? Was ist dein Antrieb genau auch so zu entscheiden.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Bei uns, und ich selbst möchte nicht am Tag 10 Strategie Gespräche führen. Ich könnte es natürlich Ja, aber ich will’s nicht. und ich bin froh, wenn ich eine Mitarbeiterin habe, die gern telefoniert, die gern Interessentinnen berät und schaut, ob die Ausbildung, ob die Programme, die wir haben, für jemanden passt. Ich denke, wenn ich mir so unsere Zielgruppe anschaue, die Heilpraktikerin, die Therapeutin. Die ist Jazzopraktikerin Die wollen auch mit Menschen reden, und möglicherweise ist das auch bei uns noch ein Wettbewerbsvorteil, dass bei uns kein Chatbot läuft. Wir nutzen Ki durchaus. aber ich habe da eher das Ziel, dass ich sage, dass wir effizienter und effektiver werden. Ich möchte auch nicht, dass mein Team in einem Teilzeitjob ausbrennt. und wir haben natürlich auf der Fülle von Menschen, die wir betreuen, sehr viele Prozesse, die wir effektiver oder besser machen können und Fehler vermeiden können. Also mir ist schon wichtig, dass auch meine Mitarbeiterinnen in Ki geschult werden, ist durchaus auch eine Herausforderung zur Zeit, weil sich die Tools immer wieder wechseln. Aber dass es Menschelt, ist einer der wichtigsten Faktoren, den ich behalten möchte.

Carolin Zimprich: Ich finde es ein cooles Statement, was du gerade sagtest. Ich möchte nicht, dass meine Mitarbeiterinnen selbst in einem Teilzeit Angestelltenverhältnis ausbrennt. und ja, das kann natürlich total schnell gehen, wenn wir einfach sagen: so mehr, effizient mehr, die Zahlen nach oben, alle nochmal ein bisschen schneller laufen, ein bisschen schneller arbeiten bitte. Ich finde, das ist eine ganz ganz wunderbare Entscheidung, dass du es anders siehst als viele andere da draußen, und ich teile davon ganz ganz viel mit dir, denn auch ich glaube also, die Ki, die wir heute haben, wird in 5 Jahren mit dem von heute mit Sicherheit schon nichts mehr zu tun haben. Wir haben eine so rasend. also so eine rasend schnelle Entwicklung da draußen, der Systeme von Tools, von Anwendungsmöglichkeiten also was heute noch richtig Geiler scheiß, ist, ist morgen ja schon total zugestaubt. und alle gucken dich an mit. Ach, krass, du machst das immer noch, wo ich mir denke. Wieso haben wir doch gestern erst mit angefangen. und auch ich liebe ja die Technik letztendlich. und nichtsdestotrotz glaube ich immer, dass Menschen mit Menschen arbeiten wollen, also wir werden immer den Bezug haben wollen, und ich hatte gestern noch einen ganz tollen kleinen Austausch über Whatsapp, und auch diesen Kanal wollen wir alle natürlich nicht missen, weil es geht einfach so rasend schnell. und man kann sagen, hey, ich muss jetzt nicht telefonieren. Ich schicke dir eine Sprachnachricht, dann hörst du es ab, wenn du halt Zeit dafür hast. und da war Aue auch der Frage. Ach, mein Business verändert sich einfach gerade ganz krass. Ich muss mal gucken, wie ich das Ganze mache. Ki ist natürlich einfach schon ein krasses Thema. und wie stehst du denn so dazu? Ja: Also ich glaube, dass natürlich an vielen Ecken und Kanten Ki immer weiter und mehr Einzug einhalten wird, gerade im Sinne von. Wir schreiben Texte und lassen uns da Sachen vorschlagen, machen uns Strukturpläne. Ich glaube auch, dass sich viele Ernährungspläne da draußen irgendwie selber natürlich schreiben. Aber die Frage ist ja, wie gut ist das Ergebnis wirklich? Also, wenn ich viele Texte raus und so im Bereich Marketing und so lese. dann denke ich mir so. Es ist so ein Klumperquatsch geworden. Es ist so eine Einheitsbreisuppe. und wie gut so ein Ernährungsplan halt hinterher wirklich sein kann. Wenn ich einfach mal so lose in Chatgpt was reintippe, das kann ich Ja. Das ist vielleicht mal ein kurzer, kleiner Peak, um mich wie nach der Silvesternacht, damit mich das Ganze irgendwie motiviert anzufangen. Aber wie gehaltvoll ist das ganze.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Die weil Pläne überfordern. Pläne ist wieder ein Businessplan. Ein Businessplan ist heute meistens auch das Papier nicht mehr, Wert weil alles so schnelllebig geworden ist. und die Tage sind stressig, die sind herausfordernd. und wenn du dann am Plan gewisse 3 Mahlzeiten hast, und dann bist du nicht bei deinem Kühlschrank und hast nicht die Zutat. Dann ist eh schon wieder alles anders. Also, wir arbeiten da komplett anders und und dass unsere Produkte Leben verändern, Leben zum Positiven verändern. und ein von Ki geschriebener Ernährungsplan verändert nicht automatisch ein Leben zum Positiven.

Carolin Zimprich: Das sehe ich ganz genauso. Also, ich denke auch manchmal so in diesen ganzen Gesprächen, wo der nächste wieder erzählt. Jetzt macht hier Setting. Es macht erst mal so Mein Bot Agent und ich habe auch einen Ki-agenten, Der geht dann ans Telefon und willst du nicht mal hören. Das hört sich genauso an, als ob da eine menschliche Stimme spricht. und so und Hey, ja, es tut’s. Also, es ist technisch, finde ich, es ist ganz vielen Dingen absolut einwandfrei. Es ist wirklich ganz toll. Aber die Frage ist, wie krass erstrebenswert ist das und dann.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Ich. und da ist die Technik, die kann das Herz noch nicht so öffnen oder noch nicht so zwischen den Zeilen lesen. und drum ist mir das Menschliche sehr wichtig.

Carolin Zimprich: Ja, und das finde ich total wichtig in dem Sinne, und ich glaube, das wird etwas sein, das wird auch nie verschwinden. und auch wenn der Hype jetzt einfach gerade groß ist. Also, es ist ja immer so, Wenn einfach irgendwas Cooles ist, so die nächste Sau, die ja meistens durchs Dorf getrieben wird. Erst mal. dann ist es um das Thema ganz laut, und Ki wird nie wieder leise werden. Das ist uns, glaube ich, auch allen ganz klar. Aber ich glaube, dass die, die jetzt für sich die richtigen Entscheidungen treffen. Wo macht es Sinn und wo lassen wir es bewusst raus, Weil bei uns der Mensch im Vordergrund steht? Für mich sind das die, die auch nach dieser ganzen Flut einfach langlägerig am Markt einfach da sein werden.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Ich und Aber wenn ich eine Kundin 3 oder 6 Monate betreue muss, die nicht wöchentlich bei mir in der Praxis sein, sondern ich kann ein Hybrid Modell machen. und ich denke, so wie sich beim online und aber wir werden einen Mittelweg finden, weil Zeit ist kostbar. und ich praktiziere in Wien. Ich habe das immer wieder erlebt. Wenn Menschen, in deren Ernährungsberatung kommen, die stehen auf der Stunde im Stau, weil Halt irgendwas war, mit der U-bahn oder Jagen bin dann auch ressourcenschützend unterwegs, dass ich sage: je weniger Autofahrten, je weniger Verkehrswege wir haben, desto günstiger wird es für uns alle.

Carolin Zimprich: Ja. Also das sehe ich ganz genauso. Hybride Modelle werden mit Sicherheit vermehrt auftreten. Was ich mal spannend finde, ist wie lange oder wie träge wir so als Gesellschaft einfach sind. Ich finde anhand von diese lustige Covid-zeit, wie man da auch immer drüber denken mag zu, wir sind jetzt in 2.026. und jetzt merkt man langsam, es fangen Dinge an sich wieder zu verändern. Das ist schon. Also, ich finde, das ist auch immer total spannend zu beobachten, wie langsam solche Prozesse dann manchmal sind. Also Technologie, zack, da ist sie von heute auf morgen ist das, was gestern richtig cool war, morgen schon absolut veraltet. Aber wir Menschen, wir brauchen länger. Wir müssen uns erst mal wieder darauf einstellen, erst mal Sachen wieder hinterfragen, erst mal gucken. Es ist gut, es ist schlecht. Wo laufen denn all die anderen Leute hin, glaube ich da hinterher, Oder finde ich meinen eigenen Weg? Das finde ich auch. Da also gerade an diesen Punkten einfach wirklich spannend zu sehen und bin natürlich total gespannt, was man so in 5 oder in 10 Jahren sagen würde. Also, wenn man sich das Interview dann nochmal anhört, um dann zu sagen: So, Okay, hatten wir beide mit unserer Glaskugel so ein bisschen Recht oder aber nicht, da bin ich auch einfach super gespannt, wie sich das letztendlich entwickelt, was ich gerade interessant fand in Bezug auf dein spezialisiertes Thema rund um die Ernährung. Du gehst an das Thema ja wirklich völlig anders ran. Also, wie man gerade sagte, man kommt zu dir hin so, und ich sag mal, wenn man jetzt irgendwie woanders zu einem Arzt oder so geht, dann guckt er dich von oben bis unten an, stellt vielleicht fest, So, da sind mal ein paar Kilos, zu viel drauf, Geh mal auf die Waage. Dann guckt er vielleicht noch, wie groß du bist, berechnet deinen Bmi und sagt dir dann, na da müssen wir aber mal was dran tun? Du fängst mit einer Zungen Diagnostik an.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: und obwohl ich einen Doktor in Ernährungswissenschaften habe, darf ich ja kein Blut abnehmen. Das heißt, Zungen und Pulsdiagnostik sind nicht invasive. Sie haben halt den Urin angeschaut, die Augen. Zunge, Puls Gefühl. und da gibt es sowohl im Ayurveda als auch in der traditionell chinesischen Medizin. Sehr viel wissen über diese Dinge. und was ich besonders spannend finde, wir arbeiten ja mit der Ernährung im präventiven, im vorbeugenden Bereich. Du siehst da auch früher sogenannte energetische Ungleichgewichte. Das heißt das die. und genau das ist es also, Ob das jetzt Bluthochdruck sind. Erhöht das Cholesterin all diese Zivilisationskrankheiten. Da ist Ernährung, ein Riesenhebel, der aber nicht genutzt wird, weil Menschen. da könnte man jetzt ein Fass aufmachen, wo wahrscheinlich den ganzen Tag diskutieren könnten.

Carolin Zimprich: Ja, bitte.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Aber mein Ziel ist wirklich, das Gesundheitssystem zu revolutionieren, gemeinsam mit anderen, dass wir dort genau Es steht noch eine Frage davor. Das ist die wichtigste Frage. Also, wenn Menschen zu mir kommen. ich frage Sie natürlich: Was wollen Sie erreichen? Was ist ihr anliegen. Aber dann kommt schon die wichtigste Frage: Wie schaut Ihr typischer Essalltag aus? Das ist eine Frage, die du in 3 s stellen kannst, dann hörst du ein, 2 min zu. und das, was dir die Menschen da erzählen. und das ist Teil meiner Methode da Rad dann im Hinterkopf, dann schon sowas wie eine Checkliste. und allein aus dieser Antwort finde ich in der Regel 4 bis 6 Anhaltspunkte, wo wir optimieren können. Also ich sage dir ein Beispiel: Wenn ich jetzt sage, wie schaut ja, typischer Eisalltag aus? Viele Menschen sagen kein Frühstück. Wie sollst du mit Energie in den Tag starten? Wenn du mit leeren Tank losfahrst, wird nicht funktionieren. dann höre ich mir so ein bisschen an. Ja zum Mittag gibt es ein Käsebrot nachmittags, einmal Kuchen oder irgendwelche Snacks. und am Abend wird vielleicht gekocht. Die meisten Menschen wissen, 5 Portionen, Obst und Gemüse wären das Ziel am Tag. wenn ich kein Frühstück esse, kein Obst und Gemüse, wenn es mittags Käsebrot gibt kein Obst und Gemüse, und so geht das weiter. und das bringe ich halt wirklich Menschen bei. Wie können Sie mit so einer inneren Checkliste auf die Dinge schauen, die relevant sind. und wie können wir dann mit einfachen Maßnahmen Menschen dabei unterstützen, mehr Energie zu haben, sich besser zu fühlen, das Gewicht zu regulieren, den Blutdruck runterzubekommen. und da hat Ernährung einen Riesenhebel. und es ist eine wunderschöne Arbeit.

Carolin Zimprich: Du hast vorhin ja wirklich auch von chronisch kranken Menschen, also von dieser ganzen Landschaft, die uns da ja mittlerweile an Krankheitsbildern ja einfach erreicht hat. Über die ganzen Jahre und schlussendlich kann man, glaube ich sagen, ist das ein hausgemachtes Problem. mein Gott, Industrialisierung. Das war das Wort sei Dank, würde ich sagen und können wir es vielleicht ein bisschen gleichsetzen mit Ki. Also, ich finde das immer spannend zu gucken. Was haben wir so früher gemacht? Warum haben wir uns hin entwickelt? Welche Entwicklung haben wir jetzt? Wo wird unsere Entwicklung hingehen. Also, als irgendwann mal jemand die Idee hatte Mensch, wir machen das nicht mehr von Hand. Wir haben jetzt die Möglichkeit, dass wir hier mit Dampfmaschinen und anderen tollen Helferlein einfach mehr in kürzerer Zeit produzieren können, damit wir Zeit einsparen, damit wir produktiver sind. haben wir ja auch so angefangen, unser Essen zu verändern.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Ja. und bei vielen weiß ich, wo sie gelandet sind. Also wenn du Ernährungswissenschaften studierst, viele landen ja in der Industrie, um genau diese industrialisierten Produkte zu entwickeln. wo ich nächtelang, tagelang, oft auch mit Freundinnen, Studienkolleginnen diskutiert habe. So quasi wieso landest Du bei diesem Konzern und entwickelst dann das, und das Produkt.

Carolin Zimprich: Juhu.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Die von Frauen, die Kinder versorgen, die halt sagen: Ich will halt einfach einen Job, dass ich Geld verdien, aber kein größeres All diese Tiefkühlpizzen, alle Snacks. und also das bräuchte einmal mutige Entscheidungen, dass man sagen, diese Ressourcen stecken wir wieder in Landwirtschaft, in Bioproduktion? Ja. und wir haben da das System wirklich pervertiert. Also, ich glaube, am schlimmsten ist es ja in der Fleischproduktion, wo ich sage diese Menschen, die dort arbeiten.

Carolin Zimprich: Ja, oder wie ein altes Sprichwort sagt: die Geister, die ich rief.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Die, es wird bewusster geschaut. Wo kommt das her? Ist das ein hochverarbeitetes Produkt? Oder kommt das aus einer Landwirtschaft im Umkreis von 100 km oder so. Ich denke, wir sind da alle gefragt, etwas zu tun. und was ich früh gelernt habe, ist. Ich kann nicht die ganze Welt kontrollieren, aber ich kann bei.

Carolin Zimprich: Auf jeden Fall und da einfach mal bewusster dran zu gehen, wirklich zu überlegen, wie du gerade schon sagtest. Frühstück, Ja Nein. Ja, es macht total Sinn. Gibt es irgendwo Obst und Gemüse irgendwie im Speiseplan, wobei ich für mich selber überlege, halt immer wenn ich in den Supermarkt gehe, und die Klamotten, die ich da kaufe. ja, es sieht gesund und frisch aus. Aber was ist überhaupt noch drin. Also weil, wenn das irgendwo, wer weiß, wo ich meine, klar. Du hast gerade gesagt, im Umkreis von 100 km angebaut, dann kann ich davon ausgehen, dass die Sachen auch wirklich reif geerntet wurden. Aber das meiste, was wir ja heutzutage eigentlich auch in den Supermärkten vorfinden, und auch das dürfen wir hinterfragen, glaube ich, die Klamotten werden grün geerntet. Also, wie viele Sonnenstunden hat dieses Obst oder dieses Gemüse letztendlich wirklich abbekommen, und wie viele Nährstoffe befinden sich da wirklich noch drin?

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Die. da muss man genau schauen, was die Quelle ist und wie das analysiert wurde und welcher Nährstoff auch? Also Erstens, einmal: Wir wissen heute sehr viel über Landwirtschaft. und ich kann jetzt nur von Österreich sprechen. Wir haben fast 25% Biolandwirtschaft. was ein Spitzenreiter weltweit ist. Also, wir haben hier wirklich einen Feinkostladen und wir haben auch vor allem in Wien sehr viel naturnahe Landwirtschaft, also wo statt mit Spritzmitteln, mit Nützlingen gearbeitet wird. und teilweise wird da auch auf Substrate gezogen, wo die Nährlösungen sehr angepasst sind, und ich meine, da könnte man jetzt auch noch die ganze Diskussion mit Nahrungsergänzungsmitteln aufmachen. die da wird mit die sehr, sehr gut. wo ich dir aber Recht geben muss. Carolin ist: die Menschen treffen oft nicht so gute Entscheidungen. Also wenn ich Kartoffelpüree Pulver anrühre und daraus ein Kartoffelpüree mache, ist dieses Kartoffelpulver natürlich hochverarbeitet. und wenn ich Kartoffelchips Esse und Pommes esse, habe ich weniger Nährstoffe. Wenn ich aber jetzt wirklich Bio Kartoffeln nehme und mit Milch und Butter ein Kartoffelpüree draus mache, hast du sehr, sehr viele Nährstoffe drinnen.

Carolin Zimprich: und das schmeckt tausendmal besser.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: und schmeckt tausendmal besser. und ich sage immer, ich finde es gefährlich. wenn wir so tun, als hätte frisches Obst und Gemüse keinen Wert mehr. weil es ist eigentlich der höchste Standard, den wir haben, im Vergleich zu industrieller Verarbeitung.

Carolin Zimprich: Also, ich bin da ganz bei dir, gerade in Bezug auf was landwirtschaftlich bei uns vor der Haustür angebaut wird. Aber wie ist es mit den Produkten, die einfach in Übersee noch in einem tief unfertigen Zustand einfach geerntet werden, dann einfach abgeschweißt, in Folie mit Gasen im Prinzip haltbar gemacht, dann in irgendwelchen Kühlkammern nachreifen und bis weiß ich nicht. Die liebe Erdbeere dann irgendwann mal im Supermarkt hier bei uns ist, hat sie ihre rote Farbe entwickelt. Aber es wird doch innen drin diese Erdbeere für mein dafür zumindest mitnichten irgendwas damit zu tun haben, als wenn ich jetzt in den nächsten Wochen bei uns auf die Erdbeerfelder gehe und mir da eine erdbeere Pflücke.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Also, ich denke, wir schmecken es am Geschmack, dass ein Unterschied ist. Hat, hat sicher nicht so viel Vitamin C wie die Erdbeere vom Feld, das aber auf der anderen Seite, Wenn ich jetzt zum Beispiel frisch gehackte Minze oder Melisse dazu geb Da ist wieder sehr viel Vitamin C drinnen drin viel größer ist das Problem, wenn du im Darm Resorptionsprobleme hast und im Lebensmittel. sondern vertrage ich das Lebensmittel auch und essig es auch regelmäßig. Es gibt für und wider. und natürlich so lang gereiste Dinge auch vom Transportaufwand. Das liegt ewig. Wo herum hat nicht diesen Geschmack Also, ich gehe da lieber über Genuss und Geschmack. Erdbeeren. Das und zu dieser Natürlichkeit sollte man eigentlich wieder finden.

Carolin Zimprich: Ist auf jeden Fall ein richtig guter Gedanke. und also, der Ansatz macht einfach von vorne bis hinten Sinn, Glaubst du, weil du es gerade angesprochen hast, Also, die vielen Unverträglichkeiten, die viele haben, Die Allergien, die einfach entstanden sind, ist für dich auch da ganz oft der Ursprung mit dem, was wir uns jahrelang vorher einfach an Nahrungsmitteln zwischen die Kiemen geschoben haben.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Absolut. Also Das beste. Beispiel ist Brot drin. Die müssen teilweise gar nicht deklariert werden, weil die Chemieindustrie geht davon aus. Das sind technische Hilfsmittel. Diese Enzyme werden ja im Backprozess abgebaut. Ich würde mal sagen, es bleiben immer Spuren von diesen 200 Substanzen irgendwo im Lebensmittel, und es gibt Menschen, die empfindlicher darauf reagieren. Das heißt, ein hochwertiges Lebensmittel, das uns über Jahrhunderte das Überleben gesichert hat, ein Brot aus Weizen oder Roggen ist heute zum Problem geworden, weil es so hochtechnologisiert ist. Menschen mit Reizdarmproblematik mit starken Blähungen, sobald die statt Brot gekochten Reis oder Hirse essen, sind meistens die Beschwerden weg. und viele Menschen, essen nur Brotmahlzeiten und überhaupt nichts Gekochtes mehr und wundern sich dann oft, dass sie massive Magen Darmbeschwerden haben. Die Qualität hat sich da massiv verändert. Auch bei den Milchprodukten ist ja nichts Dramatisches ist ein Erhitzen. Aber das homogenisieren dann der viele Zucker. Die vielen Farbstoffe, also in einem Erdbeerjoghurt sind ja keine Erdbeeren, drin Das ist gefärbt. Das ist aromatisiert. und wie gesagt, Menschen sind unterschiedlich. Manchen macht es nichts, aber viele bilden wirklich sowas wie Entzündungsprozesse im Darm aus über diese ganzen Konservierungsmittel, Farbstoffe. und wir sehen das tausendfach millionenfach. Wenn Menschen wieder frisch gekocht essen, sind viele Beschwerden dann wie weggeblasen, weil diese Reizstoffe nicht mehr da sind. Das.

Carolin Zimprich: Es sieht halt immer so frisch aus. und es ist natürlich alles schön ausgeleuchtet und es duftet dann so gut. und das macht ja ganz viel Spaß mit unseren Synapsen. Aber ich glaube, dass ich das Brot entweder aus dieser Frischbacktheke, wie sie auch heißt hole oder ob ich das quasi 3 Regale weiter die abgepackten Brötchen, die ich zu Hause selber aufbacken kann, kaufe. Also das ist wahrscheinlich rechte Tasche, linke Tasche. Das ist gehofft, wie gesprungen.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Genau, ja.

Carolin Zimprich: und ich glaube, dessen muss man sich.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Wer ein gutes Sauerteigbrot von einem handwerklichen Bäcker ist immer schwerer zu finden. Ja.

Carolin Zimprich: Weil die sind ja auch alle mittlerweile große Ketten. Also da ist ja auch eigentlich alles nur noch industriell verarbeiteter Kram ganz oft in den.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Ja, aber man findet teilweise auch abgepackt, also sowas wie Pumpernickel. Wo wirklich nur 5, 6 haben wir auch im Supermarkt handwerklich hergestelltes Brot.

Carolin Zimprich: Das sind gute Aussichten. Das finde ich schön, dass das so ist. und all diese Thematiken nimmst du ja dann quasi ja mit in die Ausbildung, die ihr anbietet. und auch da nochmal, es ist einfach eine ganz krasse Reise, die du einfach gegangen bist von früher halt noch im Büro als Assistentin zu. Ich beschäftige mich ganz intensiv mit Ernährung und habe dann die Vision, das letztendlich wirklich weiterzugeben, also nicht nur an den Endverbraucher als solches, damit er einfach für sich ein besseres und gesünderes Leben führen kann, sondern einfach all die Erkenntnisse, die du in diesen ganzen Jahren einfach gesammelt hast, an Therapeuten da draußen, damit sich dieses Netz einfach verdichtet. Also, ich finde, es ist einfach sowas von logisch zu sagen, hey, warum soll nur ich direkt an den Endkunden drangehen, damit der ein schöneres Leben hat, macht auch viel mehr Sinn. Wenn ich mich ja quasi multipliziere. dann sind wir doch einfach viel schneller in kürzerer Zeit. und auch Das hat natürlich irgendwie ein bisschen was mit? Wie können wir effizienter arbeiten zu tun? Aber im guten Sinne, weil ja, dann im Prinzip die Wissenschaft, die du ja über jahrelang im Hintergrund für dich ja so praktiziert hast, Dann, da ja als Sprachrohr anderer an die Endkunden letztendlich weitergeben kannst. um einfach wirklich diese Vision zu. Wir müssen mal wieder ein bisschen mehr back to the roots gehen.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Das da? Bei mir war. Der Prozess also.

Carolin Zimprich: Das ist spannend.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Ja, aber ich hatte money mindset. Ich die Zusammenarbeit mit mir zu einem anderen Preis zu machen hat auch sehr schnell funktioniert. In meinem Herzen ist sowas größeres Herangewachsen, aber es war wie ein Geburtsprozess. Das musste auch schmerzhaft durch den Geburtskanal bis ich mich getraut habe. und heute, rückblickend sage ich das Einzige, was Sinn macht. Also, ich hatte dann, das ist jetzt 7 Jahre her. wie ich mich dann getraut habe, die Akademie zu gründen und die ersten Kunden zu haben, war so die Vision, mindestens eine eine Million Menschen gesünder zu machen, gemeinsam mit meinen Multiplikatorinnen, die ich ausbilde. Das hatten wir nach 5 Jahren erreicht. und dann habe ich habe immer gedacht, na häng meine 0 dran. Also, wir machen gemeinsam 10 Millionen Menschen gesünder. Das hat sich aber auch nicht gut angefühlt, weil ich gemerkt habe. Ja. Sie beuten sich selbst komplett aus. Sie haben kein System, Sie haben keine Struktur. und meine Vision ist jetzt mindestens 1.000 gut gehende Gesundheitspraxen zu haben, also so wie Claudia vor 10 Jahren. Viel Arbeit, wenig Lohn, kein System, keine Struktur, dass ich das heute Ernährung und Business anderen beibringe, damit sie eine Abkürzung haben, also dass das, was bei mir als ein Entwicklungsweg von etwa 10 Jahren war, machen wir heute in der Akademie in einem Jahr in etwa. und es ist großartig. Wir haben Angestellte, die so mit 40-50 sagen: Hey, mein Beruf erfüllt mich nicht mehr. Ich möchte mich als Ernährungsberaterin selbstständig machen. Ich will ein Online-business aufbauen. und mit unserer Hilfe ist 100 000€ Umsatz. Es ist für die oft unvorstellbar. Aber mit kleinen Adaptierungen geht es dann, und diese Kombination. Ernährung in die Welt zu bringen und selbst auch ein gutes Business zu haben. Das ist jetzt die Vision, es anderen leichter zu machen und sie dabei zu unterstützen.

Carolin Zimprich: Auch dir war ganz lange einfach gar nicht bewusst, ich zu nehmen. Also, das sind ja so Glaubenssätze, in denen wir irgendwann mal groß geworden sind. Die haben da kein Geld für wer will dir das bezahlen?

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Die Leistung leisten kann.

Carolin Zimprich: und das sind dann natürlich dann einfach oft die Modelle, die dann in dem Moment einfach dafür sorgen, dass wir in unserem eigenen System letztendlich ersticken, also ersticken an Arbeit ja, und der ein oder andere sich mit Sicherheit öfter die Frage im Jahr stellt, wie er die ein oder andere Rechnung bezahlen darf.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: So ist es, und was oft übersehen wird, was nichts kostet, ist nichts wert und so traurig es ist bei Gesundheit. weil, wenn die Kundin sagt, ich investiere in die Zusammenarbeit mit der Claudia, dann setzen die auch besser um. und es ist zwar traurig, aber manche Dinge müssen auch für die Menschen, die es sich leisten, einen Wert haben, damit sie sich selber ernst nehmen.

Carolin Zimprich: Ja, es ist schon verrückt, aber das beobachtet man einfach ganz oft. Also, Es geht nicht nur dir so in deinem Unternehmen, sondern es ist ganz ganz oft der Fall. Also natürlich gibt es auch die anderen, die sagen: hey, ich hatte ein minimales Invest oder einfach gar keins. Aber der Wille oder die Situation war einfach so wichtig. Wirklich zu sagen, ich zieh das jetzt durch, weil sonst klar. Die gibt es auch. Aber ja, es ist solange du oder wenn du einfach mal ein bisschen tiefer in den Geldbeutel greifen musst, dann fangen die Menschen dann plötzlich doch an, wirklich zu handeln. Spannend finde ich es dann, immer, wenn man das Ganze so mit der Autoindustrie mal irgendwie in Verhältnis setzt. und dieses, okay, sobald eine Macke irgendwo an deinem Auto ist, dann wird Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um diese Macke aus dem Blatt wieder rauszukriegen. und da wird ein Affentheater draus gemacht. Aber wenn wir selber an unserem eigenen Fahrzeug merken. Da ist eine ordentliche Delle drin. Da wird dann gesagt: Auch mal gucken.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Die Industrieprodukte drinnen sind. Also, wir sparen an der falschen Stelle.

Carolin Zimprich: Ich. Du siehst 5 Spiele Karten: eine Grüne, eine orangefarbene, eine Pinke, eine gelbe und eine Blaue. und du darfst dir jetzt eine Farbe aussuchen.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Ich nehme die blaue.

Carolin Zimprich: Die Blaue. Dann schauen wir doch mal, was in Blau drinsteht. wie passend zu dem, was du gerade gesagt hast. Du bekommst 30 s Zeit von mir. und das Spiel, was wir spielen, heißt Pitch mich, wenn du kannst. Du kannst einfach mal Überlegen, dein aktuelles Angebot, das, was dir wirklich am Herzen liegt, so einfach, vollumfänglich in Worte zu fassen. dass ich eigentlich, nachdem ich es höre und natürlich auch alle anderen da draußen, dass wir wirklich richtig blöd wären, wenn wir jetzt gleich nicht zugreifen. bist du bereit.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Ich bin bereit.

Carolin Zimprich: Deine Zeit ab, Jetzt.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Möchtest du mit mir gemeinsam das Gesundheitssystem revolutionieren und mit Sicherheit und Kompetenz Ernährung in die Welt bringen, dann melde dich zu meinem kostenlosen Campus an. Www: Integrative.

Carolin Zimprich: Das klingt nach einem sehr, sehr verlockenden Angebot, alle Infos zu Claudia findest natürlich auch Du unten in den Shownotes, dann könnt ihr euch vernetzen, euch austauschen, erst mal vielleicht auch ein bisschen so von außen, wie das ja immer so ist, ein bisschen über den Zaun gucken und zu gucken. Was macht die Claudia Denn dann da? und auch da kann ich immer sagen, grundsätzlich Mut zur Lücke. Wer fragt, gewinnt. Wer fragt, führt, Das ist immer so. Alle, die immer sagen: Ach, ich gucke erst mal so von der Seitenlinie zu, die warten meistens einfach viel zu lange, dass sich Dinge einfach verändern können. Also auch da einfach mal gerne eine Portion Mut mit dazu? und als letzte Inspiration. So ein letztes schönes kleines Takeaway von dir. wenn du deinem damaligen ich beim Start heute eine Whatsapp schicken könntest. Was würdest du schreiben?

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Leg los. Die Welt braucht dich.

Carolin Zimprich: Sehr schön, und ich glaube, damit ist für heute alles gesagt. Ich danke Dir für den tiefen Einblick in deine Reise wie du für dich losgegangen bist. Ich glaube, man kann sich ausmalen, wie viel Mut das zwischendurch erfordert hat. wie viele schlaflose Nächte und der ein oder andere Pulsschlag einem in dem Moment einfach entgegengehüpft ist, ohne dass man damit gerechnet hat. Aber das gehört dazu. wenn man sich einfach so einen Weg aufbaut. Ganz ganz lieben Dank für dich. vor allem für die Verantwortung, die du auch mit einfach für andere Menschen trägst für dein Team und somit an alle da draußen. Ich hoffe, du hattest Spaß. Wir sehen uns in einer kommenden Episode. und somit sage ich wie immer zum Ende, Wir sehen uns da draußen, auf jeden Fall im Netz.

Dr. Claudia Nichterl – Akademie für integrative Ernährung: Ja. Danke. Carolin war ein wunderschönes Gespräch. Danke.

Claudia Nichterl
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