Folge #52
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Anpassen oder Kündigen? : Jenna van Hauten über Menschen, die im Job nicht sie selbst sind

mit Jenna van Hauten & Carolin Zimprich
SCALE & Flow
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Anpassen oder Kündigen? : Jenna van Hauten über Menschen, die im Job nicht sie selbst sind
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🏷️ Mindset & Persönlichkeitsentwicklung🤝 Präsentiert von Natascha Heistrüvers

Darum geht's

Jenna van Hauten spricht offen aus was genau der größte Denkfehler unserer Zeit ist. Es geht um Persönlichkeitsmuster, Anpassung, Selbstzweifel und darüber, warum sensible Menschen oft versuchen, sich für Erfolg zu verbiegen — obwohl genau darin ihre größte Stärke liegt.

Jenna erzählt, wie sie bereits mit 12 Jahren begonnen hat, sich mit Persönlichkeitstypen auseinanderzusetzen, warum ihre Eltern ihre Sicht auf Beziehungen geprägt haben und weshalb Erfolg niemals bedeutet, jemand anderes zu werden.

In dieser Episode lernst du:
– warum Vergleichen dich von deinem eigentlichen Potenzial entfernt
– weshalb deine „Schwächen“ oft deine größte Superpower sind
– wie du Erfolg auf deine eigene Art leben kannst
– warum Beziehungen und Business viel leichter werden, wenn du dich selbst verstehst

Diese Folge ist wie ein kleiner Befreiungsschlag für alle, die ständig denken: „Ich müsste anders sein.“

✨ Das lernst du in dieser Folge

  • Bist du im Job unzufrieden, liegt das selten an deiner Kompetenz, sondern daran, dass Strukturen, Kultur oder Werte nicht zu deiner Persönlichkeit passen.
  • Jede Stärke hat eine Kehrseite und jede vermeintliche Schwäche eine verborgene Kompetenz – hör auf, dir die Eigenschaften anderer zu wünschen.
  • Gute Arbeit macht „joyfully exhausted“: Sie kostet Energie und gibt am selben Abend mehr zurück – fehlt dir dieses Gefühl dauerhaft, stimmt die Passung nicht.
  • Zieht dein Job dir über drei bis sechs Monate mehr Energie als er gibt, fängt dein Körper an, sich mit Selbstzweifeln und Symptomen anzupassen.
  • Du kannst dich nicht auf jede Eventualität vorbereiten – entscheide nach bestem Wissen, geh einen Schritt in deine Richtung und frag dich danach, was du gelernt hast.

⏱ Kapitel

00:00Erfolg heißt nicht, sich zu verbiegen – deine Stärke liegt da, wo du zweifelst
01:53Ein Buch mit 12 Jahren: „Jeder ist anders, aber keiner ist besser“
07:18Die Brille, durch die wir die Welt sehen – und wie Lehrer-Sätze prägen
12:19„Es ist nicht normal, im Job unzufrieden zu sein“ – und doch sind es 80 Prozent
14:29Warum es an der Passung liegt, nicht an dir: das Bild der Zahnräder
16:59„Joyfully exhausted“: Wenn Arbeit mehr Energie gibt, als sie nimmt
23:13Von der Psychologin in die IT: zwei Jahre im Großraumbüro
26:04Der interne Wechsel mit 51 zu 49 Prozent – und der „Super-GAU“ Schwangerschaft
34:48Bügelbrett, Webinar, erste Online-Workshops: der Sprung in die Selbstständigkeit
43:41Warum Topmanager höher auf der Psychopathen-Skala scoren als Serienmörder
48:08„Arbeit kommt von Mühsal“: das gefährliche Burnout-Narrativ
55:31Wenn der Job chronifiziert: die 3-bis-6-Monats-Grenze
57:41„Love it, change it or leave it“ und der zwei Wochen verschollene Schlüssel

📝 Transkript

Volltext-Transkript lesen

Carolin Zimprich: Erfolg zu haben, bedeutet, nicht jemand anderes zu werden oder irgendeine Rolle zu spielen. Ihre Erfahrung zeigt, dass gerade sensible und sehr reflektierte Menschen glauben, sie müssten härter auftreten, dominanter sein oder sich an die Gesellschaft anpassen, um im Job oder auch im eigenen Business wirklich wahrgenommen zu werden. Dabei liegt ihre eigentliche Stärke genau dort. wo sie die meisten Zweifel haben. genau diesen einen Weg zu erkennen, mit all den Werten und Zielen ergibt dann vollautomatisch eine natürliche Stärke. In ihrem Buch spricht sie auch genau darüber, wie wir aufhören, uns ständig zu vergleichen oder aufzuspielen und anzufangen, auf unsere eigene Art erfolgreich und erfüllt zu sein. und wenn auch du manchmal das Gefühl hast, Du müsstest anders sein dich verbiegen für die anderen, um wirklich erfolgreich zu werden. dann ist diese Folge genau für dich. Herzlich Willkommen. Jenna Van Houten.

Jenna van Hauten: Hallo, Liebe Karolin. Hallo, Liebe, Zuhörer und Zuhörerinnen. Schön, dass Ihr alle da seid. Schön hier zu sein.

Carolin Zimprich: Sich für andere zu verbiegen, ist ein Thema, was dich ja wirklich von Kopf bis Fuß begeistert. Wie hat dich dieses Thema erreicht. Wie bist du darauf gestoßen? Warum hat es dich so in den Bann gezogen?

Jenna van Hauten: die tatsächlich schon ganz ganz früh. Als ich 12 Jahre alt war. haben meine Eltern habe ich mitbekommen, wie meine Eltern sich total begeistert über ein Buch unterhalten haben. Das hieß einfach typisch. und da ging es um verschiedene Persönlichkeitsmerkmale oder verschiedene Persönlichkeitstypen. und Sie haben so diese Quintessenz für sich bemerkt. Naja, jeder ist ja unterschiedlich, aber das ist ja nicht besser oder schlechter. Also, wir 2 sind zwar in dem Fall jetzt meine Eltern als paar unterschiedlich. aber dass es für denjenigen, ja jeweils sinnvoll, wie er ist. auch wenn der Mann es selber nicht verstehen kann. und ich glaube, das war für mich so Der Anfang. Ich habe mir dieses Buch verrückter weiß ich weiß gar nicht, wie geschnappt, und ich habe das gelesen mit 12. Seither hat mich das irgendwie begleitet. Dieser Gedanke, Wir sind alle unterschiedlich, aber es gibt da kein besser und schlechter. und wir also gerade auch in Beziehungen, haben wir das ja ganz oft. Wir sprechen den anderen an mit, aber man muss doch. Aber woher kommt dieses Man-muss? Ja, Für mich ist das vielleicht so. Ich muss die Dinge auf eine bestimmte Art und Weise machen, damit Sie für mich vielleicht gut funktionieren, aber für jemand anders kann es komplett anders sein. und naja, wie die Dinge so wollen, habe ich mittlerweile selbst einen Persönlichkeitstest entwickelt, begleite meine Kunden seit Jahren mit Persönlichkeitstests und habe dabei festgestellt, was für einen krassen Unterschied es in so vielen Lebensbereichen macht, für sich selbst zu verstehen. Hey, ich bin gut. Ich bin wunderbar, genauso wie ich bin. Ich darf anders sein wie alle anderen. Wir sind ja alle irgendwie anders. und wenn ich anfange, diese Einzigartigkeit selber zu sehen und wertzuschätzen, weil ja die Eigenschaften, die andere haben, sind auch cool. und wenn ich die nicht habe, dann kann ich natürlich sagen. schade, das hätte ich auch gerne. Aber wenn ich das nicht habe, dann habe ich ja das Gegenteil. und das Gegenteil ist auch cool. und wenn man anfangen kann, so diese Perspektive da drauf. Also, das schafft so viel Freiheit und es bereichert unsere Gesellschaft, es bereichert unsere Teams und es bringt einen selbst in den Flow definitiv.

Carolin Zimprich: Auf jeden Fall, da steckt ganz ganz ganz viel drin. Hast du eine Ahnung, wie deine Eltern zu diesem Buch gekommen sind, warum sie angefangen haben, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Jenna van Hauten: Haben immer schon sich sehr bewusst mit Beziehungen auseinandergesetzt. Also, die haben tatsächlich von sich zum ersten Mal kennengelernt, bis geheiratet war. Nicht mal ein Jahr. Die haben sich im Januar kennengelernt. Im Dezember waren sie verheiratet, die waren im Juni, glaube ich dann zusammen. Nochmal. und ich glaube, für die war immer klar, oder das haben Sie immer gesagt. So, Liebe ist auch eine Entscheidung für Sie, war immer klar, das Beste aus dieser Beziehung zu machen, und sie haben sich sehr bewusst immer mit Beziehungen auseinandergesetzt, sind, auch regelmäßig auf Wochenenden Gefahren haben sich sehr bewusst auch immer Zeit als Paar genommen, und ich glaube, in diesem Zuge haben sie sich eben auch damit auseinandergesetzt sind, auch zu Vorträgen zu Seminaren gegangen als paar zu den ganz wenigen Paaren, die jetzt nach 40 Jahren fast 40 Jahren immer noch glücklich verheiratet sind.

Carolin Zimprich: Das ist doch mal total schön zu hören. und ja, ich glaube, es gibt ja nicht mehr ganz so viele Beziehungen, die einfach über einen so langen Zeitraum einfach Bestand haben. und glaubst du, dass da für ganz viele da draußen der Ursprung aber auch anfängt. Also, du hast es ja für dich recht früh mitbekommen, dass man sich damit auseinandersetzen kann. Das so wie ich einfach bin, dass das total in Ordnung ist und dass es einfach viele andere Typen von Menschen gibt. Die sind aber einfach auch so einfach total in Ordnung, wie sie einfach sind. und nur weil der eine, was besser kann als ich bin ich ja nicht doof, sondern dafür kann ich wahrscheinlich Sachen einfach besser, die der andere nicht kann und das einfach zu sehen. Glaubst du, dass ja für viele der Ursprung einfach auch darin liegt, weil sie vielleicht auch anders aufgewachsen sind. Also weil man das einfach so bei sich zu Hause vielleicht nicht gesehen hat.

Jenna van Hauten: Das. und alle Infos ziehen wir daraus ja aus unserem Umfeld, so wie reagieren mein direktes Umfeld auf mich, und Wir können immer nur mein Beispiel dafür ist durch die Brille durchschauen, die wir selber ja auch haben. und unsere Persönlichkeit, unsere Werte, unsere eigenen Erfahrungen sind ja wie eine Brille, mit der ich die Informationen wahrnehme im Außen, weil wir können ja gar nicht alle Informationen wahrnehmen, die wir im außen so haben. Das würde unser Gehirn völlig überfordern. Also filtern wir raus, was zu unseren bisherigen Erfahrungen zu unseren bisherigen Werten zu unseren Überzeugungen über das Leben und über uns selbst passt. und das kann sowohl sein. Ich habe erlebt, Ich bin gut so wie ich bin, und dann nehme ich alles so wahr, was dazu passt, oder halt auch umgekehrt. Ich bin zu laut, Ich bin zu leise. Ich bin zu was wir halt so im Laufe unseres Aufwachsens ganz häufig schon gehört haben, und das finde ich krass, was das ausmacht. gerade auch, womit wir schon aufgewachsen sind, was andere uns zugeschrieben haben, wie wir seien. und wir haben ja keine andere Möglichkeit, als das erst mal so anzunehmen, weil ich meine, erst mal sind es unsere Eltern oder dann vielleicht die Lehrer? Wenn der Lehrer sagt, Mathe ist nichts für dich. Ja, dann? Woher soll ich wissen, oder mir selber rausnehmen zu sagen: Ja, Nee, ich glaube aber schon, dass ich das. Also, meine Noten zeigen es zwar bisher nicht, aber ich glaube schon, dass man das lernen kann. und dann laufen wir halt mit allen möglichen ja Beschreibungen über uns selbst rum und bauen uns aus denen so unser eigenes Selbstkonzept, unser Selbstbild, So was, glaube ich und Das ist ja, was Identität nachher ausmacht. Das glaube ich, was mich als Mensch ausmacht. wer ich bin, und wir können das nicht anders als uns mit unserem. Das Maximale noch was wir selber können, ist, uns mit unserem Umfeld zu vergleichen. Aber das tun wir auch wieder durch unsere eigene Brille.

Carolin Zimprich: Ich finde den Vergleich mit dem Lehrer bzw. das Beispiel. Das finde ich einfach total gut und wichtig. Ich glaube, dass ganz ganz vielen da draußen überhaupt gar nicht bewusst ist. welche Verantwortung sie tragen, wenn sie in irgendeiner Art und Weise Menschen dabei unterstützen, zuwachsen, in welcher Lebenslage auch immer, dass die Worte, die wir benutzen, so unwahrscheinlich, krass prägend sein können.

Jenna van Hauten: Ja. und wenn man damit anfängt, sich also gerade auch als Eltern oder so zu beschäftigen, Du kannst natürlich überhaupt nicht alles richtig machen, weil wir natürlich unbewusst immer auch unsere eigenen Prägungen weitergeben. Wie also ist das nächste? Wie muss Arbeit sein? Muss man sich immer anstrengen, muss Arbeit immer hart sein, so wie es ursprünglich ja in unserer deutschen Sprache verankert ist. Arbeit kommt von Mühsal und all das lernen wir, gucken wir uns bei unserem Umfeld ab, und das ist ja. Aber das Coole. was ich finde, dass sich da so viel im Moment auch aufbricht, dass immer mehr Menschen anfangen, genau sowas zu hinterfragen. Muss es denn wirklich so sein? und Das ist für mich irgendwie, glaube ich. So eine Kernfrage, die mich immer beschäftigen muss es wirklich so sein? Muss man das denn, oder kann ich das nicht anders wollen. Geht es nicht auch anders? Ich meine, Scale und Flow ist ja genau diese Grundfrage, oder die habe ich mir in meiner Arbeit damals. Ich ich denke mir, Okay, das ist jetzt Also, Arbeit. Darauf haben wir die ganze Zeit hingearbeitet. Ich weiß nicht so recht, das will ich so nicht akzeptieren. Das muss irgendwie anders gehen. Ich weiß noch nicht wie, aber so nicht, das mache ich nicht bis zur Rente. Dafür ist meine Lebenszeit zu schade. Ich muss rausfinden, wie Arbeiten auch anders gehen kann. und dann habe ich mich auf den Weg gemacht. Also diese Grundfrage, glaube ich, die tut ganz gut, immer mal wieder zu fragen. so wie es gerade ist, will ich es so eigentlich haben, weil wir ganz oft oder auch in Gesprächen, naja, das gehört halt dazu. Wenn man viel Geld verdienen will, dann hat man halt auch viel Arbeit, und dafür bin ich auch bereit, das in Kauf zu nehmen. Wenn man halt Familie will, ist ja klar, dass man keine Karriere machen kann oder sich nicht mehr weiterentwickeln kann. Weil das gehört halt zusammen. Wenn ich im sozialen Bereich arbeiten möchte oder Menschen helfen möchte, dann ist das und ganz oft geht es anders. Meistens geht es anders. Wir trauen uns oft nur nicht, diese Frage zu stellen. Aber wie will ich es eigentlich haben? Will ich es auch so haben, und wenn es anders möglich wäre. Wie würde ich es denn dann haben wollen?

Carolin Zimprich: ja, eine total schöne Frage. Die habe ich gestern noch jemandem am Telefon gestellt und auch gesagt, so was von all dem, was du einfach hast. Was darf es denn dann davon sein? und was darf vielleicht auch davon gehen? Ich mag aber nochmal auf diesen schönen Leitspruch draufgehen. Dieses Woanders ist das Gras auch nicht grüner? Ja. Doch auf jeden Fall. Also fahr mal bitte in heißen Sommermonaten, irgendwo Richtung Meer. Guck dich mal um. Also da wirst du von grünem Gras nicht besonders viel sehen. und wenn du dich dann irgendwie hochmachst auf den Norden, wo es wahrscheinlich ganz viel geregnet hat. und so da wirst du nochmal ganz völlig andere Wesen sehen. Aber natürlich natürlich ist.

Jenna van Hauten: Das. Aber das ist halt nicht für alle so. und das ist das Problem. Mein Buch startet mit dem Kapitel. Es ist nicht und nicht in Klammer. Es ist nicht normal, unzufrieden zu sein im Job. weil es ist natürlich normal, wenn wir normal berechnen über die Statistik, weil mehr als die Hälfte der Deutschen sind unzufrieden in ihrem Job.

Carolin Zimprich: Ist krass.

Jenna van Hauten: Die oder sogar fast 80% der Menschen, die sagen, sie können sich eigentlich mit Ihrem Job nicht wirklich identifizieren. und dann ist es natürlich normal, wenn ich mich umgucke und frage wie geht’s Dir Arbeit, halt Montag, und alle sagen selbstverständlich, weil Arbeit ist halt. So ist Arbeit halt. Ja, es ist normal, sich zur Arbeit zu schleppen. Es ist normal, sich durchzubeißen. Es ist normal, sich krank zu arbeiten, Rückenschmerzen, Burnout. All das ist normal, wenn wir es statistisch betrachten. Aber es muss halt nicht so sein. Nur weil es so ist. Heißt es ja nicht, dass es nicht auch andere Wege gibt, die genauso normal sein könnten und die nichts damit zu tun haben, dass es nur irgendwie 13% der Jobs gäbe, in denen man glücklich werden kann, oder dass nur 13% der Menschen die absolute Mega-überflieger sind oder ein krasses Talent haben, einen Job finden könnten, indem sie wirklich glücklich sein könnten, sondern und das ist das, wenn du unzufrieden bist, ist der Grund, dass es nicht zu deiner Persönlichkeit passt. dass Teile deines Jobs nicht zu deiner Persönlichkeit passen und damit nicht zu deinen größten Stärken. und das ist auch was ganz viele dann spüren. So, eigentlich steckt da doch mehr in mir. Irgendwie habe ich doch gedacht, Das Gefühl hatte ich ja Damals auch. Irgendwie habe ich doch gedacht, ich kann mehr, da steckt mehr in mir. und dann erleben wir im Alltag. Aber ich krieg hier überhaupt nichts auf die Straße, irgendwie kriege Ich merken aber gar nicht, dass es nicht an unserer Kompetenz liegt, sondern dass die Passung Halt nicht stimmt wie so Zahnräder. Wenn ich Halt Zahnräder ineinander habe, Jetzt bin ich keine Ingenieurin aber zu in Bewegung zu bringen. und dann haben wir genau dieses Gefühl. Ich ecke an. Ich Pass nicht richtig rein. Ich bin zu viel. Ich bin zu wenig. Ich brauche so viel Kraft, Vielleicht gibt es Reibung Konflikte, es bricht was ab. und dann erlebe ich zwar ich krieg hier irgendwie gar nicht so viel gewuppt, und gerade du hast es im Intro Ja auch angesprochen. Sehr Reflektierte Menschen beziehen das erst mal auf sich. Vielleicht muss ich mich irgendwie mehr anpassen. Vielleicht muss ich irgendwie anders werden, damit ich diesen Job und dann haben wir idealerweise ja im Job lauter Leute, die wunderbar in diesen Job reinpassen, das falscher Job irgendwas im Job passt. Nicht die Strukturen passen nicht. Die Herangehensweisen passen nicht, die Werte passen nicht, die Ziele passen nicht zu meinen eigenen. Irgendwas passt nicht zur eigenen Persönlichkeit, und die eigenen Stärken sind. Aber da die brauchen, halt das passende Zahnrad dazu, sozusagen genau das passende Gegenstück zu den Stärken, die wir selber, die du selber am besten kannst. und dann passiert genau das, dass wir in den Flow kommen, dass sich die Zahnräder gegenseitig Energie geben und dieses Gefühl kennen wir alle, auch manche mehr aus der Arbeit, manche weniger aus der Arbeit, aber sonst von irgendwo anders, dass du, was gemacht hast und denkst. So, Ja, das war jetzt irgendwie anstrengend. Ich bin müde, aber ich bin auch so richtig glücklich. Eine Kollegin von mir, Kristina. Gautier hat Burnout-forschung gemacht. und die nennt dieses Konzept. Joyfully Exorted. Also dieses glücklich erfüllt erschöpft zu sein und dieses Gefühl am Abend. Das heißt ja meine Arbeit, Ja, ich gebe da Energie rein, aber die gibt mir gleichzeitig auch wieder Energie So, und das ist ja dann das Spannende, Welche Art von Arbeit die muss Arbeit sein. Welche Zutaten braucht Arbeit? Welche Stellschrauben haben wir damit Arbeit mir mehr Energie zurückgibt als ich reingebe. und dann bin ich nämlich am nächsten Morgen wieder begeistert. Dann bin ich am nächsten Morgen wieder motiviert. auch die Sachen zu machen, die vielleicht erst mal, ich weiß nicht so genau irgendwie machen will, aber dann habe ich eben meine eigenen Stellschrauben gefunden.

Carolin Zimprich: Da bist du ja für dich selber, ja eigentlich ein total schönes Vorzeigebeispiel, und gleichzeitig darf man natürlich vielleicht auch erwähnen. Es geht ja nicht darum, immer nur zu sagen: Hey, wenn ich im Job unzufrieden bin, mach dich selbstständig mache Dein eigenes Ding ist natürlich die total super kreative Art und Weise, dann davon, wirklich losgelöst von allen anderen Spielregeln da draußen, so sein eigenes Ding wirklich nach vorne zu bringen. Aber das kann man ja auch mit jedem anderen Job da draußen genauso tun. und man darf ja vielleicht auch verstehen, dass Job ja nicht heißt. Nur weiß ich nicht. Wir nehmen mal als Beispiel. Ich arbeite in der Bäckerei und Merke, da bin ich einfach irgendwie voll der Bremsklotz und komme da irgendwie nicht so klar. Deswegen heißt es ja nicht, Jetzt muss ich irgendwie von der Bäckerei zum Friseur gehen. sondern es ist ja vielleicht einfach nur das falsche Team, in dem ich mich bewege, oder.

Jenna van Hauten: genau. Es gibt ganz ganz viele Aspekte. Also erstens: Selbstständigkeit ist gar nicht für jeden, was Ja, wir haben die Freiheit, uns ganz viel so zu gestalten, wie wir es wollen, Aber ein paar Sachen sind definitiv, ich bin selbstständig. Also, ich bin selbst eigenverantwortlich für alles, was ich tue, und das will nicht jeder. Freiheit bringt ganz viel Freiheit, aber bringt auch ganz viel Verantwortung. und nicht jeder will das. Nicht Jeder geht in dieser grünen Wiese, sozusagen auf, sondern viele, brauchen es auch anders. und das ist wunderbar. Also, das ist so ein bisschen der einzige Teil, wo ich sagen würde. Okay, Zudem braucht man ein bisschen an Dem braucht man Freude. wenn man in die Selbstständigkeit gehen möchte. Ansonsten, in der Anstellung gibt es unfassbar viele Möglichkeiten. Wir haben so viele verschiedene Arbeitgebertypen, Branchen, die total unterschiedlich funktionieren. Das ist ein Riesenunterschied. Bin ich bei einem Softwareunternehmen. oder bin ich in der Pharmaindustrie? Bin Ich in der Produktion für Metallteile, Automobilzulieferer komplett. Andere Branche, komplett. Andere Strukturen, Entscheidungsstrukturen, Unternehmenskultur, Führungskultur. Arbeitgebertypen arbeite ich Bei einem Verein arbeite ich bei einer Stiftung arbeite ich. Bei einem großen Konzern arbeite ich in einem Startup komplett unterschiedlich und alles ist Anstellung. Das heißt, wir dürfen viel tiefer hingucken. Es geht nicht. Verkaufe ich Brötchen, oder bin ich beim Friseur? Bin ich im sozialen Bereich in Anführungszeichen, oder mache ich was mit It kommt. Also, die im Buch habe ich auch 7 Aspekte eines Jobs, die ausmachen, ob der nachher zu mir passt. und fachlich ist es halt einer davon. Aber was ich erlebe ist: Leute gehen nicht oder sind nicht unzufrieden, eigentlich wegen der fachlichen Themen, sondern meistens wegen der Strukturen wegen der Kultur, weil die Werte nicht passen, weil das Zusammenarbeiten mit den Menschen nicht so ist, wie ich es eigentlich haben möchte. Das wird massiv unterschätzt, gerade auch, was zum Beispiel Strukturen ausmachen, wie einen Strukturen ausbremsen können, wenn die nicht zu einem passen. So, wenn jemand viel Freiraum und Gestaltungsspielraum braucht, und er arbeitet aber in einem Unternehmen mit total engen Strukturen, oder hat sich selbst seine Selbstständigkeit so aufgebaut mit total engen Strukturen, dann werden wir das als Hamsterrad empfinden, dann engt uns das ein und wir können irgendwie gar nicht unsere Pairs auf die Straße bringen. Uns liegt nur an der Art, wie wir uns strukturiert haben, weil wir vielleicht glauben, aber man muss immer alles gut geplant haben. und man braucht ein Kanbanboard. und man braucht dies, und das sonst ist man ja nicht erfolgreich. sonst kann man nicht irgendwie gut ans Ziel kommen. Ja, doch andere brauchen ganz viel Freiraum, brauchen ganz viel Gestaltungsspielraum und gehen dann genau zur Höchstform auf. und das muss man über sich selber wissen. und ich sage wirklich selten, muss Aber ja, ich finde schon, man muss das über sich selber wissen, weil das ist der Kompass, den man halt immer wieder rausholen kann, um zu gucken. Okay, an welcher Stelle kann ich jetzt gerade was schrauben oder was verändern damit ich wieder in den Flow komme? Was genau bremst mich hier eigentlich aus, Weil das ist nicht meistens also, es ist nicht unbedingt der komplette Job, und ich muss mein komplettes Thema ändern. Webdesignerin Mega erfolgreich im ersten Jahr sofort erfolgreich geworden und dann hat sie gemeint? Ja, aber ich spüre diese Begeisterung nicht mehr. Vielleicht brauche ich ein anderes Thema. Vielleicht muss ich alles irgendwie schweren Herzens einstampfen. und nochmal von vorne anfangen und mit der Frage kam Sie und dann haben wir angefangen, Ihre Persönlichkeit anzugucken zu gucken. Okay, Welche Art von Strukturen brauchst du eigentlich? Wie kannst du in deinem Alltag eigentlich am besten aufgehen und in deinen Aufgaben aufgehen. und sie hat angefangen, das zu verändern. und dann hat sie mir nach ein paar Monaten geschrieben. Jenna. ich habe mein Business nicht eingestampft. Ich habe das gleiche Thema, weil das Thema war: nie das Problem, es waren die Zusammenarbeitsmodelle, und die haben wir verändert.

Carolin Zimprich: Es sind manchmal einfach so total kleine Stellschrauben, die einfach einen unwahrscheinlich krassen, impact nach draußen haben. Lass uns nochmal zurückkommen zu Jenner in diesem Großraumbüro, die plötzlich gemerkt hat, alte Scheiße, So habe ich das mir irgendwie mal so gar nicht vorgestellt. Das mache ich auf gar keinen Fall so weiter bis zur Rente. Du warst da. 2 Jahre. Habe ich das gerade richtig verstanden? und so, von Tag 1 bis zum letzten Tag, nach diesen 2 Jahren, Mit welchen Gefühlen Gedanken bist du da Morgens hin warst du quasi am Tag über vor Ort und bist später wieder nach Hause. Also war das am Anfang schon, sodass du irgendwie nach ein paar Wochen dachtest, so irgendwas knirscht hier im Getriebe, Oder wurde das erst nach einer Zeit bewusst.

Jenna van Hauten: War am Anfang gar nicht so. Ich habe Psychologie studiert, Masse in Psychologie gemacht und bin dann als Quereinsteigerin in die It gegangen als Datenanalystin. und am Anfang fand ich das Mega spannend hat mir total Spaß gemacht. Ich bin da ich meine als Psychologin in die It zu gehen, kann ich sagen: wir lernen halt nichts darüber, wie Konzerne funktionieren. Also ich habe unfassbar viel Neues gelernt. ich morgens nochmal ein bisschen Snoop noch ein bisschen später. Wir haben ja Gleitzeit, Ob ich jetzt um 8 und halb 9 oder um 9 da bin, kommt es ja auch nicht drauf an, im Laufe des Tages immer mal wieder auf die Uhr, doch noch 4 h. Also, ich habe einfach gemerkt, dass so eine. ich. das hat mir irgendwie nicht mehr so viel gegeben. und dann habe ich mich gefragt: Naja, Okay, ist das Halt Arbeit bin ich jetzt sozusagen angekommen, so der die Anfangsbegeisterung ist jetzt vorbei, und jetzt bin ich sozusagen im echten Arbeitsalltag angekommen, dann ist das vielleicht halt einfach normal. und ich habe in dem Moment aber tatsächlich noch nicht über einen Jobwechsel nachgedacht, sondern mir ist nur aufgefallen. So, Boah. Weiß nicht, ob ich das noch für immer machen möchte oder wie lang ich mich hier noch sehe, aber gleichzeitig auch so gar keinen Plan gehabt, was stattdessen auch gar nicht. Woran liegt das eigentlich genau? Weil am Anfang hat es mir ja Spaß gemacht. Kann ja irgendwie nicht alles falsch sein. Das Team war cool. Ich wurde Mega schnell weiterentwickelt. Also ich war auch gut in dem, was ich da gemacht habe, So falsch kann es ja auch irgendwie nicht sein. und ich wurde dann angesprochen von einem Kollegen für einen internen Wechsel, dass da eine Stelle in einem anderen Team ausgeschrieben ist, ob ich mir das nicht mal angucken wollen würde. Das könnte was Cooles sein. und ich dachte noch verrückt im Rückblick, Na, warum soll ich mir das an? Eigentlich will? Ich? Ja, Also, ich habe ein cooles Team hier. Warum sollte ich denn wechseln wollen? Aber na gut, was soll schiefgehen? Ich kann ja wenigstens mal sprechen, ist ja noch kein Risiko. Dann habe ich mit dem anderen Team gesprochen. Die waren sehr interessiert. und ich dachte so im Gespräch. irgendwie, das könnte ganz cool sein. Aber ist es wirklich so schlimm? Jetzt in dem anderen muss ich wirklich wechseln. Ich und ich Es war aber halt noch nicht schlimm genug im Job vorher. und ich hab dann wirklich gesagt, Na ja, Okay. egal, ich sehe in dem Neuen ein bisschen mehr Chance. Ich mache das jetzt einfach und habe mich mit vielleicht keine Ahnung, 51% zu 49% für den internen Wechsel entschieden. und dann kam ja der vermeintliche Super-gau. Ich wurde sehr schnell schwanger. Ich musste meinem neuen Chef bevor ich gekommen bin sagen, dass ich übrigens nur 4 Monate da bin, bevor ich in Mutterschutz gehe, also so eigentlich der komplett alles vermeintlich schiefgegangen und Ich war heilfroh, dass ich diese Entscheidung getroffen habe, und im Rückblick denke ich mir wie verrückt, weil ich weiß, so viele sind genau in diesem Strudel und haben nicht den Mut dazu zu wechseln. Im Nachhinein habe ich den gleichen Job gemacht. Ich habe immer noch als Analystin gearbeitet. aber in einem anderen Bereich. und der Bereich hatte andere Strukturen. Der hat durch die Themen, die wir gemacht haben. Ich war dann im Sales, ist er einfach ein bisschen kurzlebiger von den Projekten gewesen. Da war mehr Abwechslung drin. Da war ein bisschen eine andere Energie. Wir waren näher am Marketing, da waren einfach ein bisschen andere Strukturen in den Projekten drin. Das hat für mich einen kompletten Unterschied gemacht von den Aufgaben. und rückblickend, wo ich jetzt meine eigene Persönlichkeit, meine Stärken. und als ich dann nach meinem zweiten Kind in Elternzeit war aber ich und und an denen kann ich mich immer orientieren, zu gucken. Okay, was genau passt im Moment? Noch passt das noch zu meinen grundsätzlichen Zielen im Leben passt das noch zu meinen Werten eigentlich? Manchmal haben wir da auch Konflikte. Das und dann kann man da nachjustieren, und das finde ich ja. Das war dann der Gamechanger.

Carolin Zimprich: Sich. dass man sich vermeintlich sicher fühlt. Wenn man sagt, na, hier weiß ich, was ich habe und sich dann die Frage stellt: Ist das Gras woanders? Wirklich grüner? Oder bleibe ich nicht besser auf dem Trampelpfad, auf dem ich gerade bin als du für dich. Aber dann die Idee hattest zu sagen. So, Also, ich gehe nicht wieder nach den Kids. Ich gehe nicht wieder wirklich zurück. Was waren die Gedanken, waren die Gedanken für dich da, Dieses, Ich kriege das vom Zeitmanagement einfach total schwer hin. Also, Weil wie kann ich einen halben oder einen kompletten Tag unterwegs sein und gleichzeitig irgendwie zu Hause ein cooles Familienleben zu haben. Oder aber war für dich der Gedanke schon da mit dem, was du dich heute oder wo du heute einfach extrem gerne hinguckst, zu sagen. Nein, ich möchte den Menschen einfach genau diese Möglichkeit geben, da hinzugucken, um zu verstehen. nur weil wir das schon immer so gemacht haben, ist das auf gar keinen Fall Die Lösung, die man sich als erstes angucken sollte.

Jenna van Hauten: Die Im. So bin ich ja auch in die It gekommen. Ich habe gedacht, Naja, Okay, meine Güte, was habe ich zu verlieren, Wenn es nichts ist mit der Datenanalyse, dann gehe ich halt nach 2, 3 Jahren mache was anderes, Dann hat es mir aber mehr Spaß gemacht, als ich gedacht hätte. und dann bin ich geblieben. Na dann nochmal mit dem internen Wechsel, und dann hat es schon einerseits ganz gut gepasst. Also, es gab ein paar Aspekte, oder? Ich nenne es gerne Zutaten, wie bei so einem Smoothie, ein paar Zutaten. Die haben ganz gut geschmeckt. Wir haben, und da habe ich irgendwann gemerkt, ich bin nicht sicher, ob ich das da alles für mich rausholen kann, was ich für mich brauche, mich hier wirklich voll einbringen zu können, weil wir dann auch mit Teilzeitmodellen ich wollte Richtung Führung gehen. irgendwann an die Grenzen der Konzernkultur gekommen wären. und parallel habe ich schon während des Studiums eine systemische Therapieausbildung gemacht, ursprünglich noch mit dem Gedanken, da bin ich breit aufgestellt. Wenn ich mal Richtung Unternehmensberatung gehe oder so weiter, da versteht man viel darüber. Da lernt man ganz viel darüber. Aber weil natürlich ein Teil von mir wusste, reine It wird es wohl nicht sein. So irgendwas mit Menschen wird schon gut. Ich habe dann versucht, Richtung Führung oder Richtung Projektmanagement ist es die Art von Mensch auf die Art zusammen. aber auf diesem Weg entstand. So der Gedanke. Vielleicht ist es doch, was näher an den Menschen näher an der tatsächlichen Entwicklung, näher an der wirklichen Arbeit mit dem Menschen und dem, was den Menschen wirklich begeistert, weil, was mich an meiner Arbeit begeistert hat, ist eigentlich die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen und die It-themen. Die waren dann irgendwie, naja, die waren irgendwie mit dabei. aber die war nicht das, was mich daran wirklich interessiert hat, und so hat sich das entwickelt, dass ich angefragt wurde für einen Vortrag. Die haben mir dann gesagt: Naja, das wäre ganz praktisch, wenn ich so eine Webseite hätte. Jetzt habe ich ja mit einem Hosting-unternehmen gearbeitet, das heißt, ich konnte mir sehr schnell eine Webseite bauen, auch als Nichtler. und wenn ich Visitenkarten hätte, und dann habe ich gedacht, naja, dann mache ich das doch mal vielleicht so als Nebenberuf. So, vielleicht kann ja auch für viele eine coole Möglichkeit sein. Ich habe einen Hauptberuf und ich habe einen Nebenberuf, und ich packe mir so sozusagen alle Zutaten, die ich in meinem Leben und in meinem Arbeiten. So brauche zusammen in meinen Alltag. und da kam aber nicht so viel. Nur eine Webseite allein. Ich glaube, viele der Zuhörer, wissen das allein. Die Webseite bringt nicht die Kundenmassen, aber ich habe gemerkt, Irgendwie könnte mir das schon Spaß machen. und dann stieß ich 2.019 auf diese Onlinewelt und über ein Webinar man kann online selbstständig sein. Man kann Online-coachings anbieten, Man kann Online-werbung machen. und da dachte ich krass, wenn das möglich wäre, dass ich selbstständig arbeite, von zu Hause aus. Das mache wo ich im Moment sehe, dass es mir richtig Spaß machen könnte. mich da innerlich persönlich total drin austoben und weiterentwickeln kann und gleichzeitig zeitlich flexibel bin, dass ich nachmittags zu Hause sein kann. Dass ich das so gestalten kann, wie es zeitlich in unseren Familienalltag passt, dass ich für meine Kinder da sein kann. Das wäre ja der Oberknaller. und dann fing ich an, zuerst in der Studierendenberatung, in der ich ehrenamtlich gearbeitet habe, mich da online auszuprobieren, weil ich da ein klareres Thema hatte, weil ich genau wusste, Prokrastination ist mein Thema. Das beschäftigt alle Studenten. und dann habe ich das ein halbes Jahr lang ausprobiert. Um für mich selber zu merken, macht mir das eigentlich? Spaß? Kann ich da dranbleiben? Wie ist es in so eine Kamera reinzureden und habe dann die ersten Online-workshops gehalten, mit Bügelbrett und spielen und oben drauf, der Laptop selbstgebauten Konstruktionen. und nach einem halben Jahr haben mein Mann und ich gesagt: also wenn du da eh schon so viel Energie reinsteckst. Warum machst du das nicht in deine Selbstständigkeit? Das könnte doch eine coole Möglichkeit sein. Ja, und so startete ich in die Selbstständigkeit. und als ich dann wieder schwanger war, haben wir gesagt: Okay. die Elternzeit jetzt zu nutzen, zu gucken, Da hatte ich ja tatsächlich einen sehr komfortablen Start. und dann gucken wir, was draus wird, naja, und dann habe ich nach einem Jahr meinem Chef schon gesagt, ich werde wohl nicht zurückkommen.

Carolin Zimprich: Ja. und so wurde aus einer vermeintlich nicht so grünen Wiese. Eine richtig coole Spielwiese wie ich so das ein oder andere Gespräch vorher, was wir ja schon mal geführt haben, Jenny einfach mitbekommen haben, dass einfach mit der Zeit die Strukturen im Hintergrund gewachsen sind. Klar, Themen verdichten sich. Man macht sich, Du hast ja vorhin schon gesagt. So dieses. Okay, Ich habe gemerkt durch eine Webseite finde ich keine Kunden. Ganz genau. Also das passiert halt so nicht. Also, man kann mal einen Glückstreffer landen, aber das ist einfach echt schwer. Man darf sich natürlich mit Themen wie Marketing und Kurs auseinandersetzen, was genau führt dazu, dass Kunden zu einem selber kommen, und auf der anderen Seite darf man dann natürlich auch gucken, Okay, wenn das jetzt plötzlich mehr Kunden werden, wie kriege ich das im Hintergrund auch verarbeitet. Also, wie kann ich sicherstellen, dass die Kunden, die kommen, das auch ziemlich cool finden und nicht nach einer Zeit sagen: Ja, der Anfang war toll. und dann hatte keiner irgendwie mehr Zeit, weil weiß, ich nicht zu viel Volumen im Hintergrund, und dann habe ich mich nicht mehr gut betreut gefühlt. Also dann kommen ja neue Probleme dazu. Am Anfang wünschen sich alle erst mal so die ersten paar Kunden und sind die ersten paar mehr Kunden da. Dann hat man völlig andere Baustellen. Ja, und bei dir hat es sich ja so entwickelt, dass Du dann mit der Zeit festgestellt hast, Ich kriege das alleine wirklich gar nicht mehr gewoppt. Das ist auch gut, dass ich das alleine nicht mehr bekomme. Jetzt darf ich mir wirklich darum Gedanken machen, ob ich mir ein Team baue.

Jenna van Hauten: Ja. wie ich es gesagt habe, immer wieder weiter wachsen, Wachstum einer meiner größten Werte weiter, lernen, weiter wachsen und dann immer wieder gucken. Okay, da, wo ich eigentlich hin will. wie komme ich denn da hin? und bei mir war es auch so ein schrittweiser Prozess. Für mich ist ein bisschen so wie beim Bergsteigen. So, man sieht erst mal den ersten Gipfel, und wenn man da oben ist, dann sieht man so krass da hinten gibt es ja vielleicht noch was anderes. und ich glaube, das kennen ganz viele Unternehmer auch viele auch grundsätzlich vom Leben. So wie ich mich weiterentwickle, stelle ich auch fest, es können ja noch andere Sachen möglich sein, die ich mir vorher gar nicht zu träumen gedacht hätte, dass das möglich sein könnte. Ich hätte vor 7 Jahren nicht gedacht, dass ich mal 2 Festangestellte habe einen Freelancer, dass ich ich. wie will ich das Eigentlich will ich eine Selbstständigkeit. Also ist mein Ziel: Wie soll mein Arbeitsalltag eigentlich sein, sehe ich mich mit ein paar Kunden ganz nett, sozusagen Coachings zu machen, vormittags oder da auch wahrscheinlich ganz gut durchgetaktet, dann zu sein. und dann oder will ich ein Unternehmen aufbauen, Was ist eigentlich meine Vision? Da sind wir auch wieder bei den werten. Warum mache ich das Ganze eigentlich? und da kamen für mich dann ganz viele Sachen zusammen, weswegen ich auch das Buch geschrieben habe, weswegen mein Herz so sehr dafür brennt, aus 2 Sachen, aber eigentlich nur aus einer Sache, weil so viele Menschen durch die Welt laufen und glauben, sie wären nicht gut genug und keinen Zugang dazu finden, eine andere Perspektive da drauf zu bekommen, weil sie versuchen, Wir vergleichen uns mit anderen Menschen. Wir gucken in unserem Job und da kriege ich irgendwie auch nicht die Ps auf die Straße und im Vergleich zu den anderen, Die machen das auch alle viel besser als ich. und dann glaube ich, ich wäre nicht gut genug und ganz viele Probleme ein für eine gesundheitlich-gesellschaftliche Perspektive hat, und gleichzeitig weiß ich, es ist so einfach. Also das Konzept. Die Methode, die ich habe, ist so simpel, dass Menschen sagen, wenn ich das erkläre. warum komme ich da nicht selber drauf. Weil wir das so nicht gelernt haben, weil wir so tief geprägt sind, und deswegen war für mich klar: Nein, Das ist ein Thema, wo sich in unserer Gesellschaft was verändern muss. Das muss Allgemeinbildung sein. Kinder müssen in der Schule lernen, dass es unterschiedliche Jobs gibt, und die sind nicht einfach besser oder schlechter, sondern die sind vielleicht besser oder schlechter für mich, weil zu dem, was zu mir passt. und wenn Menschen in ihrem Job unzufrieden sind, dann müssen sie wissen, dass es was anderes gibt, was besser passt, weil Es gibt für jeden den passenden Job, und es ist ein einfaches Handwerkszeug, wenn ich über meine eigene Persönlichkeit Bescheid weiß, meine Stärken kenne. Es ist so simpel. dann zu gucken, was sind dann die passenden Aufgaben für mich, in denen ich auch aufgehen kann, und das ist Ja, einerseits löst das Job-thema, das löst aber auch ganz viele. Wir hatten es am Anfang Beziehungsthemen. Das löst ganz viele Teamzusammenarbeit, Das löst ganz viele Themen innerhalb von Familien, wie wir miteinander umgehen. gesellschaftlich wie wir miteinander umgehen zu sehen. Es ist jeder. Jeder bringt so coole Sachen mit. und es sind nicht nur Talente im Sinne, von jemand kann gut Fußball spielen oder kann gut singen, sondern diese Fähigkeiten, die haben wir ja alle in uns. Wir bestehen ja alle aus unterschiedlichsten Eigenschaften, und da hat nicht einer mehr Eigenschaften als ein anderer. und Wenn ich halt mehr von der einen Seite habe, dann habe ich weniger von der anderen Seite. Ich habe es ganz am Anfang mal gesagt: Je größer die Stärke auf der einen Seite, desto größer die Schwäche auf der anderen Seite. Das geht nicht anders. Jede Eigenschaft hat eine Kehrseite. Es gibt keine Eigenschaft, die nur gut ist. und es gibt auch keine Eigenschaft, die nur schlecht ist, sondern die hat immer im Hintergrund irgendeine Kompetenz, die in einer anderen Situation total wertvoll ist. Ich es gibt ein Buch, Kevin Dutton Psychopathen. Der hat eine Studie gemacht und untersucht, der hat die Psychopathen-skala sozusagen hergenommen und hat damit Topmanager und im Gefängnis Serienmörder untersucht und hat festgestellt, Topmanager Scorn höher. und er hat ein ganzes Buch, darüber geschrieben warum das so ist. Gleiche Eigenschaft Also, er hat sozusagen geguckt. Was sind die eigentlichen Eigenschaften dahinter empathieloses entscheiden sehr manipulativ sein zu können, sich absolut rational, Dinge entscheiden zu können, große Risiken eingehen zu können. Das ist in einem Wirtschaftssystem, und das kann man hinterfragen, warum das so ist oder ob das so sein muss, aber das ist in ganz vielen nützlich. und dann haben wir Topmanager, die genau das können. Die haben aber einen Weg gefunden, wie sie das sozusagen sozial akzeptiert. gesellschaftlich nützlich einbringen können. und das ist nochmal der andere Grund, weswegen ich sage, Leute auch das geht anders. Wir müssen uns nicht von Chefs anschreien lassen, und wir müssen auch nicht der Lauteste im Käfig werden, um gehört zu werden oder um was unternehmerisch bewegen zu können, sondern auch das geht anders. Wir haben aber ein System geschaffen, in dem das Werte sind, die weiter nach vorne bringen. Da können wir uns auch gesellschaftlich hinterfragen. Aber ich glaube, wir sind im richtigen Wandel da drin, dass sich da ganz viel tut und dass wir merken. Hey, Führung geht auch anders. Führung geht auch auf sehr empathische und auch auf sehr leise Art und Weise, und zwar hocheffektiv und hochproduktiv. Das widerspricht sich nicht, dass wir menschlich sind und unternehmerisch vorankommen.

Carolin Zimprich: Auf jeden Fall, da kann ich nur zustimmen und hätte auch da noch die Site Note quasi erwähnt mit. Man kann auch mit ganz viel Empathie sehr, sehr erfolgreich werden. Aber auch da würde man so sagen: Ja, Konzerne sind halt, so, die Vorstände sind halt so. Ne: Also, das sind ja auch alles irgendwie so ganz krasse Muster. So ja, eingefahrene Trampelpfade, die einfach da irgendwie immer wieder gelaufen werden. Es können natürlich viele da draußen sagen, Ja, aber dieses ganze New Age-getue und so. Ich fand das gestern in diesem Telefonat auch noch so spannend. Da habe ich auch darüber gesprochen. Ich weiß gar nicht, wann auch dieses Wörtchen Arbeit so in Verruf gekommen ist. weil ja viele sagen: ach nein, Ich hätte ganz gerne irgendwie so einen schönen Lifestyle und Work-life-balance. und so, das sind ja alles so schön inflationär genutzte Worte. wo ich auch denke, so ja, kann man machen, Aber wir können auch das ganz alte Wörtchen Arbeit doch wieder mal richtig schön salonfähig machen, weil ich zum Beispiel tue, die Dinge, die ich tue, einfach total gerne. Also, ich arbeite gerne, ich mache auch gerne vollkommen andere Dinge. Aber nichtsdestotrotz beschäftige ich mich mit meinem Thema gerne und fresse mich da rein und finde wieder neue Themen. und denke dann, ach Gott. können wir der Technik nicht mal wieder ein Schnippchen schlagen. Gucken wir mal, wer am Ende doch gewinnt, wo ich vorher schon weiß. Ich werde das Spiel auf jeden Fall gewinnen. Das ist doch eigentlich glaube ich, total wichtig, dass man auch da mal hinguckt, dass Arbeit, was Tolles ist. Das ist so, wie du zwischendurch ja schon sagtest, wenn man vollkommen erschöpft und k o abends zu Hause auf. Der Couch liegt, einfach glücklich davon ist, was man einfach gemacht hat und einfach nur feststellen darf: Ja, wenn ich einem Fisch sage, klettere man auf den Baum, dann kann das nicht funktionieren.

Jenna van Hauten: Ja und muss auch nicht. und dann hat der Fisch nichts falsch gemacht.

Carolin Zimprich: Wüste auch Scheiße finden.

Jenna van Hauten: Das ich eine andere Tour zu nehmen als die vermeintliche Mainstream-richtung, die mir halt so irgendwie. wo ich gelernt habe. Die braucht es Arbeit, kommt tatsächlich im althochdeutschen von Mühsal. Also tatsächlich ist. Dieses Wort kommt daher. Aber so sind wir geprägt. und dann lernen wir das in der Schule auch noch streng dich halt an. Es muss keinen Spaß machen. Zieh es halt durch. Es gehört halt dazu. Man muss auch mal und dann lernen. Wir, Erfolg funktioniert so. und dann das umzulernen, dass sich das nicht widerspricht. Wir sagen, der Gen Z, sagen wir, Faulheit nach, weil sie Selbstverwirklichung wollen, und die wollen alle nur im Liegestuhl liegen. Das stimmt nicht, sondern wir wollen Selbstverwirklichung. Einer der Grund also Wir haben 2 Grundbedürfnisse als Menschen. Verbindung und Selbstwirksamkeit. Wir brauchen Verbindung mit anderen Menschen. Wir wollen wertgeschätzt sein, wir sind soziale Wesen und wir brauchen Selbstwirksamkeit. Was ist Selbstwirksamkeit, ja Selbstwirksamkeit ist Arbeit. Ich will etwas tun und damit etwas bewirken können. So wie schaffen wir es, dass Arbeit selbst wirksam wird, dass ich etwas bewirken kann mit dem, was ich tue, worin ich selbst einen Sinn sehe. und es gibt Menschen, die sehen einen Sinn im Ausfüllen von Wechseln. Es gibt Menschen, die sehen einen Sinn in Powerpoint. Also, es gibt für alles Menschen, die da drin total aufgehen können, und das dürfen wir. Das hat nichts mit Faulheit zu tun, oder ich nehme mal den Laich.

Carolin Zimprich: Ist gut.

Jenna van Hauten: Nur dann ist gut gewesen, Nur dann haben wir es verdient. Nur dann dürfen wir am Ende auch stolz sein. Aber das ist ein grundesundes Muster, weil es bedeutet, Ja, je mehr ich mich ausbrenne, desto wertvoller ist das, was ich tue. und das ist ein ganz gefährliches Narrativ, was wir in unserer Gesellschaft haben und was wir uns gegenseitig auch immer wieder erzählen wir burnout ist fast schon dafür kann man sich fast schon loben. Aber es ist am Ende eine Depression, und es ist absolut ungesund, in übermäßigem Stress zu bleiben. Menschen, die unzufrieden sind, wird gesagt: ja, stell dich nicht so an Sieh halt durch gehört Halt. Dazu gehört. Wir sind hier nicht auf dem Ponyhof. Wir sind hier nicht bei. Wünsch dir, was so ist Das Leben halt. Meine Güte, Da mussten wir auch alle durch. Meinst du mir, macht das Spaß. So Hallo Leute. Der Dampfer hinterfragt, doch wenn’s dir keinen Spaß macht, andere das passt, was nicht mehr. dann kostet es unfassbar viel Kraft. Wenn ich aber einmal loslasse, es in die andere Richtung schwingen lasse und wieder zurückkommen lasse, dann kommt es mit einer Energie. und wir kennen das alle. Wenn man mal wirklich runtergekommen ist, und dazu braucht es ja nicht 4 Wochen Pause, sondern meistens braucht es mal wirklich innerlich runterzukommen. So Dann, kommt Motivation, Dann kommt Kreativität wieder. Dann kommt wieder diese Inspiration. und dann gehen Sachen plötzlich in einer Geschwindigkeit, für die wir vorher, die wir wochenlang vor uns hergeschoben haben, und das dürfen wir wieder lernen, auf dem Nervensystem runterzukommen, Pausen wertschätzen zu können, nicht Pause. Das Wort Pause. Schon also eine Pause ist ja definiert dadurch, dass sie zwischen 2 Dingen ist, vorher ist was Wertvolles. und nachher ist das wertvoll? Wenn dazwischen mache ich eine Pause Work-life-balance. So arbeiten und Leben ist auch immer schön getrennt, also eher zu gucken. Wie möchte ich mein Leben eigentlich gestalten, dass mir mein Leben Energie gibt und dass ich in meinem Leben etwas bewirke, was für mich sinnvoll ist. und das in einer guten Balance halte, und das ist gesund, und gleichzeitig ist es das Produktivste, was wir tun können, weil wir Menschen wollen ja produktiv sein, wir wollen etwas bewirken. Menschen, die.

Carolin Zimprich: Wollen ja auch.

Jenna van Hauten: Arbeitslosigkeit sind, werden depressiv, weil sie nicht mehr sich nicht mehr als wertvollen Teil der Gesellschaft empfinden, der etwas bewirken kann. Wir wollen arbeiten, aber wir müssen es nicht auf eine ungesunde Art und Weise tun.

Carolin Zimprich: Ja, wir wollen auch einfach wirklich gebraucht werden wissen, dass wir für was gut sind. Also ich finde, glaube, auch Das ist ja ein Grundbedürfnis von uns. und ich glaube alleine, wo du gerade schon sagst, Pause und so, also auch unser ganzes Urlaubsmodell. Im Prinzip dürfte man das auch mal überdenken. Ich finde Urlaub, was Fantastisches, und es ist toll, die Füße hochzulegen und zwischendurch auch einfach mal gar nichts zu machen und völlig fremde Dinge zu tun und sich in ganz anderen Welten auszutoben. Also weil das gibt dir ja einfach wieder Energie zurück. Also, ich finde das ganz wichtig. Aber wenn man quasi Urlaub macht, weil man sich einfach von dem Job distanzieren muss, weil man davon Luft braucht, weil man da raus muss, dann darf man, glaube ich, spätestens dann erkennen, dass man die Wurzeln irgendwo hat ausbreiten lassen, wo sie einfach überhaupt gar nicht hingehören.

Jenna van Hauten: Ja.

Carolin Zimprich: Also zwischendurch. Wir brauchen alle zwischendurch mal Abstand von irgendwelchen Menschen. und ich glaube, das ist total in Ordnung, und selbst in der Familie merken wir das auch, wo der eine dann sagt: So, ich gehe da mal spazieren bis später. und das ist alles total in Ordnung. Also, ich glaube, wir sind also überall da, wo Menschen einfach aufeinander kommen, gibt es einfach immer wieder unterschiedliche Situationen. Aber wenn ich wirklich merke, ich brauche da wirklich krassen Abstand von. und ich muss mich davon erholen. und da muss man mit Sicherheit auch nochmal differenzieren, Ist das wirklich eine sehr, sehr körperlich anstrengende Arbeit, wo der Körper ja einfach längere Zeit braucht, wirklich, um wieder zu regenerieren, und gehe ich dann halt auch wieder gerne zurück. Oder Aber merke ich so, krass, Letzter Urlaubstag morgen muss ich da wieder hin. Das ist Kacke. Also ich glaube, dann sind wahrscheinlich eigentlich alle Alarmsignale schon lange an.

Jenna van Hauten: Ich fast schockiert. Er hat gesagt: naja, als Mediziner, sagen wir, nach 3 bis 6 Monaten fängt sich etwas an zu chronifizieren. wenn ich 3 bis 6 Monate lang beim Gedanken an die Arbeit merke, dass es mir Energie zieht. wenn ich schon sonntags denke, morgen geht’s wieder los. Wenn mir über 3 bis 6 Monate meine Arbeit mehr Energie saugt. als sie mir gibt, dann fangen wir uns an, innerlich zu adaptieren, an dieses System, an diese Situation. Das heißt, wir fangen an, Selbstzweifel aufzubauen. Naja, vielleicht kann ich das auch nicht so richtig, Naja, vielleicht gehört, wir fangen an, körperliche Symptome zu entwickeln. Manchmal sind es Kleinigkeiten in Anführungszeichen, die wir glauben, dass es irgendwie vielleicht schon fast normal wäre, Rückenschmerzen Migräne. Was weiß ich? Schlafprobleme? Ich schalte nicht mehr richtig runter. Du, dass ich auf die anderen Sachen auch achten darf.

Carolin Zimprich: Auf jeden Fall, da darf man ein bisschen mutig für sich selber, glaube ich, vorangehen und auch zu wissen, Ich darf das und muss mich nicht immer hinten anstellen. und ja, wie gesagt, dieser Leitsatz, wir haben das schon immer so gemacht. Der führt mit Sicherheit mitnichten dazu, dass das Leben schöner wird, dass es irgendwie einfacher und angenehmer wird. Von daher macht es einfach wirklich Sinn, zwischendurch mal so ganz ganz ehrlich mit sich ins Gericht zu gehen und sich mal ein paar ganz intensive Fragen zu stellen. Liebe Jenner, ich habe zum Ende meiner Interviews auch immer noch eine ganz, ganz wichtige Frage an alle, und zwar die wichtige Frage der Farbwahl, denn jeder meiner Interviewgäste spielt zum Schluss immer noch ein kleines Spiel mit mir. und du hast jetzt hier einfach mal die Qual der Wahl und darfst dich entscheiden zwischen Blau, Grün, orange gelb oder Pink.

Jenna van Hauten: Da nehme ich sehr gern dieses wundervolle, gelb.

Carolin Zimprich: Das Geld gut. und dann gucken wir doch mal rein, was sich hinter der gelben Karte, welches Spiel sich für dich verbirgt. und wir beide spielen noch was niemand über mich weiß. Du darfst jetzt mal in den nächsten paar Sekündchen noch eine schöne kleine Anekdote erzählen, eine kleine Geschichte irgendetwas, wo du dir ziemlich sicher bist, dass du das auf Social Media auf irgendwelchen anderen lustigen Netzwerkveranstaltungen so noch nie von dir preisgegeben hast.

Jenna van Hauten: da muss ich. weil ich tatsächlich sehr offen bin und gar nicht weiß, was ich noch nicht erzählt habe, über mich.

Carolin Zimprich: Manchmal haben wir auch irgendwelche lustigen Macken, wo wir denken. Gott gut, dass das keiner mitbekommen hat.

Jenna van Hauten: Ich also, wie viel Zeit ich damit verbringen, mein Handy zu suchen, meine Schlüssel zu sehen. Ich habe mal über 2 Wochen. Die Anekdote habe ich noch nicht erzählt. Ich habe über 2 Wochen meinen Schlüssel nicht gefunden. Mein Haustürschlüssel, Mein Mann hat dann die Tür immer so angelehnt gelassen, und früher hat er sich fürchterlich darüber aufgeregt. Wie kann man nur seinen Schlüssel nicht mehr finden? Man muss, den doch einfach nur immer an den gleichen Platz tun.

Carolin Zimprich: Aber.

Jenna van Hauten: Nicht mehr gebraucht. und obwohl ich ihn gesucht habe, habe ich ihn auch gar nicht gefunden. Also, 2 Wochen lang, Das war wirklich 1 Der Highlights. Ja, Okay, hast du ihn schon gefunden, hast ihn nochmal gesucht, und irgendwann hat er dann gesucht. So dürfen wir auch. Als Paar. Immer wieder schließen wir den Kreis als Paar immer wieder lernen. Wir sind unterschiedlich, und jede Stärke hat auch Ihre Schwäche. Das ist ja vielleicht eine schöne Frage. Wer das wissen will, kann mir schreiben, was die Stärke von dieser Schusseligkeit ist, wenn man die Sachen nicht mehr findet. Hallo.

Carolin Zimprich: Wir. Ich finde es ganz ganz fantastisch, dass es Menschen gibt, die einen an die Hand nehmen, um einfach mal zu gucken. ist der Ort, in dem ich mich da einfach reingepflanzt habe. Jobtechnisch ist das einfach wirklich das Richtige für mich? Oder darf ich einfach mal verstehen. dass das nur so die halbrichtige Wahrheit ist und dass es woanders wirklich viel, viel grüner ist, das Gras und dass ich mir da einfach ein viel einfacheres Leben letztendlich aufbauen kann, denn, wie du vorhin ja schon sagtest, es ist ein Dominoeffekt. Bin ich auf der Arbeit erfüllter komme ich entspannter nach Hause. Dann bin ich nicht sofort genervt, wenn der nächste mich fragt, Mama: Hast du meine Jacke gesehen. Oder die Frage: Was gibt es gleich zu essen? Oder kannst du mich mal eben schnell zum Hobby fahren? Also, es macht ja einfach alles entspannter, was einfach danach irgendwie passiert. Man ist viel lieber gewillt, mal fünfe gerade sein zu lassen. und das wiederum hat ja einen Impact auf die anderen Leute. Es ist ja einfach so eine kleine Kettenreaktion, die dann einfach entsteht. und von daher, vielleicht Hast du so zum Abschluss noch das ein oder andere kleine Takeaway oder die eine Inspiration für die Zuhörer, die mir einfach die ja bis zum Ende dieses wunderbaren Podcasts mit an den Lippen gehangen haben. Welcher Fehler bei dir hat sich in dieser ganzen Laufbahn für dich im Nachhinein als totales Geschenk entpuppt.

Jenna van Hauten: Spannende Fragen.

Carolin Zimprich: Ja.

Jenna van Hauten: Welcher Fehler? Ich denke nicht so sehr in Fehlern. Deswegen wäre jetzt die Frage: Was habe ich damals vielleicht als Fehler gesehen?

Carolin Zimprich: Oder welche kleine Katze.

Jenna van Hauten: Ich. und man könnte ja sagen, naja, ich hätte mich ja auch gleich vielleicht irgendwie in eine andere Richtung entwickeln können, hätte ich mir ja gleich denken können, dass das irgendwie nicht meins ist. und Menschen, die mich kennen, die werden vielleicht von Anfang an gedacht haben. Boah Jenner, vielleicht ein bisschen was mehr mit Menschen und so bist du sicher so in diesem ganz trockenen Thema. Das war für mich aber kein Fehler, sondern das war Teil des Weges, den ich gebraucht habe, und ganz viele Sachen, die ich da gelernt habe, haben ja erst möglich gemacht, was ich heute tue. Da habe ich gelernt, was eine Domain ist, wie Technik funktioniert, was eine Api ist all diese ganzen Technikthemen, die, von denen mir keiner, was hören will, vielleicht niemals beschäftigt. Die. und dann nehmen wir den direkten Weg Im echten Leben ist es halt backpacking. Das ist ein paar Schritte vor. Das ist ein bisschen wieder zur Seite. Aber das ist der weg. und das ist nicht ineffizient, sondern so funktioniert Leben. und wenn wir anfangen, das sehen zu können, oder ich glaube, als ich mich befreit habe, von diesem Perfektionismus im Entscheidungen treffen. immer die richtige Entscheidung treffen zu müssen, und die perfekt durchdacht für alle Eventualitäten usw. Ich meine, wer von uns weiß, wenn wir uns angucken, wie sich die Gesellschaft und die Technik im Moment entwickeln, und der Arbeitsmarkt. Du kannst dich auf nicht auf alles vorbereiten. Das geht nicht mehr. aber nach bestem Wissen und Gewissen, diese Entscheidungen immer wieder zu treffen und dann zu sehen, Was habe ich daraus gelernt? Was nehme ich daraus mit? Lovett change it or leave it. So liebe ich es so wie es gerade ist. Was möchte ich verändern. damit es wirklich? und die Frage ist: liebe ich es nicht. Kann ich es aushalten, so wie es gerade ist. Das ist ein ganz wichtiger Unterschied. So liebe ich es, so wie es gerade ist. Was kann ich verändern, Oder was darf ich vielleicht auch loslassen? Was darf ich vielleicht auch verlassen, damit es wieder mehr meins wird? und da ist ein super Start auf jeden Fall das Buch oder der Persönlichkeitstest, der da auch mit drin ist. Deshalb verlinken wir euch auch alles hier einfach sich selber da nochmal besser kennenzulernen, Zu gucken. Was ist wirklich mein eigener Weg, und was sind einfach Gerede von anderen Leuten, gut gemeinte Ratschläge, gutgemeinte Tipps, die aber halt durch deren Brille gut werden, aber halt nicht für mich, sondern wie will ich mein Business bauen, so wie es zu mir passt. Wie will ich mein Leben haben, so wie es zu mir passt. Das loszulassen, dass ich nicht mehr über jede Entscheidung wochenlang schlaflose Nächte, wie ich das damals für den internen Wechsel hatte, sondern diese innere Verbindung. Einerseits aber die innere Klarheit und auch diesen inneren Mut zu haben, zu sagen: Nee, ich mache einen Schritt nach dem anderen und den aber in die für mich richtige Richtung. Das ist schon wichtig, nicht so nur trial and error, sondern schon zu wissen. Okay, es ist in die für mich richtige Richtung, Dann reicht es. Wenn ich immer nach Süden laufe, weiß ich definitiv. Es wird irgendwann wärmer.

Carolin Zimprich: und wer darin jetzt keine Nuggets gefunden hat. Dem kann ich auch nicht mehr weiterhelfen, grundsätzlich einfach mal weniger Rumeiern mehr entscheiden, mehr machen. und wer, wie gesagt, nicht weiß, ob er Fisch oder Fleisch ist. Connectet euch mit der lieben Jenner, Die ist da einfach ein richtig guter Kompass. raus aus dieser Situation, dass man einfach mal wieder den richtigen Anfang von seinem eigenen roten Faden findet, um sich dann an Hand dessen einfach da entlang zu hangeln. und ja, es gibt einfach kein wirklich, richtig oder falsch, Liebe Jenner, ich bedanke mich für diesen wunderbaren, schönen Einblick in deine Welt. Ich denke, wir konnten da ganz ganz viel Inspiration nach draußen geben. und Ja, Am Ende bleibt mir immer nur noch zu sagen: Wir sehen uns allerspätestens da draußen im Netz hab. Ganz, vielen Dank Sehr gerne.

Jenna van Hauten
MSc. Psychologin, Keynote-Speakerin, Autorin
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