Folge #48
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Zuhause statt Quadratmeter : Johannes Morhard über Häuser die meistens falsch gebaut werden

mit Johannes Morhard & Carolin Zimprich
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Zuhause statt Quadratmeter : Johannes Morhard über Häuser die meistens falsch gebaut werden
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🏷️ Gesundheit & Wohlbefinden, Finanzielle Freiheit & Investitionen🤝 Präsentiert von Natascha Heistrüvers

Darum geht's

Was macht ein Haus wirklich zu einem Zuhause? Johannes Morhard spricht über seinen Weg zum Architekten und über Räume, die nicht einfach nur „funktionieren“, sondern Menschen emotional tragen müssen.

Es geht um weit mehr als schöne Grundrisse oder moderne Fassaden. Johannes zeigt, warum Architektur immer etwas mit Vertrauen, Persönlichkeit und Lebensgefühl zu tun hat — und weshalb viele Häuser zwar gebaut, aber nie wirklich durchdacht werden.

Von Rückschlägen in der Selbstständigkeit bis hin zu tiefen Gedanken über Familienleben, Kinderzimmer, Rückzugsorte und emotionale Sicherheit: Diese Folge verändert den Blick aufs Wohnen komplett.

Du erfährst:
– warum gute Architektur mit Zuhören beginnt
– weshalb Kinderzimmer oft völlig falsch geplant werden
– wie Räume unser Denken, Fühlen und Miteinander beeinflussen
– warum „größer“ nicht automatisch „besser“ bedeutet
– und weshalb ein Zuhause immer auch ein Spiegel des Lebens ist

Eine Folge voller Tiefe, echter Emotionen und komplett neuer Perspektiven auf das Thema Wohnen.

✨ Das lernst du in dieser Folge

  • Ein Haus muss nicht nur funktionieren, sondern sich richtig anfühlen – frag dich vor jedem Grundriss, worin du gewohnt hast und worin du wirklich wohnen willst.
  • Hol den Architekten, bevor du das Grundstück kaufst: Zwei Anrufe reichen, um eine nicht bebaubare Hochwasserzone zu erkennen, bevor du dein Leben verplant hast.
  • Plane von Anfang an 10 bis 30 Prozent Reserve ein, statt dich später über Nachbesserungen zu wundern – so trägt das Budget die Aufgabe.
  • Es gibt keine schlechte Erfahrung, nur eine gute: Auch der strengste Auftraggeber lehrt dich, Menschen besser einzuschätzen.
  • Streitet um die Sache, nicht bis zur Entzweiung – klare, ehrliche Kommunikation löst den Zwang, es allen recht machen zu müssen.

⏱ Kapitel

00:00Ein Haus ist mehr als Steine: Warum Wohnen nichts mit Quadratmetern zu tun hat
02:00Vom Schuhgeschäft ans Reißbrett: Erst ein Jahr im Dreck auf dem Bau
05:34Bis halb 4 im Büro und trotzdem kein Stress: Wenn Beruf von Berufung kommt
09:01Der Ort entscheidet alles: Sonnenverlauf, Ausblick und die Frage nach dem Stolz
13:16Kein Schreibtisch im Kinderzimmer: Wie Kinder wirklich beim Lernen unterstützt werden
24:51Die 170.000-Euro-Falle: Ein Grundstück in der Hochwasserzone, verkauft als bebaubar
29:06Das schwere Erbe 2006: Als der Chef starb und die Witwe ihn bat zu übernehmen
32:24Wenn das Budget die Aufgabe nicht trägt: Wann ein Projekt gestoppt werden muss
47:13„Es gibt keine schlechte Erfahrung“: Was der strengste Bauherr ihn lehrte
58:36Stopp It: Drei Dinge, die Johannes ab jetzt bewusst sein lässt
60:22Die WhatsApp ans jüngere Ich: „Es wird der schönste Beruf deines Lebens“

📝 Transkript

Volltext-Transkript lesen

Carolin Zimprich: Wenn du ein Haus bauen willst, dann musst du vorher verstehen, was ein Zuhause wirklich bedeutet. denn ein Haus ist mehr als ein Grundriss, umrandet mit Steinen. Es ist ein Ort, der Ruhe, ein Rückzugsort, ein Raum, der all das tragen muss, was die Menschen, die darin leben, erleben. Darum geht es genau in seiner Arbeit. nicht irgendwelche Standardlösungen. Kein Ach, das passt schon irgendwie, sondern es geht um individuelle Lebensräume, die auf Vertrauen entstehen. Er arbeitet sehr eng mit seinen Bauherren und stellt die einige richtige Frage und schafft es, dass Menschen ihm nicht nur ihre Wünsche, sondern auch ganz oft ihre ganz persönlichen Träume anvertrauen. Auf diese Weise entstehen Häuser, die nicht nur funktionieren, sondern sich richtig und echt anfühlen. Sein Weg dorthin war alles andere als gradlinig, kaum Aufträge und Rückschläge, die zum Glück allesamt für ihn nicht stark genug waren, um ihn und seine Vision aufzuhalten. Wenn du für dich verstehen willst. warum gutes Wohnen, nichts mit Quadratmetern, sondern mit Gefühl und Geduld zu tun hat. dann ist diese Folge genau für Dich Herzlich willkommen. Johannes Mohad.

Johannes Morhard: Vielen Dank. Liebe Carolin, Das war ja eine Einführung meiner Sehr schön.

Carolin Zimprich: Ich glaube, es umschreibt einfach genau dich deine Arbeit, wofür du stehst. Was dir einfach wirklich wichtig ist. Viel wichtiger zum Einstieg. Was mich einfach interessiert: Wie kommt man auf den Bereich der Architektur? Also, wann genau hast du dich dafür entschieden zu sagen? Das ist genau mein Feld, in dem ich mich austoben muss.

Johannes Morhard: Da muss ich ein bisschen ausholen. Ich komme aus einer Familie lauter Selbständigen. Mein Vater, Schuhgeschäft, Mein Großvater, Schuster, meine Mutter: Fußpflegerin. Mein Onkel, mein Pate auch, hatten Outdoor Laden. Es ist Abenteurer. aber Schuhe und Füße haben mich nie so interessiert. Mich hat das Zeichnen interessiert. Ich habe als kleines Kind im im Schuhgeschäft meiner Eltern beim Dekorieren saß ich vorne in der vorderen Fläche vor dem Glas und habe Bahnhöfe und Häuser gezeichnet, wurde mir von meiner Mutter immer noch erzählt. und das schon so in einer perspektivischen Darstellung. und Das Zeichnen war immer mein Liebstes. Wir haben. Ich habe gezeichnet, wo es nur ging, ob das im Urlaub, in der Schweiz bei den Eltern war damals Dinosaurier als Kind. Alle Dinosaurier hatten in dem Hotelzimmer an die Wand gepinnt oder auch in in der Schule, in Kunst, immer sehr gute Leistungen, habe mir Taschengeld bei anderen Mitschülern verdient, weil ich ihre Sachen gezeichnet habe. Also zeichnen war für mich einfach das non plus ultra. Aber Schuhe und Füße haben mich nie interessiert. Mich hat dann eher die Baugrube interessiert. Ich habe dann bin vom Gymnasium Weg, Latein und Englisch habe ich verloren. Meine Eltern haben mich dann zwar Gott sei Dank mal aufs Internat gebracht, da habe ich das Lernen eigentlich so richtig gelernt? Ich war eigentlich, als Schüler, war ich eigentlich faul. Ich habe keine Lust zum Lernen gehabt, hatte lieber eine Freundin. Ich habe lieber sehr gute Heavy Metal. Musik gehört. also auch sehr kreativ. In der Musikrichtung mach ich heute noch mit meinem Sohn zusammen. und ich habe dann gesagt, Bauingenieurwesen, Architektur. Das wäre so die Richtung. Bei der Bundeswehr wollte ich mal Grafikdesign studieren. und da musste ich mit Ausgehuniform musste ich da mich anmelden. Da war ich in einer ganz ganz anderen Welt. Also, die haben mich da gar nicht reingelassen. Aber dann war so Architektur. Bauenwesen, das Bauen, das Planen. Das Zeichnen war so die Idee, weiterhin kreativ sein zu können. und nach der Bundeswehr wollte ich dann Bauzeichner Ausbildung machen. Der damalige Chef dieser Baufirma, eine große, bei uns in der Region hat gesagt, bevor du mir einen Strich zeichnest, gehst du erst mal auf den Bau. Es war natürlich ein Schock gewesen, erst mal auf den Bau zu gehen, ein Jahr im Dreck mitzuarbeiten. Davon zäh ich heute noch. und ich habe dann also erst mal ein Jahr Bau gemacht und hab dann 2 Jahre Bauzeichnerlehre gemacht und dann auf dem Weg dahin. Dann entschieden Architektur zu studieren. Das war von den vielen guten Entscheidungen, die ich im Leben getroffen habe, eines der besten Entscheidungen. Das Architekturstudium ist sehr arbeitsintensiv, also sehr verlangt viel ab. Man muss oft nachts durcharbeiten. Das ist kein reines Lernstudium. Das ist ein Verstehstudium. und da hat sich dann meine Laune zum Lernen auch völlig gewandelt. Also wenn man das macht, was einen völlig begeistert, dann ist das Lernen kein Aufwand, dann ist auch die Ausbildung kein Aufwand, das entwickeln keinen Aufwand. Ich sehe auch heute noch, dass meine Arbeit, wir arbeiten sehr viel, teilweise bis nachts. Auch es gibt Tage, da sitzt man bis 11 12 im Büro. Es gibt aber auch mal nachts bis früh um halb 4. Das gibt es auch. Das ist aber keine Belastung. Das ist auch kein Stress, sondern das ist einfach Architekt sein, kein Stress, keine Schwierigkeit, kein Aufwand, keine schlimmen Menschen, keine, sondern es ist einfach immer nur Entwurf immer nur entwickeln, und wir haben früh. Wir haben früh damit begonnen, uns zu überlegen: Was kann Architektur? Was kann Architektur besser haben, uns früh dafür interessiert, es auch anders zu machen. Durchaus. Also, wir haben schon nach dem Studium auch relativ schnell verstanden, dass es Architekten gibt, die einfach auch der wirtschaftlichen Entwicklung folgen. und dass das Bauen ganzheitlich auch sehr schwer ist. Das merkt man ja seit ein paar Jahren seit der Corona-pandemie, seit den Krisen, die es auf der Welt gibt. gibt, dass das Bauen immer teurer, immer schwieriger wird, und da haben sich ganz viele Dinge entwickelt, die wir natürlich auch versuchen, besser zu machen. Also, der klassische Architekt baut eigentlich diese klassischen Wohnhäuser nicht mehr. Es gibt, diese Fertighausfirmen Beatles übernehmen. Da bin ich ein. Es gibt ganz wenig Fertighausfirmen, die das ähnlich denken. Die meisten sind natürlich Wirtschaftsunternehmen, die das natürlich mit dem maximalen Profit umsetzen müssen. Aber wenn der Vater und die Mutter ihr ganzes finanzielles Leben, also ihre komplette Finanzplanung für ihr Leben aussenden, dann ist es einfach eine wahnsinnige Verantwortung, für den, der es plant. und da ist es eigentlich selbstverständlich, wenn so wie wir die Architektur denken. Für uns ist Architektur atemberaubend. und sie verdient es, dass man dafür alles gibt. und das haben wir In verschiedenen Phasen unserer Arbeit haben wir das entwickelt. Ich war mal dann, bevor ich in ein anderes Büro gekommen bin, war ich mal Existenzgründer. Es gab damals so eine Form. Es war im zweiten Jahr nach dem Studium. Da hat dann plötzlich die Politik gesagt: Wenn ihr Existenz gründet, dann finanzieren wir euch. und das hat natürlich für mich absolut sofort das eigene Büro zu eröffnen. Nur weil man ein Architekturbüro eröffnet, heißt das nicht, dass man gleich Aufträge bekommt. Das habe ich dann auch gespürt. Aber wir haben da so eine Idee entwickelt: Der Singlehäuser gibt es eine Alternative zu einer 3 Zimmer Wohnung. Wenn sich jemand eine Wohnung kauft. und das heißt, da muss der Grundriss diese Wohnform so genau so präzise entwickelt werden, dass man es finanziell vergleichen kann mit einer 3 Zimmer Wohnung, und dass man aber trotzdem drin wohnen kann. und mittlerweile haben wir uns über unsere Fortbildung und über unsere Arbeit in der Architektur so weit entwickelt, dass wir da noch mehr in die Tiefe gehen. Wir haben also der erste Schritt ist für uns. Wenn wir ein Haus bauen, ob das jetzt ein Wohnhaus ist oder ob das ein Kindergarten ist oder ob das ein Verwaltungszentrum ist, völlig egal bis hin zur Kirchensanierung. Wir sind da vielschichtig tätig. Für uns ist immer der Ort ausschlaggebend für das, was sich später entwickelt. Man spürt.

Carolin Zimprich: Auf jeden Fall ganz klar. Ich hol dich da gerade mal eben ganz kurz ab. Johannes: Man merkt deine Begeisterung definitiv für das Thema. und das ist das Schöne. Wie Du vorhin schon sagtest, es gibt auch Nächte, da sitze ich bis um halb 4 noch im Büro. und dann sitzen wir noch an den Projekten und arbeiten noch da dran. Es ist aber keine Belastung. Also, sowas hast du es ja gerade gesagt. Fängt für dich da auch die Wahl des Berufes an, dass man einfach sagt: Ja, Also Beruf kommt auch einfach von Berufung. und dann, wenn du dir Dinge aussuchst, die dir Spaß machen. Ja, natürlich ist das Arbeit, und ich weiß ganz viele da draußen sagen: Ach, nein, wir wollen dieses Wort Arbeit nicht mehr benutzen. Das klingt so schwer und so hart und nichtsdestotrotz, ich für mich würde immer sagen, ich arbeite total gerne. Also die Dinge, mit denen ich mich beschäftige. Da kann ich mich auch stundenlang dran austoben. und dann ist auch mir die Uhrzeit total, egal. und solange man sich mit Dingen beschäftigt, die einem Spaß machen, geht einem das einfach so von der Hand. Das ist auch deine Beobachtung oder.

Johannes Morhard: Ja, absolut. Also, ich vergesse damit die Zeit unser Tagesablauf ist, sodass wir früh auf Baustellen gehen, nachmittags im Büro arbeiten. und wenn dann die Mitarbeiter aus dem Büro rausgehen, dann freue ich mich immer, Dann habe ich meine Ruhe. und da kann ich dann planen, zeichnen Wie auch immer, über gewisse Dinge nachdenken.

Carolin Zimprich: Ich glaube, in anderen Büros ist das ganz oft so, da sagt man: so: dieses ist die Maus. Erst Quatsch ist die Katze aus dem Haus tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Da ist es immer andersrum. Da freuen die Mitarbeiter, wenn der Chef geht. und bei euch ist es direkt andersrum. Denke ich sehe Yes schön, Das Team ist weg. Endlich kann ich starten.

Johannes Morhard: Es geht ja nicht darum, einfach sich hinzusetzen und einen Plan zu zeichnen. Das können alle das müssen. dann ist es einfach wichtig, dass er sich darin später wiederfindet. Er muss ja nicht nur ein Haus haben mit einem Grundriss, mit einem Esszimmer, einem Wohnzimmer, einer Küche und einem Schlafzimmer, ein Kinderzimmer. und das ist eine Anordnung, sondern er, muss sich darin wohlfühlen. Er muss sich darin verwirklicht fühlen. Er muss darin leben können, eine katastrophale Vorstellung ist. wenn die Kinder durchs Haus toben, und der Mann kommt von der Arbeit nach Hause und hat keinen Ruheraum. Das ist natürlich alles. Das ist natürlich normal. Das ist eigentlich üblich. Wir fragen immer unsere Bauherren: Worin habt ihr gewohnt. was seid ihr gewohnt, und worin wollt ihr wohnen? Das sind völlig unterschiedliche Ansichten. Gab es mal 1.927 Bauhaus. Wir haben, ja, Gott sei Dank. In Deutschland haben wir das Bauhaussystem, auf dem viele Dinge viele wichtige Dinge aufbauen. Da gab es in Stuttgart 1.927, eine Werkbundausstellung in dem berühmte Architekten wie Mies van der Rohe Le Corbusier und Bruno Taut neue Wohnkonzepte entwickelt haben und Darauf können wir durchaus aufbauen. Darauf müssen wir weiterentwickeln, katastrophal. Was ich vorhin gesagt habe: Fertighauskatalog. Schau dir die Neubausiedlungen an, die immer wieder entstehen, die entstehen natürlich, dass Wohnraum entsteht. 450 m² Handtuchgrundstücke, ein Haus gleich dem anderen. Da fühlt sich jemand, der keinen Anspruch daran hat, der fühlt sich da durchaus wohl alles in Ordnung, wenn jemand entscheidet, dass ihm das absolut gefällt, kann Er das machen, aber wir versuchen, mehr rauszuholen. Wir versuchen, den Bauherrn zu verstehen und ihm darin Raum zu geben, wo er sich wirklich verstanden fühlt, ob das jetzt ein Fitnessraum ist oder ob das jetzt ein Wohlfühlraum ist. Es geht so tief. Wir sind der Meinung, dass ein Kinderzimmer nicht unbedingt einen Schreibtisch haben sollte. weil sein. Du musst jetzt lernen. Mein Großvater hat natürlich richtigerweise gesagt: es gibt 3 Dinge, die du machen musst, lernen lernen. absolut richtig. Aber für ein Kind ist das schlimm für ein Kind wird das durchaus nicht umsetzbar. Ich hab mal in Latein Sex nach Hause gebracht. und dann wurden sämtliche Metalposter, die ich durchaus auch selber gezeichnet habe, wurden aus dem Zimmer entfernt, das Zimmer war steril. War es jetzt ein Zimmer, wo ich mich aufgehoben fühlte? Oder war es jetzt ein Zimmer zum Lernen? Deswegen versuchen wir das Kinderzimmer wirklich, dem Kind zu belassen und durchaus im Wohnzimmer hinter einer Regalwand, einen Schreibtisch für den Vater, für die Mutter. einfach einen längeren Tisch, wo man gemeinsam, wo die Mutter bei den Hausaufgaben dabei ist. Das Kind kriegt eine ganz andere Beachtung in dem Haus, Weil es auch zentral ist, Es muss nicht rauf ins Zimmer 12 m², sondern es bleibt im Haus im zentralen Masterroom und wird dort beim Lernen unterstützt. Das.

Carolin Zimprich: Ich mach mal einen kleinen Einschub. Du sagtest vorhin irgendwann. Wenn die Papas nach Hause kommen, brauchen die einen Ruheraum, die Mamas ganz genauso. und ich glaube auch, dass die Kids einfach für sich, und ich erlebe es selber. Ich habe 2. Im Moment sind sie gerade 12, und die andere wird in ein paar Tagen 9. und das Ding ist auch bei denen merkt man, die wollen sich auch irgendwann mal zurückziehen, machen die Tür hinter sich zu bauen, sich irgendwelche Burgen irgendwelche Hütten verkriechen sich irgendwo im Wald, wo du die stundenlang nicht siehst. Also auch die suchen sich ja quasi ihre Schlupflöcher, dass die zwischendurch einfach für sich sein können, in ihrer eigenen Welt. und auf der anderen Seite sehe ich das in vielen Dingen, genauso wie du. und ich erlebe das hier selber. Die haben hier Unterschiedliche. Also bei uns haben die unterschiedliche Möglichkeiten, sich da auszutoben, und haben quasi ihre Malbastelecken. Wie auch immer auch mit im Kinderzimmer und Auf der anderen Seite ist das immer wieder, sodass ich Merke. Ach krass, jetzt wird wieder eine Kiste von rechts nach links getragen, und ehe du dich versiehst, ist der Ganze esstisch voll, weil sich da einfach das Leben abspielt, weil die auch nicht alleine sein wollen. und Es sind im Übrigen auch nicht nur die Mamas, die bei den Hausaufgaben dabei sitzen, sondern natürlich auch ganz viele Papas, die das machen.

Johannes Morhard: Er hat.

Carolin Zimprich: und es gibt auch viele, die glauben, sie wären nicht mehr in einem Rollenmodell, sind es aber trotzdem noch. Ich stelle da immer so die lustige Frage, wer zu Hause bei euch putzt. Denn hinterher noch das Klo. und anhand dessen können wir nämlich nochmal irgendwie genau gucken. Wie sind denn da so die ganzen Gesetzmäßigkeiten zu Hause verteilt? Aber ja, also dieser Space für sich selber, und dieser Rückzugsort und auf der anderen Seite ein tolles Thema, was du angesprochen hast in Bezug auf die Kids Multimedia den Zugang zum Netz. Also, ich bin völlig analog aufgewachsen und dann so ins digitale Zeitalter hinein. Ich habe die Kassetten noch mit dem Stabilo aufgedreht und habe mich über meinen ersten Walkman gefreut wie einen Schneekönig. Also für alle, die nicht mehr wissen, was das ist. Google ist Your Friend. und Das ist das, was unsere Kinder ja heutzutage gar nicht erleben. Sie wachsen ja völlig digital auf, sind in einem ganz anderen Zeitalter als wir, das dürfen wir natürlich auch verstehen. Also die können sich ja eine Welt ohne Bildschirme gar nicht vorstellen. und ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass so wie du das gerade sagtest, dass wir sie davor in gewisser Art und Weise ein bisschen schützen müssen, vor sich selbst und vor den ganzen Möglichkeiten und auch vor den krassen Abhängigkeiten, die da einfach entstehen können. und von daher schön, dass das auch mit eine Aufgabe ist, bei Euch da drauf zu gucken. Wie müssen wir Wohnraum gestalten.

Johannes Morhard: Wir. Der Konsum ist brutal, und die Gefahren dahinter sind auch brutal. Wir können es unterscheiden. Wir können diese Gefahren trennen. Unsere Kinder können S nicht. Meine Tochter ist 17 unterschiedliche Landzeiten, unterschiedliche Ruhezeiten. Dann braucht es einfach. Dann muss das Jugend oder Kinderzimmer einfach ein Rückzugsraum sein. und das Lernen sollte getrennt sein, wenn man es baulich machen kann, wenn man eh neu baut oder wenn man eh neu saniert.

Carolin Zimprich: Ist.

Johannes Morhard: Das ist. Bei uns ist es völlig frei, wie das jeder macht. Wir machen das bei uns zu Hause auch völlig frei. Wir denken über so viele Dinge nach, und es bewahrheitet sich auch immer wieder, dass es richtig ist. zum Beispiel ganz profan. Wo steht die Waschmaschine? Wenn die Waschmaschine im Keller steht und die Wäsche im Obergeschoss ausgezogen wird, macht das keinen Sinn. Zu Hause, dann Läufst du mit dem Wäschekorb, wenn man das zusammenrechnet, einmal den Weg zum Mond. Das macht auch keinen Sinn und ist Mein Großvater hat immer gesagt: Am Anfang brauchst du ein kleines Haus, weil du zu zweit bist, dann brauchst du ein großes und dann muss es zum Schluss kleiner und eben sein. Das lässt sich schwierig umsetzen, aber man kann durchaus auf gewisse Dinge Rücksicht nehmen und wir fragen bewusst, weil du vorhin gesagt hast, die Chemie muss stimmen. Das Vertrauen muss da sein. Das ist unser schwerster Brocken. Natürlich vertraut uns der Bauherr seine Finanzierung an. Damit müssen wir uns voll umgehen. Das machen wir auch. Das können wir auch. Aber wenn wir schon bauen, dann können wir ihn auch Fragen auf: was ist er denn zum Beispiel besonders stolz? Was ist was besonderes für ihn im Leben der Ort? Was bringt der Ort, wie ist der Sonnenverlauf, wo geht die Sonne auf, Wo geht sie unter? Wie ist eine Einfahrt möglich? Möchte es keine Terrasse haben, wo der Nachbar vorne neben der Einfahrt am Abend vorbeiläuft. und wenn du Ruhe hast, sagt guten Abend, Herr Nachbar wie war denn heute Tag, das möchte keiner haben. Also da ist es wichtig, wie man einen Ort heraus Gibt es einen Ausblick? Gibt es irgendwas, wo man schön hinschauen kann. Gibt es eine Lichtung? Gibt es einen Kirchturm? Oder gibt es einen Berg oder irgendwas? und da wäre es doch, schön, wenn du dann dort sitzt und diesen Ausblick genießen kannst. und zum Schluss ist es die Frage, auf was ist man stolz? Was Möchte man denn um? Das erste Vertrauensverhältnis ist natürlich, dass uns die Finanzierung in die Hand gegeben wird, dass wir das Bauvorhaben finanziell wirtschaftlich durchführen können. Aber das andere ist, dass natürlich der Bauherr oder die Bauherrin uns ihre persönlichen Dinge verraten können. und da haben wir schon tolle Sachen gemacht. und das ist natürlich dann, wenn dann der Bauherr sagt, wenn ich aus dem Urlaub nach Hause komme, und ich komme in mein neues Haus rein, und eigentlich hätte ich gar nicht in Urlaub fahren sollen, sondern daheim ist viel schöner. Das ist dann schon ein großer Lob, und dann hat es auch funktioniert.

Carolin Zimprich: Das ist schon Ritterschlag. Schön.

Johannes Morhard: Weiß ich nicht. Also, man zielt ja nicht darauf ab, dass sowas kommt. Man zielt auch nicht darauf ab, dass ein Haus in einem Buch veröffentlicht wird, oder es gibt viele Kollegen, die genießen, das auf ihren Internetseiten marktsmäßig Veröffentlichungen darzustellen. Natürlich machen die tolle Sachen, aber das ist nicht. Das ist nicht das Ziel, dass wir zum Schluss uns damit präsentieren können und dass man sich herausstellen kann. Das Ziel ist, dass man jemand einfach eine tolle Wohnatmosphäre, ein tolles Haus hat, eine tolle Nutzung hat, indem er das wir verstehen, uns als Wunscherfüller und Problemlöser.

Carolin Zimprich: Aber ich glaube, dann hat man doch alles richtig gemacht, und mir geht das bei mir auch ganz oft, sodass ich ab und an ein Feedback bekomme, wo ich denke, Boah, krass. Das muss ich nochmal lesen, wo ich mir denke. Eigentlich habe ich doch gar nicht viel gemacht, und für den anderen hat sich aber die komplette Welt gedreht. und man hat dadurch einfach ein komplett anderes Leben geschaffen, wo ich nur denke. Ach für mich waren es einfach total normale Dinge, die ich da gemacht habe. Also, so wie du gerade zum Beispiel das Beispiel gebracht hast mit? Warum steht die Waschmaschine? Im Keller, finde ich auch total unvorstellbar. Also, weil warum soll man denn in einem Haus über weiß ich nicht. 2, 3, 4 Etagen die Wäsche von oben nach unten. und irgend also, man ist ja Dauer beschäftigt, oder ich würde auch immer sagen Also ich für mich in meinem Lebensraum. Die Küche muss hinten zum Garten, also weil wann immer schönes Wetter ist, dann sitzt man draußen. und dann möchte man ja irgendwie schnell am Kühlschrank sein oder schnell das Essen was man gerade gekocht hat, nach außen tragen, oder Lebensmitteleinkäufe, wenn man vom Einkauf kommt, irgendwie direkt geradeaus einmal durchs Haus und nicht noch irgendwie um 12 Ecken, damit ich irgendwo den Vorratsraum dann einfach erwische. Also, es darf halt praktisch sein. und das finde ich, glaube ich, so wichtig, dass man einfach oder du für dich in dem Moment einfach sagst, Hey. für mich ist das so gesehen total selbstverständlich, dann einfach, genauso zu denken wie die Wünsche des Bauherren sind. damit dieses Haus, dieser ganze Wohnraum sich absolut in sein Leben integrieren kann.

Johannes Morhard: Es dreht sich nicht nur um den Wohnraum an sich. Es dreht sich auch wieder um den Ort. Es ist genauso wichtig, wo man wohnt wie in was man wohnt. Du musst, wenn du aus dem Haus raus gehst, dich dort wohlfühlen, wo du wohnst, und du musst auch wenn du draußen deine Terrasse dein Garten ist genauso Wohnraum. Du musst einfach dein persönliches Lipido in deinem Umfeld, ob das jetzt innen oder außen ist völlig entfalten können, und dann ist es richtig, dann ist es richtig geworden. Das kannst du im im Bestandswohnen beschränkt. Da muss man gewisse Dinge eingestehen, aber im Neubau. Kannst du das wirklich ausleben, und das kostet dann auch nicht unbedingt wesentlich mehr zu verteidigen. Ich habe vorhin gesagt, wer damit zufrieden ist alles gut, aber wir versuchen doch immer herauszustellen, was der Architekt denn doch für seinen Bauherrn tun kann. und das macht uns auch Spaß. Das ist ja auch das Atemberaubende an der Sache.

Carolin Zimprich: Das heißt, man sollte euch eigentlich vorher schon kontaktieren, bevor man mit einem Grundstück da draußen liebäugelt.

Johannes Morhard: Absolut. Ich habe es jetzt erst erlebt. Bauherren von mir, die vielleicht Bauherrn werden. Die haben sich mit einem Makler in Verbindung gesetzt. Der Makler hat ihnen ein wunderschönes Grundstück an einem Fluss bei uns in der Region angeboten. zu einem Bodenwert, der höher liegt natürlich erst mal verständlich, hat es als bebaubar verkauft. Ich hab dann mit 2 Anrufen festgestellt, dass es in der Hochwasserzone liegt, dass die Bäume darauf nicht gefällt werden dürfen, dass es damit nicht bebaubar ist, und der Makler hat mir gesagt: für 100siebzig1000€ ist doch völlig egal, ob das Grundstück bebaubar ist. wenn die Bauhände sich das gekauft hätten, das wäre eine Katastrophe gewesen, dann hat er gesagt, dann soll sich doch jemand ein Wohnmobil draufstellen? Ja, kann man machen. Aber eine junge Familie, die gerade mal 25 30 Jahre alt sind, die auch ihr ganzes Leben durchfinanzieren. Damit Deswegen ist es gut, wenn die Bauwilligen sich einfach mal im Vorfeld beim Architekten informieren. Da muss noch kein Architektenvertrag gemacht werden. Da muss noch jetzt planen wir gerade ein größeres Bauvorhaben für ihn, wo er sich auch mit seinem Lepodiom umwandeln kann, wie er verwirklichen kann. Aber das ist absolut wichtig. Man sollte eigentlich. bevor man irgendeinen Gedanken hat: Soll man neu bauen, oder soll man sanieren. erst mal mit einem Architekten sprechen. um sich da auch zu orientieren. Dann geht man zur Bank und schaut sich die finanzielle Situation, an die man sich leisten kann. Was hat man Eigenkapital, Was kann man finanzieren? und dann soll man mit dem Grundstückssuchen beginnen und optimal ist es, wenn dann der Bauherr den Architekten mitnimmt und sagt: hier schau dir das Grundstück an. Schau Das andere Grundstück an. Das sind 2, 3, 4 Termine, die man vorher mal auf sich nimmt. Aber die lohnen sich fürs ganze Leben.

Carolin Zimprich: Ja, ich glaube, das kann der ein oder andere Hörer sich da bestimmt mal hinter die Ohren schreiben, was ich bei dir in deiner Geschichte total interessant finde, ist, und ich glaube, das ist bei den seltensten Menschen, die ich bis jetzt hier so am Mikro hatte, ist, dass du sagst. aus meiner Familie sind eigentlich alles Unternehmer. Sprich: Also, du kennst ja dieses Szenario von ich komme von der Ausbildung, vom dualen Studium, von der Uni wieder nach Hause und sage, ich habe da eine Idee. Ich mache mich selbstständig. und dieses fassungslose Kopfschütteln. Kennst du von Hause aus? Ja nicht? War es denn vielleicht eher ein Unverständnis bei dir zu Hause, dass du gesagt hast. So, also Thema Füße, ja, ist total schön, ist jetzt aber wirklich nicht meine Welt. Ich werde davon nichts übernehmen. Das könnt ihr alles für euch behalten. Ich mache mein eigenes Ding. Hat das bei euch für ein Unverständnis gesorgt.

Johannes Morhard: Gar nicht gar nicht. Ich hatte den großen Vorteil, dass mein Bruder die Gene meines Vaters übernommen hat, was Vertrieb betrifft. und meine Mutter war immer offen, und meine Eltern waren auch immer offen dafür, dass wir Was machen. Ich höre heute noch meinen Vater, wenn ich abends mal nach Hause gehe. und am nächsten Tag ist ein Feiertag oder ein Sonntag, dass er zu mir sagt: Wann kommst du, morgen. sag ich, morgen ist mal Sonntag, morgen machen wir mal Pause Nee. Also überhaupt nicht. Meine Familie hat uns Kindern immer alle freie Wahl gelassen. Natürlich hat sich, das war das bei uns, irgendwo im Blut. Für mich war es eigentlich da auf dem Weg. Der absolute Traum, Architekt zu werden, und du kannst als Architekt natürlich auch eine Anstellung gehen. Das hat bei mir teilweise funktioniert, teilweise nicht funktioniert. Ich habe auch einfach meinen eigenen Kopf. und da habe ich auch meinen Professoren widersprochen. und ich habe auch Leuten widersprochen, bei denen ich angestellt war. Von der Seite war das schon bei mir auch ein bisschen im Blut, dass ich irgendwann selbstständig werde. dass ich über eine tragische Situation selbstständig wurde. Das war nicht so geplant, aber so spielt das Leben. Also, ich hab dann mal bei einem Architekten hier bei uns in der Region angefangen zu arbeiten, der dann leider kurz drauf an Krebs verstorben ist, und wir waren aber so tief drin haben alles übernommen gehabt, dass sein Wunsch von seiner Frau war, dass ich das übernehme, das haben wir auch gemacht, sind dann 2.006 anfang 2.006 selbstständig geworden. aber im Prinzip war das immer in unserem Blut. Also, es war eigentlich immer immer schon da, dass es das auch wird. und auch wenn die Zeiten, das hast du am Anfang gesagt, auch wenn die Zeiten schwierig waren. Es gibt immer ein Auf und ab. Das ist überall. So gab es nie einen Zweifel, dass man das nicht mehr machen sollte, sondern es war. Es kam meistens in den schweren Zeiten kamen eigentlich immer besondere Ideen raus. Das hat auch mehr Spaß gemacht.

Carolin Zimprich: Die Übernahme in 2.006. Du hast es gerade kurz angesprochen, was für dich in der Situation als solches ein schweres Erbe, was du da angetreten hast.

Johannes Morhard: Ja.

Carolin Zimprich: Diesen Betrieb zu übernehmen.

Johannes Morhard: Ja natürlich. Es war ein hochrangiger Architekt, ein Bda Architekt buntdeutscher Architekten, der wirklich mit seinem Partner in einem Nachbarort ein hervorragendes Büro hatte, die hochrangige Architektur gemacht haben. Das war natürlich ein schweres Los, keine Frage, Aber ich habe mir dann nie groß Gedanken gemacht. Das war nie ein Selbstzweifel. sondern wir haben einfach die Aufgabe übernommen, als er krank wurde und die Frage kam: Können Sie das mal so übernehmen. Es geht ihm nicht gut. habe ich gesagt: Ja, kein Problem, das machen wir, und es ging mir immer um die Sache an sich. Ich bin ja auch angestellt worden, um Aufgaben zu erfüllen, und das haben wir halt gemacht, Oder ich hab das Halt gemacht. Es gab nie einen Selbstzweifel, ob ich das vielleicht nicht schaffen könnte. Es gab auch am Anfang nach der Übernahme gab es auch große Projekte, an denen wir gearbeitet haben, und ich habe immer gesagt, ich habe das Gefühl, ich fahre so auf die Wand drauf zu. aber ich weiß nicht, wann die Wand kommt. Es ist natürlich schwierig, wenn du und und es ist immer eine sehr gute, zusammen auch Strenge, aber sehr gute Zusammenarbeit. Aber es geht. Der Selbstzweifel war eigentlich nie da. und es war eigentlich in den schweren Phasen immer, sodass man sich, egal wie schwer die Phase war, das. Ich kann mich dann durchaus abschotten. Ich kann einfach dann irgendwas planen, was entwickeln was Entwerfen über etwas nachdenken. und das hat so positive Einflüsse auf einen selbst, dass man da dann schon aus dieser schweren Zeit wieder rauskommt.

Carolin Zimprich: Gib uns vielleicht mal einen kleinen Einblick. Also ich denke, so dieses man hat ein Architekturbüro, Ein Bauherr kommt da hin hat. Eine tolle Idee bringt die richtige Finanzierung mit und eure Aufgabe oder eure, vor allem verantwortungsvolle Aufgabe ist es ja dann mit den Ressourcen, die einem zur Verfügung stehen, so ein Bauprojekt dann hinterher umzusetzen. Was sind Momente, wo man denkt? Okay, Also, das ist jetzt Mal, das hat keiner kommen sehen. Damit haben wir nicht gerechnet. Das bringt das ganze Projekt ins Wanken. Was sind das für Situationen, die da eintreten können.

Johannes Morhard: Zum einen fängt es an mit der Möglichkeit der Finanzierung des Bauherrn. Er stellt sich natürlich, bevor er zum Architekten geht, bevor er in die Baumaßnahme geht, oder das Vorhaben vor Was kann er aufwenden? Wir haben einen ganz netten Bauherren, der eine tolle Praxis machen möchte, der hat eine ganz konkrete Vorstellung, was das kosten darf. Das haben wir. Als wir früher in den ersten Jahren selbstständig waren, haben wir das natürlich auch schmerzlich gehabt, indem wir dann überlegen mussten. Was kann man anders machen, damit man die Architektur genauso schafft, aber halt günstiger schafft. Das machen wir heute anders. Wir planen heute von vornherein Reserven ein, die die und ganz am Anfang nehmen wir uns her und sagen. das ist dein Budget. Da nehmen wir jetzt mal. Je nach Schwierigkeit des Bauvorhabens 10, 20, durchaus 30% Reserve weg. Dann geht die Mehrwertsteuer weg. Dann gehen die Nebenkosten weg. Bis wir dann zu den reinen Nettobaukosten kommen, mit denen wir planen können. Was ist denn für dieses Geld an? Das kann man wieder bis nach vorne rechnen, an Quadratmeter zu bekommen. und wenn das nicht stimmt, dann muss man überlegen: Wie kann der Bauherr sich damit engagieren? Gibt es die Möglichkeit der Eigenleistung? Hat er Freunde, Familie, die gewisse Gewerke übernehmen können. Es ist zweifellos so, das muss man ganz klar sagen. Wenn der Architekt ein Gewerk in einem Plant ausschreibt und auch betreut, dann ist es durchaus das Gewerk teurer. Der Bauherr bekommt natürlich da auch eine Gewährleistung arbeiten. Das Das sieht ein Bauherr durchaus nicht. Der Bauherr sieht, wenn auf der Baustelle was geht der Bauherr sieht, wenn der Architekt sich meldet und sagt, wir müssen einen Plan besprechen. Wenn Aber solche Arbeiten sind, da musst du einfach tief und lange arbeiten und musst viel drüber nachdenken. und das sind die Wege, mit denen du das Problem begehen musst, Anders geht es nicht. und wenn es dann wirklich, wenn es dann wirklich der Fall ist, das hat man jetzt bei einem Bauherrn, dass man sagt, das Budget schafft die Aufgabe schafft das Budget nicht, dann muss man dem Bauherrn ganz klar sagen, dann ist das der falsche Weg, weil der Würde sich ja wahnsinnig überschulden.

Carolin Zimprich: Gab es bei euch schon mal Momente, wo du den Hörer in die Hand greifen musstest, und hat gesagt: So, Also, wir haben natürlich jetzt hier Stepp 1, 2 und 3 Halt schon gemacht, stecken da eigentlich ganz tief schon in der Materie drin sehen, aber wir werden das Ziel auf gar keinen Fall erreichen, egal in welche Richtung wir letztendlich gucken. Die einzige Chance, die wir haben, ist, dass wir dieses Projekt zurück auf 0 setzen müssen, und müssen es beenden.

Johannes Morhard: Ja gab es auch schon. Klar ist auch meine Verantwortung, wo es gab solche Bauvorhaben, auch die wir einfach absagen mussten oder sagen mussten. Überleg: S dir nochmal, Es gab aber auch andere Bauvorhaben. Da hatte der Bauer gar keine andere Wahl, als weiter zu finanzieren. weil in der Klinik eine Decke einsturzgefährdet war und da einfach viel mehr Arbeit, viel mehr Planung investiert werden musste und das Bauvorhaben dann fast doppelt so teuer geworden ist. Aber da gibt es dann immer so in der allgemeinen Denkweise. Die Idee, dass wenn das Bauvorhaben teurer wird, haftet. Der Architekt wir. Worüber denkt man gerade nach? Wo gibt es schwierige Positionen? und dann schafft man auch die Möglichkeit, dass der Bauherr mitgeht. sondern nicht nur auf einen Architekten wartet, wann der nächste Plan kommt, sondern er denkt mit überlegt selber mit. und dann haben wir irgendwann den roten Faden, den wir aus allen möglichen Richtungen spinnen.

Carolin Zimprich: Wenn man einfach merkt. Hey, ich muss dem jetzt hier einfach leider eine Grenze ziehen. Also du hast ja in all dem, was du gesagt hast, ja schon wirklich tief. finde ich einen Einblick gegeben, dass dir die Verantwortung, die du da bekommst, und Das sieht man, glaube ich, auch in der Übernahme in 2.006 von dem Architekturbüro, das für dich völlig außer Frage stand, zu sagen: Nee machen wir nicht, sondern es ist ganz wichtig, dass ich diese Verantwortung übernehme und entsprechend auch genauso verantwortungsvoll damit umgehe, dass diese Projekte nicht scheitern, dass das nicht vor die Wand gefahren wird. Wie nimmt es dich mit Oder was macht es mit dir? Welchen Einfluss hat es auf dich. Wenn man solche Hiobsbotschaften dann halt doch mitteilen muss, Sind da Fragen mit. Okay, Habe ich da einen Fehler übersehen, habe ich da zu spät reagiert. Oder gibt es da vielleicht noch ganz andere Gedanken, dann in solchen Momenten?

Johannes Morhard: Zuerst macht es einen traurig, diese Idee, die dahintersteckt. Wir verfolgen ja immer ein gewisses Konzept. durchaus auch emotionale Konzepte romantische Konzepte. Asthma macht einen traurig, dass das nicht funktioniert. da wir eigentlich immer in direktem Kontakt mit dem Bauherrn sind und gut kommunizieren. Wir versuchen natürlich danach auch immer, den ganzen Ablaufrevue passieren zu lassen. Ein Fehler kann ein Bauherr, ein Auftraggeber, ein Kollege, viel besser umgehen als mit einer Story, die man irgendwie verkaufen will. Das lehne ich also völlig absurde Arbeitsweise. Ich lehne auch eine Arbeitsweise ab, dass man jemand anderen eine Schuld gibt. Aber wir schaffen es. Meistens schaffen wir es, dass wir aus dem Nachdenken. Was war denn falsch, oder was hätten wir besser machen können, dann doch mal noch zu einer Lösung kommt. Wir haben ganz wenig Bauvorhaben, die wirklich dann zum Misserfolg wurden. und es ist auch wichtig, dass man die Zusammenarbeit durchaus aufhebt. wenn man sich überhaupt nicht versteht, wenn es einen Bauherrn gibt, der einen Architekten nur braucht, dass er jemanden hat, der haften kann. Zum Beispiel, das gibt es ja auch. Wir merken das immer relativ schnell, wenn ein Bauherr nur jemanden sucht, dem man Schuld zuweisen kann. Wir haben es in ein paar Fällen auch geschafft, völlig umzudrehen, sodass wir dann doch erfolgreich zusammengearbeitet haben. Aber wenn man sich nicht versteht, wenn es keine gemeinsame Ansichtsweise gibt, keine gemeinsame Arbeitsweise, kein gemeinsames Ziel. Wenn die Chemie nicht stimmt. dann muss man es auch nicht unbedingt. Dann hebt man es auch gerne auf. Aber das sind grundsätzlich, ist es wichtig, dass man über das, was man macht, ordentlich nachdenkt. und dann wird man für die nächsten Baufarben auch stärker.

Carolin Zimprich: Ich glaube, das ist einfach total wichtig, dass man merkt, dass die Kommunikation mit dem Architekten meiner Wahl einfach so unwahrscheinlich wichtig ist und ich ihn einfach wirklich mal mitnehme, in mein Leben. so wie ich das ja anfangs sagte, dass man einfach mal so ganz persönliche Träume und Wünsche anvertraut, damit derjenige wirklich versteht. Hey, wie sieht denn mein Leben letztendlich wirklich aus? Ich weiß zum Beispiel noch von meinen Eltern als hier ein ganz großer Umbau da war. haben Sie auch einen Architekten für sich gefunden, Wo sagten Boah, der kann das, und der kann das für uns umsetzen. Also total kreativ, unterwegs. Da war das Problem dann aber hinterher, dass quasi seitens des Bebauungsplanes einfach ein Regelwerk gab und der Architekt sich einfach nach seiner Kreativität gar nicht so austoben konnte, wie er das ganz gerne gehabt hätte. und aufgrund dessen hat er dann gesagt, geht einfach nicht. Also wenn ich einfach in vielen Dingen so eingeschränkt werde. auch dann können wir leider irgendwie so nicht zusammenarbeiten, und ich glaube, das ist total wichtig. und das finde ich. Da schließt sich wieder so ein bisschen der Kreis, dass gerade in diesen Bereichen, dass man einfach merkt. dass Beruf von Berufung kommt und dass so ein Projekt einfach wirklich nur richtig gut werden kann, wenn beide komplett miteinander gut kommunizieren können. und wenn sich jeder einfach so frei gestalten und letztendlich auch so austoben kann, was er für sein Handwerkszeug letztendlich braucht, um wirklich eine richtig gut qualitativ gute Arbeit abliefern zu können.

Johannes Morhard: Ja, aber es gibt eigentlich keinen Bebauungsplan, auf den man nicht bauen kann. Das ist eigentlich das Richtige. Also das ist in vielen Fällen ein Punkt. Warum Bauvorhaben scheitern wegen dem Bebauungsplan? Das liegt einerseits daran, dass Bebauungspläne Jahre früher aufgestellt worden sind und heutige Bauentwicklungen gar nicht zulassen. Das liegt aber auch durchaus daran, dass der ein oder andere, das uns auch schon passiert, einfach vorher die Grundlagen nicht vollständig ermittelt und dem Bauchahn dann auch nicht sagt, wenn er das Grundstück schon hat. was auf dem Grundstück geht und nicht geht. Man kann einen Bebauungsplan durchaus auch mit Abweichungsanträgen verändern. Das geht. Das ist mit Aufwand verbunden, aber man kann es machen, und wenn Bebauungspläne uralt sind. Dann geht es noch besser. Also, es ist kein Hinderungsgrund. Wichtig ist dass man, einfach alles das komplette Gesicht, den kompletten Fußabdruck eines Grundstücks einfach vorher mal komplett durchschaut. dann hat man alle Grundlagen, auf denen man arbeiten kann. Jetzt haben wir bei dem einen Grundstück natürlich keine Möglichkeit zu bauen. Da gibt es ein marodes Haus. Das kann man abreißen. Selbst wenn man es exakt neu baut, wäre es nicht genehmigungsfähig. Man muss es auf den Rohbaumauern stehen lassen und sanieren da. Hat Man ein kleines Häuschen, was schlecht dasteht. Also da muss man einfach vorher ordentlich hinschauen. und dann geht es aber für dafür. Ich habe vorhin gegrinst. Haben wir ein kleines Buch geschrieben, das heißt Bebauungspläne beißen, nicht wie Architekten Lösungen finden war mein erstes kleines Buch, Das verlinkt.

Carolin Zimprich: Das verlinken wir auf jeden Fall alles, und auch alle anderen Kontaktinfos zu dir, lieber Johannes. Das verlinken wir.

Johannes Morhard: Ein.

Carolin Zimprich: Nein, ich Find’s Ganz wichtig, dass man da einfach darüber spricht und so wie ich ja vorher noch die Frage gestellt habe. Wenn ich da mit den, also, wenn ich mit dem Gedanken spiele, ein Haus zu bauen, wann hole ich mir den Architekten und wahrscheinlich schon, wenn ich morgens mit dem Gedanken aufwache, so dieses Hey, ein Neubau wäre eine gute Idee. Ich habe noch keine Ahnung, wie ich das finanziere, ist das wahrscheinlich einfach schon mit der erste Schritt zu sagen. Hey, ich suche mir einfach den richtigen Teamplayer den ich mir da ins Boot hole. um diese Idee, die da einfach im Kopf geistert, auch wenn sie vielleicht erst viele Jahre später umgesetzt werden kann. Also weil Grundstück finden Behördengänge und und und sowas, da kann ja viel Wasser durch den Rhein fließen. Von daher macht das auf jeden Fall Sinn, das genauso aufzubauen. Gibt es für dich in dieser ganzen Laufbahn, wo du sagst, ich mache mich selbstständig. Ich mache da mein eigenes Ding. Du hast auch erzählt, du warst eine Zeit lang angestellt hast. Gemerkt. das hat irgendwie nicht so ganz gut funktioniert, weil du eigentlich mit deinem Denken da quasi durch wolltest. und die anderen haben das manchmal so ein bisschen anders gedacht, wo man merkt. Hier gehöre ich nicht. Hier gehöre ich nicht so wirklich hin. Gibt es Situationen, wo du sagst. es war die größte Scheiße Ever die mir da passiert ist. Aber es ist eigentlich so gut, dass mir das passiert ist, weil mir das später einfach so richtig gut dienlich war, weil ich weiß ich nicht die eine oder andere Lektion daraus gelernt habe oder weil ich da einfach so eine Erfahrung gesammelt habe, die mich einfach für viele andere Projekte später richtig gerüstet hat.

Johannes Morhard: Da habe ich natürlich das nicht richtig verstanden. Ich war noch richtig grün in den Ohren und habe gedacht, meine eigenen Ideen fließen zu wenig ein. Ich bin dann da weggegangen, bin in ein anderes Büro gegangen, und die hatten auch ganz andere Erwartungen an mich. Ich hatte das auch vielleicht nicht verstanden. Ich habe auch vielleicht falsch für mich geworben, aber da wurde die Zusammenarbeit dann beendet, und wenn das nicht passiert wäre, hätte ich mich nicht in die Existenzgründung begeben. und wenn ich dort nur diesen also Mehrweg Also, ich habe da nur einen Auftrag bekommen, der sehr schwer war. Da ist eine Freundschaft auch gescheitert. und dann habe ich mich bei dem Architekten beworben. und das war natürlich eine tragische Situation, dann dort, dass der dann verstorben ist. Aber ja, also diese Situation gab es immer wieder, die gibt es auch heute noch in der Selbstständigkeit. Wir hatten mal einen Bauherrn, oder den haben wir immer noch der wirklich sehr streng im Umgang mit seinen Auftragnehmern ist. Ich habe immer gesagt, das ist keine Tragödie, dass der so streng ist, sondern du lernst da draußen weißt, wie du mit den Menschen umgehen musst. Du musst den noch besser versuchen einzuschätzen. Auch es gibt auch Firmen. Es gibt auch Leute auf dem Baumarkt. Die gehen brutal mit seinem nächsten um. Man lernt da eigentlich immer da raus. Es gibt keine schlechte Erfahrung. Es gibt immer nur eine gute Erfahrung, auch wenn es in einer stressigen, schlimmen Situationen passiert. Aber das sind alles gute Erfahrungen. Ich genieße das auch immer durchaus, Ich zäh heute wirklich von allen Erfahrungen, die man gemacht hat, immer wieder und genieße das, dass man dann doch durchaus eisenbereifter ist, erfahrener ist und einfach dann mit demjenigen sanfter und vorsichtiger umgeht. ein wichtiges Hilfsmittel. Dazu ist Ehrlichkeit und Höflichkeit. Es ist überhaupt kein Problem, dass man mit seinem nächsten höflich und respektvoll umgeht. und wir hatten jetzt ein Bauvorhaben, oder wir sind gerade Baufarben drin. Da ist dann ein Gesprächspartner in der Besprechung völlig ausgerastet und hat fast das ganze Baufarben zum Platzen gebracht. Sowas bringt gar nichts. Also ich sag meinem Bauherrn immer wieder. Es wird Zeiten geben, in dem wir uns konzentriert und streng über gewisse Themen unterhalten. Aber es wird Zeiten geben, da wirst du denken, du musst jetzt mit mir streiten. Wir werden aber nur um die Sache streiten, diskutieren. Wir werden uns aber nicht so streiten, dass wir uns entzweien. Wenn wir uns entzweien sollten, dann ist es so. Dann lösen wir es auf, und das befreit unheimlich. Dieser Zwang jemandem gefallen und die Arbeit, jemand gefallen zu müssen. Das löst sich da vollständig auf. sondern wenn du einfach mit diesem Respekt und mit einer gewissen Höflichkeit, mit dem Bauern umgehst. Wir haben mal in Lichtenfels bei unserem Ort hier, ein sehr schönes Stadthaus saniert. sehr höchst freundliche Bauherren, die immer aufmerksam.

Carolin Zimprich: Ich glaube, man kann ja auch so bei schwierigen und schlimmen Situationen, ja auch vielleicht so ein bisschen noch mitgeben, dass. also es gibt ja Einflüsse von außen, auf die hat man ja nun mal in dem Moment einfach keinen Einfluss, also weiß ich nicht, wenn man irgendwie darauf wartet, dass der Klinker angeliefert wird oder die Dachziegel kommen, oder weiß ich nicht irgendwelche Gewerke innen drin gemacht werden, und man kriegt die Termine nicht, weil deren anderen Bücher voll sind oder sich da Baustellen verzögert haben. und und und also, das kann. Ja, Also, ein minimaler, kleiner Baustein kann ja eine wahnsinnige Kettenreaktion auslösen. die dann ja vielleicht dazu führt, dass die Familie ja vielleicht eigentlich schon die Wohnung gekündigt hat, wo sie auszieht, weil sie dachte, dass sie zu dem Termin X vielleicht ins Haus einziehen kann, obwohl eigentlich alles gut scheint. Vielleicht kann man deswegen auch da vielleicht nochmal rückwirkend oder rückblickend nachvollziehen, warum vielleicht dem einen oder anderen in der einen oder anderen Besprechung, vielleicht auch mal kurz die Hutschnur platzt, weil ich glaube, so ein ganzes Bauvorhaben ist, natürlich eine extreme Beanspruchung für das eigene Nervensystem. und man hat ja noch einen Alltag drumherum. Also das kommt ja noch als Projekt dazu, was ja irgendwie einfach jongliert werden möchte. und das ist ja nichts, wo man mal eben sagt. Ach komm, wir lauf mal eben kurz zum Spielplatz oder so, sondern es ist ja, das darf sich leicht anfühlen, und das darf so. Ein Projekt darf auch Spaß machen. aber man begibt sich, da ja zwischendurch. So sehe ich das zumindest in Abhängigkeiten, auf die man dann einfach zwischendurch absolut keinen Einfluss mehr hat.

Johannes Morhard: Da muss man sehr sensibel damit umgehen. Da muss man auch die. weil einfach gewisse Materialien nicht geliefert werden konnten. Wir versuchen auf den Baustellen immer ein Bauteam zu schaffen. Wir versuchen den Leuten immer unter die Arme zu greifen und in den Arm zu nehmen. nicht nur den Chef zu achten, sondern auch den einzelnen Mitarbeiter auf der Baustelle, dass er auch einen wertvollen Beitrag dazu leistet, und dann haben die auch alle Lust. da mitzuarbeiten. Das geht durch die Besprechungen. Wir freuen uns, dass wir den Schritt erreicht haben, wir motivieren wir grillen mal auf der Baustelle. Wir sorgen dafür, dass der Bauherr jeden Freitag eine Brotzeit auf die Baustelle bringen. Wir sorgen dafür, dass die Leute Spaß haben, auf dieser Baustelle zu arbeiten. Wir haben ein sehr schönes Haus bei uns in der Region gearbeitet, der durfte den ganzen Tag Metalmusik hören auf der Baustelle, und das war dann auch bekannt. Die haben das Genossen, die haben das wirklich. Die haben wirklich Spaß dran gehabt, dort arbeiten zu dürfen. und das macht Sinn, das ist notwendig. Das ist auch wieder freundlicher Umgang. Aber das ist auf der Bauernseite natürlich völlig verständlich, wenn ihm dann die Hutschnur platzt. Wenn am Ende das Bauvorhaben. Wenn also die letzte Tür langsam entgegenkommt, dass er wissen muss, Wann muss er die Wohnung kündigen? Wann kann er den Umzug planen, und ich verstehe das auch völlig, wenn ein Bauherr. Irgendwann sagt, Das ganze Bauvorhaben braucht mir zu viel Zeit. Ich habe ja noch ein anderes Leben, Auch das ist natürlich schwierig da. das erklären wir immer im Vorfeld, dass es wirklich einen Einsatz braucht. Das ist nicht nur auf den Plan zu schauen und zu sagen: Jawohl, der Grundriss gefällt mir, sondern es geht auch um die Musterung. Es geht um Farbemusterung. Es geht um Ortstermine. Das ist einfach wir. Das ist dann natürlich ein bisschen Risiko, wenn es nicht so wird. Aber es bedarf natürlich eines gewissen Engagements. Das ist einfach so, und Da verstehe ich auch Bauern, die sagen, ich hab dafür gar keine Zeit. Ich such mir einen Fertighauskatalog und suche mir ein Haus Daisy raus. Das verstehe ich. aber wir versuchen halt doch, ihm noch mehr zu bieten, mehr zu leisten, ihm einen Mehrwert zu bieten, und meistens lohnt sich. Wir haben eigentlich nie einen Bauherr, der sagt. Das war ein völliger Reinfall, doch Entschuldigung, einen hat man mal, aber gut, da darf man auch.

Carolin Zimprich: Das ist so wichtig.

Johannes Morhard: Die. der hat am Ende gesagt, er wird nie mehr mit dem Architekten bauen. Das war ein Bauvorhaben. Da haben wir gemerkt, dass die Chemie nicht stimmt, und wir haben es trotzdem gemacht. und es war auch emotional anstrengend, keine Frage. Es war auch anspruchsvoll, und daraus haben wir auch gelernt, dass man sagt, wenn es denn überhaupt nicht funktioniert, dann. man kann auch Unmögliches nicht erreichen. Also wenn ein Bauherr kommt und sagt: ich habe nur, ich sage jetzt keinen Betrag, aber ich habe nur einen kleinen Betrag, und ich will das so, und das muss so, dann sind wir schon mittlerweile emotional auch in der Lage zu sagen, Es geht nicht ja, das macht.

Carolin Zimprich: Das finde ich so unwahrscheinlich wichtig, dass man auch einfach sagen kann, Hey, und da hat’s mal nicht funktioniert. Weil Also, die meisten Sachen funktionieren Ja, nun mal einfach, Das ist so. Deswegen hat man sich mit dieser Sache ja selbstständig gemacht und folgt da einfach seiner Vision und seiner Passion. Aber es gibt ja nun mal einfach Momente. Da ist es halt einfach nicht so. und das ist ja einfach dieses Ding, wo ich sage: Genau das macht uns authentisch. Genau das macht uns in dem Moment einfach nahbar, dass wir wirklich für uns fühlen und spüren können. Da fühle ich mich gut aufgehoben. als wenn ich immer nur das Gefühl habe, hier wird mir irgendwie so ein Glanzbilderbuch irgendwie vor die Nase gehalten, und mir wird suggeriert, dass hier einfach irgendwie immer alles gerade läuft, dass immer alles gut geht. Von daher, ich finde es viel authentischer, wenn ich weiß, Hey, ja, wir haben halt auch schon mal gemeinsam irgendwie ins Klo gegriffen, aber es passiert halt. und es gibt ja einfach gewisse Umstände. Auf die Hast du keinen Einfluss, Bekannte von uns sind umgezogen in ein Bestandshaus und haben das halt für sich einfach komplett einfach von innen. Einfach mal so ein bisschen aufarbeiten lassen. So ja, sie sind umgezogen, und sie hatten halt auch ihren Termin, wann sie aus dem anderen Haus raus mussten, um in das neue Haus einzuziehen. und was fehlt. Ja, ich glaube eben ganzen Haustüren. Sie sind halt einfach nicht da, weil das, was geplant war, gerade aktuell nicht lieferbar ist. und Ja, es ist blöd. aber du musst dich dann halt irgendwie mit dieser Situation ein wenig arrangieren, Um einfach zu wissen. Hey, das ist jetzt ein gewisser Zeitraum. Der ist halt so. aber es sind ja nicht die nächsten 30 Jahre, die keine Türen da sind, um auch vielleicht, sich das eigene Nervenkostüm da ein bisschen irgendwie beruhigen zu können. um einfach zu verstehen, Ja, es ist Norris No Fun ne.

Johannes Morhard: Wenn der Bauherr merkt. der Fachingenieur. Der Architekt geht mit uns ehrlich rum, der sagt, was Sache ist, und dann richten wir uns darauf ein? Sicher Nicht schön. Wenn in einem Haus in einem Geschoss Türen fehlen, wenn die später kommen. Obwohl das Gebäude in Betrieb ist keine Frage. Es macht wieder Schmutz, macht wieder Aufwand. Aber wenn man das ordentlich sagt, dann hat man eine Basis, auf der man arbeiten kann.

Carolin Zimprich: Ich auch so.

Johannes Morhard: Das Beteiligte. Das lässt sich alles gar nicht unter den Hut bringen. Aber wenn man das kommuniziert, ist das völlig In Ordnung. Ich sag grün.

Carolin Zimprich: Grün. Dann gucken wir doch mal hinein, was Grün uns So bringt und wir beide spielen Stopp It. Du bekommst jetzt von mir 45 s Zeit und nennst mir einfach mal 3 Dinge, die du ab jetzt ganz bewusst nicht mehr in deinem Business oder auch im Leben allgemein tun. Wirst einfach, weil du schon ganz lange weißt, dass es dich persönlich und dein Wachstum aufhält. bist du bereit.

Johannes Morhard: Ja.

Carolin Zimprich: Dann sag ich mal auf die Plätze fertig. Los. Die Zeit läuft ab. Jetzt.

Johannes Morhard: Ich werde nicht mehr für einen Bauherrn arbeiten, der uns in Haftung bringen will. Ich werde mich nie an meinen Ideen hindern lassen und an der Idee, wie man gute Architektur umsetzt. und Astrides. da kann ich dir eigentlich gar nichts sagen. Ich bin damit durch.

Carolin Zimprich: Wer weiß, vielleicht fällt dir später noch was ein? Weil alle guten Dinge sind. Ja bekanntlich 3. und ich glaube, den ersten Punkt, den Du gerade genannt hast, die Eigenverantwortung. Ich glaube, davon dürfen wir Menschen alle wieder ein bisschen mehr Silber in die Hand nehmen. Von daher finde ich das, glaube ich, eine ganz ganz wichtige Geschichte, die du da erwähnt hast. und so, als letzten kleinen Takeways letzte kleine Inspiration für alle da draußen. Sag mal, wenn du deinem damaligen ich zum Start von all dem, was du für dich vorbereitet hast, wo du heute einfach stehst als Architekt, Das sind ja nun mal auch mehr als 3 Jahre. Wenn du rückblickend deinem damaligen ich eine Whatsapp schicken könntest. Was würdest du dem Johannes von früher Schreiben.

Johannes Morhard: Es wird der schönste Beruf, den du dir überhaupt vorstellen kannst. Aber es ist mit gehörig Arbeitsaufwand, Lernaufwand. familiärer Aufwand verbunden. Es hat eine sehr hohe Verantwortung, die du tragen musst. Aber wenn du deine Arbeit ordentlich machst, kannst du das alles schaffen.

Carolin Zimprich: Das ist ein wunderbarer Schlusssatz, lieber Johannes. Ich bedanke mich bei dir für den schönen Einblick ins Architekturleben und worauf wir Bauherrn auch einfach mal so ein bisschen achten sollten und wie wichtig es ist, seinem Architekten. Ja, wir nennen es vielleicht mal beim Namen vielleicht auch anzuvertrauen, auf welche Dessous wir vielleicht so stehen, denn je intensiver und inniger eine solche Beziehung ist, So privater und wirklich echter, kann sich ja mein eigener Lebensraum einfach letztendlich entwickeln. Ich fand diesen ganzen Austausch wirklich ganz wunderbar, ganz ganz Vielen Dank. Alle Infos da draußen zu dir finden, findet ihr einfach unten in den Shownotes einfach mal ein bisschen kurz nach unten scrollen. Auch das Buch, von dem Johannes vorhin gesprochen hat, verlinke ich herzlich gerne unten. und ja bleibt mir zum Schluss nicht mehr als zu sagen. Wir sehen uns allerspätestens da draußen im Netz.

Johannes Morhard: Herzlichen Dank. Liebe Carolin war mir eine Edel.

Johannes Morhard
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