Folge #31
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Ausbruch. Freiheit. Lebenslust: Juliane Davidshofer, warum Sicherheit völlig überschätzt wird

mit Juliane Davidshofer & Carolin Zimprich
SCALE & Flow
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Ausbruch. Freiheit. Lebenslust: Juliane Davidshofer, warum Sicherheit völlig überschätzt wird
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🏷️ Stressmanagement & mentale Gesundheit, Gesundheit & Wohlbefinden, Spiritualität & Achtsamkeit, Familie & Beziehungen, Mindset & Persönlichkeitsentwicklung🤝 Präsentiert von NetzwerkGOLD

Darum geht's

Was passiert, wenn du nicht den vorgegebenen Weg gehst – sondern deinen eigenen?

In dieser Episode von SCALE & FLOW spreche ich mit Juliane Davidshofer, einer Frau, deren Leben mehr Wendepunkte hat als viele Businesspläne. Juliane kommt aus einer hochakademischen Familie – und hat sich bewusst gegen Sicherheit und für Freiheit entschieden. Seit über 35 Jahren Unternehmerin, radikal ehrlich, tief spirituell und gleichzeitig bodenständig wie kaum jemand.

Ein Gespräch über:
– Freiheit statt Funktionieren
– Geld verdienen jenseits von Angst
– warum sie keine Angst vor dem Tod hat
– was es wirklich braucht, um das eigene Leben zu führen – nicht das der anderen

Diese Folge ist kein Motivations-Gesäusel, sondern echtes Leben. Mutig. Klar. Ungefiltert.

🎧 Jetzt reinhören & Perspektive wechseln.

✨ Das lernst du in dieser Folge

  • Wenn du dein Studium oder deine Selbstständigkeit selbst finanzierst, fällt der Ausbruch aus vorgegebenen Bahnen leichter – niemand kann dir dann den Geldhahn zudrehen.
  • Erwarte keinen geraden Weg nach oben: Wie ein Aktienkurs geht es hoch und runter, aber tendenziell aufwärts – feiere jedes Zwischenziel.
  • Sportler sind oft die besseren Unternehmer – sie kennen den Biss, das Wiederaufstehen nach der Niederlage und das Durchhalten trotz blauer Flecke.
  • Viele Wechseljahres-Symptome wie Schwindel, Kreislaufkollaps oder Ganzkörperschmerz sind hormonell bedingt – sie werden nur nirgends gelehrt und deshalb übersehen.
  • Plane aktive Ruhephasen wie ein Profisportler ein: Ein Tapetenwechsel und Abstand öffnen dich für neue Impulse, die im Hamsterrad keine Chance haben.

⏱ Kapitel

00:00Ausgebrochen aus der Professorenfamilie: 35 Jahre Unternehmerin statt akademische Laufbahn
03:07Nacht-und-Nebel-Aktion: Ohne die Familie einzuweihen raus aus dem akademischen Korsett
05:37Brötchen ausfahren von 4 bis 8: Warum Selbstfinanzierung die Freiheit erst möglich machte
09:11Mit 15 allein nach Salt Lake City, nach dem Abi in den Kibbuz: früh mutig und grenzenlos
17:03„Wir produzieren lauter Weicheier“: Warum Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten fehlen
26:4688 Prozent Durchfallquote, sofort bestanden: Das „I can do everything“-Gefühl mit 25
30:09Konten geräumt, Scheidung eingereicht: Zwölf Jahre Rosenkrieg mit zwei kleinen Kindern
42:00Kreislaufkollaps und Atemaussetzer: Als die Kinder die Mutter wachrütteln mussten
43:36Ganzkörperschmerz ohne Rheuma: Die Entdeckung des muskulären Skelett-Menopausen-Syndroms
50:30Aktive Ruhephasen wie im Leistungssport: Erst regenerieren, dann mit neuer Kraft weiter

📝 Transkript

Volltext-Transkript lesen

Carolin Zimprich: Heute habe ich eine Frau am Mikrofon, deren Leben mehr Kapitel hat als viele Bücher. Sie ist seit 35 Jahren. Unternehmerin kommt jedoch aus einer hochakademischen Familie. Auch sie sollte eigentlich einen klassischen Weg gehen und ist aber genau daraus ausgebrochen. Statt Sicherheit. Hat sie Freiheit gewählt statt Vorgaben ihren eigenen Rhythmus. Ihr Leben war intensiv bestückt durch große Karrieren und internationale Erfolge. Sie ist. Heilpraktikerin liebt Transformationsarbeit und Spiritualität und ist auch im Network-marketing wirklich überaus. Erfolgreich und gleichzeitig durchlebte sie tiefe persönliche Prozesse. die sie wirklich nicht geschont, sondern eher geformt haben. Heute steht sie vor allem für Empowerment für Frauen. Ihr Fokus liegt auf der Peri und Menopause, und die große Frage, was diese Zeit wirklich bedeutet für Frauen, für ihre Gesundheit, für mentale Stärke, Beziehungen, Arbeit und der weiblichen Führung. Sie verbindet Bewusstsein mit Wirtschaft und spricht über Themen. die viele zwar fühlen, aber zu wenige laut darüber sprechen. Herzlich willkommen, liebe Juliane Davidshofer.

Juliane Davidshofer: Hallo, liebe Karolin. Wie schön, dass ich hier sein kann.

Carolin Zimprich: Ich habe es gerade schon kurz erwähnt. Du kommst aus einer hochakademischen Familie heißt. Jeder bei dir hat eigentlich irgendwo an der Universität. Was ganz Schönes studiert, hat sich ganz schlau gemacht und ist auch diesem Weg dann weiterhin gefolgt. und du hast gesagt: nö mache ich es nicht. Ja? Also.

Juliane Davidshofer: Mache ich nicht. Ich hab’s schon gemacht, aber bin dann nicht weitergegangen. So rum.

Carolin Zimprich: Das heißt, nimm uns vielleicht kurz mit deine Eltern waren beide. An der Universität, haben beide studiert, in welchen Fachrichtungen.

Juliane Davidshofer: Also, meine Eltern haben sich sogar beim Studieren kennengelernt. Beide haben sie Volkswissenschaft studiert, in Freiburg. und ich bin insofern auch ein Freiburger Kindl dort geboren, aber dann gleich weiter nach München. weil wir dann dort umgezogen sind. Meine Mutter ist dann auch Professorin an der Bundeswehruniversität in München geworden, und bei uns ist eigentlich die gesamte Familie. Mein Vater ist nicht Professor, der ist dann in die Wirtschaft gegangen, Aber als eben Doktor der Volkswirtschaft, und ansonsten sind bei uns fast alles nur Professoren. Wahnsinn. Ich sollte auch einer werden. Ich habe, studiert Ernährungswissenschaften an der Tu München und bin eben ein sehr frei ins lebender Mensch, genau was du vorher schon auch so schön bei der Einführung gesagt hast, und ich habe einfach gemerkt, das ist nicht meine Welt hier so dermaßen alles vorgegeben, und erst mal ein paar Jahrzehnte da Kratzfuß machen und dann erst die ja, und da habe ich gesagt: Nee, das ist nicht meins und bin dann auch ausgebrochen habe, also dann nicht weitergemacht bin, nicht Doktor oder Professor geworden, sondern bin dann eben aus dem akademischen Weg raus gegangen.

Carolin Zimprich: Sprich das Studium, Hast du zu Ende gebracht?

Juliane Davidshofer: Die Veranstaltung macht. Wir haben einen eigenen kleinen Kongress organisiert, die Öko Riza also an der Wurzel und haben dort eigentlich so die etwas nicht so Mainstream-leute aus dem Ernährungs und dem landwirtschaftlichen Bereich zusammengetan. ich gebrannt und bin dann eben auch einfach ans Zentrum für Natur erkunden und habe dann eben das Ganzheitliche nachgeholt, indem ich die Heilpraktikausbildung gemacht habe.

Carolin Zimprich: Wie oft hast du in der ganzen Zeit deines Studiums darüber nachgedacht zu sagen, ich schmeiß hin. Ich lass mich vorher schon mal ausschreiben, gehe ich nicht weiter.

Juliane Davidshofer: Also, es ist so, Das Studium an sich war schon frustrierend, teilweise weil ich habe. Damals, ich habe mich zum Beispiel mit einem meiner Professoren fast gestritten, weil ich für Vollwerternährung stark gemacht habe und er mir klar machen wollte, das ist nichts, das muss ich mir vorstellen. Also, man weiß es ja auch, dass an der Uni eigentlich meistens sehr überholte Dinge geschult werden, vor allem gerade jetzt im landwirtschaftlichen und auch im Ernährungsbereich. und ich war da schon sehr, sehr oft, eigentlich so im Clinch. Was mir Spaß gemacht hat, war das Ambiente, die ganzen anderen Studenten, das Studentenleben. Das war richtig, Mega cool. und das will ich auch nicht missen. Aber ich habe einfach auch gemerkt. Ich bin jemand, der sehr voraussehend ist und spürt auch und einfach gesehen habe. Hier ist nicht das, was eigentlich authentisch ist. Also für mich ist Authentizität, was sehr Wichtiges. und deswegen bin ich ja dann auch eigentlich in einer Nacht und Nebel-aktion habe ich dann ohne meine Familie einzuweihen, gesagt ich gehe nicht den weiteren Weg. Ich habe mich dann beim Zentrum für Naturheilkunde als Halbbakterien angemeldet und habe meine Familie einfach vor vollendete Tatsachen gesetzt, und es war auch einfach, weil ich mich selber finanziert habe. Das ist immer eine recht gute Möglichkeit, sein eigenes Ding zu machen. man einfach nicht angewiesen ist. Auf die Subventionierung sag ich mal von gerade Eltern und so habe ich auch in meinem Studentenleben schon morgens vorm Studium vor der Uni, von 4 bis um 8 Uhr zum Beispiel Brötchen, ausgefahren für den Bäcker aber habe einfach selber. Mein Geld verdient, auch als Skilehrerin am Wochenende. und somit war natürlich dieser Schritt in diese Freiheit. und in diesen Ausbruch aus diesen vorgegebenen Bahnen war einfacher, als wenn man dann auch finanziell abhängig ist.

Carolin Zimprich: Wie haben deine Eltern dann darauf reagiert, als sie dann mitbekommen haben. Die Juliane macht jetzt irgendwie nicht das, was wir dachten, was man so tut.

Juliane Davidshofer: Ja, das war schon ein bisschen Adrenalin da. und der Einzige, der mich so ein bisschen verstanden hat, war mein Vater, der ja auch eben nicht weitergegangen ist, also nicht promoviert usw., Sondern der fand das ganz interessant, weil ich ja eben selbstständig, auch einfach schon unterwegs war. und ansonsten war das. Das war schon fast ein Enterbungsfaktor. Also, es war ziemliche Spannung und gleichzeitig dadurch, dass ich mich selber finanziert habe, war das Natürlich konnten Sie nicht ganz, da irgendeinen Hang zudrehen.

Carolin Zimprich: Es ist schon spannend, wie die Umwelt manchmal mit Entscheidungen umgeht, um einen Drumherum, dass sie es überhaupt gar nicht nachvollziehen können. Waren das denn Sorgen Ängste, die sie um sich also um dich hatten, warum konnten sie es nicht nachvollziehen? Weißt du das.

Juliane Davidshofer: es war, wenn man aus so einem Haushalt kommt, aus so einer Familie, dann ist es einfach. Da gab dann keine Wahl. und dieses ganze Erlebnis zu merken, wie ich da eigentlich doch in so einem Korsett bin und wo mir keine Wahl wirklich gegeben wurde, habe ich mir damals aber gemerkt und habe das deswegen bei meinen Kindern nicht gemacht. Ich habe ganz bewusst gesagt gehabt, Wenn Ihr Herz nach was anderem ruft. werde ich das nicht den gleichen Fehler machen, den meine Familie gemacht hat, weil ich einfach auch glaube, dass wir im Endeffekt vor allen Dingen, wenn jemand ein eigenes tiefes Gespür hat für den Weg, den er gehen möchte. Das ist ja nicht bei allen so. Wenn ich überhaupt keine Ahnung habe, wo ich hin möchte, dann gehe ich erst mal den Weg, den vielleicht die Eltern sagen. Aber wenn selber diese Kraft in einem drin da ist, ich will das und das machen, dann ist es absolut meine Ansicht, dass wir diesen Menschen dann eher unterstützen sollen, weil schließlich hat jeder sein eigenes Leben. und wenn der Impuls sehr stark da ist von jemandem, dann ist es doch wichtig, dass man das unterstützt.

Carolin Zimprich: War dieser Impuls, dass du irgendwie gemerkt hast. Hey, da ist noch irgendwas anderes in mir drin. Was nach draußen muss. Hast du das zu deiner Studentenzeit schon gemerkt, weil du hast ja gerade gesagt, du bist vor der Uni schon Brötchen Ausfahren gegangen, warst mit auf der Skipiste, warst dort Skilehrer. Wahrscheinlich waren da noch viele kleine andere Sachen, die du auch noch zwischendurch gemacht hast, um dir deinen Lebensunterhalt einfach in der Zeit zu verdienen, um auch da schon eine ganz andere Art und Weise der Unabhängigkeit zu haben, um da schon viel freier zu sein. Wusstest du schon, dass da unter der Decke irgendwas brodelt.

Juliane Davidshofer: Das wusste ich schon sehr früh. Also eigentlich schon als Teenager. Ich hatte das Glück, dass ich schon als Teenager, also mit gerade 15 nach Amerika kommen konnte, weil mein Onkel Professor an der Universität war, in Salt Lac City, also der Bruder von meiner Mutter. und ich hatte eigentlich eine Auszeit. Also, so ein Vierteljahr. war eine Idee von meiner Mutter muss ich sagen, auch bin ich sehr froh, weil meine Mutter schon in dem Punkt auch sehr, sehr konstruktiv war und progressiv war, anders zu handeln als so das übliche. und ich bin dann dort ein ganzes Jahr geblieben statt einem Vierteljahr. Also, es war auch schon so ein Impuls, und ich bin vor allem nach dem Abitur nach Israel gegangen, in ein Kibbuz. und das war noch außerhalb von Smartphones und Internet, muss man sich mal vorstellen, Das war schon etwas, wo ich im Nachhinein den Kupfer da war ich aber ganz schön mutig und frei unterwegs. und insofern ja ich war eigentlich schon sehr früh anders im Sinne von dass ich einfach nicht so diesen Standardweg gehe und dass ich eigentlich so kein Limit in meinem Kopf habe, was finde ich sehr, sehr. ja schon beeindruckend, ist für ein junges Mädel. Damals noch, also im Nachhinein, habe ich mir immer gedacht, wo meine Tochter so alt war, ist um Gottes Willen, wenn die jetzt auch sowas machen würde. Ich würde ja als Mutter hier wahrscheinlich im achteck Hüpfen. und wie gesagt, das zu Zeiten, wo man noch an eine Telefonzelle ging und Briefe schrieb.

Carolin Zimprich: Ja, das darf man nicht vergessen. Also dieses digitale Zeitalter, in dem wir jetzt gerade leben. Das gibt es noch gar nicht so lange. Ich sage auch immer ganz oft. Also, als ich die Idee hatte, ortsunabhängig zu arbeiten, zeitunabhängig zu arbeiten. Da gab es weder Lte noch ein Smartphone noch Laptops mit einer langen Akkulaufzeit. Das war so Millennium-zeitalter, wo jeder Angst hatte, ob der Rechner noch angeht. geht.

Juliane Davidshofer: Ich erinnere mich noch dran: Was passiert jetzt genau? Ich.

Carolin Zimprich: und das ist so verrückt, dass man ganz oft seiner Zeit in irgendeiner Art und Weise voraus ist oder dass man in Schuhen läuft, die echt noch einen ganzen Tag und zu groß sind, Dinge tut. Also, man weiß, sie müssen getan werden, aber Man weiß im Endeffekt noch gar nicht so richtig. Wofür ist das, denn Was schätzt du neben deiner Studienzeit? Weil also, ich finde solche Punkte total wichtig, damit andere da draußen mitbekommen. um dahin zu kommen. Wo man heute ist. hat man viele Wochen, Monate und Jahre vorher, zum Teil Jahrzehnte Weichen gestellt und hat da schon angefangen, Entscheidungen zu treffen, und du hast die Entscheidung für dich getroffen, Ne krasse Doppelbelastung in Kauf zu nehmen Du hättest, würde ich jetzt mal so rausfiltern, bestimmt die Möglichkeit gehabt zu sagen, hey, Mama Papa, Wie sieht’s aus? Ich brauche da gerade nochmal eine finanzielle Spritze, das ein oder andere kann ich sonst vielleicht gerade nicht realisieren oder miete, oder was auch immer du hättest, bestimmt diese Abkürzung nehmen können. Hast dich aber bewusst in ganz vielen Teilen dagegen entschieden und hast gesagt, ich mache nochmal ein paar Stunden in der Woche On Top und extra kannst du noch auf den Daumen überschlagen, Wie viel extra das in der Woche war. On Top.

Juliane Davidshofer: Du meine Authentizität. und und das gibt dir eine ganz andere Power als wenn du, und du hast natürlich auch einen gewissen Prozess, den du damit durchmachst. Aber es gibt dir ein ganz anderes Standing für Deinen eigenen Weg und vor allen Dingen, du bist standfester, wenn dir von außen irgendeine Kritik entgegenfliegt, weil es einfach dein eigener Weg war. und man kann dich vor allen Dingen nicht irgendwo manipulieren, also nicht so gut, zumindest mal nicht so leicht.

Carolin Zimprich: All das, was man auf dem Weg gelernt hat. Das kann dir ja keiner mehr nehmen. Also diese ganz die man macht.

Juliane Davidshofer: Auch Dafür stehe ich ja auch. Ja. Also Selbstwert, wirklich zu kreieren. und dadurch hat man einen eigenen Selbstwert.

Carolin Zimprich: Wir hatten gestern da noch ein super spannendes Thema, Drüber wo du gerade sagtest. Eltern betütteln super gerne so. Ihre Kinder nehmen ihnen gerne Dinge ab, damit sie es nicht machen müssen, weil sie sollen es ja alle irgendwie besser haben. und so.

Juliane Davidshofer: Ein.

Carolin Zimprich: und wir hatten gestern so ein Gespräch darüber, dass ganz häufig über diese Themen da draußen nicht mehr gesprochen wird, dass man immer denkt, ne darf man nicht ansprechen. Da fühlt sich jemand am Schlips getreten. Es ist nicht politisch korrekt, in irgendeiner Art und Weise. und wir kamen da drauf, weil wir in der Ausstellung von Udo Lindenberg waren und ich dann mal so in den Raum geworfen habe, ob wir heute, so ich sage mal, Menschen aus meinem Jahrgang aus deinem Jahrgang aus dem Jahrgang unserer Freunde. ob man da sagen würde, Hey, gibt es da Persönlichkeiten, die man irgendwann später als genau diese Persönlichkeiten einstufen würde, die einfach ganz klar klare Kante benannt haben, die einfach mal gesagt haben, was in deren Sicht richtig oder falsch ist und die sich das vor allem auch getraut haben. Mir ist spontan keiner eingefallen. wo ich dachte, So, oah, es ist alles so wattebausch. Es ist alles so Wischi-waschi. Keiner hat mehr irgendwie mal eine richtige Meinung zu etwas. weil es ist ja vielleicht nicht so richtig ganz politisch korrekt. Wir bekommen vielleicht ein Multimillionen-shitstorm Da Draußen. Irgendjemand fühlt sich beleidigt in irgendeiner Form. siehst du das auch So.

Juliane Davidshofer: Die ich 25 Jahre in der Schweiz gelebt, leb jetzt seit 6 Jahren auf Ibiza fest. und da ist das alles ein bisschen anders, und deswegen kriegt man das auch nicht so mit. Ich glaube, das ist einfach auch eine eigene deutsche Bubble, die besonders extrem ist. Aber wir haben natürlich tendenziell überall das gleiche Problem. Ich glaube, in vielen, gerade westlichen Gesellschaften und vor allen Dingen bei ihm auch in Europa, dass wir einfach das Gefühl haben, dass jeder eigentlich nur in Watte gebauscht werden müsste und vor allen Dingen auch noch alle anderen und sich selber aber nicht. Also, es ist ganz merkwürdig, was da abgeht. und da ich ja eben auch Therapeutin bin, usw. und so fort kann ich nur sagen, das ist etwas, wo ich glaube, dass wir unserer Gesellschaft keinen Gefallen machen. Ich bin mal ganz direkt, Wir produzieren lauter Weicheier. die dann sich auch noch rumstreibt, um irgendeinen Pronomen oder so Zeug. Was ist sowieso voll an mir vorbeigegangen, dieses Thema, und ich glaube nicht, dass wir hier irgendwo den Sinn des Lebens noch irgendwo im Fokus haben, sondern dass wir vor allen Dingen hier eine Gesellschaft komplett verweichlichen und gar nicht mehr um die Essenz geht und vor allem nicht um die Persönlichkeitsentwicklung, und ich glaube, dass Persönlichkeiten, so wie wir sie früher hatten, früher, im Sinne von vor 20, 30, 40 Jahren. auch selbst bei den Politikern. Sag ich mal, da waren ja noch egal ob man sie mochte oder nicht, Aber das waren Persönlichkeiten. Heute hast du das Gefühl, Das sind alles irgendwie so knetmassen also, die man einfach von rechts nach links schieben und drücken kann. und das färbt natürlich auch ab, auf die Gesellschaft, wobei ich jetzt merke, und das ist auch das Gute. Das ist das gleiche wie auch bei dem Thema mit Periment Pause Minepause. dass immer mehr Menschen jetzt anfangen zu merken. Hey, irgendwas stimmt hier gar nicht. und worum geht es hier? Überhaupt und wieso kann ich denn meine Meinung nicht sagen, und wieso kann ich jetzt hier nicht mal was ansprechen, was sowieso jeder denkt oder fühlt, und Ich glaube, das ist genau das, was unsere Gesellschaft wieder braucht, weil wir haben das verloren. und insofern glaube ich, dass es ein ganz wichtiger Aspekt ist, dass wir da auch eine Einsicht oder eine Rückkehr machen zu dem was sind denn die wahren Werte und die Dinge, die auch uns als Mensch und als Persönlichkeit ausmachen.

Carolin Zimprich: Auf jeden Fall. Ich kann bei den meisten Dingen, die du gerade gesagt hast, für mich selber auch nur ein grünes Häkchen dahinter machen. Check sehe ich ähnlich so. Natürlich bin ich der Meinung, dass jeder sich in was heißt, sich korrekt angesprochen fühlen mag. Ich erhalte aber letztendlich selber absolut von diesem rumgender, einfach total wenig, weil, und auch das kann jeder halten wie er mag. Aber irgendwann, wenn wir nicht mehr auf diesem Planeten sind und meinetwegen entweder mich oder mein Mann, wenn ein Archäologe uns findet und uns irgendwann ausbuddelt, dann nimmt er seinen Pinsel wischt über unsere Knochen und sagt dann, okay, war Männlein oder war Weiblein. und also das sind ja einfach so Dinge, Die sind dann irgendwann genetisch einfach da. und trotzdem ist es in Ordnung, wenn mir jemand sagt, hey. ich würde ganz gerne so und so angesprochen werden, da habe ich dann in dem Moment überhaupt gar keinen Stress mit, aber das Ganze zu verallgemeinern, finde ich einfach total schwierig.

Juliane Davidshofer: Ist das alles eigentlich gar kein Thema. und da ich eben dort schon lange weg bin, jetzt vor allen Dingen aus Deutschland ist das etwas, wo ich von außen her fast mit Amüsement, aber gleichzeitig auch mit totalem Entsetzen beobachte und denke, Wahnsinn, was für ein Thema heutzutage in der Gesellschaft als im Fokus steht.

Carolin Zimprich: und natürlich darf man sich anders fühlen. Das ist so, wo ich immer denke, okay, wo stehen wir da? und auf der anderen Seite. In Bezug auf haben wir wirkliche Charaktere. Wo haben wir Menschen, die bereit sind, mal was auszuhalten, die bereit sind zu sagen, so Augen zu und durch, wie wir im Ruhrpott so sagen, So, beide Arschbacken einfach mal zusammenkneifen, und dann müssen wir das einfach irgendwie wuppen. Genau das macht meiner Meinung nach Unternehmertum aus. und wenn ich eine Zeit lang einfach immer so ein Wischi-waschi und Jeder trägt mir alles hinterher, und ich muss selber nicht denken und weiß ich nicht zum 50. Mal. Wird der Turnbeutel mit zur Schule mit nach transportiert. Dann stelle ich mir natürlich wirklich die Frage: Okay, wie viele coole Unternehmer wird es irgendwann geben, wo andere Menschen sagen, Hey, da hätte ich gerne einen Job. Es ist ja so ein Kreislauf.

Juliane Davidshofer: Durch Druck, nicht diese Resilienz. die ja auch durch diese ganzen Phasen aufgebaut wird und die eben eine Persönlichkeit formen, und eben gerade mit Ecken und Kanten. Also eine Persönlichkeit, die keine Ecken und Kanten hat, ist für mich eher ein Ei. das Haut, einen um, oder im Sinne von positiv, oder viele, auch andere Unternehmer. Wo du einfach sagst, Boah, die haben irgendetwas, wo du sagst, das ist für dich etwas wie so eine nicht Vorbild, aber etwas, wo du sagst. Boah, habe ich echt respektvoll. Da kann ich mir von was vielleicht sogar abschauen. Oder sage ich mal, eine Scheibe abschneiden, wo du merkst, Das ist jetzt nicht nur so 08, 15 oder Mittelmaß, sondern das ist genau das, was ja im Endeffekt auch ein Unternehmer wirklich ausmacht, und zwar die Persönlichkeit. und die geht halt einfach nicht durch Streichelmodus.

Carolin Zimprich: Nein, definitiv nicht. und zu der Frage vorhin im Studium. Wie oft hast du da überlegt hinzuschmeißen und hast es nicht gemacht.

Juliane Davidshofer: Die.

Carolin Zimprich: und wie oft hast du im Unternehmertum? Also dann, als du von der Uni weg warst und gesagt hast, So, und jetzt mache ich hier mein eigenes Ding, und die Familie hat Aufgeschrien. Gott, wie kann sie? Nur Wie oft hast du auch da Momente erlebt, wo du dachtest. So, wo ist das Handtuch? und wo ist die nächste Ecke.

Juliane Davidshofer: Im und komme ich jemals an dieses Ziel? und natürlich, wie auch in der Natur. Ich, sag das immer mit den Metaphern der Natur. Die Natur ist auch nicht immer nur Grad, da geht es mal runter, Da geht es mal wieder hoch, Da geht es runter. Dann denkst du, jetzt bist du gleich beim Gipfel, dann kommst du oben ran, Dann gehst nochmal die ins Tal runter und dann kommt der wahre Gipfel erst später. und das ist eigentlich genau das, wie es im Leben generell läuft, und auch gerade beim Unternehmertum. und das Allerwichtigste ist, dass wir wissen, oder das habe ich mir auch immer eben gesagt. Okay, bis zum nächsten Schritt, ja bis zum Zwischenziel, vielleicht wenn ich es bis dahin schaffe, dann sieht es dann wieder anders aus. und vielleicht habe ich wieder einen kleinen nächsten Erfolg, den ich feiern kann. und das richtet mich auf. und wenn ich weiß, das geht nicht immer nur gerade nach oben, sondern es geht mal runter, ein bisschen höher wie ein Aktienkurs. Wenn man das weiß, Aber tendenziell geht es nach oben. dann ist das sehr, sehr hilfreich, auch gerade für die mentale Haltung und eben auch für diese sogenannte Resilienz. Wenn es Grad mal runtergeht, dass ich weiß, irgendwann geht es eh wieder hoch.

Carolin Zimprich: Kannst du dich an deinen ersten Erfolg erinnern, du von der Uni weg ab in die Selbstständigkeit? Kannst du dich an das Erste erinnern, wo du sagtest: Boah, krass. was habe ich da geschafft?

Juliane Davidshofer: Ich.

Carolin Zimprich: Wow.

Juliane Davidshofer: und ich habe gesagt: ja, weil das war echt. Eine coole Praxis war so eine der ersten Praxen überhaupt als Heilpraktiker. Es war damals noch ganz ganz was Neues. und ich muss die Prüfung jetzt auf Anhieb bestehen. Das war 88% Durchfallsquote. Also, Es war schon eine hohe Lasse. und ich habe es auch bestanden, sofort. und ich weiß, das war für mich damals so, dieses I can do everything. Also, das war so dieses. Wenn ich was wirklich will, und mich dafür auch natürlich einsetze, dann schaffe ich das. und Dann stand ich dann da, als 25-jähriger hatte eine Megapumpenpraxis also richtig? Mega und eigentlich noch so ein bisschen Greenhorn hinter den Ohren. Aber stand da mit meinem weißen Kittel als Saltbarerin und eine Riesenpraxis und habe gemerkt. Okay, wenn ich das alles hier so geschafft habe, dann kann ich eigentlich alles. Also, es war wirklich, es hat was mit deinem Selbstverständnis über dich selber zu tun. Wenn du diese Erfolge hast und natürlich auch die Prüfungen usw., und ich komme eben ursprünglich aus dem Sport. Insofern habe ich so einen gewissen Ehrgeiz auch gehabt immer, und ich glaube, es hilft auch. Ich sage immer, Sportler sind besonders gute Unternehmer, weil die haben so ein bisschen diesen Biss, die wissen, dass sie zwischendurch eben hinknallen und dann einfach nur wieder aufstehen. und einfach dieses Durchhaltevermögen. Ich meine, man braucht sich nur Lindsey vonn anschauen. Ich bin zutiefst begeistert von ihr, was sie gerade da den ganzen Kritikern bewiesen hat. Das heißt. egal, was als Niederlage da ist. Wenn du an dich glaubst und einfach dranbleibst, dann kannst du wirklich Berge versetzen. Also nicht umsonst heißt es, Glaube Versetzt. Berge ist eben wichtig auch, dass man das auch anerkennt für sich selber auch feiert. Wenn man solche Zwischenerfolge hat und dann einfach weiß, so geht’s.

Carolin Zimprich: Ja, und ich finde es schön, dass wir da eine weitere Gemeinsamkeit haben in Bezug auf das Sportabi total spannend.

Juliane Davidshofer: Wusste ich auch nicht Toll.

Carolin Zimprich: Genau. und ja, es ist so. Also, ich beobachte das auch. Also, Sportler sind die besseren Unternehmer. Ich komme selber aus dem Leistungssport habe bis in die Bundesliga getanzt. Das ist so. Du musst dich jedes Mal zum Training selber motivieren. und du hast ein Ziel, ob alleine oder mit anderen Sportlern zusammen. Ja, und blaue Flecke gehören dazu oder andere Verletzungen. und dann guckst du, dass du ja den Körperbereich vielleicht gerade kurz, ein bisschen schonst und aussparst. aber mit den anderen Dingen einfach trotzdem weitermachst. und das ist dieses wirklich dieses Dranbleiben fokussiert sein, sich von anderen nicht reinreden lassen. Mit Ach wird doch Nix und schon dich mal. und mach mal Nix. Das ist schon ganz faszinierend. und was ich bei dir an deiner Story, aber auch so faszinierend finde, und da hätten wahrscheinlich viele irgendwann gesagt: Ach, weißt du, was? Das Leben kann auch so viel einfacher sein, dein privater Lebensweg. der sich ja entsprechend auch völlig anders aufgebaut hat zu dem, was du dir beruflich aufgebaut hast, du bist viel durch die Welt gereist. und irgendwann war dann so, wie ich das vernehmen darf das schöne Glück zu zweit oder auch das schöne Glück als Familie mit mehreren Personen zusammen. war dann plötzlich einfach, nicht mehr so schön, und jeder ist seines Weges gegangen. Lass uns da gerne auch nochmal ein bisschen kurz reingucken, um einfach auch da klarzumachen, dass es ganz oft so eine krasse Doppel oder dreifach oder zum Teil auch Vielfachbelastung ist, Um trotzdem zu sagen, ich ziehe mein Ding weiterhin durch. Also, weil du hättest, ja auch wahrscheinlich viel einfacher haben können.

Juliane Davidshofer: Die gerade wir Frauen, weil wir sind meistens Multitasking sowieso unterwegs, vor allen Dingen, wenn du auch noch Familie hast und Karriere, und bei mir war es halt einfach, sodass ich von heute auf morgen noch nicht mal direkt informiert, sondern indirekt informiert wurde, dass also mein Ex-mann die Scheidung eingereicht hat, alle Konten geräumt waren und und und also so richtig ein bisschen Krimimäßig unterwegs, wo ich auch aufwachte und sagte das hier. und das war brutal. Da redet da ganz offen drüber, weil ich ja auch zeigen möchte, man kann auch sowas überleben, ohne zu brechen. Ich habe eine 12 Jahre richtig heftig brutale Scheidung gehabt, also wo ich monatliche Gerichtseingaben hatte, von dem und ich 2 kleine Kinder hatte und und und wirklich meine Existenz komplett zerstört werden sollte. und ich war auch wirklich ab und zu am Rand muss ich ganz ehrlich sagen, Also, da war dann mein Blick schon wirklich tot, und ich wirklich auch nicht mehr wusste, Wie geht das hier alles weiter plus dazu, noch in einem fremden Land. und was es aber gemacht hat, Nicht umsonst heißt, gibt es, den Spruch. Was mich nicht umbringt, macht mich nur noch stärker. und das war bei mir genau der Fall. Ich aber eben auch deswegen zu sagen, wie wichtig es ist. Ein Coach. Also Coaching ist, was sehr, sehr Wichtiges, vor allen Dingen, wenn man auch noch selbstständig ist, das heißt, man muss ja dennoch dann seine Selbstständigkeit weiter am Laufen halten, und gleichzeitig will man sich nicht sein Umfeld die ganze Zeit damit belasten mit seinen privaten Themen. und was aber das Tolle war, ist, dass ich eben trotz dessen einfach unternehmerisch weiter agieren konnte. Aber ich muss sagen, das hat mir schon auch viel Kraft genommen, ganz viel Kraft. Aber in meiner Persönlichkeit bin ich dadurch sehr gewachsen, und ich glaube, im Endeffekt ist es das, was ja einfach das Leben bedeutet. Leben ist nicht immer nur einfach. Sag ich mal. Easy: Ja. und im Endeffekt auch als Unternehmer wirst Du immer mal Phasen haben. Ich denke so an die Covid-zeit, die sogenannte Lockdown-zeit, wo ja auch ganz viele Unternehmer komplett flexibel sein mussten und sich nochmal umorientieren mussten. und das ist genau das, was ein Unternehmer oder eine Unternehmerin ausmacht, dass wir einfach immer flexibel sind und nach Lösungen suchen und dass wir aber an unsere eigene Kraft auch glauben und dass wir das auch wissen. und ich glaube, im Endeffekt ist es das, worum es immer geht, dass wir an uns glauben und dass wir nach einer Lösung suchen.

Carolin Zimprich: Auf jeden Fall sag mal zu dem Zeitpunkt, als so dieser Rosenkrieg. Ich glaube, das kann man wahrscheinlich als solchen bedienen.

Juliane Davidshofer: So.

Carolin Zimprich: Wie alt waren deine Kinder.

Juliane Davidshofer: Ja, das war eben das Schlimme. Also, mein kleiner war noch in Windeln. und insofern also der. weil irgendwie 2 irgendwas 2 Jahre der kleine und die Tochter waren knapp 4 oder sowas, und insofern das ist natürlich, Ich bin alleinerziehend dann von heute auf morgen gewesen. und das ist auch etwas, wo ich sagen muss, das ist nicht etwas, was jeder vielleicht schafft, in dem ganzen Drumherum, aber es war halt im Endeffekt für mich. Das Spannende war, dass meine Tätigkeit mich selber so dann motiviert hat, dass ich daraus die Kraft ziehen konnte. und gleichzeitig hat es mich halt natürlich auch ganz viel Kraft gekostet. Also, ich bin da schon teilweise sehr am Limit gewesen, muss ich ganz klar sagen. und wen immer man sieht. Erfolgreiche Menschen, egal ob jetzt im Sport oder im Unternehmertum. Jeder hat irgend so eine Story, wo er sagt: Boah, da bin ich wirklich. Da war ich wirklich teilweise ganz schön am Japsen. und dennoch, du kommst stärker raus, wenn du dich da rausbewegst. und das ist auch das, was ich hier den ganzen Zuhörern immer wieder weitergeben möchte. Egal wo du gerade stehst. Bleib dran, weil es kommt. Der Wendepunkt, der kommt Definitiv, das geht auch nicht immer weiter bis ins Unterste Tal, sondern Irgendwann geht es wieder bergauf. und das ist das, glaube ich, dieses Durchhaltevermögen, was ein ganz wichtiger Faktor ist. Erstens mal im Privatleben, grundsätzlich, aber eben auch im Unternehmertum, dass man einfach dranbleibt.

Carolin Zimprich: Was hast du in dieser ultra-ressigen Zeit zwischendurch für dich getan Hattest du zwischendurch mal 5 bis 10 min für dich Me-time. Also ich meine, jeder kennt das Mama-dasein und also gerade die Frauen, die zuhören. Es geht nur den Mamas so um Gottes willen. Aber jeder weiß, wie herausfordernd es ist. Also, A sind es entweder ganz kleine Kinder, die einfach von morgens bis abends natürlich versorgt werden müssen, wo auch einfach einer gucken muss. Nicht jeder hat irgendwie Freunde und Familie drumherum, die mal einspringen können, sondern dass man es wirklich komplett alleine wuppen muss plus Job plus was auch immer, Oder aber sie sind einen Tag größer und dann kommen Hobbys dazu, dann kommen andere Interessen? Ja, dass man so ein bisschen Mama oder Papa paar Taxi spielt, Je nachdem, was so ist, wo ja auch unwahrscheinlich viel Zeit am Tag wirklich flöten geht und man so einen totalen Patchwork-tag hat. so ein komplettes Hop-on-hop-off. Also unabhängig davon, wie alt die Kinder sind, ist es manchmal unwahrscheinlich, herausfordernd. und selbst in normalen Familienverhältnissen hat der eine oder andere diese eine Stunde in der Woche für sich ganz oft schon nicht, oder aber vergisst es einfach. Also, weil wir haben ja alle die gleiche Zeit. Die Frage ist ja nur, Wie setzen wir sie ein? Hast du damals für dich zwischendurch die Möglichkeit gehabt, da hinzugucken und Zeit für dich zu haben.

Juliane Davidshofer: Wenig, aber ich habe es gemacht. Natürlich, Es war halt, sodass zum Beispiel sowas wie ein Friseurtermin, oder eben weil ich wieder mal im Flieger saß. Das war für mich göttlich. und zum Beispiel, wenn ich da im Hotel war, bei irgendwelchen Konferenzen oder oder sonstigen Meetings bin ich zum Beispiel abends nicht mitgegangen ins Restaurant, sondern habe immer nur Roomservice gemacht. Das war einfach genauso meine Taktik um irgendein bisschen Space für mich zu haben. und ich habe einmal im Jahr Pandchakama Kur gemacht. Also, ayurvedische Panchakama, Kur, wo ich gesagt habe. Das muss ich machen, damit ich das Ganze hier überlebe und hab Also da schon, aber wirklich sehr wenig Zeit für mich gehabt, aber ich habe es mir teilweise rausgeholt, um wenigstens so ab und zu ein bisschen aufzutanken. und das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt. Das ist auch der Grund, warum ich ja auch mit meiner Tätigkeit und mit der Holistic Lifestyle Akademie usw., wo ich gemerkt habe, wie wichtig es ist, gerade für die Frauen, die ja meistens dann eben sowohl Beruf als auch Familie usw. und dann eben einfach sich selber wirklich sehr im Stich lassen.

Carolin Zimprich: und ich glaube, da schließt sich für dich auch so ein bisschen der Kreis, dass du ja selber einfach diesen Weg gegangen bist und selber gemerkt hast, wie es ist, wenn man über einen längeren Zeitraum auf dem Zahnfleisch läuft und wie wichtig es ist, an sich zu denken, etwas für sich zu tun, auf eigene körperliche Signale zu hören. Also mal alle da draußen ganz leise nicken Wir sehen es und kriegen es hinterher, auch nicht mit. Wer ganz oft das ein oder andere Signal schon lange hört und es immer wieder übergeht und sagt: Ach, nächste Woche mache ich später, ist jetzt gerade nicht so schlimm. Das, was ich gerade mache, muss ich jetzt noch auf jeden Fall erledigen. Wir müssen da durch. und ja, vorhin haben wir gesagt, ganz oft, Augen zu und durch oder Arschbacken zusammenkneifen, und weiter geht’s. Manchmal ist das so, aber dieses manchmal darf ja kein Dauerzustand sein, und das ist der große Unterschied. Bist du Durch all diese Erfahrungen, die du selber einfach durchlaufen hast. genau dahin gekommen, dass du sagst, so dieses Empowerment von Frauen und gerade auch in Bezug auf Periomenopause, dass du sagst, das ist so ein wichtiges Thema, und es ist noch so ein Tabuthema da draußen, und genau deswegen muss ich diesen Kanal besonders laut machen.

Juliane Davidshofer: und ja auch und darauf zurückgeführt habe, dass es eben dieser Stress ist, von dem eine Doppelbelastung usw. und das ganz viel später. Sehr viel später habe ich mitbekommen. Das war vielleicht nochmal eine Verschlimmerung von den Symptomen, aber eigentlich waren sie hormonell bedingt. Das habe ich nur eben auch nicht gelernt. Genauso wie jeder andere lernt es nicht, egal ob in mehr Ernährungswissenschaften, in Heilpraktiker, Ausbildung als Therapeutenausbildung, als Coachausbildung usw. habe ich das nirgendwo gelernt, weil das nicht vermittelt wird. und weil ich eben selber für mich auch gemerkt habe. Mein Gott, viele dieser Dinge, die ich hatte. hätten gar nicht sein müssen, wenn ich das gewusst hätte, wenn darüber jemand gesprochen hätte, und es hätte mir sehr, sehr diese ganze Phase nochmal vielleicht erleichtert. wenn ich das nicht gehabt hätte, und genau deswegen mache ich hier den Schnabel auf, weil wir ja auch die erste Generation sind, die auch gerade über dieses Thema jetzt mal endlich offen reden. und das ist auch der Vorteil. und weil ich eben auch sehe, es hat ganz viel damit zu tun, dass gerade Frauen in diesen meistens Doppelbelastungen, denen wir ja heute sind, einfach viel leichter, das Ganze durchleben können und eben gar nicht so absolut Federn lassen müssen, weil man muss ganz klar sagen, das ist bekannt, dass die Frauengesundheit ab einem gewissen Alter massiv verschlechtert, und das ist meistens so ab 50 herum geht das ziemlich steil bergab würde. Ich sage, heute ist es sogar meistens schon früher, weil wir eben einfach noch mehr Belastungen haben als vielleicht noch vor 20, 30 Jahren und deswegen aus auf.

Carolin Zimprich: Über welche Symptome hast du dir damals überhaupt gar keine Gedanken gemacht? Wo bist du immer drüber weggegangen? Was war dir nicht klar.

Juliane Davidshofer: Aber ansonsten gesund, ernährt, gesund, getrunken, keinen Alkohol und keine Drogen, und all diesen ganzen Kram nicht rauchen, und Pipapo, und deswegen habe ich immer gesagt: Ich habe keine Probleme mit diesen ganzen Sachen rundum, vielleicht Wechseljahre oder sowas. Ich hatte aber ein ganz großes Thema ab. Ja, so eben. So. Ende 30 ging das los, dass ich Kreislaufkollapse hatte, und zwar richtig heftig, und zwar so schlimm, dass ich teilweise aufgehört habe zu atmen. Aber es war lebensbedrohlich. und ich habe immer gesagt, ja, es liegt an meinem Stress. und das hat jeder andere auch so gesagt. was ich sehr viel später erst mitbekommen habe. Das kann und war also, ihr habt ganz massiven Schwindel und Kreislaufkollapse gehabt, und das ist hormonell bedingt gewesen. und da habe ich mir und meinen Kindern 15 bis 20 Jahre habe ich da wirklich dramatische Traumen hinter mir. Also auch meine Kinder sind damit groß geworden, dass sie mich praktisch immer Wache halten mussten, wenn ich aufhöre, zu atmen, dass sie mich wachrütteln usw. Das ist zum Beispiel ein ganz krasses Symptom, wo ich im Nachhinein natürlich auch wirklich fassungslos bin, dass man das nicht weiß, dass das damit auch zusammenhängen kann. Ich hatte zum Beispiel dann auch irgendwann mal mein ganzer Körper hat mir wehgetan. Also alle Muskeln, alle Knochen. und ich kenne das gar nicht, weil ich Schmerzen nicht kenne und ich bin niemals ein Rheumatyp Das kann ich gar nicht sein, so wie ich lebe und esse und trinke. Ich bin auch kein Fibromalgie-typ Arthrose oder Arthritis-typ und dann bin ich selber auf die Suche gegangen und habe dann mitbekommen. Da gibt es so etwas, das heißt muskuläres Skelett, Mädepausen-syndrom und es ist was zu lesen. und wenn ich zum Arzt gegangen wäre, hätte der gesagt: Rheuma Gelenksräume war ich da, Rheuma Pipapo. Das heißt, Das sind schon mal so ein paar Sachen. Also Tinnitus, all sowas und wo ich nicht Tinnitus hatte. Aber ich hatte immer so ein klingen im U-board war noch nicht Tinnitus, aber ging in die Richtung. und ein paar andere Dinge, wo ich eben im Nachhinein ganz klar sagen kann, Das war hormonell bedingt, und das weiß fast keiner. und deswegen ist es mir so wichtig, hier auch vor allen Dingen aus gesundheitlicher Prävention hier frühzeitig die Menschen, die Frauen zu informieren, damit sie eben nicht dann vielleicht später dann die sogenannten vielleicht Folgeschwerden haben, und vor allem, dass Sie in dieser Phase, wo Sie es haben, das nicht leiden müssen. Also ich stelle mir vor, ich hätte es 20 Jahre lang nicht gehabt. Ich hätte echt eine andere Lebensqualität gehabt. obwohl die zwar gut war, aber in diesen Phasen waren sie wirklich teilweise dramatisch, und das muss nicht sein.

Carolin Zimprich: Ja, da kann jeder mal, der gerade zuhört, für sich selber in den eigenen Körper hineinhorchen. Was passiert vielleicht hier und da mal, wo man sagen würde, ich hatte auch einfach echt eine krasse Woche. Oder der Doktor hat auch gesagt: Mensch hier mal ein bisschen weniger mal ein bisschen zurückfahren, hoher Blutdruck. und wo man eigentlich irgendwie denkt. Ja, also den Besuch beim Hausarzt hätte ich mir jetzt auch irgendwie wahrscheinlich sparen können. und die 3 h Wartezimmer, weil irgendwie schlauer bin ich jetzt wirklich auch nicht und hat nur gesagt, Ich soll mich mal hinsetzen und mal weniger machen.

Juliane Davidshofer: Es heißt ja immer, und das stimmt ja auch. Der Stress ist meistens ein Auslöser. Ich meine, ganz klar war der Stress natürlich nicht gesund, und natürlich war das der Auslöser. Aber die Gesamtsituation hätte ich gar nicht so haben müssen, und ich habe dann auch später nochmal so reflektiert habe, gedacht, mein Gott, das hatte ich eigentlich auch nicht selbstmordgefährdet war. Aber ich habe echt, Ich packe das alles nicht mehr. und wenn, dann nehme ich meine Kinder gleich mit. Also ich habe so irgendwie und ich bin ja auch medial ausgebildet. Also, ich habe keine Angst vorm Tod, Im Gegenteil, das Jenseits ist echt cool. Also muss ich ganz klar sagen: Ich weiß, ich bin da vielleicht auch ein bisschen direkt, wie ich das so sage. Aber ich hatte keine Angst vorm Tod. und ich hatte eigentlich eher so eine Sehnsucht, und ich habe immer Boah, was ist hier los? und ich habe das immer auf meinen Wahnsinns menschlichen Extremsituationen zurückgeführt, im nachhinein weiß ich auch, das kann zumindest mal hormonell bedingt noch verschlimmert worden sein, und man weiß ja auch heute, dass ungefähr ein Viertel aller Frauen, die in diesen Wechsel mentale und emotionale Schwäche. wo sie halt einfach wirklich nach unten absacken. und dann kriegen sie leider Antidepressiva, anstatt dass man vielleicht sagt: es kann vielleicht was anderes sein. Bei mir hieß es immer. Ja kein Wunder, alleinerziehend mit dem ganzen Stress usw. und man hat gar nicht überhaupt untersucht, ob das vielleicht auch hormonell bedingt sein könnte.

Carolin Zimprich: Schlafen Sie mal mehr. Frau Davidshofer. Sie.

Juliane Davidshofer: Konnte ich ja auch nicht. Das konnte ich ja auch nicht. Das war ja das nächste Thema. Ich habe lange gestillt. Also, ich habe 4 Jahre lang gestillt und war es gewohnt, nicht zu schlafen. Dann kam dieser ganze Stress. Ich habe nachts meine Scheidungssachen immer durchgearbeitet also habe immer ganz wenig geschlafen. Das wusste ja auch immer, das ist ein gesundheitliches, großes Baldrian und Lavendelsprays und solche Sachen genommen, aber hat jetzt nicht so viel gebracht. und deswegen sage ich gerade diese ganzen Symptome, die ja ganz viele Frauen haben. Wo man denkt, Das liegt halt am Stress und dies und jenes.

Carolin Zimprich: Das ist.

Juliane Davidshofer: Kein Angriff auf die wir haben es ja alle nicht gelernt, weil wir es einfach nicht beigebracht bekommen.

Carolin Zimprich: Es ist möglich, das anders zu machen. und auch ich fand damals, als meine Kinder noch ganz klein waren, dachte ich immer so. ja, dieser Tipp mit Hör mal. und wenn die gestillt hast und die dann schlafen. dann geh doch auch ins Bett. und ich dachte so Hä Nee, Die Logik erzieht sich mir gerade, Wenn die doch schlafen, dann kann ich doch, was in der Zeit schaffen.

Juliane Davidshofer: Genau das war es eben auch so. Ich habe eben nichts nachts. Ich habe eine Tagesschicht gehabt und Nachtschicht gehabt. Wenn die Kinder geschlafen haben, habe ich auch gearbeitet, dann legst du dich nicht ins Bett. und wenn du dich hinlegst und dann eh nicht schlafen kannst, Sollst du dann dein Bett, dann stehst du lieber auf und machst was. Also Das ist ja so, dieses ganz normale denken, weil das ist ja genau, was du vorher gesagt hast. Wir haben ja alle nur 24 h Zeit am Tag. Das einzige, was gerecht verteilt ist. und wie nutze ich diese Zeit? und wenn wir natürlich als Unternehmer und dann auch als Mutter, und dies und jenes alleinerziehend Paipapo. Dann hast du einfach nur 24 h und guckst dir, okay, Wo kann ich noch eine Stunde mehr abzwacken für das, was ich noch machen muss. und leider ist es meistens eben die eigene Me-time, was unter der heutigen Sicht ich natürlich sofort sagen würde, auf keinen Fall lieber noch ein Plus dazu eine Me-time dazu. Aber ja, was geht halt nicht Immer muss man auch ganz klar sagen, aber Es ist eine Frage der Prioritäten. Ich würde aus der heutigen Sicht ganz klar sagen: Scheiß auf die To-do-liste. Da mache ich halt die 2 Sachen nicht mehr, sondern leb jetzt lieber mir selber diese Zeit.

Carolin Zimprich: Genau, aber auf der anderen Seite, wenn man dann so ein Ziel vor Augen hat, und ich habe ja auch erwähnt. Du warst ja auch sehr, oder bist auch noch sehr erfolgreich, gerade im Network-marketing unterwegs, und wenn man dann einfach krasse Ziele vor Augen hat oder auch weiß. Ich muss noch mehr Frauen da draußen erreichen, damit sie einfach verstehen, wie sie in dieser Phase viel besser mit sich umgehen können, dann lässt einen das Ja. Eh: Einfach keine Ruhe. und auch wenn man dann sagt: Ach, komm, da sind nur noch 2 Sachen auf der To-do-liste. Man macht es dann trotzdem, weil man mit einem ganz anderen Ehrgeiz da dran geht und weil man diese Ziele, diese kleinen Ziele auf diesem Wanderweg, die möchte man ja auch einfach wirklich erreichen.

Juliane Davidshofer: und und dennoch ist Halt dann irgendwann natürlich auch der Punkt da, wo du Halt spürst. Irgendwann zahlst du den Preis. Ganz klar. Also, ich würde aus der heutigen Sicht ganz klar sagen: Wenn jemand auch so doppelt dreifach belastet, ist, ist es ganz wichtig, frühzeitig. eben hier ökonomisch auch mit sich selber umzugehen, indem man einfach schaut. Okay, wie viel gebe ich aus in meiner eigenen Ressource und wie viel versuche ich wieder auszugleichen? Weil meistens fängt man leider damit erst an, wenn es richtig scheppert, und das ist dann oft halt ein bisschen zu spät und dauert dann noch mehr Zeit, um das wieder aufzuholen. und deswegen würde ich aus der heutigen Sicht eben sagen, wie es ja auch so bestimmte Regeln gibt es sogar Unternehmer, die sagen, sie machen regelmäßig im Quartal mindestens eine Woche Ferien. was sich ja andere wiederum gar nicht. Manche machen es sogar im Monat, Also vielleicht nicht die ganze Woche Ferien. Aber einfach, sich diese Auszeit zu nehmen. So machen es übrigens die Sportler auch. Man kann ganz viel von den Sportlern lernen. Die haben diese aktiven Ruhephasen, wo wir genau wissen. Das bringt gar nichts, immer nur zu trainieren, sondern du musst auch regenerieren, um daraus wieder mit einer ganz anderen Kraft und auch aus einem gewissen Abstand heraus nochmal wieder ganz anders weiterzumachen.

Carolin Zimprich: Ja. und ich fand es schön. Du hast es gerade benannt als aktive Ruhephase. Also, da wird aktiv nichts gemacht, Also, es wird natürlich ganz ganz viel gemacht, sondern es wird einfach geguckt, dass die ganzen Puzzleteile, die zu weit voneinander entfernt sind, dass die einfach wieder ordentlich aneinanderrücken. und auch da gebe ich gerne so ein bisschen Inspiration. Ich bin mit meiner Familie im Jahr rund 10 Wochen irgendwie immer irgendwo unterwegs. Also sprich dann, wenn Schulferien sind, dann sind wir einfach immer irgendwo anders. und alleine dieser Tapetenwechsel der bringt ja schon einfach ganz viel. und auch da an viele Unternehmer da draußen. Natürlich haben wir alle irgendwo einen normalen Alltag Im Sinne von. Man hat so seine Base, wo man irgendwie ist, wo man arbeitet, wo man lebt, wo die Kinder von A nach B zu einem Hobby zum nächsten wollen und alleine da Perspektivenwechsel zu haben, Tapetenwechsel, um andere Dinge zu sehen. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber Wenn ich an einem anderen Ort bin, mache ich die Dinge, die ich sonst so tue, auch total gerne zwischendurch. Aber ich habe einen anderen Tagesrhythmus.

Juliane Davidshofer: Deswegen habe ich gesagt, diese gewisse Distanz. Die ist wichtig. und das ist eben oft auch der Platz. Das heißt, dass man mal einfach woanders hingeht, weil wir auf der anderen Seite ja auch da wiederum meistens sehr andere Abläufe haben. und eine gewisse Distanz ist immer gut, um vielleicht nochmal aus einer anderen Perspektive Dinge anzuschauen. Man merkt es ja auch gerade so, wenn zum Beispiel irgendwelche Beziehungsthemen sind, oder eben auch im unternehmerischen Bereich. Wenn man dann mal auf so ein bisschen rausgeht, ein bisschen so aus der Beobachtersicht dann das Ganze anschaut, dann hat man auch wieder mehr Muße, und man kann sich wieder öffnen für vielleicht ganz neue Impulse, wo man vielleicht sonst, wenn man eigentlich vor so einem Hamsterrad im gleichen Platz die Ganze unterwegs ist, da überhaupt keine Zeit hat oder das gar nicht zu ankommen kann. Also eine gewisse Distanz und Abstand ist immer gut. Das ist ja diese auch aktive Pause.

Carolin Zimprich: Ja, finde ich total wichtig. und apropos aktiv. Ich habe bei mir für jeden Gast am Ende immer noch so aktiv ein schönes kleines Spiel vorbereitet. Liebe Juliane, du siehst hier jetzt gerade spiele Karten, eine gelbe, eine Orange eine Pinke, eine Grüne und eine blaue. und du darfst dir eine Farbe davon aussuchen.

Juliane Davidshofer: Ja das türkisplauder.

Carolin Zimprich: Dann nehmen wir mal das Türkisblau und gucken, was sich dahinter verbirgt, und wir beide spielen jetzt weitermachen oder loslassen. Ich nenne dir jetzt gleich typische Situationen aus dem Business oder aus dem Leben, und du darfst einfach entscheiden, wie du handeln und entscheiden würdest, um vielleicht die eine oder andere Inspiration da draußen, einfach für den einen oder anderen zu sein. Startklar.

Juliane Davidshofer: und dann muss ich dann sagen, weitermachen oder loslassen.

Carolin Zimprich: Genau genau.

Juliane Davidshofer: Okay.

Carolin Zimprich: Startklar.

Juliane Davidshofer: Okay, ich bin startklar Bis.

Carolin Zimprich: Super, ein Business-modell, das finanziell läuft, sich aber total leer anfühlt.

Juliane Davidshofer: Weitermachen.

Carolin Zimprich: Erwartung von Familie oder dem Umfeld an deinem Weg.

Juliane Davidshofer: Ja. Loslassen.

Carolin Zimprich: Ein Projekt, das viel Energie gekostet hat, aber viel zu wenig zurückgibt.

Juliane Davidshofer: Loslassen.

Carolin Zimprich: Alte Rollenbilder von einer erfolgreichen Frau.

Juliane Davidshofer: Oder die Defensiv loslassen.

Carolin Zimprich: Einen Neustart mit über 50.

Juliane Davidshofer: Immer machen klar Vollgas Körper.

Carolin Zimprich: Die man lange ignoriert hat.

Juliane Davidshofer: Ja.

Carolin Zimprich: und den Wunsch ist, immer allen recht zu machen.

Juliane Davidshofer: Das lässt übrigens nach, wenn die Hormone runtergehen. Das Östrogen ist People Pleaser mäßig unterwegs sind, und das ist auch das Gute beim hormonellen Wechsel, dass wir das Gott sei Dank verlieren, immer mehr und einfach unseren Weg gehen und uns nach uns richten.

Carolin Zimprich: und dann gibt es jetzt noch eine schöne Inspiration, Noch ein Takeaway für alle da draußen, unabhängig davon, ob Frau oder Obmann. Wir haben alle irgendwelche Umbruchphasen haben Dinge, die funktionieren dann wieder nicht funktionieren. Stehen dann irgendwelche Wendepunkte. Was hat dir immer dabei geholfen, dir immer wieder aufs Neue zu vertrauen und deinen Weg weiterzugehen.

Juliane Davidshofer: Der Glaube an mich und auch meine Vision. und im Endeffekt ist es genau das, worum es auch geht. Weil Jeder Mensch hier geht seinen eigenen individuellen Weg. und das können wir auch nicht vergleichen. und deswegen ist es so wichtig, den Kontakt mit sich selber zu haben, mit seinem Innersten und an sich selber auch zu glauben, aber eben auch in Kontakt mit seiner Seele und mit seinem Inneren zu sein, um genau zu wissen, dass ich sag mal, das ist die Navigation. und wenn wir das auch wieder mehr spüren und dem auch vor allem Vertrauen und folgen dann einfach wissen, dass dein Herz und deine Seele sowieso weiß, wo es hingeht. und natürlich gehört der Verstand auch dazu. Ganz klar. Aber ich sage immer: Glaub an dich: Hab deine Vision, vertraue dir und auch dem Leben und mach dein Ding.

Carolin Zimprich: Wunderbar. und im Prinzip auf mach dein Ding. Wenn du da draußen wirklich dein Ding machen möchtest, und du merkst, dass das ein oder andere dich irgendwie immer daran hindert, wenn du körperliche Signale spürst, die du ganz schlecht einordnen kannst. Ich verlinke dir jegliche Möglichkeit, dich mit Juliane zu vernetzen, unten in den Shownotes Gucke da unbedingt rein. Sie hat auch ein schönes kleines Geschenk quasi mit unten mit verlinkt und schau einfach mal, was So auf Social Media über Juliane. Einfach noch zu sehen ist, was dich einfach inspiriert, dein Ding zu machen, deinen Weg weiterzugehen und dich einfach von nichts und niemandem da draußen aufhalten zu lassen. Ich bedanke mich für dieses wunderbare Gespräch, liebe Juliane, für diesen ganz ganz tollen Einblick in dein Leben in Deinen Weg. und ich glaube, dass er ganz vielen da draußen unwahrscheinlich viel Mut stiftet.

Juliane Davidshofer: Herzlichen Dank. Liebe Carolin.

Juliane Davidshofer
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