Mit nur 16 Jahren reißt eine Heizungs-Explosion Juliane Klüß in ein komplett neues Leben. Verbrennungen, Schmerzen, Narben – und ein Spiegelbild, das sie kaum ertragen konnte.
Doch genau aus dieser Erfahrung entsteht Jahre später etwas, das Menschen zutiefst berührt: Juliane vergoldet Narben. Buchstäblich.
In dieser Episode sprechen wir darüber, wie aus einem schweren Unfall eine einzigartige Positionierung entstanden ist: vom Fotografen-Bauchladen zur klaren Marke, von Selbstzweifeln zur sichtbaren Mission, von „verstecken“ zu „vergolden“.
Du erfährst:
– wie Juliane gelernt hat, ihre Geschichte nicht länger zu retuschieren – sondern zu veredeln
– warum genau DAS ihr Business heute zu einem Magneten macht
Wenn du spürst, dass in deiner Geschichte mehr Gold steckt, als du bisher zeigst – dann ist diese Folge für dich.
Carolin Zimprich: Stell dir eine Fotografin vor, die lange Zeit ihre eigene Geschichte retuschiert hat. einen Lebensweg mit Narben, Schmerz und all den leisen Kapiteln, die das Leben so schreibt und heute ganz genau darin, das Gold und auch Heilung gefunden hat. Ihr Weg führte sie von der Hochzeits und Businessfotografie hin zu einer Form der Kunst, die in Deutschland wirklich einzigartig ist. Heute ist sie Pionierin der Narbenfotografie im deutschsprachigen Raum. Ihre Arbeit ist weit mehr als Kunst, denn sie ist Heilung, Wertschätzung und Sichtbarkeit in einem. Sie vergoldet nicht einfach nur Narben, sondern damit die Geschichte, die hinter diesem Menschen ist, der sie einfach trägt. Sie macht das sichtbar, was viele ihr Leben lang versteckt haben: Spuren von Stärke, Überleben und Transformation. Sie zeigt auf diese kunstvolle Weise, dass Heilung sichtbar werden darf, dass Schmerz Würde hat und dass Schönheit eigentlich immer im Auge des Betrachters liegt. Mit ihr ist es nicht einfach nur ein Shooting. Es ist ein Prozess, ein Akt der Selbstannahme und ein stilles Ja zu allem was war. ihre Mission ist wirklich atemberaubend, und wie das alles anfing und wie sie daraus ein Business hat entstehen lassen. Darüber sprechen wir jetzt. Von daher herzlich willkommen an eine Frau, die Namen leuchten lässt und zeigt, wie schön Heilung wirklich aussieht. Juliane Klöß.
Juliane Klüß: Was für ein Intro. Danke. Danke. Mega: Danke.
Carolin Zimprich: Ich habe gerade schon im Intro erwähnt, dass du eine Zeit lang deine eigene Geschichte retuschiert hast.
Juliane Klüß: Ja.
Carolin Zimprich: Dass bei dir im Leben etwas passiert ist, worüber du nicht gesprochen hast? Du versuchtest es wirklich zu verdecken, damit man das auch nicht mitbekommt. Ich würde gerne bei dir genau an dem Punkt deines Lebens einsteigen. Was genau ist passiert?
Juliane Klüß: Ja, ich war 16 Jahre alt. War im Sommer, mir war ein bisschen kalt. Mir ist einfach irgendwie immer kalt. Ich war allein zu Hause und wollte unsere alte Heizungsanlage bedienen, anheizen, sozusagen. Da habe ich einfach einen Fehler gemacht. Also, das Ding lief auf Sommermodus. Es war halt Juni. und man muss halt wissen, dass man das Ganze anheizt mit Feuer. Also nein, mit Kohle oder mit Brennholz und dann ein Feuer macht im Prinzip so wie ein Kamin. und in dem Moment war das Ganze einfach nur auf zugedreht. Also, die Ventile waren zu. Somit konnte sich da intern nur ein riesiger Druck aufbauen, und ich saß davor, als der Druck am aller allergrößten war und das Ganze explodiert ist. und habe Teile des Ofens abbekommen, heißes Wasser kochend heißes Wasser und habe damit ja gerade so diese Explosion überlebt.
Carolin Zimprich: Wahnsinn.
Juliane Klüß: Ja.
Carolin Zimprich: Warst du alleine zu dem Zeitpunkt oder wie lange warst du alleine.
Juliane Klüß: und dadurch war ich komplett allein. sonst hätte mir, glaube ich, auch mein Vater gesagt, hey, du kannst das gar nicht in Betrieb nehmen. Ventil ist zu genau. und ich dachte, ich bin schlau, ich habe das noch nie benutzt und ja, funktioniert Halt so nicht.
Carolin Zimprich: Was ist dann passiert? Also, du warst, du warst alleine und du hast dir selber dann aus dieser Situation helfen können, haben das Nachbarn mitbekommen.
Juliane Klüß: und bin dann, wie gesagt, rausgerannt und hab um Hilfe geschrien. Zum Glück kam da meine Nachbarin und die hat mich dann einfach aufgefangen und den Arzt alarmiert und dann weiß ich nachher nicht mehr viel. Ich weiß, dass der Arzt kam, ich saß auf so einem klassischen Plastikstuhl, weißt du so einen Gartenstuhl und bin dann immer sukzessive runtergerutscht, weil ich halt so krass gezittert habe, am ganzen Körper und die mich immer wieder hochgesetzt haben. und dann kam halt, wie gesagt, der Arzt, und der hat mir relativ schnell eine Narkose gegeben. dass ich da erst mal out of Order war, und dann weiß ich nur durch Hörensagen, was da alles noch passiert ist, bis ich dann im Krankenhaus einige Tage dann später wieder aufgewacht bin und die mich erst mal wieder zusammengeflickt haben und auch die Haut versorgt haben, weil ich ja offene Stellen da hatte offene Wunden und dann die Essversorgung durch war.
Carolin Zimprich: Man merkt, es ist ein ganz ganz einschneidendes Erlebnis. Man sieht es dir auch gerade ein bisschen an. Natürlich. Also, weil das ist immer ein Punkt, der einfach bewegt.
Juliane Klüß: Klar.
Carolin Zimprich: Wie bist du zu dem Zeitpunkt damit umgegangen? Also war dir hinterher bewusst. Du hast vorhin gesagt, du hast halt einen Fehler gemacht, vorhin. Aber das wird dir danach ja gar nicht bewusst gewesen sein, sondern.
Juliane Klüß: und.
Carolin Zimprich: Für dich ist diese Situation ja einfach nur passiert. Es wird verbunden sein mit unfassbar großen Schmerzen und natürlich dann auch der Moment, wenn man einfach wahrnimmt, dass der Körper nicht mehr der Körper ist, der, wie er vor dieser Explosion vor diesem Unfall war also, dass da plötzlich Narben am eigenen Körper sind, die man dann wahrscheinlich überraschend oder erschreckend entdeckt. Wie bist du mit dem Moment umgegangen.
Juliane Klüß: Ja. Also. es war so ein bisschen gemischt. Die erste Zeit über habe ich echt gedacht. mein Gott, bleibt das jetzt so. Ich habe ganz ganz zu Anfang mir echt instinktiv. Ich hatte noch nie dieses Gefühl. Diesen Wunsch wäre ich doch lieber gestorben. Das war noch im Krankenhaus, weil es das war, einfach nicht zu ertragen genossen, dass die Sonne wieder scheint, dass ich den Tag erleben kann, dass ich irgendwie noch hier bin und dass mich meine Eltern so liebevoll umsorgen und dass ich einfach wieder genießen kann, aber dennoch Tat halt der Blick in den Spiegel total weh. und ich scheute mich auch davor, das so zu akzeptieren, dass das jetzt für immer so bleibt, und habe mich ganz zu Anfang noch diesen Hoffnungen hingegeben. Das wird wieder besser. In irgendeiner Art stimmte das ja auch, aber es verschwindet ja nicht. und ich habe auch so meinen Weg nachher damit gefunden. Ich wollte auch nicht in diesem Elend irgendwie so bleiben in diesem Opfermodus. Es ist alles so schlimm, Es ist alles so furchtbar. Warum ist mir das passiert und habe für mich selber so eine Strategie entwickelt. Also, ich habe ganz viele Selbstgespräche geführt und mir damit so eine Normalität versucht aufzubauen. dass ich jetzt mit jedem einfach darüber rede, was passiert ist, ganz offen damit bin so als würde ich mir morgens eine Stulle schmieren. Ja, Also, es ist halt. Ich kann es ja eh nicht mehr ändern, und ich wollte Normalität in dieses Geschehen reinbringen. und das hat mir auch echt gut getan und gut geholfen. und mit meinen Eltern war das halt schwierig, weil die auch selber diese Schuldgefühle hatten, und die waren, wenn wir drüber gesprochen haben. Ich habe es an Ihrem Gesicht angesehen. Sie konnten mir nicht helfen. Ich musste meinen eigenen Weg finden. und das war aber etwas, was wirklich große Heilung in dem Moment auch gebracht hat. Also so, um erst mal wieder klarzukommen, sag ich mal und zu funktionieren. Ja.
Carolin Zimprich: Ja, du hast gerade schon gesagt. Also deine Eltern konnten dir nicht helfen. Du hast versucht, dir da selber wirklich rauszuhelfen. Methodik der Selbstgespräche ist, was was ich auch kenne, wann immer ich auch irgendwie viele Ideen habe oder irgendwie so zwiespältig mit Situationen umgehe. Also ich glaube auch immer, sodass dieser eigene innere Diskurs einem da wirklich richtig gut durchhelfen kann, um Entscheidungen zu treffen.
Juliane Klüß: Ja.
Carolin Zimprich: Es ist schön, dass du die Entscheidung für dich getroffen hast zu sagen, ich will das Leben genießen. Ich will dass das auch meine Normalität ist. Wann beginnt bei dir? Der Wunsch? War das schon, als du so 16, 17 warst, zu sagen, dass dich auch die Fotografie interessiert. Also war das da schon teil? Oder? Was war zu dem Zeitpunkt dein Interessengebiet.
Juliane Klüß: Boah. Also, Fotografie kam erst ganz viel später. Da habe ich schon fertig studiert gehabt, bei meinem Job, und das war ganz ganz viel später. Also zu der Zeit mit 16, 17. Was mich da interessiert, da war ich sehr verwirrt noch. Was soll ich überhaupt machen. Also, ich habe Abi gemacht, aber ich wollte. ich glaube irgendwie Kreativjournalismus war ja, Journalismus war es. Ich habe ein Praktikum bei der Lokalzeitung gemacht und Schreiben hat mir gelegen, Leute so ein bisschen auf ein Podest zu heben. Ich habe da Interviews aufgeführt, die abgedruckt wurden. und ja, ich habe gedacht, ich werde jetzt Journalistin. bis ich gemerkt habe, dass die sich so krass in den Vordergrund drängen müssen. und da dachte ich: Nee, das bin ich dann irgendwie auch nicht. Ja, Also Fotografie kam erst viel, viel später. Mit Anfang 30, würde ich sagen, ja.
Carolin Zimprich: Für welchen Studiengang hast du dich entschieden? Du hast gerade gesagt: Abi Studiert.
Juliane Klüß: und.
Carolin Zimprich: Das Interesse für die Fotografie.
Juliane Klüß: Ja. Ja. Also, ich habe mit Germanistik angefangen. Chemie, dann beendet Chemieingenieurwesen. und dann, nach 9 Jahren in dem Beruf Arbeiten gewechselt, also komplett aufgehört und dann Fotografin geworden. und mein Fotografieinteresse ist mit ja der Geburt meiner ersten Tochter wirklich geweckt worden. 28 Babyfotos, ja klassischen Babyfotos. und damals waren die Handys ja noch nicht so weit, dass sie da irgendwie gut abliefern konnten. und mein Mann der hat mir so die erste Festbrennweite geschenkt, Also ein schönes, Objektiv, womit man schön scharfe Bilder machen kann. Aber auch diese Unschärfe hat im Hintergrund. und da hatte ich Narren gefressen und mich da viel, viel mehr beschäftigt. Also ja, ich würde sagen, mit Frida ist das als allererstes ins Leben gerufen worden.
Carolin Zimprich: Ich finde, wenn man jetzt so ein bisschen rückblickend das mitnimmt, was du gerade schon erzählt hast, hätte im Intro noch viel, viel mehr über dich stehen können. In Bezug auf ich habe einfach wirklich entschieden. Ich habe entschieden, dass ich mein Leben so gestalte und dass ich meinen Weg so gehe, wie ich ihn für mich richtig empfinde. und ich bleibe nicht dabei und laufe immer in eine Richtung weiter, Dass es irgendwann zur Sackgasse wird.
Juliane Klüß: Ja.
Carolin Zimprich: Ich Find’s total spannend, dass man nach so kurzer Zeit jetzt hier auch gerade schon eine Transformation sieht, von wo Ich glaube, Schreiben ist mein Ding. Dann studiere ich ein bisschen Germanistik, gehe dann in Richtung Chemie und merke dann zur Geburt der Kinder. Nee, Das ist mal überhaupt gar nicht mehr mein Weg. Ich mache jetzt was völlig anderes und treffe die Entscheidung. Ich gehe eigentlich wieder zurück auf 0 und starte komplett von vorne.
Juliane Klüß: Ja. Stimmt: Ja.
Carolin Zimprich: Schwer. Ist dir diese Entscheidung gefallen.
Juliane Klüß: Gar nicht schwer. Ich bin so ein Bauchmensch und entscheide aus diesem Gefühl heraus, wenn mich was total erfüllt und ich das Gefühl habe, ich kann gar nicht anders. Ich muss diesen Weg gehen. Dann mache ich das auch und blende dann tatsächlich auch aus. Wie wird es finanziell irgendwie hier aussehen? Wird das überhaupt was werden? Das kommt gar nicht dieser Wunsch, Dieser Wille ist so stark dieser Gedanke, dass ich das einfach mache. Also. es hat sich für mich auch nie die Frage gestellt, ob ich damit Erfolg haben werde, weil ich gebrannt habe dafür und wusste, das wird gut.
Carolin Zimprich: Ich.
Juliane Klüß: Ist also, die mussten überzeugt werden. und mein Chef, der fand das natürlich auch gar nicht gut. und vor dem musste ich meine pure Freude ziemlich verbergen. Als ich dann gekündigt hab, weil ich glücklich war, irgendwie was ganz anderes machen zu können. Das stagnierte für mich so. Es war so immer wieder das Gleiche. und ich dachte: Nee. ich konnte das einfach nicht immer wieder das Gleiche zu machen. Ich glaube, das war auch ein großer Moment, und mein Mann, der hat mich total unterstützt, vom ersten Moment an der war Halt auch schon selbstständig. Ich glaube, das war ein großer Punkt, dass er es nachempfinden konnte, wenn man so seinen Träumen nachgehen will.
Carolin Zimprich: Kannst du dich an das Gefühl noch erinnern, als du gekündigt hast, das letzte Mal vom Job weggegangen bist und wusstest. Hierhin komme ich nie mehr wieder ab. Jetzt startet was anderes. Wie hat sich das angefühlt?
Juliane Klüß: Doch das war Weihnachten, Ostern, Geburtstage, alles auf einmal. Das war grandios. Ich habe das total gefeiert.
Carolin Zimprich: Ich glaube, du fühlst es jetzt gerade wieder.
Juliane Klüß: Ja.
Carolin Zimprich: Wenn.
Juliane Klüß: Wenn.
Carolin Zimprich: Ja alle da draußen.
Juliane Klüß: Ist.
Carolin Zimprich: Durchgucken könntet, dann seht ihr einfach gerade den krassen Unterschied zu. Ich habe als 16 jähriges Mädchen so eine krasse Erfahrung erleben müssen und habe dann wieder was Krasses erlebt und habe mich einfach völlig neu entschieden, und das sind gerade so 2 völlig unterschiedliche Personen, die ich ja einfach.
Juliane Klüß: Auf.
Carolin Zimprich: Wo man ja einfach, Also da leuchten die Augen einfach von alleine. und ich glaube, das ist auch so unwahrscheinlich wichtig, dass man sich selber so ernst nimmt, dass man selber wirklich auf sich hört und merkt, wo man vielleicht irgendwo falsch abgebogen ist und auch wirklich versteht. Wir haben ja einfach nur diesen einen bewussten Versuch auf diesem Planeten. Von allen anderen wissen wir einfach bewusst nichts. dein Mann war selbstständig. Der hat also deine Entscheidung verstanden, der hat das unterstützt, der konnte dieses Gefühl von, Ich muss mein Ding machen, total nachvollziehen. Wenn er nicht selbstständig gewesen wäre. glaubst du, du hättest es trotzdem getan.
Juliane Klüß: Ich denke, ja. Ich denke ja. Weil ich, wie gesagt, ich habe ja diese ganzen Risiken ausgeblendet und gewusst. Ich muss das machen. Also, es ist auch heute noch, sodass wir oftmals nicht einer Meinung sind, und ich weiß, er braucht länger, um überzeugt zu werden. und ich gehe dann immer so vor und mach das dann. und zeig ihm dann, dass das funktioniert. Aber ich glaube, ich hätte es trotzdem gemacht.
Carolin Zimprich: Da war also dieses Babyshooting, ja, deine Tochter war die Inspiration dafür und war das, sodass du, es anderen Müttern Drumherum dann erzählt hast. Also hast du dich dann wirklich mit Babyfotografie wirklich stark beschäftigt? Oder war das erst mal nur so dein eigenes Familiending? In dem Moment.
Juliane Klüß: Also das war erst mal ja nur für mich für die Familie. Also als Frieda geboren wurde, bin ich ja danach noch. Mann, Ich habe mich, glaube ich als sie 5 oder 6 war selbstständig gemacht. Also, es sind ja noch viele Jahre dazwischen gewesen. und das heißt, Fotografie war erst mal nur für mich und für Familie. und ich war maximal eine Hobbyfotografin, aber auch eher sporadisch. Also, ich bin jetzt nicht. Ich habe das zwar gut gefunden, aber ich war jetzt nicht diejenige, die die Landschaften fotografiert, die immer die Kamera mit dabei hat und gar nicht mehr ohne kann. Also, das war es auch nicht. und trotzdem wollte ich Fotografin werden. Ich weiß nicht, was es war. Es war einfach ein ganz, ganz starkes Gefühl, Ein ganz starker Gedanke: Du musst das machen, und ich denke, Rückblickend war es wirklich diese Menschenverbundenheit, die ich dadurch kriege, dieses Kreativsein intuitiv sein. Immer wieder auch Dinge verändern einfach das, Leben, was so aus einem herauskommt.
Carolin Zimprich: Wie hat sich das dann entwickelt, damit wir mal so ein Bild davon bekommen? Da war also die Idee Babyshootings, dann die Ausbildung zur Fotografin. Du sagtest gerade schon, da lagen ja gut, 5 6 Jahre, auch in dieser ganzen Entwicklungszeit dazwischen. Was ich auch immer so wichtig finde, ist dieses Jahr. Wir haben uns irgendwo entschieden, aber um dahin zu kommen, wo wir hinwollen, braucht es einfach ganz oft seine Zeit. Es geht ja nicht alles von heute auf morgen, wie man sich so wünscht, so ein Fingerschnipp und irgendwie das eine Million-business ist fertig. So sieht es ja in der Regel einfach nie aus. und du hast dann gestartet mit Hochzeits und Businessfotografie und lagen da noch andere Themenfelder dazwischen, die dich erst einmal mit interessiert haben.
Juliane Klüß: Also ich bin ja rein ins Blaue, muss man ja ehrlich so sagen und hatte erst mal mit Porträts gestartet. Also, ich habe ein großes großes Vorbild gehabt. Das ist Roberto Valenzuela Das ist so ein Amerikaner und der hat ein System entwickelt gehabt wie man Menschen, egal in welchen Alters, Welcher Statur, Geschlecht. alles egal wie man die in gute Posen bringt, die natürlich aussehen so wie so ein Schnappschuss, weil alle Menschen lieben schöne Schnappschüsse. und die meisten wollen sich nicht gern fotografieren lassen. und daraus hat er halt wirklich so ein System entwickelt. Wie bringe ich den Menschen denn ganz bewusst in eine Pose, die ungestellt aussieht? und es hat mich, weil ich Ja, so eine Wissenschaftlerseele auch irgendwo in mir, habe wirklich gereizt und habe ihn aber alles gesuchtet, was er so rausgebracht hat. Seine Bücher, Videos war dann nachher in L. A. In einem Workshop und habe das für mich als Usp damals genommen, um einfach diesen Moment zu haben. Ich weiß, wie es geht, Menschen wirklich in Pose zu bringen, die davon 0 Ahnung haben, die alle keine Models sind, aber wir haben ja nur begrenzt Zeit. Wir können ja nicht immer auf den Auslöser drücken, noch irgendwas testen, noch was testen, sondern da bewusst vorgehen. So Was war deine Frage? Ja.
Carolin Zimprich: Wie du wirklich auf Hochzeits und Business.
Juliane Klüß: Gekommen bist. Oder Ja, genau.
Carolin Zimprich: Andere Themenfelder dazwischen waren.
Juliane Klüß: und also, das war mir damals sehr wichtig, damit Porträts zu machen. Damit habe ich dann also gestartet. und dann hat sich aber dieser Wunsch, Hochzeiten zu begleiten, entwickelt, weil ich ja auch ein sehr emotionaler Typ bin und so diese Freude zu feiern und das alles so aufzunehmen. So wirklich lebendige, tolle Fotos zu haben. wollte ich einfach super super gerne machen. und das hat sich dann, wie es so ist, Es kommt dann das erste Pärchen und fragt: Wie würdest du das mitmachen? und ich wollte gerne dieses ein bisschen kontrolliert haben, dass ich weiß das. und das sieht gut aus. Das passt zu den Menschen. und den letzten Moment haben Sie ja trotzdem ganz spontan. Aber dieses Posing per se funktioniert. und das sind Kinder, die wollen halt nicht hingestellt werden.
Carolin Zimprich: Also mit kleinen Babys kann man das machen. Also, die kann man dann so schön, wenn die noch so einfach überhaupt gar nicht wegkrabbeln können, dann kann man die ja wunderbar auf schönen Decken mit Tüchern und Blumen drapieren.
Juliane Klüß: Ja.
Carolin Zimprich: Aber sobald die einfach merken, dass die Welt viel viel größer ist, ist das natürlich eine ganz andere Herausforderung. Kinder dann zu fotografieren, weil die Frage ist ja auch mal wollen, die eigentlich fotografiert werden. In dem Moment, man weiß ja gar nicht, trifft man wirklich einen guten Tag bei denen. Von daher kann ich die Entscheidung, total gut verstehen zu sagen, ich arbeite einfach lieber mit Erwachsenen. Hattest du denn für dich das Gefühl, dass das Feld, in dem du dann als Fotografin tätig warst, dass das so ein breites Feld war, dass das so ein Bauchladencharakter war, dass du nicht genau wusstest. Das ist mein Themenfeld, dafür bin ich jetzt wirklich bekannt oder spezialisiere mich da drauf.
Juliane Klüß: Ja, Also, Spezialisierung allein, Dieses Wort kam mir sehr viel später. Also, ich. ich war nicht umgeben mit Menschen, die so selbstständig sind, außer meinem Mann. Aber der ist in einem ganz ganz anderen Feld, der konnte das gar nicht so. und auch ja, Wo gehöre ich hin? Wo ist mein Platz? Hochzeiten fand ich nachher relativ schnell schon spannend, Porträts, aber auch. Aber ich habe nie gedacht, Ich brauche nur eine Richtung und um hervorzustechen. Das ist erst ein paar Jahre später dann entstanden, als es mir dann. als ich es bei anderen gesehen habe, auch durch die Instagram Profile. Denn wo es alles schön einheitlich war und bei mir so kraut und rüben ja.
Carolin Zimprich: Hast du gemerkt, dass, sobald du angefangen hast, dich ein bisschen mehr darauf zu fokussieren, ein bisschen mehr einzugrenzen, ein bisschen mehr zu spezialisieren, dass es für dich leichter wurde, oder aber hast du dich schwer getan, damit das ein oder andere Feld dann gar nicht mehr mit anzubieten, mit zu verkaufen.
Juliane Klüß: Mit erwachsen. Ich mache die Hochzeiten und Business. Das ist so business und Bewerbung. Das ist so, Das, was passt. und mir liegt.
Carolin Zimprich: und dann kam irgendwann das goldene Thema dazu.
Juliane Klüß: Ja gesagt.
Carolin Zimprich: Wann ist es dir zum Zeitpunkt Deines Fotografendaseins so präsent geworden, dass dir klar war. Es ist zwar irgendwo geheilt, aber irgendwie noch nicht so, wie es sein muss. und genau das müssen wir nach draußen bringen.
Juliane Klüß: Ja. Also ich kann das ziemlich gut zurückdatieren. Ich bin 39 gewesen und war zu dem Zeitpunkt, Das muss ich mal selber zählen viele Jahre selbstständig und war natürlich für mich auch ein Auf und Ab. Aber es war immer gut. Ich wusste immer, Ich bin hier richtig, und ich habe das innige Gefühl den innigen Wunsch gehabt. Ich möchte meinen Namen danken, Also, ich brauche ein Selbstporträt, wo ich mich mit meinen Namen einfach mal sehe, weil ich wusste. dieses Ereignis von damals ist ein zentrales Ereignis in meinem Leben, dass ich mehr aufs Ganze gehe, mutig vorangehe, auch weiß, es wird am Ende immer alles gut, dass ich bestimmte Dinge hinterfrage unbequeme Fragen stelle, sehr ehrlich und offen bin und ja, dass ich die Welt ein bisschen anders sehe. Das war für mich klar, und ich wollte das im selbstporträt haben. und habe das auch so gemacht, aber noch nicht so umgesetzt. Ich meine, ich wusste jetzt ja auch so von Ästhetik, von Lichtsetzung, wie es wirken kann. und es matchte noch nicht mit meinem Idealbild im Kopf. und das habe ich dann meiner Freundin erzählt, meiner Schwesterfreundin, meiner Lieben, Steffi. und die hat dann gesagt: Ey Jule: Weißt du was? Du kommst mal her. Wir machen das hier. und Übrigens, ich habe da mal auf Pinterest gesehen, so ein Bild schwarz-weiß. und eine Frau, Die hatte da so Goldene Linien. Das wäre, wenn wir deine Namen einfach Gold anmalen. Ich meine, ich habe hier noch so ein Goldtöpfchen rumliegend diversen Machen wir einfach. und das hat mich total geflasht, weil Gold mit meinen Namen in Verbindung zu bringen, wo ich ja dachte. Es ist eher ein Makel und ich fühlte mich schon auf eine Art entstellt. Ich habe es zwar angenommen, so oberflächlich, es ist halt so, aber dieses tiefe Gefühl, Ich liebe mich so wie ich bin, das hatte ich dann noch nicht. und dann kam dieses Gold und machte ja auch instinktiv im Kopf. Klar, das ist ja, was Edles, was wertvolles Boah. Das hat mich. Das war eine Spontanheilung. Ich wusste gar nicht, was das alles ist in meinem Kopf. Also, das war einfach irre. und da haben wir erst einmal selber für mich dieses Fotoshooting gemacht, das auch höchst emotional war. das kann ich nicht anders sagen. Das war der Wendepunkt, würde ich einfach sagen, von dem ich funktioniere. und ja, es ist so, ich habe Narben hin zu. Ich liebe meine Narben, Ich liebe mein Leben. und ich liebe alles daran. Ja.
Carolin Zimprich: und hattest du in dem Moment für dich das Gefühl, das ist nicht nur, was was ich für mich machen muss, sondern das ist, was was ich für viele andere Menschen da draußen tun muss.
Juliane Klüß: Nee gar nicht gar nicht. Also das war immer noch sehr persönlich, und ich weiß, dass ich auch länger gebraucht habe, um zu entscheiden, gehe ich überhaupt damit nach draußen. Also poste ich das auf Instagram, weil, das war ja voll mit Hochzeitsbildern. und Trotzdem war dieser Wunsch, da, das zu teilen, weil ich teile, auch immer Dinge, die einfach mal doof laufen und die ganze Bandbreite an Gefühlen und habe mich dazu auch bewusst entschieden. Ich zeige jetzt diese Bilder. Also, ich war ja entblößt. Ich wusste auch nicht. Funktioniert das jetzt hier auf Instagram spielen die das überhaupt aus. Aber das hat halt wirklich funktioniert. und ich habe dann das allererste Mal diese Resonanz gespürt. wenn du mutig vorangehst und mit deinen Verletzbarkeiten dich zeigst, was es in anderen bewegt, wie die darauf reagieren. Auch keine schönen Dinge, die Menschen so erlebt haben. und es hat Nähe gebracht.
Carolin Zimprich: Du hast wieder entschieden.
Juliane Klüß: Ja.
Carolin Zimprich: Du hast wieder entschieden, du warst wieder mutig und bist wieder deinen Weg gegangen und bist deinen Impulsen gefolgt und sagtest gerade, du hast viele Kommentare dazu bekommen viele, viele Geschichten, viele Schicksale da draußen. Was hat das mit dir gemacht, als du die Geschichten der anderen Menschen gelesen hast.
Juliane Klüß: Also, ich war einfach verblüfft. Ich hätte nie gedacht, dass die sich so öffnen. Also wir waren ja fremd. Wir kennen uns nicht. Es sind Kommentare von fremden Menschen. und sie erzählen mir auch Ihr Innerstes und sagen, Ja, ich kenne dieses Gefühl und Ich versteckte immer meine Beine, weil ich bin aus dem Hochhaus gesprungen, wollte mich umbringen. und es sind halt diese gebrochenen Beine gewesen. und so. und ich dachte, mein Gott, krass was? Das hört sich manchmal ein bisschen Doof an, aber so mitleidende oder mitfühlende Leiden nicht eher dieses Mitfühlen Mitgefühl geben. Das war was ganz ganz Schönes und Großes. Also, ich hab davon sehr gezerrt. Ja.
Carolin Zimprich: Wie lange hast du von dem Moment des ersten Postings dieses ersten Outings gebraucht, um wirklich zu verstehen, das ist was das ist jetzt wirklich nicht mehr nur für mich. Das muss nach draußen.
Juliane Klüß: Das hat noch ein Jahr so ziemlich ein Jahr gedauert. und dann kam es halt auch wieder als Impuls. Du musst das für andere tun. Du musst anderen Menschen auch die Möglichkeit geben, ihre Namen anzunehmen, zu vergolden. Das muss nach draußen. und dann kam es halt wieder dieses Gefühl. Ich habe das schon in den schillerndsten Farben gesehen und gewusst, wie das alles aussehen wird, was ich da tun werde. und gleichzeitig kam aber auch, Gott, wer ist denn so verrückt? und würde das auch mit dir tun? Ja, also ganz viel Freude, Euphorie und auch ganz viel Zweifel. Aber die Freude überwog natürlich, und dieser tiefe Glaube, das wird alles gut, und das ist richtig? Ja, das war stark.
Carolin Zimprich: Wie du einfach vorhin schon sagtest, du bist gar nicht in der Annahme, dass das gar nicht funktioniert, sondern du bist grundsätzlich in der Annahme, dass das eine gute Entscheidung ist und dass sich das von alleine trägt und dass das auch Anklang da draußen findet. und ja, dem war ja auch einfach direkt so.
Juliane Klüß: Es findet ja Anklang da draußen, und es findet ja auch einfach so Anklang, Da draußen.
Carolin Zimprich: Dass du auch eine Einladung ins Fernsehen bekommen hast. Du warst bei Sat 1. Wenn ich das noch richtig im Kopf habe.
Juliane Klüß: Ein Shooting mit aufnehmen. Also, da war 2.024, richtig? Was los.
Carolin Zimprich: Da kann man davon sagen. Also, das öffentliche Interesse ist definitiv da, um einfach wirklich zu verstehen, wie wichtig es ist die Narben nicht einfach, wie du es vorhin schon sagtest, so oberflächlich anzunehmen mit. Hey. Es ist ja einfach passiert.
Juliane Klüß: Sondern wirklich die Möglichkeit haben, da mal wirklich ins Gefühl reinzugehen, ja absolut.
Carolin Zimprich: Diese Geschichte wirklich letztendlich transformieren zu können. Was auch immer bei dem einzelnen Menschen dann im Hintergrund vorab passiert ist. Magst du über eine Story? Oder kannst du über eine Story eines Menschen erzählen, der zu dir gekommen ist?
Juliane Klüß: Oder gibt es total viele Schöne? Also, es sind ja dann auch also aktuell. Sind das alles Frauen, und die sind halt häufig an einem Punkt in Ihrem Leben, wo Sie schon auch Coachings gemacht haben, oder Therapien. Aber dieses wirkliche Gefühl, weil du es eben nicht gesagt hast, Caro. dass wir was transformieren können, wenn wir es erst fühlen. und dieses Gefühl, ich bin trotzdem schön mit meinem Namen, oder gerade weil ich Namen habe, bin ich schön und ich akzeptiere mich. und ich sehe auch das Gold, das symbolische Gold in den Erfahrungen, die ich da machen durfte oder musste. und genau das ist es, was Sie halt bei mir bekommen. Ich bin kein Coach bin dafür nicht gar nicht ausgebildet. Das heißt, wir reden nicht so viel. Wir fühlen. und eine. Das war jetzt auch gerade kürzlich erst das ist mir noch so in Erinnerung. Also, die hat blödes Erlebnis Damals, als Kind gehabt, mit einem Blinddarm Blinddarmentzündung zu spät bemerkt und dann ging eigentlich das Drama los. Also, diese Entzündung, die du da im Körper hast, diese Ops, die dann folgen. und dann wurde noch ein Op Fehler gemacht, und sie hat eine wahnsinnig lange Geschichte, Krankenhausaufenthalte. immer wieder Ops und immer wieder an ihrem Körper rumgeschnüppelt. Sag ich mal. und bis heute, ja, bis heute sind da einfach so Dinge passiert, die sehr, sehr einschneidend waren, auch bis hin zu, Du kannst keine Kinder bekommen, weil ja viel am Unterleib gemacht wurde. und sie hat ein Kind und ist wahnsinnig glücklich damit. und auch ihr bei ihr war auch dieser Wunsch da. Ich will mich einfach spüren. Ich will nochmal quasi dem Teufel ins Auge blicken, mich da vor den Spiegel stellen, mich meinen Körper sehen, diese Narben sehen und aber gleichzeitig sie so vergeuden und in diese Annahme gehen. Das Gefühl, ich bin wertvoll, so wie ich bin. und das war Mega bewegend, weil sie so 1 war mit sich. und in diesem Prozess auch war sich da eingelassen hat, die Zeit genommen hat, immer wieder gefühlt hat, Pausen gemacht hat. Wir haben dann mal geredet, und dann hat sie wieder den Pinsel weggelegt. und das war einfach unglaublich schön, weil wir so eine Einheit auch waren, in dem Moment und sie auch danach noch Wochen später mir gesagt hat: Ihr ist eine riesige Last von den Schultern gefallen und sie guckt in den Spiegel und muss lächeln, wenn sie ihre Narbe sieht. Also kriegt halt wieder Gänsehaut, weil es wirklich das ist, was ich machen möchte und bewegen möchte, bei den Menschen.
Carolin Zimprich: Es ist irre. Ich finde, das ist einfach irre, wenn man deine Geschichte kennt, wenn man einfach hört, wie deine Wege waren, an welchen Punkten du in deinem Leben einfach für dich eine Entscheidung getroffen hast.
Juliane Klüß: und was du dadurch für andere Menschen da draußen bewegst und bewirkst und veränderst.
Carolin Zimprich: und das aus deinem persönlichen Schicksal. was du mit 16 Jahren einfach hast erleiden müssen, einfach sowas Wunderschönes entstanden ist, was es einfach vorher gar nicht gab.
Juliane Klüß: Ja eben genau, ja.
Carolin Zimprich: Man sich. wo man sich ganz oft, ja immer dann die Frage stellen darf: Okay, war das das Ding, dass ich das einfach erleben musste. Ich weiß nicht, wie du das siehst. Ich sage immer, nichts in unserem Leben passiert rein. Zufällig.
Juliane Klüß: Ja, die Dinge sind nicht auch so.
Carolin Zimprich: So dramatisch sie ganz oft sind. Aber genauso richtig, wie sie sind, auch wenn uns das natürlich ganz ganz schwer fällt, diese Dinge dann so annehmen zu können, weil man sagt: ja, so einen Scheiß, würde ich mir ja selber nicht aussuchen wollen. Was ist das denn für eine Einstellung? Aber wenn dir dieser Moment ja nicht passiert wäre in deinem Leben. dann würde es heute diese einzigartige Narbenfotografie im deutschsprachigen Raum nicht geben.
Juliane Klüß: Nee absolut. Ich sage auch immer so, Die schönsten Erlebnisse und Erkenntnisse kommen meistens ziemlich hässlich, daher klar. Ich habe mir das nicht ausgesucht, aber trotzdem die Botschaft, die da drin lag. Die ist einfach einzigartig, und ich sehe auch, dass mir das passieren musste.
Carolin Zimprich: Ist es dir schwergefallen, ein Business draus zu machen.
Juliane Klüß: Also, Jein. Ich wusste ganz schnell, ich brauche, weil das so einzigartig ist und so eine krasse Nische brauche ich die Aufmerksamkeit der Presse, weil ich auch was Besonderes zu teilen habe, und ich wusste, das ist ein Mittel für mich, und das ist ja auch total aufgegangen. wo ich mich schwer tue und was bis heute ein Thema ist, ist diese Onlinepräsenz, weil, naja, so nackte Körper zeigen. Menschen zu treffen, die dann danach auf Social Media zu mir stoßen. und ja, also das ist so ein bisschen das, wo ich dran arbeite, sage ich mal, dass es online ein bisschen besser läuft. Die andere Geschichte ist dafür sehr, sehr stark. Presse und Bühnenpräsenz.
Carolin Zimprich: Wie seine eigenen Narben wirklich annehmen zu können. Du findest das alles unten in den Shownotes auch wenn du mit Juliane in Kontakt gehen möchtest dich vernetzen möchtest mal zu gucken, was sie denn so auf Social Media treibt, vernetz dich mit ihr. Es ist wirklich alles unten verlinkt. und diese Entscheidung dein Business draus zu machen, da den richtigen Hebel zu finden. Du hast gerade schon gesagt, also online, ist es irgendwie schwierig. Meta hat natürlich so Gemeinschaftsstandards. Die wollen einfach nicht überschritten werden, und doch darf es einfach nach draußen Von daher freue ich mich natürlich, dass es auch so formate wie diesen Podcast gibt, der das Ganze mit nach draußen einfach publizieren kann. damit Menschen, die einfach das ein oder andere Schicksal erlitten haben, einfach die Möglichkeit haben, das Ganze wirklich zu transformieren und damit die ins Gespräch gehen können.
Juliane Klüß: Ja absolut.
Carolin Zimprich: Wer immer einfach merkt. Da ist was an mir. was ich selber als ganz krassen Makel bezeichne. Der richtige Weg. der entscheidet sich immer nur genau dann oder zeigt sich immer nur genau dann, wenn wir selber wirklich bei uns sind und die richtigen Entscheidungen für uns treffen.
Juliane Klüß: Ja.
Carolin Zimprich: Was würdest du denn sagen? War für dich rund um die Narbenfotografie da wirklich damit nach draußen zu gehen? Was war für dich noch so ein kleiner Game Changer im Business selbst. Was war für dich noch so ein entscheidender Hebel.
Juliane Klüß: und schwierige Frage weiß ich gar nicht, wie ich darauf antworten soll, würde.
Carolin Zimprich: Du sagen, dass es für dich wirklich einfacher war, den Kontakt zur Presse hergestellt zu haben, dass du mehr mehr Aufmerksamkeit durch die Öffentlichkeit auf dieses Thema bekommen hast. Würdest du sagen also alleine also, wenn ich die nicht gehabt hätte, dann wäre es viel, viel schwieriger gewesen, Also auch, dass man da sagen kann, also dass grundsätzlich Hilfe im Hintergrund, egal wie sie aussieht, dass es das immer leichter macht.
Juliane Klüß: Ich ein Mikro-influencer. Habe ich neulich das Wort gehört, ja, dann hat man eben einfach. Das ist leichter. Also, es ist diese Portion Glück, denke ich mal, auch, die ich dadurch bekommen habe und hatte und auch dauerhaft habe, weil ich dann Kontakte habe, die ich immer wieder anzapfen kann und sagen kann, es hat sich was entwickelt, und die dann eben auch immer nochmal wieder neu berichten. Ja, das ist ein Game Changer gewesen für mich Die einen sagen, es war die Portion Glück. Auf der anderen Seite könntest du auch sagen. Ich wusste eigentlich, dass es funktioniert und dass es die richtige Entscheidung ist und dass es so unwahrscheinlich wichtig war.
Carolin Zimprich: Was mir da einfach nur wichtig ist, ist zu sagen, dass. weißt du für den einen oder anderen in seinem Business sind es dann die Ads, die er schalten kann, um den Hebel zu haben, um das Ganze nach draußen zu bringen, um sich zu multiplizieren, und für den anderen ist es einfach die Bühne, das Gespräch, was er sucht, und bei dir war es die Pr-arbeit da draußen, also andere Medien, die über dich berichten. Denn ja, also, mein Stand-standpunkt ist ja auch zu sagen, es gibt halt einfach nicht diese eine Blaupause. Also, dieses eine Gerüst, wo wir sagen können, wenn wir uns ein Business aufbauen, dann geh diesen einen starren Weg. und dann wird das auf jeden Fall zur krassen Goldgrube. sondern es gibt so unwahrscheinlich viele Wege, und je nachdem, welches Thema wir ja auch bedienen, muss man einfach gucken, Welchen Weg kann ich damit am besten gehen. um in kürzester Zeit die meisten Menschen da draußen zu erreichen.
Juliane Klüß: Genau? Ja. Ist es immer individuell. Das stimmt.
Carolin Zimprich: Pr: War einfach wirklich, wirklich, dein Weg. und wann hast du für dich wirklich gesehen, dass dieses Thema der Narbenfotografie. dass das wirklich deine Mission wird oder auch einfach sein muss.
Juliane Klüß: Nachdem ich gemerkt habe, die ersten Frauen, die so bei mir waren, was die dort erlebt haben, da lassen konnten und wie es auch ihr Leben verändert hat. und das ist halt fernab von Fotografien. Fotografie ist da ein Instrumentenmittel, aber es bewegt echt. Leben. Es stößt Dinge an, und Sie könnten. Man darf ja immer nicht Heilung sagen, weil Sie können Veränderung, eine krass positive Veränderung mitnehmen, auf der Sie lange oder auf die Sie lange gewartet haben, was sie sich immer gewünscht haben. und das ist, was wahnsinnig groß ist, und darum habe ich gedacht, das ist was wahnsinnig Großes. Das muss weitergetragen werden, und das. wenn in den Medien immer geredet wurde, davon golden Scars Projekt. Dann habe ich immer darauf hingewiesen, Es ist kein Projekt. Das ist ein echtes Standbein, ein echtes Business und ich mache das regelmäßig, weil dann auch manchmal in den Kommentaren geschrieben wurde. Ich wäre gerne dabei gewesen. Ich denke, ja, du hast dann auch echt noch die Chance und habe das auch darunter gesetzt. Damit es nicht missverstanden wird.
Carolin Zimprich: Ja, und es ist auch so schön, dass du heute hier mit dabei bist, dass wir einfach genau über dieses Thema sprechen können und dass du auch da sein kannst. Es ist eine Mission. Es ist einfach so wichtig, die Menschen da ins Gefühl zu bringen, und dass sie einfach wirklich verstehen. Es ist ein wahrhaft wichtiger Teil von dir.
Juliane Klüß: Ja, genau.
Carolin Zimprich: Ein weiterer wichtiger Teil bei mir, hier bei Scale und Flow ist, dass ich jedem meiner Teilnehmer noch einen schönen.
Juliane Klüß: Ist gleich.
Carolin Zimprich: Aussuchen.
Juliane Klüß: Ich nehme es rosa oder.
Carolin Zimprich: Pink. Nehmen wir mich hineingucken. Aber wie passend wir beide spielen? Pitch mich, Wenn du kannst.
Juliane Klüß: Ein.
Carolin Zimprich: Du bekommst von mir aus gleich 30 s Zeit, und du darfst dir herzlich gerne vorstellen, dass ich diejenige bin, die einfach natürlich vor langer, langer Zeit einen schweren Unfall oder ein anderes einschlagendes Erlebnis hatte und dass ich durch dich genau die Ruhe und Entspannung wiederfinde, nach der ich mich schon so lange sehne bist, du bereit.
Juliane Klüß: Okay. und das soll ich ankündigen? Ja.
Carolin Zimprich: Sekunden.
Juliane Klüß: Diese Person.
Carolin Zimprich: Dass sie zu dir kommen dürfen.
Juliane Klüß: Okay, Hey, ich möchte Dir eine ganz besondere Person heute vorstellen. von der wir einfach sehr glücklich sein können, dass sie heute noch da ist. Sie hat mit 16 einen sehr schweren Unfall gehabt und erst viele, viele Jahre später erkannt, dass in dieser Schwere in dieser Tragik des Moments eigentlich Ihr persönliches Gold lag. und sie vergeudet nicht nur Narben, sondern auch damit Menschen und Seelen. und Ich kann dir einfach nur sehr ans Herz legen, dich mit ihr in Verbindung zu setzen, wenn du ein erfülltes Leben haben möchtest, frei von deinem Schmerz und das Gold in deiner Verletzbarkeit finden möchtest.
Carolin Zimprich: Genau diese Person bist Du liebe Juliane.
Juliane Klüß: Ich Danke.
Carolin Zimprich: Von Herzen. und wenn du eine Sache, wenn du eine Sache, deinem persönlichen ich damals beim Start noch mitgeben wollen, würdest. Wenn du deiner Person von früher noch eine Whatsapp schicken wollen, würdest.
Juliane Klüß: Was mit.
Carolin Zimprich: Zu ihr Schreiben.
Juliane Klüß: Liebe Jule, Es ist alles gut. Bleib auf deinem Weg. Bleib dir treu. und du bist nicht kaputt. Du bist genau richtig.
Carolin Zimprich: Ich danke dir für dieses tolle Gespräch.
Juliane Klüß: Danke dir. Danke dir. Das war schön.
Carolin Zimprich: Sind die 7 goldenen Gedanken. damit du genau diese Narben für dich wirklich endlich annehmen kannst. Connecte dich mit ihr verbinde dich mit ihr. und wer weiß, vielleicht ist das nächste Shooting mit Juliane auch Deins. In diesem Sinne danke ich dir fürs Zuhören dir fürs tolle Gespräch, liebe Juliane. und ich würde sagen, wir sehen uns bei einer weiteren Episode von Scale and Flow.
Juliane Klüß: Danke. Danke.
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