Folge #53

Von Freibad-Pommes & Ki-Alarm: Laura Gintar über Texte, die verkaufen statt langweilen

mit Laura Gintar & Carolin Zimprich
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Von Freibad-Pommes & Ki-Alarm: Laura Gintar über Texte, die verkaufen statt langweilen
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Darum geht's

Menschen kaufen keine perfekten Texte – sie kaufen Geschichten, in denen sie sich wiederfinden. Laura Gintar ist Brand Story Copywriterin und zeigt, warum wirklich gute Texte niemals zu 100% aus einer Ki stammen werden. Denn während Ki mittlerweile fast alles schreiben kann, gibt es eine Sache, die niemals künstlich erzeugt werden kann: die Geschichten, die du wirklich erlebt und gespürt hast.

In dieser Folge nimmt uns Laura mit auf ihre Reise – von 20 Jahren Filmbranche über den Mut zur Selbstständigkeit mit Ende 40 bis hin zum fast totalen Zusammenbruch 2023, als plötzlich keine Anfragen mehr kamen. Sie erzählt, warum sie ihre erste Landing Page für lächerliche 450€ geschrieben hat, wie sie ihre Preise vervielfacht hat und warum gerade jetzt – entgegen aller Prognosen – Copywriter gefragter sind denn je.

Wenn du wissen willst, warum Storytelling weit mehr ist als „ein bisschen persönlicher schreiben“, warum deine Hunderunde Millionen wert sein kann und wie du mit Alltagsgeschichten Vertrauen aufbaust, das verkauft – dann ist diese Folge genau für dich.

✨ Das lernst du in dieser Folge

  • Warum echte Alltagsstorys mehr verkaufen als jeder perfekte Ki-Text
  • Wie du mit der richtigen Copywriting-Strategie aus der Masse herausstichst
  • Warum Weiterempfehlungen allein gefährlich sind und was du stattdessen brauchst
  • Wie du deine Preise vervielfachst ohne deine Kunden zu verlieren
  • Warum Menschen von Menschen kaufen – und wie du dieses Vertrauen aufbaust

⏱ Kapitel

00:00Freibad-Pommes statt warme Semmeln: Wie ein Slogan zum Markenzeichen wird
10:53Von der Lehrerin zur Filmbranche: Der krumme Weg zum Traumjob
20:093 Stunden Pendeln und Burnout: Wenn der Körper Stopp sagt
33:30Der Sprung in die Selbstständigkeit: Zu alt mit Ende 40? Von wegen!
48:04450€ für eine Landing Page: Der teuerste Anfängerfehler
54:46Ki-Schock 2023: Von heute auf morgen keine Anfragen mehr
75:22Die Hunderunden-Story: Warum Alltag Millionen wert ist

📝 Transkript

Volltext-Transkript lesen

Carolin Zimprich: Menschen kaufen keine perfekten Texte, sondern Geschichten, in denen sie sich selbst wiederfinden. Mein heutiger Gast ist Brand Story Copywriterin. Sie verbindet in ihrer Arbeit Storytelling, Dramaturgie und Verkaufspsychologie, zu etwas, das heute selten geworden ist. Texte, die unter die Haut gehen. denn während Ki mittlerweile fast alles schreiben kann, gibt es eine Sache, die niemals künstlich erzeugt werden kann. Die Geschichten, die du wirklich erlebt und gespürt hast. Genau dort setzt Ihre Arbeit an. Sie zeigt, wie aus Erfahrung. Marken werden, wie aus Persönlichkeit Vertrauen entsteht und warum wirklich gute Texte niemals zu 100% aus einer Ki stammen werden Mit ihrer Neurostory-methode entwickelt sie Botschaften. die nicht nur gelesen werden. Sie schreibt Texte, die wahrlich hängen, bleiben. damit sich Angebote verkaufen, wie die Freibad Pommes an einem heißen Sommertag. und wenn du wissen willst, warum Storytelling weit mehr ist als ein bisschen persönlicher Schreiben, und warum Ki ihr niemals den Rang ablaufen wird, dann ist diese Folge genau für dich. Herzlich Willkommen. Laura Ginther.

Laura Gintar | TextSells: Hallo, vielen Dank für das schöne Intro und für die Freibad Pommes, die du direkt erwähnt hast.

Carolin Zimprich: Das ist doch so, oder? Also, jeder kennt Freibad Pommes. und ich glaube, wenn wir den Geruch also wenn wir alleine nur an Freibad Pommes Denken oder grundsätzlich schwimmen und Pommes, dann kriegt man direkt Hunger Oder Also, Das hat sich doch total eingebrannt bei uns im Kopf.

Laura Gintar | TextSells: Vor allem Freibad Pommes. Es sind ja nicht einfach nur Pommes, sondern es sind genau die Freibad Pommes. Ich könnte gleich die Story erzählen, wo wir schon bei Freibad Pommes sind. Wie ich auftritt.

Carolin Zimprich: Gerne Horror.

Laura Gintar | TextSells: Haben, Weil nämlich da sind wir auch gleich beim Thema. Ich hatte. oder ich fange mal anders an. Ich gebe ja auch Texttrainings. und in jedem meiner Trainings sage ich das, was du eben ja auch gesagt hast, sprich, bildhaft und kreiere Bilder im Kopf der Leser und vor allem vermeide so generische Floskeln. Also alles, was wir schon tausendmal gehört haben, was ja seit Ki noch schlimmer ist die gleichen, immer gleich klingenden Floskeln und nichts aussagenden Aussagen. und ich habe halt dann immer so als Beispiel genommen, sowas wie das verkauft sich wie geschnitten Brot oder das verkauft sich wie warme Semmeln. und plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen, in einem Training. Ich kann mich noch genau an diesen Moment erinnern. Ich saß im Livetraining und dachte: verdammt, weil mir dann auf einmal auffiel, dass ich auf meiner Website ganz groß prominent stehen habe, also gute Texte, damit sich dein Angebot verkauft wie warme Semmeln. Dann habe ich mich hingesetzt, und das ist, glaube ich, auch gleich so. Der erste gute Tipp, den ich so mitgeben mag, dann habe ich mich hinsetze. Okay, warme Semmeln geht nicht, Ich muss irgendwas anderes nehmen. und dann habe ich überlegt: was kann man alternativ nehmen. was halt genauso gut weggeht, wie so frische, warme, duftende Semmeln. aber halt nicht so klingt wie das, was wir ja schon immer hören. und dann habe ich überlegt, was kommt immer so gut an, Dachte ich so: Naja, wenn man auf so einem Straßenfest ist, das sind ja immer so. Der Waffelstand da, wo es frischgebackene Waffeln gibt. Da ist immer eine lange Schlange, es duftet köstlich. und dann habe ich gedacht, Ja, Waffeln ist gut, Dann habe ich nur gedacht, Nee. Das klingt aber komisch, also damit sich dein Angebot verkauft, wie Waffeln, oder wie warme Waffeln wie frische Waffeln. dann habe ich gedacht, das klingt irgendwie nicht gut und Waffeln klingt auch so ein bisschen, wenn man es spricht, nach Waffen Man muss schon sehr deutlich das L sprechen. und dann ging das immer weiter. und dann kam ich drauf. Ich war ja früher schwimmen bei der Dlrg Ganz viel als Kind und Wasser war so mein Element. und ich habe halt immer Pommes gegessen. Dann dachte ich: Ja Pommes so und so kam die Idee. und irgendwann habe ich nur Pommes klingt auch langweilig. und dann kam ich immer, ach ja, klar. Freibad Pommes. So kam ich auf diesen Slogan und Geiler Geiler Fun Fact am Rande. Seitdem ich diesen Slogan habe, werde ich immer wieder darauf angesprochen. Irgendwie die Frau mit den Freibad-pommes oder mir schreiben Menschen mit Freibad-pommes kannst, du mich ja jagen, aber Sie reagieren auf diesen Slogan oder auf diesen Text genau.

Carolin Zimprich: Bilder, die wirklich hängen bleiben.

Laura Gintar | TextSells: Ja.

Carolin Zimprich: Warum bist du denn insgesamt beim Thema Copywriting? Also Texte, Schreiben hängen geblieben. Wann hat deine Liebe mit dem Schreiben angefangen?

Laura Gintar | TextSells: Also, Liebe zum Schreiben. Ganz allgemein hatte ich schon irgendwie immer. Ich habe schon wahnsinnig gern immer gelesen und geschrieben, Aber das ist natürlich eine andere, komplett andere Schiene und die Liebe zu den Verkaufstexten. Da kam ich so ein bisschen wie die Jungfrau zum Kinde. Wie man immer so schön sagt, könnte ich mir auch mal einen anderen Satz zu überlegen, fällt mir gerade ein.

Carolin Zimprich: Aus.

Laura Gintar | TextSells: Ein abgedrossener Satz wie die Jungfrau zum Kinde. Aber so war’s. Ich habe, nachdem ich ja fast 20 Jahre lang in der Filmbranche gearbeitet habe. bin ich im Marketing gelandet, habe beim großen E-mail-marketing-anbieter Klicktipp angefangen als Marketing Managerin und habe dort auch die Texte angefangen zu schreiben. So und habe festgestellt, Ich liebe das. Das macht so unglaublich viel Spaß. und dann wollte ich halt mehr wissen. Wie macht man das? Wie sorge ich dafür, dass es verkauft? Also, da bin ich so voll rein in dieses Textthema und klicktipp war da ja auch einfach perfekt, weil wir ja bei clicktipp, Also, Clicktipp selbst hat auch einen sehr großen E-mail-verteiler und wir testen ja wirklich alles, was rausgeht an E-mails, an Texten. Also, das war eine tolle oder ist auch immer noch eine tolle Spielwiese. und so bin ich dann immer tiefer reingerutscht. und damals war ja Copywriting oder Verkaufs und Werbetexten gar nicht bekannt, so groß. Also den Begriff Copywriter kannte kaum jemand. und es gab auch keine Ausbildung auf dem deutschen Markt in dem Bereich. Also klar. Ich hätte Journalistik oder Journalismus noch studieren können, Das wäre, glaube ich, auch eine gute Idee gewesen. Aber ich wollte jetzt auch nicht nochmal bei 0 anfangen. und dann habe ich auf dem amerikanischen Markt angefangen, diverse Weiterbildungen zu machen. Bei Ryan Dice und bei der American Writers Academy und bei Copy School. Also es gab so mehrere amerikanische Ausbildungen. und ich habe Tausende von Büchern mir gekauft und habe dann von der Verkaufspsychologie dazu gepackt, was glaube ich noch Das war eigentlich die Grundbasis wirklich, dieses Verkaufspsychologie, Neuromarketing Zu verstehen. Wie funktioniert das? Wenn ich welche Wörter lese, was tun Sie dann im Gehirn des Lesers. Bei wem tun Sie es? Halt nicht. Bei welchem Laser lösen Worte was ganz anderes aus? Das war so, die, da bin ich so voll drin aufgegangen und eingetaucht. Ja, so kam ich dazu eigentlich so ein bisschen durch Zufall.

Carolin Zimprich: und das ist bei ganz ganz vielen so, die dann einfach irgendwo so plötzlich reinstolpern. Für alle, die sich gerade gefragt haben. Herr Klicktipp, was ist denn das Clicktipp ist ein E-mail-marketing-system, mit dem ich natürlich wunderbar automatisierte Prozesse im Hintergrund erst einmal aufbauen kann damit zum Beispiel E-mails zu einem gewissen Zeitpunkt oder bei einer gewissen Reaktion da draußen im Netz einfach verschickt werden. Davon gibt es natürlich viele andere Anbieter auch. Ich. Spannend fand ich also so dieses da reinstolpern wie kommt, man so von A nach B und von Höxchen auf Stöckchen und so 20 Jahre. Filmbranche. Tv: Was genau hast du da gemacht? Oder wie bist du da hingekommen?

Laura Gintar | TextSells: Ich. Ich hatte eigentlich Deutsch und Englisch studiert auf Lehramt. Ich wollte Lehrerin werden und habe nebenbei im Theater gejobbt. Wir hatten so eine kleine Off-off-theatergruppe, wo jeder ja alles machen musste. und enge Pausen habe ich dann auch die Bar gemacht, also von der Bühne, dann runter in die Bar und habe dann an der Bar. Hat sich jemand ein Getränk bestellt? und ich kam mit derjenigen ins Gespräch. und irgendwie kamen wir darauf. Was machst du? Was willst du mal machen? Wo soll deine Reise hingehen? und dann kam irgendwie die Frage, ob ich mir nicht vorstellen könnte, beim Film zu arbeiten. Ich dachte so ja, klar, fände ich irgendwie spannend, weil irgendwie so Lehramt Deutsch: Englisch ist es dann auch nicht so richtig. Also, ich wusste irgendwann, ich will nicht Lehrerin werden. und dann habe ich ein Praktikum beim Film gemacht. Bei so einer großen Sat, 1, Serie, da war ich dann Praktikantin. und so kam ich in diese Filmwelt und habe gedacht, hier will ich bleiben. Aber ich hatte noch so ein bisschen dieses von Mama, und du musst, was vernünftiges Lernen Kind im Hinterkopf und habe gedacht, Ja, ich sollte schon irgendwas abschließen und jetzt so ein abgebrochenes Studium ist, vielleicht auch Doof. und dann habe ich überlegt. Wie komme ich in die Filmbranche, weil es gab ja auch gar keine Ausbildungen. So, in dem Bereich. Dann habe ich überlegt: wie komme ich da rein? Dann habe ich gedacht, ich könnte ja total verquer. Ich könnte eine Ausbildung machen zur Reno, zur Rechtsanwalts, Notariatsfachangestellten. und dann könnte ich mit diesem Background, mit diesem Hintergrundwissen von so wie macht man so Mahnungen? und dies, und das könnte ich in die Produktionsabteilung von der Filmbranche kommen. Also, ich hätte mir diesen Umweg sparen können. Die hätten mich auch so übernommen, aber ich habe dann gedacht. Ich muss erst mal was lernen. Dann habe ich die Ausbildung zur Reno gemacht oder angefangen. Ich habe dann auch abgebrochen. und dann kam aber auf einmal auf dem deutschen Markt ganz neu. Eine Ausbildung kauffrau für audiovisuelle Medien.

Carolin Zimprich: Nein, veratscht mich nicht. Sind wir denselben Weg gegangen.

Laura Gintar | TextSells: Du auch.

Carolin Zimprich: An.

Laura Gintar | TextSells: Ich ich und Schule habe da zum Glück einen ganz tollen Arbeitgeber gefunden, wo ich dann auch 3 Jahre war, wo ich selten in der Schule war, meistens draußen auf Produktion war. und so bin ich da reingeschliddert und dann auch lange lange geblieben.

Carolin Zimprich: Verrückte Nummer. Ja, also bei mir ging es, glaube ich, ich habe auch erst in der Agentur ein Praktikum gemacht, und dann haben Sie mir einen Ausbildungsplatz angeboten. Das war 2.003 oder so, 2, 2, 3, irgendwie so um den Dreh.

Laura Gintar | TextSells: Bei mir war es, glaube ich, 98 oder ein bisschen früher, also irgendwie, Mitte Ende der 90er. Also da.

Carolin Zimprich: Hat man auch da gemerkt, den gab es noch nicht allzu lange, und die haben sich immer wieder neu sortiert und neu versucht.

Laura Gintar | TextSells: Ja, es gab ja auch keine Lehrer, die das irgendwie lehren konnten. und dann hatten wir unser Klassenlehrer, der dann so der Hauptlehrer für diesen ganzen Ausbildungszweig war, Den haben die genommen, weil der Journalist war. Sie dachten, Journalist hat so ein bisschen was mit Medien zu tun. Aber der hat natürlich auch keine Ahnung, weil wir hatten dann halt Leute, die kamen aus der Filmbranche. Andere haben so Haare Make-up gemacht. Also alles, was im weitesten Sinne mit Film zu tun hatte, war dann zusammen. Am Anfang waren wir 6 Leute für ganz Berlin, Da waren wir zusammen mit den Buchhändlern in einer Klasse, also, die die Buchhändlerausbildung gemacht haben, irgendwie. Also, es war schräg.

Carolin Zimprich: Ja, wir waren auch total gewürfelt. Also einige von Jkp, also sprich Plattenfirma aus Düsseldorf. Also das war auch alles total total gewürfelt, und ich fand es danach, und ich finde es auch heute immer noch lustig, wenn mich jemand fragt, was hast du denn gelernt? Ich bin gelernte Kauffrau für audiovisuelle Medien. und ich weiß, für diesen Titel, den auszusprechen braucht man irgendwie länger. und selbst heute schütteln Sie immer alle noch den Kopf So dieses Hä. Was ist das bitteschön? Was macht man da.

Laura Gintar | TextSells: Ist auch verwirrend. Also bei uns war das wirklich. Ich glaube, so rückblickend zum Thema, also in dem Bereich so Film, Fernsehen? Tv habe ich fast gar nichts in der Schule mitgenommen, aber natürlich, so die Grundbasis für so Buchhaltung. und was mir jetzt als Selbstständiger. Natürlich, dann vielleicht ein bisschen hilft. Also, dass das war dann schon gut. Aber ansonsten war das damals wirklich schwierig.

Carolin Zimprich: Das ganze Ding mit Verwertungsgesellschaften und Rechte am persönlichen Bild und Co. Also das ist so. Also, da ist mir jede Menge hängen geblieben, wo ich auch heute immer noch ganz klar sage, in Bezug auf Hey, Lizenzen. Musik nutzen, gerade bei Reels und so aufpassen. Du hast die Rechte nicht. Das kann man machen, kann aber wie ein Bumerang ganz krass zurückkommen, setzt sich damit auseinander. und so. Also doch davon ist schon bei mir viel hängen geblieben. In der Ausbildung selber war echt so. Dieses. ich war eher so ein Mädchen für alles. Das war nicht ganz so schön. Also, ich habe 3 Kreuzzeichen gemacht. Als ich nach 2 Jahren dann gegangen bin. und verkürzen konnte. Ich habe da eine Menge gelernt. Also, rückblickend sage ich auch, es hat mein Auge geschult. Ich habe da wirklich eine Menge natürlich irgendwo mitbekommen, aber selber so im Agenturwesen. und das war auch der Grund, warum ich mich selbstständig gemacht habe, dass ich danach gesagt habe, für andere Arbeiten auf gar keinen Fall.

Laura Gintar | TextSells: Ach, krass.

Carolin Zimprich: Auf gar keinen Fall. Ich bin da quasi raus und hab dann gesagt: Ich muss unbedingt mein eigenes Ding machen, also, weil sonst weiß ich nicht. Das geht gar nicht. Das habe ich Wertetechnisch habe ich das nicht verstoffwechselt bekommen.

Laura Gintar | TextSells: Das hat bei mir viel, viel länger gedauert. Ich kam ja auch an diesem Punkt, das wäre ich ja heute nicht selbstständig. Aber das hat bei mir echt viel länger gedauert. Danach ging es ja bei mir erst richtig los, dann nach der Ausbildung, weil dann habe ich angefangen, im Studio Babelsberg zu arbeiten. und das war schon extrem spannend, weil ich da einfach wirklich sämtliche Hollywood-größen und auch deutschen Schauspielgrößen kennengelernt habe. und am Anfang fand ich das auch unglaublich aufregend, wie man dann so alles trifft. Da bin ich insgesamt In Summe war das fast 20 Jahre in der Filmbranche, die ich da schön fand.

Carolin Zimprich: Das ist definitiv ein tolles Pflaster. und ich glaube auch. Also, mein Mann hat selber auch so viel mit Filmproduktionen und Co. Zu tun. Die haben viele Werbeproduktionen auch gemacht, gerade für Werbespots, die dann im Kino liefen. und so. Also nochmal eine totale, schöne Nische davon. Um aber auch einfach so zu verstehen, oder es hilft mir heute auch immer noch, so das Geschäft dahinter zu verstehen oder auch heute letztendlich zu sehen. Hey, also das, was man im Wohnzimmer sieht. hat ja mit dem, wie es hinter den Kulissen aussieht, mal mitnichten zu tun, und alleine die Erfahrung kannst du ja auch schon machen, so wie du vorhin sagtest. Man hat im Theater gearbeitet, auch da alles das, was auf der Bühne einfach total akkurat ist.

Laura Gintar | TextSells: Hallo.

Carolin Zimprich: Was einfach hinterm Vorhang passiert, ist einfach eine völlig andere Welt.

Laura Gintar | TextSells: Ja. das stimmt also alleine, wenn ich überlege, ich war ja post production supervisor. Viele Jahre. Also, ich habe die gesamte Endfertigung koordiniert Da waren dann immer alle. Ach so, du machst dann so ein bisschen Schnitt oder so, Weil für jeden Menschen war, damals zumindest auch noch. Da haben wir noch auf Film gedreht, 35 und 16 mm.

Carolin Zimprich: Sehr schön.

Laura Gintar | TextSells: Ja, das war schon eine coole Zeit. Ich war dann ja auch Dozentin in dem Bereich. Ich habe dazu auch ganz viel unterrichtet und den Leuten erklärt, wie das funktioniert, wie man da quasi den Film vom Film, also auch ins Kino oder ins Fernsehen bekommt. weil dann halt auch immer. Das war ja keinem klar, was das wirklich bedeutet. diese ganze Endfertigung, und dass der Prozess der Endfertigung. Monatelang dauert während der Dreh ja, in der Regel, je nachdem, ob Kino oder Fernsehen nach 30, 40, 50 Tagen ein bisschen länger, manchmal bei großen Produktionen abgeschlossen ist, aber dass die ganze Endfertigung viel länger dauert und dass du halt nicht Bild und Ton nimmst und einfach irgendwie schneidest, sondern dass du Bild und Ton gesondert bearbeitest und dass das Bild komplett nachbearbeitet wird. dass der Ton nachbearbeitet wird, dass im Nachhinein Geräusche eingefügt werden, die am Set ja nicht aufgenommen werden, so Schritte, türknallen. Wenn man sich so über die Klamotten streicht. da gibt es ja. Das ist auch so ein spannender Job, Den wollte ich auch mal machen, Den Geräuschemacher.

Carolin Zimprich: Mit.

Laura Gintar | TextSells: Die haben ein riesen, riesiges Studio mit ganz viel Requisiten und machen den ganzen Tag Lustige Geräusche oder brechen dann eine Mohrrübe entzwei oder einen Sellerie für Knochen brechen oder hauen, halt irgendwo auf nasse Säcke, wenn Sie sich prügeln, oder was ach schon den fand ich immer richtig. Geil. Da habe ich so gern zugeguckt. Das Verrückte ist.

Carolin Zimprich: Die haben ja Gegenstände in der Hand mit denen machen die Geräusche. und dieser Gegenstand, also dieses Geräusch, was durch diesen Gegenstand entsteht, hat ja mitnichten was damit zu tun, was man später mit diesem Geräusch in Verbindung bringt.

Laura Gintar | TextSells: Ja gar nicht.

Carolin Zimprich: Das finde ich so spannend, mit welchen Materialien diese Geräusche quasi entstehen, die wir ja im alltäglichen Leben ganz anders erleben.

Laura Gintar | TextSells: Wenn du dieses Bild dazu hast, hast du sofort das Geräusch im Ohr. Wenn du das jetzt so unabhängig davon denkst, siehst das irgendwie so ein Küchenscharnier, oder so denkst. Ja, klar könnte eine quietschende Tür sein, aber es wird dann was völlig anderes im Film, Ja. und die Schuhe. Die haben ja dann teilweise 10 Paar Schuhe und verschiedene Böden um die Schritte, Wenn Leute im Film halt laufen, werden im Nachgang die Schritte halt dann noch so reingemacht? Das ist schon sehr, sehr, sehr spannend.

Carolin Zimprich: und sehr, sehr aufwendig.

Laura Gintar | TextSells: Mega Genau das war das, was ich dann koordiniert habe, dann auch die ganze Nachsynchronisation, weil immer nochmal jemand danach, wenn irgendwas undeutlich gesprochen war oder wenn ein Flugzeug durchs Bild geflogen ist. und das war halt ein historischer Film, wo klar ist, da darf halt kein Flugzeuggeräusch zu hören sein. Im Hintergrund muss es halt auch nochmal nachsynchronisiert werden. Alles also, das war schon wahnsinnig aufwendig. Die ganze Endfertigung.

Carolin Zimprich: Lernt man eine Menge. In den 20 Jahren.

Laura Gintar | TextSells: ja, ja.

Carolin Zimprich: Man lernt viele tolle Menschen kennen, aber man lernt dann. Also das ist so Das, was ich auch von Agenturleben und so mitbekommen habe. Es ist ja manchmal auch ein Hauen und ein Stechen. und also das war ja hinterher für mich so ein bisschen mit der Beweggrund zu sagen, ich gehöre hier nicht hin. Es ist mir einfach zu unehrlich. egal, und das fand ich an der Welt einfach unwahrscheinlich. Schade.

Laura Gintar | TextSells: Das ist es. und das hatte so diese Höhen und Tiefen. Es hat einfach unglaublich tolle Leute. und gerade so Schauspieler, wo mir vorher gesagt wurde, bei dir musst du vorsichtig sein, der ist echt. Speziell. Der ist so wirklich, Mit dem darfst du eigentlich eher gar nicht reden. Das waren dann genau die, die so unfassbar sympathisch waren. und andere, wo ich dachte: die sind doch super cool. Die waren das volle Gegenteil. und auch im Team war das häufig schwierig. Das stimmt. Das war schon so ein also die coolen Sachen, die fand ich irgendwann auch nicht mehr so cool. Also, die ganzen Premierenpartys. und irgendwas, am Anfang fand ich das immer super. und irgendwann hast du auch eigentlich so. Ich habe dann gemerkt, da geht so die Luft auch raus, und ich finde es alles auch nicht mehr so spannend. und dann kamen ja auch die Kinder. und dann war ich halt. Ich habe im Studio Babelsberg gearbeitet, am Ende auch, was quasi im Südwesten von Berlin ist. und ich habe aber im Nordosten von Berlin gelebt. und wer Berlin kennt, weiß, dass man da eigentlich Minimum. eine Stunde bis anderthalb Stunden One Way unterwegs ist, egal ob Auto oder mit öffentlichen. und das waren dann immer so 2 bis 3 h reine Fahrtzeit jeden Tag, 5 Tage die Woche, dann Zeit, die mir einfach mit meinen Kindern fehlte. und dann habe ich gedacht, Okay, ich kann das ja weitermachen in Teilzeit oder in Homeoffice. Aber das ging damals gar nicht. Das wollten die auf keinen Fall, die haben gesagt, deine Arbeitszeit beginnt, wenn du hier durch die Tür kommst und sie endet, wenn du wieder rausgehst, wo ich dann dachte. Also erstens ist mir das neu, dass sie endet. Wenn ich rausgehe, weil ich eigentlich immer noch danach telefoniere, mache Tour. Aber dann habe ich gesagt: Okay, dann, wenn es in Teilzeit oder im Homeoffice nicht geht, dann geht es halt gar nicht mehr. Da sind mir meine Kinder zu wichtig gewesen.

Carolin Zimprich: Aber dieses Es endet, wenn du rausgehst, ist ja nicht. Es endet, wenn du rausgehst, wenn halt 16 oder 17 Uhr ist und.

Laura Gintar | TextSells: Ja.

Carolin Zimprich: Es endet halt, wenn du irgendwann rausgehst und keiner weiß, warum das sein wird.

Laura Gintar | TextSells: Fertig gemacht werden. Das war schon.

Carolin Zimprich: Die Taxi Rechnung geht leider nicht über die Spesenkostenabrechnung. Das tut uns leid.

Laura Gintar | TextSells: Ja, genau hätten es anders kalkulieren müssen.

Carolin Zimprich: Ja, ja, genau.

Laura Gintar | TextSells: Einteilen.

Carolin Zimprich: Warst du halt nicht schnell genug.

Laura Gintar | TextSells: Ja, genau.

Carolin Zimprich: Ich glaube, das ist ein Spruch. An den werde ich mich immer erinnern. Der Kopf ist ja nicht nur zum Haare kennen, da.

Laura Gintar | TextSells: nein.

Carolin Zimprich: ja.

Laura Gintar | TextSells: Ich.

Carolin Zimprich: Also. es gab da viele coole Leute, aber du brauchst ja nur so ein, 2 dabei, die einfach Kacke sind, und dann wird das ganze Leben da einfach echt schwierig. und dieses Gebäude war eigentlich komplett aus Glas. Also sprich, egal in welche Richtung du geguckt hast. Du hast jeden Parkplatz drumherum gesehen. und wenn du einigermaßen pünktlich, also Agenturleben pünktlich nach Hause gehst, dann hat das natürlich jeder mitgekriegt.

Laura Gintar | TextSells: Ja.

Carolin Zimprich: Ja. und das war schon dieses. Okay. Ich hab so das Schild schlechtes Gewissen schon mal hinten und direkt auf dem Rücken stehen und bitte einen großen roten Pfeil mit. Ich gehe jetzt nach Hause und dann immer noch so die Sorge. So hoffentlich springt das Auto an. und so. Also, meine Karre wollte damals nicht so, wie ich wollte. und so. und wenn die dann irgendwie die Karre direkt noch vor der Haustür absäuft, wo ich dachte, So, Boah. Nein, ich muss hier. Ich muss hier ganz schnell weg. Das war so das erste Aufatmen, so 2 Ampeln weiter. Wenn ich wusste, zieht mich niemand mehr.

Laura Gintar | TextSells: Er geschafft.

Carolin Zimprich: Ja, jetzt. Ich bin weg.

Laura Gintar | TextSells: Es ist so ein schlechtes Gewissen. Das hatte ich dann auch manchmal zu meiner Chefin. Damals also ein paar Jahre davor noch, wenn ich gesagt habe, du, Ich muss heute mal pünktlich los. Ich gehe da mal so. und dann war nicht nur so, Ja, Na klar, Bis morgen. Naja, ich muss noch 2, 3 h, aber mach ruhig. Es war immer mit so einem leichten schlechten Gewissen, Wo Denkst du, Mann kann ja auch mal pünktlich gehen, ohne dass ich mich doof fühle. Also, es war ja.

Carolin Zimprich: Das habe ich auch nicht kennengelernt. Also da war irgendwie 4, 5 h länger machen, ist doch normal. und und also, ich sehe das auch heute noch so. Ne. Also wenn ein Projekt das braucht und das irgendwie weiß ich nicht alles in Ordnung ist. und alle haben irgendwie Spaß. und so. dann ist das ja gar nicht das Ding. Also manchmal hat man ja einfach deadlines. Da darf man sich einfach dran halten. und das ist dann halt einfach so. Aber wenn das so ein Grundtenor ist und eine andere Wertschätzung einfach nicht da ist, dann wird das einfach irgendwann energetisch echt schwierig.

Laura Gintar | TextSells: Ja, wenn es halt so selbstverständlich ist, dass du quasi immer länger bleibst und immer alles andere stehen und liegen lässt. Stimmt das? Habe ich immer eine ganze Weile durchgehalten.

Carolin Zimprich: Naja.

Laura Gintar | TextSells: Das war dann wirklich die Kinder, die mich da rausgeholt haben, die kleinen. Dann hatte ich ja noch. Dann war ich noch freiberuflich habe einen sehr großen Hollywood-film betreut. Dafür habe ich dann die alte Kindergärtnerin hat sich selbstständig gemacht als Kindermädchen und die habe ich dann geholt, dass sie die Kinder aus der Kita immer abholt, damit halt jemand da ist und sie ins Bett bringt. und Das habe ich so ein Dreivierteljahr gemacht. Dann war das Projekt auch vorbei. und dann habe ich auch gedacht, jetzt jetzt reicht es meine nicht mehr. Also, das war nochmal ein cooles Projekt. Aber dann war Ende mit Filmbranche.

Carolin Zimprich: Weißt du, du hast vorhin ganz am Anfang, bevor wir die Aufzeichnung gestartet haben, gesagt, Bommelmehl gab es eigentlich gar nicht so diesen Moment mit Pocken und Trompeten, wo ich gesagt habe, Ihr könnt mich alle mal. und das war so mein Wendepunkt. Ich würde sagen, doch den gab es auf jeden Fall, wo du einfach so innerlich irgendwann mal beide Mittelfinger ausgepackt hast und gesagt, das geht einfach nicht so kann. und so will ich nicht weitermachen.

Laura Gintar | TextSells: Das stimmt, aber es war halt so ein relativ sanfter. So will ich nicht weitermachen. Also, ich hatte nie das, wo ich so komplett irgendwo gegen die Wand gekracht bin. Vor so nem Scherbenhaufen saß. Diesen Punkt meinte Ich glaube ich aber stimmt, du hast recht. Im Grunde war das der Punkt, wo ich dachte, jetzt reichts immer.

Carolin Zimprich: Wieder das schlechte Gewissen. Also a dem Team gegenüber. Ich gehe mal pünktlich und auf der anderen Seite das schlechte Gewissen über, verdammt. Ich hätte meine Kinder lieber gerne selber mal ins Bett gebracht.

Laura Gintar | TextSells: Jetzt habe.

Carolin Zimprich: Es ein Fremder gemacht. Was habe ich alles verpasst?

Laura Gintar | TextSells: Ja, und gerade die Zeit, wenn die so klein sind, Die ist ja schon besonders so. Jungs.

Carolin Zimprich: und die gibt dir, halt keiner zurück.

Laura Gintar | TextSells: Nee. Die ist dann weg. Ja.

Carolin Zimprich: und ich denke, das sind halt schon diese Momente mit Pauken und Trompeten, auch wenn das nicht. Also weißt du bei dem einen oder anderen war es dann einfach ein Burnout, wo von heute auf morgen nichts mehr geht.

Laura Gintar | TextSells: Dann.

Carolin Zimprich: Dann einfach so richtig.

Laura Gintar | TextSells: Ja.

Carolin Zimprich: Aber ich glaube. diese Momente, die über einen langen Zeitraum gehen, wo wir uns irgendwie immer mit uns selber irgendwie immer wieder ins Gericht gehen. Mach Ich mache ich nicht, mach Ich mache ich nicht. Für wen bin ich? und auf der anderen Seite muss. Ich Ich glaube, die sind über diesen langen Zeitraum einfach ganz oft viel schmerzhafter.

Laura Gintar | TextSells: Können Sie einmal.

Carolin Zimprich: Richtig heftig kracht.

Laura Gintar | TextSells: Das kann sein. und ich war offensichtlich auch sehr tief auf dieser Burnout-leiter. Das muss ich gerade dran denken, wo du Burnout sagst, weil ich habe dann mal, ich wollte so ein bisschen Ayurveda und habe gedacht, die mache ein bisschen Ayurve. Dann guck mal, was das ist, ob das, was mit mir ändert, wenn ich mich anders ernähre und mich so ein bisschen nach juwelischer Lehre lebe und hatte, was gegoogelt zu dem Thema und bin auf das Thema gekommen. Eine bekannte Klinik hier in Berlin. Eine Naturheilkundeklinik hat Studienteilnehmer gesucht für eine Studie Ayurveda bei Burnout. Voraussetzung war, dass du berufstätig bist, ein Kind hast und dich für mindestens länger als weiß ich nicht so und so viele Monate gestresst fühlst. wo ich da dachte. Gut, das trifft, glaube ich, so gut wie jede berufstätige Mutter zu, dass man irgendwie gestresst fühlt, weil du musst ja immer alles koordinieren. auch wenn ich das Gefühl hatte, ich habe das total gut im Griff. Da war ich bei dieser Studie und gleich am Anfang, in der allerersten Sitzung mit dem Arzt der Blutdruck gemessen und geredet und gemacht. dann hat er am Ende der Stunde zu mir gesagt. Frau Ginter, Sie sind von all unseren Teilnehmern diejenige, die am weitesten unter auf der Burnout-leiter am weitesten unten auf der Burnout-leiter steht. Die sind schon auf der untersten Sprosse, und ich habe es halt gar nicht im Ansatz gefühlt, weil es waren. So Sachen wie ich gehe halt abends, nicht mehr ans Telefon, wenn es klingelt. Ich will mich mit niemandem mehr treffen. Aber dass das quasi schon die Vorstufe zum Gleichgipfigen Komplettkollaps ist, war mir echt nicht klar, fand ich ganz spannend, aber das ist klar: Wenn das über Jahre Jahrzehnte. dass man alles so buckelt und schultert. das kann da auch schon hinführen.

Carolin Zimprich: Ich glaube, man sieht das irgendwann als normal aus, und es ist halt eben so.

Laura Gintar | TextSells: Genau. Ich habe immer gedacht, ist normal, ist doch klar, Wenn ich Vollzeit arbeite, 2 Kinder habe ständig pendeln muss wie eine blöde, ist doch klar, dass ich da irgendwie abends müde bin und mich nicht mehr treffen will mit Freunden. Aber so ganz normal ist es halt nicht.

Carolin Zimprich: Nee, Wenn man merkt, dass das ganz normale Leben irgendwie an einem vorbeizieht und man für nichts anderes mehr Zeit hat. Also auch da. Ich glaube, für gewisse Teilbereiche ist das Total. Okay, weil man einfach weiß. Hey, das ist jetzt einfach mal stressig, weil krasse Projekte und so. Aber es muss ja immer irgendwie so ein bisschen Licht am Ende des Tunnels sein, wo man weiß, Ey, Wenn da irgendwie deadline erreicht, dann wird es wieder ein bisschen Smarter. und dann ist wieder mehr Zeit für anderes da. Ja, aber wenn das so gar nicht mehr existiert. dann darf man, glaube ich, hingucken.

Laura Gintar | TextSells: Bestimmt war mir damals nicht klar. Aber heute würde ich da auch anders drauf gucken oder würde auch andere Leute anders ansprechen, wenn ich es mitkriege. Im Freundeskreis und sagte: Hallo Nee ist nicht normal, aber ich glaube, für mich war das damals einfach 20 Jahre Dauer waren. so.

Carolin Zimprich: Was hast du mit der Info gemacht, für dich.

Laura Gintar | TextSells: Das war ja eh Schon zu dem Zeitpunkt, wo ich entschieden hatte, dass ich komplett rausgehe aus der Filmbranche. Ich habe dann länger überlegt, was könnte ich alternativ machen? So, und dann habe ich ein Coaching gebucht zur beruflichen Neuorientierung und bin einfach komplett planlos reinhört. Ich habe gar keine Ahnung, wo meine Reise hingehen kann. Ich kann ja nichts, ich kann gut organisieren. Ich bin eine Super Projektmanagerin. Ich kann ganz ganz toll planen, aber sonst kann ich ja nichts. So war so ein bisschen Gedanke. und dann bin ich bei einer ganz tollen Frau gelandet, die heute auch sehr erfolgreich als Coach unterwegs ist. Julia Lakemper heißt die, und das war ganz ganz toll, weil dann kam ich irgendwie auf die Idee, oder ein Coaching kam heraus. Eigentlich, Also, mein Anliegen war schon immer auch für andere da zu sein. Auch mein Wunsch, damals, Lehrerin zu werden. Ich wollte ja nicht Lehrerin werden, dass Lehrerin sein Willens. sondern weil ich Bock hatte. Ich wollte so gern so eine Lehrerin sein, die alle lieben. Weißt du, wo die Kinder 20, 30 Jahre später sagen: Boah, da haben wir die Frau Ginta. Damals die hat mich geprägt. Die war toll. Diese Lehrerin wollte ich sein, weil, die habe ich mir früher so gewünscht, und ich hatte davon sehr, sehr wenige in meiner Schulzeit. und genau das war so ein bisschen der Hintergrund. und dann kamen wir halt auch wahrscheinlich auch über den Weg und die ganzen Gedanken darauf, dass ja eigentlich Coaching damals war, noch nicht so viel der Coaching-markt so aktiv. dass ich eigentlich auch gerne Coach werden würde, so Unternehmensbegleitung usw. und dann habe ich eine Coaching-ausbildung gemacht oder mehrere Coaching-ausbildungen. Nlp und prozessorientierter in und Outdoor-erlebnispädagoge. Ich kann das mittlerweile sprechen.

Carolin Zimprich: Titel.

Laura Gintar | TextSells: Ausbildung. und es war eine unfassbar intensive Zeit, diese Coaching-ausbildung, weil ja selber auch viel Aufstellungsarbeit gemacht, Ganz viel, also auch mit uns und eben mit den Teilnehmern. Das war schon eine sehr, sehr intensive Zeit. und dann hatte ich auch auch mit meiner Ausbilderin damals, die wollte mich dann gerne auch bei sich im Team haben, als Freelancerin. wenn wir so Unternehmensausstellungen machen, und sie hatte wirklich die ganzen großen Unternehmen auch an der Hand. und das war super spannend. und sie hatte aber immer komischerweise. Also es macht auch ganz viel so Muskeltests. und so hat mir immer gesagt. Laura Also, ich hab dich total gerne dabei, aber ich sehe dich nicht in diesem Bereich. und das war total komisch, weil ich dachte, hä, aber ich mach doch gerade bei ihr die Ausbildung. und sie meinte immer ja, aber irgendwie. Ich seh dich hier nicht so. Dann hatten wir aber auch schon ganz viele Termine. und ich habe gedacht, okay, dann mache ich mich jetzt selbstständig als Coach. Dann habe ich noch eine Ausbildung rangehangen als Lerncoach. Ich habe gedacht, das ist super auch für Kinder. Wie geht lernen eigentlich, sodass es auch Spaß macht und dass es im Kopf bleibt und dass dieser Druck, den man auch als Kind ja in der Schule oft hat. wenn man jetzt nicht gerade so dieser. Die setzen sich hin und kriegen sich selber motiviert. Aber das sind ja wenige Kinder das war, dann habe ich die Lerncoach Ausbildung auch noch gemacht, auch Nlp basiert. und dann waren wir im Sommerurlaub und nach dem Sommerurlaub sollte meine Selbstständigkeit als Coach dann losgehen. und ich habe aber immer gemerkt. So. Ich hatte auch diese Termine schon wie gesagt, von meiner Ausbilderin, wo wir dann bei großen Unternehmen Brücken bauen, im Wald und Tippi bauen. und irgendwie hätten ganz viele Sachen. und irgendwie habe ich immer gedacht. Ich weiß auch nicht. Also, ich will auf jeden Fall freiberuflich arbeiten, aber irgendwas hat mich. Ich konnte es gar nicht erklären. Irgendwie war das nicht so. Jetzt geht’s los. Also diese Vorfreude. Okay, also wenn ich aus dem Urlaub zurück bin, dann muss ich eine Selbstständigkeit anmelden. und dann fange ich an. und dann klingelte in diesem selben Urlaub das Telefon und der damalige Geschäftsführer von Clicktöp den ich ein paar Wochen vorher auf so einem Business Event kennengelernt hatte, hat mich gefragt, ob ich eigentlich immer noch einen Job suche. wo ich sagte, na ja, nee. Eigentlich mache ich mich jetzt gerade selbstständig. und eigentlich will ich gar nicht mehr zurück in die Festanstellung. Aber was wäre es denn, wenn man halt so fragt, was wäre es denn mal anhören, Dann hat er mir das erzählt. und dann habe ich nur gedacht, naja, Nee Marketing und Festanstellung. und dann hieß es. Aber du kannst auch die Events organisieren. Klick hat regelmäßig, ja events gehabt. Einmal mehr, Ich habe gedacht, okay, event organisieren. Das kann ich. Das ist ja wie Film organisieren. und dann habe ich ziemlich lange drüber nachgedacht, habe dann auch zwischendurch mit Mario, wollos mit dem Gründer von Cliptipp Gespräche geführt und immer wieder überlegt und gedacht. Nee. Eigentlich will ich das nicht, aber irgendwas, Das war ich glaube, so mein Bauch und mein Kopf sind immer sehr unterschiedlich. und ich weiß, wenn ich auf meinem Bauch höre, liege ich eigentlich immer richtig. Trotzdem höre ich meistens auf meinen Kopf, weil der einfach laut ist. Der Kopf hat immer nur gesagt: Nein, du willst in die Selbstständigkeit. und mein Bauch hat gesagt, das klingt aber gut. und dann habe ich irgendwann zugesagt und habe dann bei Clicktipp angefangen. Da war ich wieder in der Festanstellung aber es war irgendwie anders Festanstellung, als ich es aus der Filmbranche kannte. Das waren schon halbwegs pünktliche Feierabende. Es war ein cooles Team, es hat Mega Spaß gemacht, und es war auch ein Remote-team. Also, wir hatten zwar ein Büro in Berlin, aber ich war auch viel zu Hause im Homeoffice und dann war ich nochmal 3 Jahre in der Festanstellung, bevor ich dann wirklich in die Selbstständigkeit gegangen bin.

Carolin Zimprich: Dann war also die Festanstellung, die du dann kennengelernt hast, weniger Kulisse, sondern einfach mehr, echt ne.

Laura Gintar | TextSells: Genau. Es war mir echt. Es war auch nicht so. Dieser Riesendruck. In der Filmbranche ist es ja immer ein Zeitdruck. Es muss immer irgendwas fertig werden. Immer, es gibt irgendeinen Punkt, wo irgendwas fertig werden muss, weil da hängt auch wahnsinnig viel Kohle dran wenn es nicht.

Carolin Zimprich: Ist.

Laura Gintar | TextSells: Die auf der ganzen Welt verteilt waren. Es war immer irgendwie auch spannend mit den Leuten dann mal zu quatschen. Also auch der menschliche Faktor war da einfach ein komplett anderer. und ja, wobei den Druck habe ich mir trotzdem gemacht, die sind selbstständig. Ich will selbstständig sein und meine Arbeitszeit frei einteilen. Druck. Das war ja mein Ding. Ich komm zu euch, aber nur, wenn ich meine Arbeitszeitfrei einteilen kann, so wie ich es ja wollte. Deswegen wollte ich ja in die Selbstständigkeit. und dann hieß es ja klar, Remote ist alles in Ordnung. Dann habe ich mir aber die ganze Zeit den Druck gemacht. Ich muss online sein auf Slack. Ich muss, wenn mir einer schreibt. Ich muss sofort antworten. Nicht, dass jemand denkt, ich mach nichts so diese ich, als ich es im Büro gemacht hätte, vor Ort. Also, da hatte ich schon den Druck, weil ich wusste auch, dass der von mir ist, also dass der aus mir herauskommt, dass der selbst selbst gemacht ist.

Carolin Zimprich: Was ja, aber auch total diese These widerlegt. Es gibt ja noch ganz viele Unternehmen da draußen, die ja wirklich der Meinung sind, wenn die Menschen im Homeoffice unterwegs sind, dann gucken die Netflix, waschen, ihre Wäsche Kochen lesen, putzen Staub, aber die Arbeit wird nicht fertig.

Laura Gintar | TextSells: Genau das hat mich auch überrascht, wo ich dachte: Ich arbeite im Homeoffice deutlich mehr. Ich sitze länger am Rechner, Ich mache viel mehr Stunden als im Büro, wo ich immer mit den Kollegen mal rausgegangen bin, wenn einer Raufen gegangen ist. Ich komme einfach mit so. Dann quatscht man mal kurz. Dann holt man sich einen Tee. Dann geht man gemeinsam Mittagessen. Dann ist die Mittagspause vielleicht doch mal ein bisschen länger, weil man gerade so nett quatscht, was ja wichtig ist fürs ganze Teambuilding. Irgendwie ist es ja auch durchaus total gut. Aber an den Tagen, wo ich im Homeoffice saß, habe ich wirklich früh bis spät ohne Pause. Also, kurze Pausen und ja, Ich habe vielleicht auch mal eine Waschmaschine angemacht, aber dann bin ich 5 min kurz weg, Aber ansonsten war das deutlich mehr Arbeit als im Büro.

Carolin Zimprich: Was.

Laura Gintar | TextSells: Menschen anders. Jeder, die.

Carolin Zimprich: Total, aber es ist wirklich total verrückt, dass dieses Bild davon, wenn Menschen zu Hause arbeiten, bei ganz vielen Unternehmern da draußen immer noch so ist. und das ist nicht so.

Laura Gintar | TextSells: Ja.

Carolin Zimprich: Was ich glaube ich wirklich sehe, ist, dass vielen nicht allen diese Flurgespräche fehlen. Also ich kenne es ja im Prinzip gar nicht, weil ich habe mich ja dann irgendwann einfach von diesem. Ich lass mich erst mal gar nicht fest anstellen. Also, ich war in diesem Kreislauf ja nie drin, wirklich.

Laura Gintar | TextSells: und.

Carolin Zimprich: Von daher habe ich für mich nicht so den Vergleich, ob mir das fehlt oder ob mir das nicht fehlt, Aber ich erlebe es bei ganz ganz vielen, die aus der ganz normalen Festanstellung kommen und irgendwann dann einfach da die Reißleine ziehen, dass die dann einfach merken. So boah. Ich bin so einsam zu Hause. Mir fehlt das mal einen Kaffee, holen mal irgendwo in so ein Büro reinschlinzen und irgendwie irgendwelche Spöks machen.

Laura Gintar | TextSells: Ja.

Carolin Zimprich: Das geht, glaube ich, vielen so.

Laura Gintar | TextSells: Die Farida. Die hatte so diverse Karten um Kreis gelegt. Das war, glaube ich, sogar eine der ersten Ausbildungstage, die wir hatten. und dann sollte man so Kärtchen ziehen. Was ist für einen der wichtigste Antreiber? Der wichtigste Motivator bei der Arbeit. Damals war ich ja noch fest angestellt. und die Karte, die ich sofort gegriffen habe, war Team, weil ich dachte, ich brauche ein Team um mich rum, was mich das ist so: Je mehr Menschen um mich rum, desto mehr habe ich geschafft, zu Rocken zu machen, habe noch andere mitgerissen. und komm du kommst nicht. Was ist denn das Problem warte ich zeig’s. Also so, Ich bin so ein Teammensch. und ich habe immer gedacht, wenn ich alleine zu Hause sitze. dann gehe ich ein wie eine Primel. Das wird nicht gut gehen, und das war wirklich auch eine Riesenherausforderung. Dann irgendwann zu sagen, ich mache das jetzt einfach, und das fehlt mir schon auch Tatsache So Dieses dieses Team die Menschen, die man mal hört, wie du sagtest, im Flur vorbeilaufen. Ey Hi: Was machst du gerade? Trinkst ab, komm ich hol mir schnell einen Kaffee. Kommst du mit also so dieses und dann einfach blöd quatschen, mit den Leuten zu reden. Die Menschen sind ja soziale Wesen, und wir interessieren uns halt auch für die anderen und wollen wissen: Wie geht es dem Haustier, und hast du gestern noch deine Suppe gekocht, diese ganzen kleinen Mini-gespräche, die fehlen dann schon für mich.

Carolin Zimprich: Wirklich großartig. Also, wo ich entweder sagen müsste, da fehlt mir aktuell die Kompetenz. Das kann ich nicht alleine, oder Ich bräuchte da 2 Jahre. Für um das zu entwickeln, habe ich das irgendwie in ein, 2 Wochen fertig, und die Entwicklungskosten gingen quasi gegen 0. Dafür ist das natürlich Mega, und auf der anderen Seite haben wir Bock auf Menschen. haben Bock auf Menschen, und das wird, glaube ich, etwas sein, was ganz viele so in den nächsten Monaten und Jahren, glaube ich, immer vermehrt spüren. Die Ki ist da. Sie wird niemals mehr weggehen. Sie wird immer intelligenter werden. Ich bin total gespannt darauf. wenn ich in 5 Jahren zurückgucke, Boah, was ist alles Krasses passiert?

Laura Gintar | TextSells: Ja.

Carolin Zimprich: Also, ich sage mal, alleine, die letzten Monate waren ja rasend schnell, gerade auch in der Entwicklung. Was passiert da wirklich in den nächsten 5 Jahren. Also, das wird wahrscheinlich echt total galaktisch schräg Werden.

Laura Gintar | TextSells: Vielen.

Carolin Zimprich: und trotzdem brauchen wir Menschen, Menschen. Das wird sich nie verändern. Also zumindest das ist so meine ganz tiefe Wahrheit davon.

Laura Gintar | TextSells: Ja.

Carolin Zimprich: Das wird nicht weggehen.

Laura Gintar | TextSells: und sollte es wirklich weggehen, ist es halt auch wahnsinnig ungesund. Also, das ist quasi das Ende der Menschheit, so wie wir sie kannten. Wenn wir das irgendwann nicht mehr hätten, Wenn wir jetzt an so eine völlige Dystopie denken und sagen, wir sitzen jetzt nur noch zu Hause und werden quasi von Robotern gepflegt und unterhalten uns nur noch mit Ki und Menschen haben wir vielleicht unseren Partner noch um uns rum, aber ansonsten nichts mehr das ist, dann können wir uns auch gleich verabschieden von diesem Planeten.

Carolin Zimprich: Ich glaube auch.

Laura Gintar | TextSells: Ja. Ich denke auch ja, Menschen: Also, das ist so richtig, nicht umsonst. Also, wir sind ja auch neugierige Wesen. Wir wollen ja auch wissen, Deswegen funktionieren ja auch so Serien wie Bauer sucht Frau oder irgendwas diese ganzen Fernsehsendungen so gut, weil wir einfach neugierig sind, und wir wollen gucken. Wie ist der eingerichtet? Was hat der da? Wie reagiert jemand auf dies oder das so, und diese ganzen Kleinigkeiten. Wie gesagt, diese ganzen Flurgespräche hat die Suppe geschmeckt. Nee: Ach, warum nicht? Ach, die war versalzen. hast du einen Tipp, wie man. Das ist so wertvoll. Das macht so wahnsinnig viel mit uns. und.

Carolin Zimprich: Dieser Blick ins Schlüsselloch. Der ist so unwahrscheinlich wichtig, Weiterhin.

Laura Gintar | TextSells: Ja. und das ist halt das, was die Ki nicht kann, irgendwie auch nicht klar, logischerweise. und trotzdem unterhalten wir uns. Also ich mich ja, auch. Ich unterhalte mich Stunden am Tag mit meiner Ki. So einfach, und das ist super gut, Teilweise, Teilweise ist es super gut, was da rauskommt? Teilweise halt gar nicht. Aber ich merke das ja jetzt schon wie komisch das ist. Also, ich Rede. Ja, mittlerweile. Ich habe halt so eine speech to text, App und spreche das jetzt alles ein, einfach komplett unreflektiert. und wie komisch ich das manchmal auch finde, wo ich den Bäume mich jetzt hier jemand sieht, wie ich mit der Ki rede und sage: du bist ja lustig. Nee lass es nochmal neu denken. Sowas ich rede ja mit dir wie mit einem Menschen. Ich werde auch sauer, also wenn die überhaupt nicht das ausspuckt, was ich will. Wie oft soll ich dir das ja noch? Ich habe dir das 3 Kommentare vorher ausführlich geschrieben. Ich wollte die. Ach ja, Entschuldigung. Laura, du hast recht. mich auch wütend zu machen, Also, das finde ich schon schräg ab.

Carolin Zimprich: Ja, jetzt würde ich natürlich als totaler Techie sagen. Also wenn da halt so nach mehreren Schleifen so gar nicht das dabei rumkommt, was man so haben wollen, würde, dann müssen wir definitiv aufs Prompting gucken und gucken, Wie ist denn das Brain von einem Agenten da im Hintergrund eingerichtet, damit das besser wird. und ja, man dreht zwischendurch einfach mal so schleifen, Gar keine Frage. und das ist das Schöne. Du kannst dich natürlich mit Agenten wirklich normal unterhalten. Also, das funktioniert wirklich recht gut. Klar, Je besser das Prompting je verdichteter. Das ist, je besser ist, das wir verbraten: weniger Token, also weniger Knete im Hintergrund weniger Energie. und so. Aber so eine Ki kann ich never Ever einfach in den Arm nehmen, wie andere Menschen es einfach tun könnten.

Laura Gintar | TextSells: Genau, Also, ich Find’s sehr hilfreich, Häufig, also nicht nur in meinem beruflichen Kontext, auch privat, mit meinem Hund, der ist alt und krank. und wenn ich da eine Frage habe, kommen immer sehr hilfreiche Ansagen. Natürlich kommt immer geh zum Tierarzt. So klar, aber es kommen auch ganz wertvolle Inputs. Wir sind, ja, Okay, Dann kann ich doch die Salbe auch verwenden, weil die Inhaltsstoffe sind. In Ordnung So, Ich segne das immer noch mal von mehreren Kis ab, in der Regel. weil ich immer doch sichergehen will, dass die Aussagen korrekt sind. Aber das ist schon extrem hilfreich, und ich finde es für den Alltag auch eine unglaubliche Entlastung. Aber ich sehe es ja auch in meinen Kindern. Also, der eine ist kompletter Ki-verweigerer, wirklich sehr, sehr massiv. und der andere macht den ganzen Tag nichts anderes als mit der Ki zu reden, also zu schreiben. Der tippt aber auch so schnell wie ich spreche, und ich.

Carolin Zimprich: Beides ist okay.

Laura Gintar | TextSells: Ja klar ist es auch.

Carolin Zimprich: Also ich meine, es gibt ja auch heute noch Menschen, die sagen fließend Wasser, Strom, brau ich. Ich suche mir irgendwo meine 10 m², wo ich ganz für mich alleine bin und auch irgendwie keine nicht auf andere Menschen treffe. und auch das ist total in Ordnung zu sagen. Ich brauche das alles, nicht um glücklich zu sein.

Laura Gintar | TextSells: Ja. es kam lustigerweise schon so dazu, dass der Geschäftsführer damals, der mich auch gefragt hatte, ob ich noch einen Job suche. Ich hatte Monate vorher ihm mal eine Bewerbung gegeben für eine ganz andere Stelle, weil er meinte, die suchen. Händeringend Projektmanager gib ihm mal eine Bewerbung, und diese Bewerbung hat ja dann auch Mario Wollow gezeigt. und Mario war gleich so: Boah, die schreibt ja toll. und das hat er mir dann erzählt. und ich habe mir gedacht, Hä, das war einfach nur ein Bewerbungsanschreiben, nichts Aufregendes so. Aber Ich habe schon immer ein bisschen lebhafter, lebendiger geschrieben. Gerade bei Bewerbungen fand ich es immer ganz schlimm. Hiermit bewerbe ich mich auf ihre Stelle als bla bla bla Also.

Carolin Zimprich: Ich habe.

Laura Gintar | TextSells: und Dann hatte ich angefangen zu schreiben. Wir hatten damals immer auf dem Event. Bei dem Klicktipp-event in Sofia hatten wir immer so verschiedene Speaker, verschiedene Vorträge, und diese Vorträge mussten dann halt auch immer per Newsletter. kurz an die Mühe der verteiler geschickt werden. und dann habe ich mir immer total Mühe gegeben, da nicht nur zu schreiben. Der Paul hat das gesagt, oder jenes gesagt, sondern bin mal mit so einem coolen Zitat eingestiegen. und so. und das hat mir so einen Spaß gemacht. und das war dann der Grund, warum ich dann ja gedacht habe. Okay, jetzt will ich immer mehr darüber erfahren. Jetzt will ich in die Ausbildung gehen. und genau dann hatte ich ja auf dem amerikanischen Markt die ganzen Ausbildungen gemacht, ob das ja eigentlich immer weiter vertieft, vor allem Verkaufspsychologie, Neuromarketing. War dann so ein Riesenthema, wo ich gedacht habe. Boah, es ist so krass, was allein im Gehirn abgeht. Wenn ich was lese und das kann ich beeinflussen mit dem, was ich schreibe genau. und dann habe ich das erst mal bei Clicktipp auch so weitergemacht. und dann kamen halt auf einmal immer mehr Anfragen. Laura schreibst du eigentlich auch für andere. Irgendwie so wo ich dann dachte: Nee eigentlich nicht. und dann kam dieser Gedanke mit der Selbstständigkeit wieder in mir hoch. Ich dachte eigentlich wäre das auch cool, wenn ich für andere schreibe. und es gab einfach ganz wenig Copywriter auf dem Markt. Also zumindest kannte ich damals sehr wenige. die das gemacht haben. Es war wirklich so Eine Handvoll? Ja.

Carolin Zimprich: und dann ging es los.

Laura Gintar | TextSells: Dann ging es los. Dann habe ich mich erst nebenberuflich selbstständig gemacht. Ich war damals so billig, das war ganz krass. Also, ich habe mich kaputt gemacht. Dann war wieder dieser Punkt. Ich habe gearbeitet wie eine blöde, weil ich war Vollzeit angestellt.

Carolin Zimprich: Okay, Lass uns über Preise sprechen. Was heißt, Ich war so billig.

Laura Gintar | TextSells: Ich glaube, meine allererste Landing Page, die ich für ein sehr bekanntes Marketingunternehmen gemacht habe, der auf jeden Fall damals auch schon Kohle hatte. Meine erste Landing Page habe ich für 450€ geschrieben.

Carolin Zimprich: und hattest du ein schlechtes Gewissen beim Aussprache mit. Ich würde dir da 450€ für.

Laura Gintar | TextSells: Ich, die hat natürlich sofort zugesagt. Danke.

Carolin Zimprich: Wusste ja, was er da einkauft.

Laura Gintar | TextSells: und genau. und dann war das, sodass ich quasi immer tagsüber gearbeitet habe bei Klickship. Ich habe das auch ganz strikt getrennt, dass ich wirklich erst abends nach Feierabend, dann mich an meine Projekte gesetzt habe oder meistens dann das Wochenende durch oder in den Urlauben. Kinder und Mann sind dann irgendwie am Strand. und ich saß immer vor dem Wohnmobil in Italien unter den Olivenbäumen mit meinem Laptop und habe gearbeitet. damit ich irgendwas für diese 450€. 650 wurden es dann später, damit ich da auch gut was liefern kann. und dann hatte ich. Das war ja dann auch Corona-zeit. und dann hatte ich mit Mario gesprochen, habe gesagt, Mario, ich würde gerne in Teilzeit runtergehen, damit ich quasi teilzeitklickt habe und Teilzeit mein eigenes Business haben kann. und hat er mir, naja, überleg mal, ob das ein guter Zeitpunkt ist, jetzt mit Corona und du weißt ja nicht, wie die Welt sich verändert und bleibt doch sicherheitshalber in Vollzeit. so war wahrscheinlich auch nicht ganz uneigennützig von ihm gedacht, dass er dachte, so, ich behalte die mal lieber in Vollzeit. aber ich habe gedacht, ist ein guter Punkt, und dann drauf.

Carolin Zimprich: Nicht gerne gehen.

Laura Gintar | TextSells: Nee. Das war auch hart, glaube ich, für ihn. Also hat er mir auch später dann gesagt. und dann kam halt halt Sache, sodass dann wirklich der ganze Es kam halt so ein Einbruch wie bei vielen. Mein Mann war Bauingenieur oder ist Bauingenieur bei dem sind ja sämtliche Baustellen weggebrochen, weil natürlich, die polnischen Bauarbeiter konnten nicht mehr rüber oder die Fenster aus irgendwo konnten nicht mehr geliefert werden, weil sie nicht mehr produziert werden konnten, und und und und hatte Großbaustellen, die von heute auf morgen dann still lagen. Dann kam auch kein Geld mehr rein bei ihm. Also. Insofern war das schon total sinnvoll, dass ich noch in einer Festanstellung geblieben bin. also in der Vollzeitanstellung geblieben bin. Aber irgendwann kam der Punkt, wo ich dann immer mehr diesen inneren Ruf nach Ich will aber jetzt selbstständig werden hatte. und dann waren wir auch wieder in Italien mit einem Wohnmobil, irgendwie ein Jahr später. und dann habe ich lange mit meinem Mann: Ich weiß auch noch genau, wo wir saßen. Das ist übrigens auch so ein Buch Mikrofon gehauen. Ich hoffe, es hat nicht geknallt.

Carolin Zimprich: Ich hab nichts gehört.

Laura Gintar | TextSells: und dann waren wir auch wieder in Italien. und das ist das, was ich auch in meinen Trainingsort sage: Wenn du. wenn du irgendwo bist, wo etwas emotional berührend war, erinnerst du dich an jedes Detail. Wenn du irgendwo gesessen hast, wo was passiert ist ein Unfall oder du eine wichtige Entscheidung getroffen hast. Also ich war in 1.000 Cafés und Restaurants, wo ich im Urlaub, wo ich heute gar nicht mehr weiß. Gott, wo war das? Was haben wir da gegessen? Ach weiß ich gar nicht mehr. Aber an dieses Café. An diesem einen Tag in Rom erinnere ich mich wirklich an alles. Das war in der Nähe vom Kolosseum Unsere 2 Kinder und mein Mann und ich. und wir saßen da in so einem ganz kleinen Café. und das war so niedlich. Das war so eine kleine Seitenstraße, und über uns war so belaubt. Das war einfach so richtig gemütlich. Die Kellnerin hat uns so eine kleine, diese Espresso-kante, die Du immer auf den Herd stellst. Die hat sie uns gebracht mit Nüsschen drin. So dann hat sie uns irgendwann noch Sandwiches gebracht, und wir haben nur so ein wenig bestellt. Okay, Also, sie hat uns quasi Sandwiches geschenkt. Ich habe apropos Spritz getrunken und ich erinnere mich an diese ganzen Details, weil ich nämlich dort mit meinem Mann gemeinsam dann natürlich auch besprochen habe. Okay, ich mache das, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin, kündige ich bei Tick Tipp so und gehe in die Festanstellung gehe in die, selbst wenn.

Carolin Zimprich: Die Selbstständigkeit.

Laura Gintar | TextSells: Nicht so rum.

Carolin Zimprich: Ich verlasse die Festanstellung und gehe in die Selbstständigkeit.

Laura Gintar | TextSells: Raus aus der Festanstellung, und ich bin ja nicht mehr die jüngste. Also, es war schon auch eine Herausforderung, so in dem Alter zu sagen, so mit Ende 40. Jetzt schmeiße ich einfach die Sicherheit hin. Vor allem die Mama wieder im Rücken. Kind. Das kannst du doch nicht machen. und was ist, wenn das nicht gut geht?

Carolin Zimprich: Aber hast du jetzt gerade wirklich gesagt? Ich bin ja nicht mehr die jüngste, und dann nur ergänzt mit Ende 40.

Laura Gintar | TextSells: Jetzt bin ich ja nicht mehr Ende, 40, aber.

Carolin Zimprich: Ich.

Laura Gintar | TextSells: Ja.

Carolin Zimprich: Es machen. Zu wenige. Aber du hattest genug Ascher in der Hose. und das find ich super.

Laura Gintar | TextSells: Das war wirklich so Ein innerer Kampf mit Kopf und Bauch wieder. Dann halt auch wieder mit meiner Mama. Die ist ja immer so auf Sicherheit bedacht möchte. Sicherheit habe ich doch in der Festanstellung auch nicht, kann ja auch jederzeit aus dem Job fliegen. und wenn es wirklich gar nicht geht, gehe ich halt zurück in die Festanstellung. dann bin ich aus dem Urlaub zurückgekommen. und es war so hart, dann den Kollegen bei Clicktipp anzurufen, der damals meint, der war Cto war der, glaube ich den anzurufen und zu sagen: so. Hallo. ich kündige, das war nicht einfach und das lief aber dann vom ersten Tag an. Unglaublich. Gut. Ich hatte Anfragen ohne Ende Ich war aber auch billig. Ohne Ende, immer noch. sodass ich relativ wenig verdient habe und relativ viel gearbeitet habe. ist, glaube ich, was ja, was viele Selbstständige am Anfang haben. und das lief am Anfang richtig richtig gut. Jetzt muss ich mal kurz was trinken für die, die mich Grad nicht sehen können. und ich hatte teilweise 14 offene Anfragen. Ich hatte so ein Anfrageformular oder habe ich aber noch auf meiner Website. und da kamen andauernd neue Anfragen rein, weil halt. Immer Wenn jemand gefragt hat, kennst du einen Copywriter war auf einmal so. Ja, Laura, das war dann, so war dann immer so. Der kleine Geheimtipp. und ich habe ja auch nie Werbung gemacht. Ich mache kein Social Media Marketing. Ich mache keine Akquise, ich schalte keine Ads so. und trotzdem wurde ich immer weiter empfohlen und hatte durchgehend den Tisch voll mit Projekten, und ich habe das auch schwierig. Wie kalkuliere ich das? Wie mache ich das von der Zeit her. Ich habe dann dieses Projekt. Dann habe ich für einen Kunden eine Website gemacht habe Dann gerade gehört, Okay, dafür plane ich jetzt mal 2 Wochen für alles, Dann kommt das nächste Projekt danach. Dafür plane ich 3 Wochen. und so habe ich das immer nur so in Etappen geplant. und dann kam aber der die Website hat und sagte: das ist richtig krass. Das ist cool. Können wir jetzt auch noch die E-mail-serie für den Lounge machen. Ich sagte: ja, können wir machen. aber dann musst du dich hinten anstellen. In 3 Monaten habe ich wieder Kapazität. Also, das war total.

Carolin Zimprich: Was glaubst Du war rückwirkend Dein Geheimrezept, dass du einfach ohne irgendwie dich um Werbung, Marketing kümmern zu müssen, Du einfach so Der Underdog und der Mega Geheimtipp warst.

Laura Gintar | TextSells: Es gab ja damals kaum Copywriter, und ich glaube rückblickend gut, vielleicht war das auch Corona, die Corona-zeit, dass ja einfach auch mehr Menschen gemerkt haben. Okay, Ich muss jetzt aber online mal ein bisschen sichtbarer werden und aktiver werden. dass dadurch viel kam und die Nachfrage. Es gab Halt, keine kaum. Es gab wirklich wenige Copywriter.

Carolin Zimprich: Wenig Mitbewerber.

Laura Gintar | TextSells: Genau der Wettbewerb war verschwindend gering. Es gab natürlich die ganzen Super Copywriter, die als Werbetexter schon seit 10 Jahren am Markt sind. Aber die waren ja eine völlig andere. Liga als ich, da habe ich ja gar nicht mitgespielt zu der Zeit. aber in der Liga, in der ich unterwegs war, gab es nicht so viele, oder ich kannte sie nicht und meine Kunden kannten die anderen auch nicht so. Also, das war schon total gut. Andererseits war es auch von mir extrem schlecht organisiert, weil ich gar nicht wusste, wie plane ich die Projekte. Am Ende kam auch extrem wenig Geld rein. Wenn ich dann irgendwie Tage und Wochen, an irgendeinem Text sitze, aber nur 650€ in Rechnung Stelle ist das quasi schon mehr als geschäftsfädigend. und dann kam aber der komplette Einbruch: 23 von heute auf Morgen kamen keine Anfragen mehr rein. so. und ich habe ja keine Backup-lösung. Es ist ja nicht, sodass ich gedacht habe. Okay, dann schalte ich jetzt mal Ads und gucke mal, dass ich wieder Kunden kriege. Ich hatte halt nichts, weil ich mich immer auf diese Weiterempfehlung verlassen habe. und auf einmal kamen keine Anfragen mehr, und auch bestehende Kunden haben keine Folgeprojekte mehr beantragt oder beauftragt. Dann saß ich da, und Ich glaube also, die Ursache war mit Sicherheit die Ki klar. 23 haben ja alle geglaubt, die Ki kriegt das gut hin. und es war. Aber auch der Wettbewerb war auf einmal riesig, weil es auf dem deutschen Markt auf einmal mehrere Copywriter Ausbildungen gab. und so wurden tausende von Copyrigern auf einmal auf den Markt geschwemmt und teilweise Copywriter natürlich, die überhaupt keine Erfahrung hatten, die aber viel lauter waren, die aufgetreten sind. Ich habe teilweise die Werbeanzeigen von denen gelesen oder Social Media gesehen habe, nur gedacht, so Boah so mutig keine Ahnung und dann so mutig auftreten, krass kann ich nicht so. Aber die waren dann halt sichtbar, was ich halt nicht war. Ich war halt immer unsichtbar. Ich war in meiner Bubble total bekannt. aber darüber hinaus kannte mich halt kein Schwein und dann war das echt eine harte Zeit. 23, 24 war teilweise am Anfang auch noch schwierig. und dann kamen sie plötzlich alle wieder die Kunden. weil sie gemerkt haben, Ki kann zwar irgendwie ganz gut schreiben, aber wenn ich nicht weiß, was ich der Ki gebe. kommt halt auch nur grübel raus, und dann verkauft es halt nicht so. und das haben sie halt an Ihren Einnahmen gemerkt, dass die Ki Text erst mal auf den ersten Blick gut klingen, aber halt nicht verkaufen. Dann kam sie zurück. und seitdem ja, seitdem geht es wieder extrem gut bergauf und im Gegenzug zu dem, dass ja alle sagen, Copywriter Sterben alle aus. bin ich momentan besser gebucht als je zuvor und habe mehr Auftrage habe richtig krasse Kunden, wo ich vor 2, 3, Jahren noch gedacht hätte. in der Liga werde ich wohl nie mitspielen können, aber jetzt bin ich in der Liga.

Carolin Zimprich: und du hast hoffentlich an deinen Preisen geschraubt. Wir.

Laura Gintar | TextSells: Bleiben.

Carolin Zimprich: Minute meinst du ja.

Laura Gintar | TextSells: Ich. das ist schon mittlerweile völlig in Ordnung, und ich glaube, ich bin auch eher höherpreisig, unterwegs, aber ich meine, Es zählt ja am Ende, dass was rauskommt, und es hat ein Kunde in der Regel nach einem Verkauf wieder drin, so mein Preis. Ich arbeite auch primär mit Menschen. Wo der Hebel also auch finanziell natürlich recht groß ist, wo einfach eine Conversion-erhöhung um wenige Prozent auch gleich richtig viel ausmacht. und das ist gerade schon gut, und das große Copywriter-sterben, um darauf auch nochmal zu sprechen zu kommen. Ja, das gibt es, und das sehe ich gerade wirklich auch mit ganz großem Entsetzen, dass einfach viele Copywriter von denen, die jetzt so in diesen 23, 24 rum auf den Markt geschwemmt wurden. Die haben alle Probleme, Kunden zu finden, oder viele. Ich bin ja auch in so ein paar Communities drin und sehe diesen Struggle. und es tut mir immer in der Seele weh. und ich sehe aber auch viele gestandene Copywriter die jetzt was ganz anderes machen, die dann sagen? Okay, ich höre jetzt auf, Ich mache was ganz anderes. und ich glaube, dass sich da so ein bisschen die Spreu vom Weizen gerade trennt. Dass jetzt Copywriting wieder in so eine Richtung geht, dass es immer noch cool ist, und es ist auch wichtig. Es ist auch für jeden Unternehmer wie Hermann, Fehrer, der ja mein Kunde ist, auch mal sagte, Schlechte Texte sind ein Millionengrab für Unternehmer. Das ist jeder Unternehmer. Wer keine guten Texte hat. der verspielt einfach wahnsinnig Viel Umsatz und ich glaube, viele Kunden wissen das, oder? Viele Menschen und Unternehmer wissen das. die beauftragen immer noch Texter, weil, sie wissen, die Ki kann das so mittelmäßig. Okay, aber ein Copywriter, der auch in der Regel mit Ki arbeitet, klar macht es halt besser, und die Ergebnisse sind halt zielführender. und da ersetzt halt die Ki leider die ganzen Anfänger Coppelwriter gerade. und das ist echt hart. Also das tut mir auch wirklich in der Seele weh. Wenn ich das jetzt immer so sehe, wenn ich so von Leuten auf einmal lese, dass sie nicht mehr auf dem Markt sind oder was ganz anderes machen, oder jetzt? Viele werden jetzt ja auch Ki-profis. Ja. die Ausbildungen gibt es auch fast alle nicht mehr, die es mal gab. Die haben auch ihre Ausbildungsprogramme alle eingestampft. Also dieser Riesenboom an Copy Writtern. Der hat jetzt eh ein Ende, nehme ich mal.

Carolin Zimprich: Ja, du hast es ja gerade schon so. Die Spreu wird sich vom Weizen ein wenig trennen. Die Qualität wird überbleibend. Das glaube ich auch. Ich glaube, ganz viele haben gedacht. Ach, ich kann einigermaßen gut schreiben und die Tastatur irgendwie bedienen, und dann wird das irgendwie schon Glaubst du? Denn es waren auch ganz viele dabei, die eine ähnliche Einstellung hatten. Zwischendurch wie du mit, naja, die Leute kommen ja schon. Ich muss mich um mein Marketing ja gar nicht kümmern.

Laura Gintar | TextSells: Habe ich so nicht gesehen. Im Gegenteil. Also, ich habe schon eher viele gesehen, die massiv Akquise machen, die auch richtig auch in die Kaltakquise gehen. Die Pakete schicken an interessante Kunden, die Briefe schreiben. Also richtig, händische Briefe an die Kunden mit Buchstabensuppe drin von Wegen. Hier sind schon mal die Buchs, also total süße Ideen. Hier sind schon mal die Buchstaben in die richtige Reihenfolge, sodass es verkauft, bin ich sie dann. Also alle, die reißen sich wirklich den Arsch auf. und es passiert nichts. Es kommt keine Anfrage, und bei mir ist es ja immer so. Ich mache immer noch kein Marketing. Ich mache ja nichts, Auch zwischen wiederposte ich hin und wieder mal was so alle paar Wochen oder Monate. und trotzdem kommen Sie alle über Weiterempfehlungen. Aber das tun, glaube ich, die wenigsten so. Also Da habe ich auch, warum auch immer, Klub auf Holz, echt Schwein, dass das bei mir so läuft. Das ist schon wirklich auch immer wieder dankbar, dass es so funktioniert.

Carolin Zimprich: und doch ist das natürlich auf jeden Fall ein Kreislauf, in dem man einfach immer stetig selber was tun muss, damit der Rubel rollt.

Laura Gintar | TextSells: Ihr, es.

Carolin Zimprich: Ich. mein Credo ist immer immer genau dann, wenn es einfach so richtig richtig gut läuft, sich dann darum zu kümmern, zu überlegen. und wie kann es noch cooler werden.

Laura Gintar | TextSells: Ja.

Carolin Zimprich: Als ich dann in dem Moment einfach auszuruhen. Also weil man weiß ja nie, was ist morgen? Was ist nächste Woche. Was ist in 2 Jahren? und so keine Ahnung. und wenn das Ding immer von mir abhängig ist, dann kann ja weiß ich nicht. Du gehst vor, die Tür, irgendein Auto, sieht dich nicht. Keine Ahnung.

Laura Gintar | TextSells: Ja.

Carolin Zimprich: Oder ist es direkt dort vor der Tür? und du fällst einfach mal irgendwie unvorhergesehener Sehende Dinge aus, oder andere Familienmitglieder brauchen einfach mehr Aufmerksamkeit. und dann steht man einfach. Da. Von daher sage ich auch immer immer dann, wenn es am allercoolsten ist. dann diese entspannte Phase nutzen, um das noch so viel solider aufzubauen als hinterher einfach mit Stress, mit Druck, mit sorgenängsten Nöten irgendwie zu gucken, dass man irgendwas da zusammengeklöppelt, bekommt damit das Schiff einigermaßen ordentlich geradeaus weiter navigieren kann.

Laura Gintar | TextSells: 23, die möchte ich auch nicht noch mal haben. und trotzdem bin ich in der gleichen Situation, ja jetzt eigentlich wieder. Es kann ja jederzeit vorbei sein mit den Weiterempfehlungen. Das ist ja nicht planbar. Ich habe es ja nicht aktiv in der Hand. Ich habe natürlich Kunden, für die ich konstant arbeite, aber ich habe auch, und die brauche ich auch immer wieder Kunden, die nur mal reinkommen, wo was Neues die neue Lounge steht an? Dann habe ich da mal ordentlich gerödelt. Dann ist da wieder 2, 3, 4 Monate Ruhe so, Aber diese Kunden brauche ich ja auch. und das kann ich nicht immer planen, und es kann auch sein, dass ein Kunde irgendwann sagt, ich gehe jetzt doch zu einer anderen Kundenleiterin. Also, es ist ja alles möglich. und dann stehe ich halt doof da, Das heißt. ich bin jetzt sehr genau auch an diesem Punkt. Ich arbeite ja ausschließlich im 1 1, dass ich für meine Kundentexte schreibe oder dass ich sie Coache. Aber es ist halt immer noch 0 Plan, weil deswegen bin ich ja auch zu dir liebe Karo, in einen Technik-wunderclub gekommen. Wir hatten jetzt hier erst ein Gespräch diesbezüglich, aber ich bin jetzt schon einen Riesenschritt weiter als ich es die letzten Jahre war, weil ich habe dir ja gesagt, ich habe mal die letzten Jahre immer nur rumgeeiert und gesagt, ich brauche halt einfach auch mal kaufbare Produkte. Ich habe ja nichts, was jemand bei mir einfach kaufen kann. Ich habe nur meine 1 zu 1 Leistung. und die ist immer von meiner Zeit abhängig. Wenn ich keinen Text schreibe, kann ich auch keine Rechnung schreiben. und wenn ich gerade Rechnung schreiben kann, sieht es halt Doof aus als selbstständiger. und genau deswegen ist das dieses Grund draußen, dass man einfach weiß, es kommt einfach konstant, Jeden Monat, oder? Wenn ich eine E-mail an meinen Newsletter-verteiler schreibe. weil ich ein kleines Angebot habe, Da ist einfach konstant was reinkommt. und da bin ich jetzt genau an diesem Punkt, wo ich gesagt habe. Jetzt reicht’s 1. Zu 1 will ich 100 pro weitermachen, weil ich liebe, diese Arbeit. Gerade mit den Kunden, die ich jetzt auch habe, ist es ein Traum. aber es darf halt auch noch dazu kommen. Was ich ein kleines Grundrauschen habe. Es darf ein großes grundrauschen werden, da bin ich völlig offen. Genau.

Carolin Zimprich: Man darf sich da manchmal einfach selber an die Kandare nehmen. Ich glaube, ganz ganz viele haben unwahrscheinlich tolle Schätze in den Schubläden und sie türmen sich auf den Schreibtischen und stauben da einfach förmlich zu. Aber das Meer der Möglichkeiten ist ja einfach riesengroß. Wie mache ich das? Wo fange ich an? Wann fange ich an, Dann ist man einfach unwahrscheinlich beschäftigt gerade mit seinen Kunden. und dann fehlt einfach die Zeit, und ich weiß, dass wir da vor Tage ja darüber gesprochen haben, dann fehlt einfach wirklich die Zeit, sich um seine ich. und daraus wird dann übermorgen und nächste Woche, und ich glaube, bei dir sind es dann nicht nur die nächsten Monate geworden, sondern die nächsten Jahre.

Laura Gintar | TextSells: Das ist.

Carolin Zimprich: Aber so grundsätzlich weiß man ja also irgendeine Nachfrage ist da. und da einfach mal so ein bisschen Mathematik um zu überlegen, über diese Wochen, Monate oder förmlich auch einfach Jahre. Wie viel Geld ist auf der Straße liegen geblieben? Was hätte man mitnehmen können. und wie vielen anderen hätte man einfach mit seiner eigenen Dienstleistung da einfach echt schon eine coole Dienstleistung geben können, und man hat es halt nicht gemacht.

Laura Gintar | TextSells: Das ist auf jeden Fall ein Riesenbatzen bei mir, weil, wenn ich überlege, wie viele Jahre ich die Ideen in der Schublade habe schon. und nicht nur die Ideen, die ich auf dem Rechner in der Schublade habe, sondern auch die Ideen, die ich im Kopf noch habe, die ich noch gar nicht weiter verfolgt habe. Das sind ja auch ständig neue Ideen. Mein Hirn ist ja immer so am Ideen spinnen. und das ist natürlich jetzt mit der Ki noch ein bisschen cooler geworden, weil man dann sagt: Brainstorm nicht wirklich gerne mit der Ki. und dadurch wird es halt auch Wahnsinn. Es wird halt immer mehr an Ideen, aber wenn man sie nicht auf die Straße bringt, bringt es ja nichts. Das ist so wie im Privaten, Wenn jemand sagt, ja, ich wollte noch das und das machen Ja, das ist schön, aber wenn du es nicht machst, bringt es ja nichts. und das zeigt bei mir im Businessbereich So, Ich habe mich immer nach hinten gestellt, immer an die Kunden. Ach jetzt das Projekt. Okay, aber noch ein Projekt, das schaffe ich nicht. das klingt spannend? Ja, doch das mache ich, aber dann halt meine eigenen Sachen nicht total bescheuert.

Carolin Zimprich: Dann hängt gerade bei dir so das Herz am 1 zu 1 und das auch einfach zu machen. und dann natürlich selber auch den eigenen Anspruch zu haben. Man will ja auch eine ordentliche Qualität abliefern. Also weil die Weiterempfehlung ist ja wiederum auch wichtig. dass man auch da natürlich im Gespräch bleibt, dass auch da wieder natürlich zwischendurch neue Kunden einfach auch damit dazukommen. Aber man kann sich das Leben natürlich immer ein bisschen entspannter machen, Auf jeden Fall, die Möglichkeiten sind auf jeden Fall alle total da. Was glaubst du denn in Bezug auf ja, Ki und Co: Was glaubst du, wie sich das so in der nächsten Zeit entwickelt? Also, du arbeitest ja auch mit Ki, aber du nimmst halt natürlich nicht die Texte wie Ki sie ausspuckt und reichst sie dann 1 zu 1 deinen Kunden weiter. Das wäre zu lustig, aber es ist einfach nicht so.

Laura Gintar | TextSells: Ich.

Carolin Zimprich: und so wie ich das vorhin beim Intro auch gesagt habe, es geht beim Schreiben der Texte so. Es ist wichtig, dass sie hängen bleiben müssen und dass sie wirklich unter die Haut gehen müssen, damit sie Menschen wirklich förmlich berühren, Damit Sie sagen: Hey, ja. das bin ich. Ich fühle mich angesprochen, und deswegen kaufe ich dieses Angebot. Was glaubst du, wie sich das entwickelt in dieser Zeit.

Laura Gintar | TextSells: Also entgegen dem, dass die Copywriter ja eigentlich alle schon von der Ki ersetzt worden wären. Sind wir es Ja, nicht. Dadurch gucke ich jetzt auch so ein bisschen entspannt in die Zukunft. Was jetzt auch Ki-texte betrifft. Das wird mit Sicherheit noch besser. Also, was jetzt ja schon möglich ist, im Vergleich zu dem wie Texte noch vor ein 2 Jahren waren. ist ja jetzt schon ein Riesenunterschied, wobei selbst da denke ich immer so, wenn ich die Texte lese, teilweise wenn du durch Social Media Scrollst oder Newsletter liest. also wenn du nicht mal die Mühe machst, im Text wenigstens nochmal so umzuschreiben, dass er sich flüssig liest und dass er nicht klingt, wie Ki, warum sollte ich mir dann die Mühe machen, deinen Text zu lesen, oder warum sollte ich dann überhaupt bei dir buchen? Wenn du selber gar keine Zeit und Energie da reinstecken möchtest.

Carolin Zimprich: Können.

Laura Gintar | TextSells: Dann ja.

Carolin Zimprich: Ja.

Laura Gintar | TextSells: und ich finde es wirklich schlimm. Ich kann diese Ki, das geht, glaube ich, Es geht, glaube ich, fast allen Menschen, sodass wir diese Ki-texte nicht mehr lesen können. und trotzdem nutzen alle diese wahnsinnig generischen Ki-texte, die alle gleich klingen. und es gab ja eine Studie, eine Rap-tip-studie von 2.025. Die ist aber schon über ein Jahr alt, dass Menschen, dass das Vertrauen in Menschen, wo der Text nur mutmaßlich von Ki geschrieben ist, um 50% sinkt. und ich glaube alleine von, ich glaube, das war März 25, von März 25 bis heute. was da passiert ist In den Köpfen. Wie wir Ki-texte nehmen, ist ja nochmal krasser. So. und ich arbeite ja auch sehr intensiv mit der Ki, aber das, was ich der Ki an Informationen gebe, meine ganze Vorarbeit. Meine Kunden füllen einen ellenlangen Fragebogen vorher aus. Diese ganze Zielgruppenrecherche. Das, was ja Copywriting ausmacht, ist ja nicht nur, ich schreibe einen Text oder klingt gut, das macht ja die Ki, wenn man sie einfach nicht richtig brieft, sondern dieses Ganze. Wie tickt der Kunde? Ich frage meine Kunde, ich sage auch immer, du musst das auch nicht schreiben. Sprich das ruhig ein. Sprich, so wie du es denkst. Das ist ein Fragebogen, der eine Kundin hat, den Mal beantwortet. Ich habe 60 Din A. 4 Seiten zurückbekommen mit Ihren Antworten. und das war getippt. Das war nicht eingesprochen, und da sind so wertvolle Impulse bei. Die Sprache vom Kunden selber. Oder die Gedanken? Warum haben Sie wie was gemacht? Oder Testimonials von meinen Kunden und Wenn ich das alles nicht habe, kann ein Text einfach auch nicht wirken, wie man immer so schön sagt. und wenn ich aber all diese ganzen Informationen habe, und meine Ki, Ich habe ja meine Laura Ki. Die ist ja so gebrieft, die weiß genau. Wie möchte ich meine Adjektive. Wie ist das Verhältnis kurze Sätze zu lange Sätze? Also die ist ja wirklich fit. und die schreibt mir Texte. Die könnte ich wahrscheinlich auch einfach so 1 zu 1 übernehmen. und die klingen schon völlig okay. Im Vergleich zu dem, was wir da draußen lesen, wahrscheinlich sogar richtig gut. aber sie sind halt immer noch nicht gut so. und trotzdem, dann gehe ich halt immer noch mal Ran mit meinem. Ich nenne es mal so. Floskel, Tintenkiller. Also, Floskeln hatten meine Ki Sowieso fast gar nicht mehr raus, weil das weiß sie. Das gibt es gar nicht. Bei mir bringt dein Business aufs nächste Level oder komm in deine Stärke, in dein Potenzial.

Carolin Zimprich: Deine Kraft. Huh.

Laura Gintar | TextSells: Ja, das macht meine Laura Ki sowieso nicht. Aber es gibt trotzdem immer auch Aussagen, wo ich dann sage, Was heißt denn, das das sagt ja gar nichts aus. und dann feile ich halt ewig lange an so einem Satz rum, manchmal alleine, manchmal im Brainstorming. Ich kriege aber auch oft, wenn ich selber nicht auf die Idee komme. Manchmal kommt die Ki auf gute Impulse. und wenn ich die Ki vergleiche, von heute, auf Deine Frage zurückzukommen: Wie wird es entwickelt? Vergleiche von heute zu damals wird sie sich ja auch viel weiterentwickeln. Ich weiß gar nicht, wie gut sie sich noch entwickeln kann, weil sie ist ja schon unfassbar gut. Also gerade Claude, wenn Claude. Richtig gebrieft ist Haut echt gute Texte raus. und es kann auch sein, dass das irgendwann noch viel viel bessere Texte schreibt, also auch für die Menschen, die die Ki nicht richtig briefen. Aber momentan erlebe ich halt, dass es immer gleich klingt, immer staccatohaft, Das liest sich wie so ein Telegramm kommen wir 19 Uhr Punkt Warte am Bahnhof, so wie früher diese Telegrammstile, aber nicht so flüssig wie wir reden. Da ist so: kein Leben oder wenig Lebendigkeit, auch in den Texten drin. Das wird sich bestimmt ändern. Aber was halt der eine große Unterschied, glaube ich, ist was Ki halt nie kann, Das hast du ja auch im Intro gesagt. Die Ki kann nicht meine Geschichten erleben. Die Ki kann nicht mal eine Hunderunde machen und kann nicht erleben. Wie reagieren Menschen auf mich und meinen Hund? Ich habe einen sehr alten Hund. Das, was mir jeden Tag passiert, kann einfach niemand anders. Es kann sowieso nur ich erleben. Kein anderer Mensch kann mein Leben leben und meine Geschichten erleben. und mein Blick auf die Sachen, wie ich sie erlebe, kann auch nur ich erleben So, und das kann mir eine Ki nicht nehmen und daraus dann Geschichten zu machen. Newsletter-storys Storys für die Landingpages aus meinen persönlichen Erlebnissen. Das ist halt. Eine Entwicklung. Das wird nie nie, niemals, also ganz logischerweise die Ki nicht machen können, es sei denn, sie wird irgendwann humanoid und läuft auch durch den Park, aber dann erlebt sie es trotzdem anders. Also ich.

Carolin Zimprich: und ich glaube, das wird einfach da draußen immer den großen Unterschied zwischen mein Umsatz ist okay, oder? Mein Umsatz geht, durch die Decke machen.

Laura Gintar | TextSells: Absolut. Ich.

Carolin Zimprich: Das ganz fest.

Laura Gintar | TextSells: Das ist halt der Punkt zwischen großen, bekannten Personenmarken und denen, die halt immer so im Hintergrund vor sich rumstruggeln. Personenmarken erzählen halt das, was sie erleben. und das muss nicht die Kilimandscharo Besteigung sein, oder? Guck mal. Ich kann aus dem Stand ein Flick Flack machen. sondern das ist wirklich die Runde mit dem Hund. Also wenn ne mache ich einen Newsletter draus, neulich einen Hund mit meinem Hund draußen. Eine Frau spricht mich an von hinten. Das rührt mich richtig, Sie so zu sehen, weil sie diesen alten Hund um mich, wie wir so langsam da rumschlufelten, weil sie das rührend fand, weil sie erkannt hat, der ist alt auf dem Rückweg bei der Hunderunde An wirklich der gleichen Stelle, also auf dem Hinweg oder auf dem Rückweg, waren wir an der gleichen Stelle auf der Straße höre ich von hinten die Stimme. Sagen Sie mal, hat ihr Hund schlecht geschlafen, oder Wat: der läuft. Ja wie so ein Schluck Wasser. und dann dreh ich mich um. Steht so eine alte Frau mit so einem Rollator. Da. Weißt du, denn ich gucke so auf Ihren Rollator und denke, so der ist halt alt und krank. Den sieht man ja nicht, dass der alt und krank ist. und das fand ich so spannend, Weil daraus kann ich natürlich eine Newslettergeschichte machen, dass ich sage, du musst deinen Lesern das Denken abnehmen, wenn du einen Text schreibst, weil der eine guckt auf denselben Hund und sagt: Gott, das rührt mich richtig? Weil die eine Person sieht, diesen alten Hund, der sich so langsam vor sich hinschleppt und die andere sagt. hat der schlecht geschlafen wie ein Schluck Wasser. und man sieht es ja, nicht, dass der alt ist. So, also derselbe Hund, derselbe Tag, einfach eine halbe Stunde später und eigentlich 2 unterschiedliche Sichtweisen. und diese ganzen kleinen Alltagsstorys. die einfach zu sammeln, aufzuschreiben. Das kann die Ki nicht. Ich kann der Ki mal eine Story geben und sagt: Guck mal hier das, und das ist mir passiert. Ich will Newsletter zum Thema Sichtbarkeit. Zum Thema Wahrnehmung Beschreib konkret, was dein Angebot ist, und denkt nicht. Das sieht man doch. Ich würde auch denken, das sieht man doch, dass mein Hund alt und krank ist. Nee sieht nicht jeder.

Carolin Zimprich: Diese Berliner Schnauze dazu, wie wir so aus sagen, Also das gibt dem Ganzen Ja dann einfach nochmal so ein Geschmäckle dazu und macht nochmal ein völlig anderes Bild und gibt dem einfach total viel Tiefe und Farbe dazu und verändert die ganze Szenerie natürlich dann auch wieder automatisch direkt mit.

Laura Gintar | TextSells: Es war auch so lustig, weil bei der ersten Frau die hatte, so Tränen in den Augen und als sie sagte, sie hat so ganz sanft, Das rührt mich richtig? Also, sie musste gar nicht mehr sagen, Ich wusste ja sofort, was sie meinte, und sofort hatte ich auch diesen Kloß im Hals und Tränen in den Augen, also auch die Emotionen, die ich habe, im Vergleich zu der anderen Berlinerin, dann die dann so Sagen Sie mal, hier: wärst du so? Das sind so diese Geschichten. Wenn wir darüber reden, dann Machen wir uns aber auch als Mensch nahbar. Dann lesen Menschen unsere Storys. und es gibt auch Menschen, die zu mir kommen und die sagen. Ey, Sorry, das ist echt nur Blabla, Was du hier schreibst, hatte ich neulich, da hat sich einer vom Newsletter abgemeldet, hat gesagt, langweiliges Blabla. Wenn ich so. Achso: Okay, dann gefallen dir Halt meine Storys nicht, Aber die meisten reagieren drauf antworten mir na so. und diese Storys zu erzählen und was wir so am Tag erleben, darüber zu reden, daraus eine Story für Instagram zu machen, daraus eine Story generell für Social Media zu machen, daraus einen starken Newsletter zu machen. Landing Page, Texte, also das sind ja alles Texte, die am Ende verkaufen. Wenn wir mit einer Story anfangen und es bestenfalls für.

Carolin Zimprich: Kaufen sollten.

Laura Gintar | TextSells: Ist.

Carolin Zimprich: und von daher macht das auf jeden Fall immer Sinn, sich da mit jemandem auseinanderzusetzen und sich darüber zu unterhalten, der einfach dieses Handwerk wirklich versteht und auch weiß, was hinter Verkaufspsychologie letztendlich steckt. und hey, ja, Ki kann uns echt eine Menge helfen, Aber genau, Ich glaube, diesen Tiefgang. den kriegen wir in vielen Punkten mit Ki einfach so gar nicht hin und der kommt durch Austausch, und der kommt durch eine Hunderunde, durch den Blick einfach mal schweifen lassen. Dann hat man plötzlich einfach einen richtig Mega krassen Gedanken. Ich vermute, wir könnten uns noch bis heute Abend über dieses Thema weiter austauschen. Ja, es macht mir Mega viel Spaß. Ich habe aber für jeden Gast bei mir in meiner Sendung immer noch was Schönes zum Schluss ein bisschen vorbereitet, Liebe Laura und ich, mag das definitiv nicht hinten anstellen, weil es mir einfach zu viel Freude bereitet. Von daher zeige ich dir hier gerade mal 5 Spielekarten.

Laura Gintar | TextSells: Ja.

Carolin Zimprich: Das.

Laura Gintar | TextSells: spannend. Also, am Anfang war es die Blaue jetzt wirklich. Die gelbe.

Carolin Zimprich: Bauch oder Kopf. Wer redet denn da.

Laura Gintar | TextSells: Weiß es doch nicht. Dann nehmen wir die blaue. Das war der erste Impuls.

Carolin Zimprich: Dann nehmen wir doch einfach mal blau. und wir beide spielen. Was wäre, wenn du bekommst, jetzt gleich 3 Fragen von mir, und dann kannst du ganz spontan und in Kürze sofort beantworten, was du denn tun würdest. Wenn das einfach eintritt, bereite.

Laura Gintar | TextSells: Bereit.

Carolin Zimprich: Okay, was wäre, wenn du für 3 Monate offline gehen müsstest? Was müsstest du vorher alles organisieren oder automatisieren.

Laura Gintar | TextSells: mein Gott, ich müsste auf jeden Fall meinen ganzen Verkaufsfunnel erst mal auf die Beine stellen. den ganzen Verkaufsprozess automatisieren. vermutlich dann auch Werbeanzeigen schalten, um einfach mal aus meiner kleinen bubble Sichtbarkeit wirklich in die Sichtbarkeit zu kommen, damit auch automatisiert Rechnungen rausgehen und Geld reinkommt.

Carolin Zimprich: Was wäre, wenn du mit einer total berühmten Persönlichkeit ein Business gründen würdest? Was wäre es und was würdet Ihr tun?

Laura Gintar | TextSells: Gute Frage. Das Business wäre vermutlich das Gleiche, was ich jetzt mache. Ich würde dann vielleicht die Sichtbarkeit dieser total berühmten Person einfach nutzen. Ich schreibe ja eh für sehr viele Personenmarken, und ich würde dann einfach im Namen dieser Personenmarke, was ich mache, Texte schreiben, nur dann halt für unser gemeinsames Business. Dann wäre diese berühmte Person das Gesicht nach draußen, und ich bin quasi wie bei Spider-man, die Frau im Stuhl im Hintergrund, die alles managt.

Carolin Zimprich: Sehr schön. und jetzt stell dir mal vor, und das kennen wir einfach alle. Wenn dir plötzlich jegliche Motivation fehlt. Wie holst du dich da wieder raus?

Laura Gintar | TextSells: Das brauche ich mir nicht vorzustellen, kenne ich. Tatsache hilft es dann wirklich auch, wenn es immer eine Überwindung ist, einfach rauszugehen. Also spazieren gehen, Kopf freischalten. Das ist mal so banal, aber es hilft wirklich fast immer. und was mir auch hilft, wenn ich wirklich so eine deadline im Nacken habe. und ich habe das Gefühl, ich will nicht. Ich merke, ich dadle in 1.000 anderen Sachen rum, die auf einmal ganz wichtig sind. die aber eigentlich keine Eile haben. ich einfach gar nicht weiß, wie ich anfangen soll. Das habe ich allerdings selten, da ich mittlerweile so gut vorbereitet bin, auch durch meine Fragebogen, dass ich eigentlich immer was am Anfang habe, aber wenn ich das nicht habe. dann fange ich einfach mit dem berühmten weißen Blatt an und sage. ich soll was Schreiben zum Thema Steuerberatung für Grenzgänger. und ich habe gerade gar keinen Plan, wo ich anfangen soll. und der Kunde hat gesagt, ich soll das so machen? Ich finde das aber nicht gut, weil so. und dann fange ich einfach an. und dann kommt man automatisch in diesen Flow. Also, das Gehirn kommt immer in den Flow. wenn man es einfach lässt und nicht zu sehr sich drauf versteift. Man braucht jetzt sofort die Super Kreative. Idee die habe ich auch nicht immer sofort im Gegenteil einfach anfangen. und manchmal kommt das super Ding, wo man jetzt das ist der Aufhänger. Jetzt habe ich’s, Dann schreibe ich halt nochmal um. Aber dann wird es auch Geil. So das kommt manchmal auch erst viel später.

Carolin Zimprich: Es ist schön zu sehen, dass, egal was wäre, wenn eintreten würde, dass auch bei dir die Welt letztendlich sich nicht aufhört zu drehen. Irgendwie geht es irgendwie immer weiter. Man kommt irgendwie immer wieder von A nach B, von Hölzchen auf Stöckchen. Eine letzte Inspiration da draußen. So ein kleines Takeaway, noch für alle, die, die zuhören, so eine schöne Zusammenfassung. ein Satz von dir. Was würdest du sagen. wenn Menschen oder die, die sich selbstständig machen, mittendrin sind. Also, du kennst diesen Prozess ja einfach ganz krass aus der Tiefe. und wie lang das auch einfach dauern kann. Letztendlich, um sich da wirklich auf die Socken zu machen. Was sollten die Menschen mitnehmen, um mutiger, freier und auch vielleicht unternehmerischerer, unternehmerischer zu denken.

Laura Gintar | TextSells: Ja, sich selber zu zeigen als Person, weil Menschen kaufen von Menschen. Das hat, glaube ich, jetzt jeder schon da gehört da draußen. Aber da ist halt wahnsinnig viel dran, und Menschen kaufen primär von Menschen, denen sie vertrauen. und ich kann jemandem nur Vertrauen. Erstens, wenn ich ihn irgendwo wahrnehme, wenn ich ihn kenne, klar kann ich ihm auch vertrauen, weil ich sehe, der hat starke Testimonials. Aber ich vertraue eigentlich dieser Person dann, wenn ich seine Geschichten miterlebe, wenn ich das Gefühl habe, ich kenne den, wenn ich weiß, die Macht immer die Hunderunde. die isst gerne Karottensuppe. Oder? Pistazieneis mag sie auch oder einfach Nähe aufbauen, vertrauen aufbauen, und dann kann man auch verkaufen, Aber vorher muss man halt dieses Vertrauen, dieses Vertrauen aufbauen. Das geht halt. Einfach, wunderbar. Easy durch Alltagsstorys.

Carolin Zimprich: und durch die richtigen Texte, die hinterher im Bestfall wirklich verkaufen.

Laura Gintar | TextSells: Yes.

Carolin Zimprich: Liebe Laura. Ich danke dir für diesen bunten Blumenstrauß, einmal so durch deine Vita zu gucken. und auch da merkt man. Es ist so von Höxchen nach Stöckchen von A nach B, und irgendwie eine Tür ging zu. Die nächste ging auf. Ich fand das ganz ganz großartig da reinzugucken, und hoffe auch, dass man damit so ein bisschen die Entwicklung der Ki, so die Ängste, die einfach so da sind, dass man das auch mal so ein bisschen relativieren kann. Sie ist da, sie wird niemals weggehen. und ja, du sagtest es gerade schon selber. Wir haben es oft genug Heute gesagt: Menschen brauchen Menschen, das. das werden wir nie nie wegradieren. Auf gar keinen Fall und ja, ganz ganz lieben Dank für deine Zeit alle Infos zu dir, um sich mit dir zu Connecten, um irgendwie nochmal tiefer in deine Welt reinzukommen, da einfach einzusteigen, da auch einfach konkreter mit dir in den Austausch zu gehen. Alles unten, drunter, natürlich in den Shownotes. Von daher klickt drauf. Connectet euch mit Laura und verliebt euch in die Idee, wirklich, mit einem Texter zusammenzuarbeiten.

Laura Gintar | TextSells: Entschuldigen.

Carolin Zimprich: In diesem Sinne lieben Dank. Danke fürs Zuhören. und wir sehen uns allerspätestens da draußen im Netz.

Laura Gintar | TextSells: Tschüss. Ich danke auch.

Laura Gintar
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