Folge #46
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Ich dachte, ich hab’s im Griff… : Sebastian Keilich über den Moment, der vieles änderte

mit Sebastian Keilich & Carolin Zimprich
SCALE & Flow
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Ich dachte, ich hab’s im Griff… : Sebastian Keilich über den Moment, der vieles änderte
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🏷️ Business, Marketing & Sales, Stressmanagement & mentale Gesundheit, Familie & Beziehungen, Mindset & Persönlichkeitsentwicklung🤝 Präsentiert von Natascha Heistrüvers

Darum geht's

Du denkst, du hast alles im Griff… und dann merkst du plötzlich: genau das ist die Illusion.

In dieser Folge spricht Sebastian Keilich offen darüber, wie er sich immer wieder in seinen eigenen Gedanken verliert – und warum genau dieser Moment für ihn alles verändert hat.

Es geht nicht nur um Overthinking. Es geht um den Punkt, an dem aus einer Stärke eine echte Bremse wird. Und um die ehrliche Erkenntnis: Du kannst noch so reflektiert sein – wenn dir Klarheit fehlt, bringt dich das keinen Schritt weiter.

In dieser Episode lernst du:
– warum „ich hab’s im Griff“ oft Selbsttäuschung ist
– wie du erkennst, dass du dich gerade selbst verlierst
– und was wirklich hilft, wieder klar zu sehen

Wenn du dich zwischen Ideen, Perfektion und zu viel Denken wiederfindest – hör diese Folge.

✨ Das lernst du in dieser Folge

  • Du schiebst Entscheidungen nicht auf, weil du die Konsequenzen fürchtest, sondern weil du zu vieles vermischst und die eigentliche Entscheidung gar nicht mehr siehst.
  • Eine nicht getroffene Entscheidung verschwindet nicht – sie bleibt als Last in dir hängen, macht müde und treibt dich zurück in alte Muster aus Mehr-leisten und Mehr-kontrollieren.
  • Nimm dir einen Tag heraus und schau von außen drauf: Oft ist die Sachfrage längst klar, und erst die verborgenen Strömungen darunter blockieren dich.
  • Die einzige wirklich schlechte Entscheidung ist die, die du nicht triffst – denn dann entscheidet das Leben für dich.
  • Arbeite mit dem Jetzt statt in Vergangenheit und Zukunft: Frag bei jedem Gefühl, ob es gerade hierher gehört oder nur ein altes Muster ist.

⏱ Kapitel

00:00Warum dein Business nicht an der Strategie scheitert, sondern an offenen Entscheidungen
06:01Der Entscheidungsraum, der dich innerlich ausbrennt, während alles weiterläuft
08:29Ein Tag mit Meerblick: Wie die verborgenen Strömungen unter der Sachfrage sichtbar werden
13:11Drei Kinder, Lufthansa, Corona: Als die Beziehung von heute auf morgen zerbricht
16:23Die Pyramiden vor dem Fenster: Die Lektion des ägyptischen Mentors
24:43„Ich krieg das alleine hin“: Der Nackenschlag, der ihn zu Boden wirft
30:47Dreimal am selben Buch vorbei: Was Zufall wirklich bedeutet
36:33Es gibt keine schlechte Entscheidung, nur die, die du nicht triffst
46:23Nicht die alten Wunden aufwühlen: Mit dem Jetzt arbeiten und entscheiden
53:20Was wäre, wenn: Bei null würde er schneller entscheiden und mehr vertrauen

📝 Transkript

Volltext-Transkript lesen

Carolin Zimprich: Heute habe ich einen Mann im Podcast, der sich nicht mit Strategien aufhält, sondern mit dem, was wirklich auffällt. Viele Unternehmer und Führungskräfte wissen eigentlich ganz genau, was zu tun wäre, tun es aber nicht, weil. und genau das ist seine Spielwiese Entscheidungen treffen. und ja, das heißt auch, mit den Konsequenzen leben. Das wollen aber irgendwie nur ganz wenige. Aber genau hier entsteht das eigentliche Problem. Offene Entscheidungen kosten Zeit, Energie, Fokus und am Ende oft richtig. Viel Geld. Mein heutiger Gast geht daher genau an diesen Punkt. Heute geht es also rund um das Thema der lieben Entscheidung und der Verantwortung dafür. und wenn du wissen willst, warum dein Business nicht an fehlender Strategie scheitert, sondern an nicht getroffenen Entscheidungen, dann hol dir doch noch fixen Kaffee und spitzt die Ohren, denn dann ist diese Folge, wie für dich gemacht. Herzlich. Willkommen, Sebastian Kai.

Sebastian Keilich: Hallo, liebe Carolin. Danke für diesen Raum für diesen Entscheidungsraum, den du geöffnet hast. Ich freue mich sehr, hier zu sein.

Carolin Zimprich: Ja Entscheidungen treffen. Das ist heute definitiv ein großes Thema. Du hast für Dich auch die Entscheidung getroffen zu sagen: Hey, ich muss unbedingt mal zur Carolin mit in den Podcast. und auch da hat man ja zwischendurch gemerkt. So, dieses: Ja, ich melde mich an, wir machen noch einen Termin, dann gehen immer so ein paar Tage irgendwie so ins Land. Also, ich glaube, wir alle können uns ja gar nicht so davon freisprechen, Entscheidungen, die getroffen werden müssen, dann auch umzusetzen, dass wir das einfach zwischendurch ganz gerne mal aufschieben, obwohl wir genau wissen. dass das eigentlich ganz gut für uns wäre. Was glaubst du, woher das so kommt?

Sebastian Keilich: Ich glaube. oder ich weiß von mir selbst, dass es in der Regel nichts damit zu tun hat, dass wir die Entscheidung nicht treffen wollen oder die Konsequenzen fürchten. Ich glaube, Entscheidung zu treffen, ist immer schwer gewesen. Gehen wir links, gehen wir rechts, weil, wenn wir nach links gehen, können wir nicht mehr nach rechts gehen. Also, es geht auch jedes Mal was verloren. Wir entscheiden uns. Das ist aber nicht der Punkt, weil wir gerade als Unternehmer, Führungskräfte Ceos den ganzen Tag Entscheidungen treffen, auch Entscheidungen treffen, die weit über das hinausgehen. Was uns betrifft, also die Schwierigkeit ist gar nicht so sehr, diese Entscheidung zu treffen. sondern das einzuordnen und wirklich klar zu sein, welche Entscheidung wir treffen. Das beobachte ich ganz viel, dass wir anfangen, Entscheidungen miteinander in Verbindung zu bringen, Dinge miteinander zu vermischen, die uns dann davon abhalten, die eigentliche Entscheidung zu sehen und dann auch zu treffen und die Auswirkungen, die immer größer werden, einmal in der Zeit, in der wir leben, dass wir sowieso immer mehr Entscheidungen haben, die immer mehr Auswirkungen haben, die immer weniger zu übersehen sind. und zum anderen auch die Auswirkungen. Wenn ich sie nicht treffe, und ich komme dann in so einen Gap rein. und dann komme ich in eine starre, rein, so tief, manchmal rein, dass ich mich morgens nicht entscheiden kann, ob ich die rote oder die gelbe Zahnbürste nehme, wo, ich sagen würde, in unserer Rolle meine Güte, rote, gelbe Zahnbürste. Aber es ist tatsächlich wie so eine Blockade und.

Carolin Zimprich: Ja, und diese Blockade führt dann einfach ganz oft dazu, dass wir in so eine kleine Schockstarre gehen.

Sebastian Keilich: Genau.

Carolin Zimprich: und die Dinge einfach so mit und hinter uns herschleifen. Aber das verfolgt einen. Ja, Ne. Also.

Sebastian Keilich: Genau.

Carolin Zimprich: Das Thema ist ja nicht, also nur, weil ich ja nicht mehr hingucke oder mich damit nicht beschäftige. Meistens werden die Themen ja dann größer oder die Probleme, die daraus entstehen.

Sebastian Keilich: und es ist nicht nur die Probleme, die daraus entstehen. Es ist dieser Entscheidungsraum. Da ist energetischer Körper, der in uns drin hängen bleibt. ja die wir manchmal gar nicht merken. Wir funktionieren weiter. Es läuft alles weiter. Wir sind weiterhin erfolgreich, wir treffen auch weiterhin Entscheidungen, aber innen drin fängt etwas auszubrennen, fängt irgendwas an auszubren. Er macht uns müde, er macht uns Träger und das wirkt sich dann genau wie Du sagst, auch im außen aus? Das sind Geschäftsentscheidungen, die nicht getroffen werden. Das sind Teams, die auseinanderdriften, die auf einmal nicht mehr mit einer Stimme sprechen. Das geht rein bis in den Umsatz oder in unsere Beziehung, dass ich wuff. Wo sind denn meine Kinder, und dann haben wir oft die Tendenz dazu, wieder in alte Muster zu fallen. und das ist vielleicht der größte Haken. Dann Machen wir das weiter, was wir bisher gemacht haben. Wir leisten mehr, wir bringen mehr, wir kontrollieren mehr. und dann ist es wie so eine Spirale, die uns in diese Müdigkeit reinbringt.

Carolin Zimprich: Das ist ja wirklich allumfassend. Also, es geht ja wirklich komplett. Also das ist ja auch. Also wie ich Entscheidungen treffe, ob ich sie treffe, ob ich sie danach umsetze, ob ich mich dran halte oder irgendwie nach ein paar Stunden alles wieder revidiere. Das ist ja im Prinzip ja auch ein komplettes Muster, wie ich mich auch in meinem privaten Umfeld verhalte. Die meisten kennen das so in der Silvesternacht so ab. Morgen gehe ich zum Sport. Das ist eine Entscheidung, die da getroffen wurde, und jeder weiß, auch etwas wäre auch total gut, das mal so richtig durchzuziehen und das auch ordentlich anzugehen. und 2 Tage später denkt man sich, so: Nee heute irgendwie noch nicht so. Ich fühle mich gerade nicht danach sind das für dich dieselben Muster, so wie sie in den Betrieben in den Unternehmen letztendlich dann auch wiederzufinden sind. Oder ist das für dich noch ein Unterschied?

Sebastian Keilich: Dass es um Entscheidungen geht, die grundlegende Auswirkungen haben. Was machen wir mit der Digitalisierung? Es ist die Entscheidung. Wie bauen wir unsere Company um oder nicht? Entscheiden wir uns diesen Anbieter oder nicht? und dann der Punkt, an dem es anfängt, das eben zu vermischen. Ich arbeite mit Unternehmer und Führungskräften Genau an diesem Punkt. Also, es sind genau diese Punkte, wo der Raum so voll geworden ist, dass es nur noch funktioniert. Funktioniert funktioniert, wo wir uns hinsetzen und sagen: einen Tag, gehen wir raus. Am Anfang meiner Programme können später darauf eingehen, gehen wir einen Tag raus und betrachten das Ganze von außen schaffen eine Übersicht über welche Entscheidung und wir sagen immer Entscheidungen. Wir denken inzwischen so viel ist eine Entscheidung. Manche Sachen sind gar keine Entscheidungen, oder manche Sachen spielen gar keine Rolle in meiner Entscheidung. Das heißt, womit wir in dem Fall zu tun haben. ist es eher diese Anzahl, diese Menge an Dingen, von denen wir glauben, dass Sie alle eine Rolle spielen, dass ich sie beachten muss, dass ich sie nochmal nachfragen muss und nicht klar sind in dem, was wirklich entschieden werden muss.

Carolin Zimprich: Was glauben wir denn alles, was eine Rolle spielt, was man irgendwie noch mit beachten muss und wo du sagen würdest eigentlich total nicht relevant. In dem Moment.

Sebastian Keilich: und und eigentlich, ging es darum. Wie positioniere ich mein Business neu. Wie positioniere ich mich im Business neu? Wie lebe ich meine Rolle weiter. Das war der Hauptpunkt und dann noch das Thema. Ja, ich bin im Jahr auf die Insel gezogen, Ich lebe hier gerade noch. Ich habe noch nicht so richtig eine Wohnung gefunden mit meiner Tochter und ja, auch in der Beziehung Klausis irgendwie, Aber das ist jetzt nicht das Thema Sebastian. Hier geht es tatsächlich wirklich um diese Business-entscheidung, sondern waren wir in dem Raum ganz abgeschieden, 7, 8, 10. Stock. Ich weiß nicht mehr genau, aber mit Blick aufs Meer und auf die Berge war fantastisch. Dann ist dieser Raum entstanden. und auf einmal sprudelte das alles raus, alles raus, alles raus machen, das dann, sodass wir es visualisieren. Dann kleben wir Boys an die Wand, dann wirds immer klarer. und dann, auf einmal stellte sich heraus, dass diese 2 Entscheidungen für sich betrachtet gar nicht schwer sind. Es war eigentlich vollkommen klar: Es war vollkommen klar, was an Wohnungsmarkt passieren darf, was was im Business passieren darf, und auf einmal kamen die anderen Sachen hoch. Du musst dir das vorstellen. Es war wie so ein wunderbares Meer, was du siehst. Aber unten drunter sind diese ganzen Strömungen. und wir haben einen halben Tag dafür genutzt, einfach diese Strömung sichtbar zu machen. In dem Fall war das Business Thema gar nicht das entscheidende Thema. Das Wohnungsthema war gar nicht entscheidend. 2 Tage nach diesem Tag, den wir zusammen verbracht haben, kam genau das perfekte Angebot. Ich. Es war in dem Fall gar nichts, was ich sagen könnte, was bei allen weggelassen werden muss. Es war der fehlende Fokus war der fehlende Fokus war die fehlende Klarheit in dem Thema. Worum geht es denn hier wirklich.

Carolin Zimprich: Das ist was was ich ganz oft auch immer Sorry. Wenn ich dir da reingrätsche, Was ich oft immer wirklich selber beobachte, ist so dieses. und plötzlich, am nächsten Tag passieren Dinge, wo du gar nicht wusstest, dass es diese Dinge gibt. Wir sind auf einmal da.

Sebastian Keilich: Genau genau. und da steckt vielleicht auch die Lösung schon drin. Oder? Für mich ist es vollkommen richtig, diesen Schritt zurückzugehen, einmal innezuhalten, einmal von außen drauf zu gucken. Worum geht es hier eigentlich? und da vielleicht auch die Trennung zwischen den Silvesterentscheidungen? Ich höre auf zu rauchen. und den anderen Entscheidungen, wobei auch da wird gerade vollkommen offensichtlich. Auch die Silvesterentscheidung nicht mehr Alkohol zu trinken oder zu rauchen. ist ja eine Entscheidung, die mit so vielen anderen Sachen zusammengeknüpft wird, und auch der Frage dahinter: Warum will ich denn das überhaupt tun. Was ist denn überhaupt anders, wenn ich das tue? und wenn ich mir nicht den Raum nehme, da mal gezielt hinzugehen, mich mal aufzumachen, mich mal zu öffnen vor mir selbst. Es geht nicht darum, dass ich mit meinem Geschäftsführerkollege mich hinsetze und sage, du weiß ja nicht, wie es weitergeht. Aber lass mal drüber reden. Das ist ja bringt uns nicht weiter, Bringt uns eher eine größere Angst, sondern wirklich den Raum zu finden, davon auszugehen, zu gucken und zu tun und zu strukturieren.

Carolin Zimprich: Wann hast du denn für dich eigentlich gemerkt, dass genau dieses Thema, also sich um die Fokussierung mal zu kümmern, Menschen dahin zu bewegen. und du machst das wirklich ganz, ganz wunderbar. Ich kann da wirklich selber von Berichten. Ich habe mit Sebastian selber schon wunderbar zusammen mit ganz lieben tollen Menschen im Raum, gestanden fürs Netzwerk, Gold. und auch da haben wir ganz viele tolle Gedanken plötzlich gehabt, und es sprudelte einfach so raus. und wir hatten eine riesengroße Wand, voller bunter Post-its mit Dingen, die wichtig waren und die einfach nach draußen dürfen. Wann hast du für dich gemerkt? Das ist einfach ein Thema, Da habe ich einfach so richtig Bock mit den Menschen zu arbeiten, weil ich einfach sehe, dass Sie da ja den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen oder einfach so dicht davor stehen, mit ihren eigenen Augen, dass sie es einfach gar nicht selber erkennen können.

Sebastian Keilich: Gute Frage. Danke dafür. und die Frage geht natürlich sehr tief in meine eigene persönliche Erfahrung rein. Ich hatte 3 Kinder, 3 wunderbare Kinder. Der Große wird jetzt 18 habe. die gemeinsam erst mit meiner Frau großgezogen. Dann haben wir uns getrennt habe, die dann lange Zeit wir beide geteilt alleine großgezogen habe. Das alles gewuppt hatte, eine gute Position bei der Lufthansa war viel im Ausland gewesen, immer in Situationen, wo verschiedene Menschen in einem Raum waren, glaubten, das Gleiche zu sagen. und wenn man genau hingeguckt hat, war aber ein verschiedener Kontext und ein verschiedenes Verständnis von der Frage da von dem, was da auf dem Tisch lag. Also, es gab schon immer diese Kontexte. Es gab schon immer den Druck. Ich habe immer mehr Workshops gemacht, habe Immer mehr Leute begleitet, funktionierte alles wunderbar, bis dann Corona: Irgendwann kam eine Zeit, die uns alle so ein bisschen an Grenzen gebracht hat. Ich alleine mit meinen 3 Kindern den Job weitergemacht, alles gewuppt getan, bis ich auf einmal in der Beziehung die Beziehung auseinandergebrochen ist von heute auf morgen. Das hat mich zurückgeworfen. Das hat mich dazu gebracht, weiter funktionieren zu wollen. Was ich vorhin sagte, wieder in die alten Muster zu gehen. und das hat mich weit über meine Grenzen gebracht. Ich habe es zu dem Zeitpunkt nicht geschafft, das alles auszubalancieren, habe versucht, hier zu funktionieren und versucht, den Ball in der Luft zu halten habe versucht, hier zu machen. bis mir jemand von der Seite kam, der dann mein Coach wurde, mich lange Zeit begleitet hat und mir geholfen hat, genau diesen Haufen genau diesen Knoten zu entwirren. wo es ist, wo sich für mich dann auf einmal ganz viele Punkte gezeigt haben, die ich einordnen konnte, zuordnen konnte. wegdrücken konnte oder zur Seite stellen konnte, mich gar nicht sagen wegdrücken konnte, aber dann für mich den Weg gehen konnte. und aus der ganzen Zeit, die ich gemacht habe. Ich habe dann im Rückblick betrachtet immer schon an Punkten gearbeitet, wo es darum ging, diese Klarheit zu bekommen. immer wieder in interkulturellen Kontexten. Ich habe viel im Ausland gearbeitet, 3 Jahre in Kairo, in Saudi-arabien, in Kontexten, in Asien, Mexiko. da, wo, Wie, mit dem Verständnis, was wir haben. manchmal nicht weiterkommen, weil das in Verständnis ein ganz anderes ist, nicht weil es schlecht oder gut ist, sondern weil es unterschiedliche Sichtweisen sind. und dieser Punkt, diese Phase, vor 5, 6 Jahren war es, wo ich dann für mich entschieden habe. Zumindest den Weg einzuschlagen in diese Richtung. Ich habe mich damals selbstständig gemacht. 15 Jahre Lufthansa Konzern am Ende für den Vorstand genau solche Dinge geregelt und solche Entscheidungsfindungen, begleitet mit verschiedenen Methoden, Workshops Mentorings und habe dann gesagt, ich gehe raus. das klingt so, als ob das der Punkt der Entscheidung war. und dann war alles klar war es natürlich nicht. Das Leben geht weiter. und auch da ist es schön, Wenn wir uns den Raum nehmen oder den Moment nehmen, ist auch da schön, wenn wir strukturieren. und dann geht es aber weiter, dann geht es darum, das auch zu leben. Dann geht es darum, nicht in alte Muster zurückzufallen. Dann geht es darum, neu zu justieren und neu zu kalibrieren. und letzten Endes ist es auch das, was ich heute mache. Ich nenne das ganze leadership Recalibration, weil es nicht darum geht, irgendetwas neu zu machen oder jemanden dazu zu drängen, etwas zu tun. Es geht nicht darum, was Neues zu lernen, sondern es geht darum, das, was ich habe, anzugucken und neu auszurichten. mich neu auszurichten, mich in den Kontext zu setzen, zu erkennen, was ich will, was ich brauche, und was mich jetzt weiterführen.

Carolin Zimprich: Wenn ich es richtig verstanden habe, ist das, was du heute machst, auch ein Großteil von dem, was du damals schon bei der Lufthansa gemacht hast.

Sebastian Keilich: Das ist richtig? Ja.

Carolin Zimprich: War dir das bewusst. was du da im Prinzip für die Teams, für diesen Konzern damals schon an Wert gestiftet hast.

Sebastian Keilich: Tja, das ist natürlich rückblickend immer spannend. Natürlich macht alles Sinn. Ich glaube nicht in dieser Dimension. Meine Rolle war es. Ich war Projektleiter in Kairo. Meine Rolle war es, dieses Projekt zu leiten. und aus der Rolle hat sich ergeben, dass wir zusammensaßen in einem Raum und witzige Beispiele hatten. Wir hatten versucht, wenn ich da kurz reingehe. Wir hatten versucht. den Ägyptern damals zu sagen, wie man eine Airline wie eine Airline funktioniert. Dann war Lufthansa Consulting. Wir wussten, wie das macht. Wir sind da hingegangen. Haben Sie das erzählt haben. bis mir irgendwann wir erzählt haben, klassischer. Ich war damals, Ende 20, wusste, alles besser. Wollte die Welt verändern. ist dann irgendwann mein Projektleiter, mein ägyptischer Counterpart, ein erfahrener Seniora, ehemaliger Luftwaffeninspekteur und dann Geschäftsführer dieser Gesellschaft, zu Mir kam mich ans Fenster nahmen. Wir gucken so raus und sahen hinten am Horizont, die Pyramiden. und er sagte: Guck Mal Sebastian wir haben das vor 5.000 Jahren haben wir Ägypter, diese Pyramiden gebaut. und die stehen heute noch Die ganze Welt, bewundert sie. und jetzt kommst du uns: willst du es erzählen, wie man etwas baut. und das war liebevoll. Das war lachend. Wir haben beide da gestanden. Das war ein Mentor für mich und dass mir das so bewusst geworden, dass nicht nur der Erfahrungshorizont, sondern auch der Kontext ein ganz anderer ist, und das hat mich geprägt, bis heute Menschen in den Raum zu holen und zu machen. und ich, habe das lange gewusst, dass ich das kann. Mir wird aber heute immer bewusster, was das für Auswirkungen hat.

Carolin Zimprich: Wer weiß, was ich sonst bekomme, Wenn ich woanders hingehe. und treffe diese Entscheidung nicht, aber irgendwann wird in deinem leben ja dann dieser Punkt da gewesen, zu sagen, wirklich ganz offen zu sagen: Okay. das ist jetzt wirklich eine Grenze, entweder weil der Job nicht mehr so viel Spaß macht. Oder? Aber weil man merkt, Hey, ich bin hier irgendwie falsch. Also, der Fisch, der kann nicht klettern auf dem Baum. Ich gehöre ganz woanders hin. Wie war das bei dir? Also war es, sodass du eher sagtest? Ich muss von dieser Konzernstruktur weg oder war für dich klar? Ich muss mit mir und mit meinen Fähigkeiten, was völlig anderes anfangen.

Sebastian Keilich: Sehr spannende Frage. und jetzt fragst du wieder rückwirkend: Was war vor 5 Jahren? Die Entscheidung würde ich heute anders bewusster treffen. Für mich war es, glaube ich, eine Entscheidung. die aus dem Herzen kamen, die aus der Intuition rauskam. Ich habe jeder, der in einem Konzern gearbeitet hat, genauso wie jeder, der selbstständig arbeitet oder sonst kommt. Da ein Punkt, wo er sagt: hier geht es nicht weiter. und ich bin weit gekommen. Also, ich habe eigentlich vieles gemacht. Für mich war vielleicht der entscheidende Punkt, als mein damaliger Coach zu mir sagte: Sebastian. du kannst gerade bei Lufthansa eigentlich alles machen. Du kannst Projekte leiten und kannst das machen? Du Hast viele Leute gesehen? Du kennst viele Leute haben. Was ist der nächste Schritt? und da sind 2 Dinge passiert. 3 Dinge passiert. Das erste: Es wurde mir auf einmal klar, was das alles ist, war wie so ein Puzzle was auf einmal so. Es war so ein Schritt zurück. Das ist ein riesenschönes Puzzle. und dann auf einmal der Frieden, den ich gefunden hatte mit dem, was ich da mache. Das ist auch, was was ich heute in meiner Arbeit immer wieder beobachte. Es gibt diesen Moment. wo ich, in dem ich muss. Ich kann nicht das passt, nicht, Dann fange ich an zu denken, dann sage ich: Ich bin aber jemand Anwalt, und ich kann noch viel mehr, und die Frage geht ja auch dahin hast du irgendwann das Gefühl gehabt, das geht nicht mehr genug brauchst was die Entscheidung ist gar nicht so sehr gefallen in dem Moment, wo ich gesagt habe, ich muss jetzt weiterziehen, sondern in dem Moment, wo ich gefallen habe und diese Erleichterung gespürt habe. Es ist alles gut. Es ist alles da. Ja. wenn ich jemanden gehabt hätte, wie mich damals in dem Raum stehen würde, wo ich jetzt auf der Insel stand, wo ich war. Ich sagen, das war der Moment, wo der Stein ins Wasser gefallen ist, wo dieses auf einmal diese Leichtigkeit entstand. war es komplette Klarheit. Natürlich nicht, weil mit jeder Klarheit entsteht Ein neuer Blickwinkel, wo ich wieder was sehe, Es war aber dieses diese Erleichterung. nichts falsch gemacht zu haben und auch nichts damit falsch machen zu können, den nächsten Schritt zu gehen. und ganz ehrlich, ich habe dann die Entscheidung getroffen, habe mich dann sehr, sehr schwer getan, Entscheidungen zu treffen, und auch heute kommt ein alter Geist, ein altes Muster hoch, das mich dann davon abhält, Entscheidungen zu treffen, dann sage ich: spannend oder jemand anders muss kommen und sagen: Na Sebastian: Guck mal, du redest über Entscheidungen. und jetzt stehst du wieder da? Sag ich ja, stimmt auf gestern.

Carolin Zimprich: Wie ich eingangs sagte, wir haben ja alle so unsere Muster, unsere Schubladen, wo es uns total einfach fällt, eine Entscheidung zu treffen. und dann haben wir einfach so Dinge, wo wir sagen: Ach, vielleicht morgen mal gucken, vielleicht auch gar nicht ist, Aber wenn ich das jetzt so betrachte, also du hast dir aus deiner privaten Situation heraus in Bezug auf Trennung, das alles irgendwie verarbeiten zu können. Hast du dir einfach Hilfe ins Haus geholt, in Form von einem Coach, um das letztendlich für Dich einfach zu sortieren. aber Dabei ist es ja dann gar nicht geblieben, weil er hat ja dann irgendwie so stückchenweise aufgedeckt. dass da einfach noch viel mehr Möglichkeiten einfach für dich sind. Wenn du ihn nicht gehabt hättest. hättest du die Dinge gesehen, dass du gemerkt hast. So, ja, Lufthansa, Eigentlich alles Geil. Aber eigentlich geht mein Gewissen noch ganz woanders hin.

Sebastian Keilich: Weil du sagtest, ich habe mir dann den Coach geholt. und dann haben wir das alles gemacht. Wie auch immer, Ich habe ihn mir nicht geholt. Ich war damals der festen Überzeugung. das ist womöglich mein allergrößter Treiber, heute. Menschen in diesen Prozessen zu begleiten und in diese Prozesse einzuleiten. Ich habe es mir nicht geholt. Ich dachte ich, krieg das alles hin, Ich habe das auch alles hingekriegt, wenn ich heute darauf gucke, Ich habe 3 wundervolle Kinder. Mega. Das hat wunderbar funktioniert. Ich habe im Vorstand gearbeitet. Ich hatte im außen. Ich hatte wirklich alles. Es hat funktioniert. und dann hat mir das Leben. Universum nennen wir es wie wir wollen diesen Nackenschlag verpasst, und der war echt heftig. Ich möchte gar nicht so tief eingehen. Es war eine Trennung gewesen. Wie auch immer die war Fakt war, Ich brauchte scheinbar etwas, was so heftig war, mich so zu Boden geschmissen hat. und mich hat es tatsächlich zu Boden geschmissen. Ende Oktober in den November rein in Deutschland. Es wurde dunkel. Es wurde matschig. Es war die Zeit, wo man nicht durch Krisen gehen möchte. Es war aber alles alles alles drauf. Ich habe teilweise lethargisch am Boden gelegen und nichts tun können. und dieser Coach, den ich mir geholt hatte. Der war per Zufall da, weil ich vorher mal eine Situation hatte. wo ich sagte, das muss ich mal sortieren. Das war eine ganz kleine andere Situation, und dafür hatte ich ihn eigentlich geholt. und in dem Moment, wo ich am Boden lag, nach der Trennung nicht mehr ein und aus wusste, und ich konnte mit meinen Eltern nicht reden. Ich konnte mit meinen Kindern nicht reden, die waren klein. Ich konnte. Mit niemandem reden, dachte ich, da habe ich den angerufen. und dann hat er mit mir eine kleine Übung gemacht. letzten Endes einfach nur geatmet, einfach mir das Gefühl gegeben. und das ist heute ein zentrales Element meiner Arbeit in diesen Körper wieder reinzukommen, Nicht dieses. Du musst in den Körper kommen und du musst und wir machen Meditation, sondern einfach diesen Moment. Der hat mich genommen gehalten und gehabt. so, und dann hat sich daraus das entwickelt, was mich heute dazu bringt. Räume aufzumachen für Menschen und Verantwortung zu sagen, komm in diesen Raum sei hier. Das war und daraus ist das entstanden. Jetzt habe ich deine Frage, glaube ich gerade übergangen, aber es war mir wichtig, das vorher nochmal zu sagen, weil der Schmerz. der Schmerz, es war kein Schmerz, kein Bein war ab, kein Arm war ab. Ich hatte keine Husten. Ich hatte keinen Schnupfen. Also körperlich war ich vollkommen intakt. aber mein Ego war zerstört, und mein Geist lag da und meine Seele hat gesagt, so Sebastian. Jetzt ist mal der Zeitpunkt, wieder aufzustehen. Wir sind in einer Zeit, wo extrem viel passiert. Das war damals mit Corona Ein Riesenschlag kam ja auch alles dazu. Diese Unsicherheit, Wie geht es überhaupt weiter? und nicht nur mit meinem Leben? Wie geht es überhaupt mit dem Leben auf der Welt. Hier weiter. Die Frage, die wir uns gar nicht stellen, die aber auf uns liegt. Wie geht es denn jetzt gerade weiter? Alles shiftet sich. Die ganze Welt scheint zusammenzufallen. Was aber, wenn wir das Bild mal umdrehen und sagen, Die Welt fällt nicht zusammen, sondern entfaltet sich gerade. und immer wenn sich was entfaltet, wenn ein Vulkan ausbricht, entsteht ein neuer Berg, Aber Das passiert ganz viel nebenbei, und schon alleine. Mit diesem anderen Blickwinkel komme ich von der Rolle des Opfers, des. Gott, was passiert mir alles zu der Rolle des. hier passiert ja. Was spannend? Okay, Jetzt will ich mal gucken, was ist und da nicht alleine durchzugehen, ja einen Sparringspartner zu haben. und zwar nicht, weil man es braucht oder weil es anders nicht geht, sondern weil meiner Meinung nach wir Menschen deshalb so viele sind hier auf der Welt, um uns gegenseitig immer wieder den Raum zu geben, zu halten. Ich habe es selbst erlebt. Wie gesagt, dieser Mensch hat mich ein Jahr lang begleitet war da, wenn es hart wurde, hat mir niemals eine Entscheidung abgenommen. also auch in der Arbeit mit mir. Ich werde niemals eine Entscheidung abnehmen. aber ich werde auch niemals meinen Mund halten und beschreiben, was ich sehe, das hat er damals auch nicht gemacht. und durch dieses Reflektieren durch dieses Spiegeln in diesen Räumen dann tatsächlich Menschen zu helfen, dass das, was mir damals so heftig passiert ist, vielleicht auf eine andere Art und Weise passiert, sodass es auf einem anderen Level direkt weiter nach oben geht.

Carolin Zimprich: Er ist total spannend, sich das noch mal so ein bisschen bildhaft vorzustellen. Du hast allerdings gerade gesagt, du hast ihn dir nicht geholt. und auf der anderen Seite war dieser Moment, wie du ihn gerade beschrieben hast, wo bei dir einfach nichts mehr ging, wo du am Boden lagst, und einfach. ja, förmlich mal das Leben so auf Pause geklickt hat. und trotzdem hast du den Hörer in die Hand genommen und hast ihn angerufen. Was hat dich dazu bewegt, trotzdem diesen Schritt zu gehen? Also ja, auch ich glaube, wir sind in einem Universum, und ich glaube auch nicht, dass die Dinge irgendwie zufällig passieren, so wie du auch sagtest, dass da einfach ein erheblicher Nackenschlag vom Leben kam, also die Trennung, die bei dir dann privat passiert ist. und nichtsdestotrotz war der Impuls dann zu sagen, ich nehme jetzt den Hörer in die Hand und rufe diesen Menschen an. Also, der Mensch hat nicht in dem Moment, als du am Boden lagst bei dir geklingelt, und du musstest die Tür aufmachen, sondern es war andersrum. Wie kam es dazu?

Sebastian Keilich: Dieser Nackenschlag, den ich so nenne, der hat mich an der Stelle getroffen, tief im Herzen und in einer Heftigkeit, wie ich das noch nie erlebt hatte. und alles, was ich mir vorher aufgebaut hatte, stand auf einmal auf dem Spiel. Ich sprach von der Trennung. Ich sprach davon, dass ich die Kinder, wie gesagt, nicht alleine. Wir haben uns das mehr oder weniger geteilt. immer mit verschiedenen Ausprägungen, Aber ich hatte 3 kleine Kinder, die da saßen. Das war eigentlich der Hauptpunkt, dass ich gemerkt habe. Ich ich habe. Es gibt einen Grund, warum ich hier bin und warum es wichtig ist, dass ich funktioniere. und es war ein unfassbarer Schmerz. Wenn Wenn du aus einer Rolle heraus. Die Firma entwickelt sich weiter. Deine Rolle wird überflüssig. Du warst CEO, oder bist der CEO? Du hältst das alles zusammen und auf einmal heißt es ja, du bist aber nicht mehr. Hier hast ja ein riesen Netzwerk hier raus, und du stellst auf einmal fest, Ich habe gar nichts. Der ausschlaggebende Punkt war für mich wirklich, weil es nicht mehr ging. weil ich das Gefühl hatte, es geht nicht mehr. Ich habe den Hörer abgenommen, weil ich wie Panisch da war und dachte es funktioniert nicht. Ich brauche irgendwas. Es war ein Zufall Letzten Endes, du sagst, es gibt keine Zufälle. Ich glaube, wenn wir Zufall neu definieren oder neu beschreiben, dann war es absolut Zufall. Ein Zufall fällt dir zu, wenn es so weit ist. Also, es fällt dir immer vor, man läuft durch den Buchladen. Ich hatte ganz am Anfang meiner Reise. Es war weit vor dem Ganzen bin ich durch den Buchladen gelaufen, mit meiner kleinen Tochter und haben Bücher geguckt und ich kam an dem Buch vorbei, ging da um gestalttherapeutische, schöne Geschichten. egal wie das Buch hieß. Aber ich lief da dran vorbei. Das sieht ja schön aus. Guck mir das so an und denkst du könntest dir mal kaufen, aber gerade Kinder sowieso viel zu tun. Lauf weiter laufe, exakt eine Minute später wieder an diesem Buch vorbei, an einer anderen Stelle und Lauf auf dem Weg zurück, schon wieder an dem Buch vorbei. und damals hatte ich noch nicht das Bewusstsein und sagte, Trotzdem, das musst Du jetzt mal kaufen. habe dieses Buch gelernt, und ich würde behaupten, dass dieses Buch der Auslöser für alles war, was danach kommt. ja inklusive dieser Trennung, inklusive. Also, heute sehe ich das natürlich auch anders. Man hat viel damit gearbeitet. So, Das ist für mich Zufall. Insofern war das absoluter Zufall, dass dieser Mensch da stand. und deshalb war es klar, dass ich da Anrufe, für mich nicht unterbewusst war, das genau der das Ventil, was ich brauchte. Warum? Weil alles nicht funktionierte, was ich ja sagte. Ich konnte nicht mit meinen Eltern reden, Die machten sich natürlich Sorgen um mich und das Leben, Meine Kinder, Exfrau, Menschen, die es nicht verstehen. und dann saß er da. Also, das Leben gibt uns nicht nur Nackenschläge, sondern das Leben stellt uns auch alles genau dahin. Also, die andere Seite der Medaille ist. alles ist da.

Carolin Zimprich: Kannst du dich noch daran? Kannst du dich noch daran erinnern? Also wirklich, dieser Impuls, wo klar war, Also, ich meine, Du hättest ja auch jeden anderen anrufen können, wo du sagst, Mensch, ich habe da mal irgendwen irgendwo getroffen, auf irgendeiner Dienstreise. Hast du aber nicht gemacht, sondern es war diese Nummer. Also weißt du oder hast du für dich noch irgendwie auf dem Schirm. warum er oder ob irgendwas zu dir gesprochen hat, wo es auch immer hergekommen sein mag, der gesagt hat: Jetzt nimm mal das Telefon. Mach mal.

Sebastian Keilich: Ich habe den Menschen kennengelernt. weil ich nach einem Coach gesucht hatte. Ich hatte beruflich, wollte mich verändern oder brauchte da Rat und hatte mit einer guten Freundin gesprochen, die eine sehr erfahrene Coachin und Leadership-coach ist, Gespräche gehabt und dann sagte die ja, Sebasti. Ich würde dir gerne helfen, aber ich kann ja nicht so gut. Ich glaube, du brauchst dem anderen Red doch mal mit meinem Partner rede, doch mal mit dem weit vor der Zeit. Dann hab ich den angerufen. und das hat total gefunkt. Warum? Weil er geredet hat, wie ich das brauchte, zu dem Zeitpunkt damals, wie gesagt, weit vor der Krise, weil er die Fragen hatte, er hatte Fragen und keine Antworten. Der hat mich gefragt und durch Fragen eingeleitet, und er hatte ein Konzept, was mit mir resoniert hat, wenn er gesagt hätte, was so richtig sehe, brauchen wir im Moment keine regelmäßigen Coachings oder sowas. Wir machen es einfach so. Du rufst an, wenn du mich brauchst. und dann mache ich mir einen Termin frei. und dann funktioniert das also nicht so dieses Montags um 17 Uhr, sondern ich ruf einfach an. der sagt er, der hat mich auch gesehen, der hat genau gesehen. Der hat im ersten Blick hat er gesehen. Du bist ein Riesenmosaik. Du hast so viele bunte Steine. Fangen wir an da und der war in dem Moment, das war derjenige, wo ich gesagt habe. Das ist der Einzige, der mir helfen kann, war tatsächlich das Gefühl, weil der mich nicht verurteilt, weil der mir nicht sagt, was ich machen muss. sondern weil der mich anhört, weil der Fragen hat, auf die ich meine Antworten noch nicht kenne. weil der leuchtete, weil der da, Weil der war präsent, weil der auch schon gesagt hatte, vor ich bin da wenn du mich brauchst. Das war der weiß ich jetzt, Wenn du es so sagst, mir genau bewusst. Ja. das war der Beginn einer langen langen Reise. Also, das war wirklich eine lange Reise, die dann am Ende in die Selbstständigkeit geführt hat, die mich über 2 erfolgreiche Jahre Selbstständigkeit ins Self-branding geführt hat: Personal branding wo ich gemerkt habe, dass ich das, was ich mache, zwar gerne mache, aber eigentlich nicht, wo ich angefangen habe, das ganze Business neu aufzubauen. dazu geführt hat, den Cashflow kennenzulernen. Jeder, der aus einer Festanstellung kommt, der hört, von einem Cashflow aber sagt Ja Cashflow ist Ja, nett, bis du dann selbstständig bist und auf einmal merkst, dass der Cashflow dein Freund sein sollte. So also durch alle diese Phasen, den Neuaufbau, die Neuorientierung, den Fokus und letzten Endes dann heute in die Räume, in denen ich heute bin, mit wundervollen Menschen. damit ich genau das weitergeben kann.

Carolin Zimprich: Viele Entscheidungen, die in der Zeit bei dir getroffen worden sind.

Sebastian Keilich: Ist.

Carolin Zimprich: Alle gut, Oder würdest du auch manchmal sagen, bei der Entscheidung hätte ich die mal nicht getroffen.

Sebastian Keilich: Es gibt keine schlechte Entscheidung. Es gibt tatsächlich, und das klingt richtig heftig. Vor allen Dingen in den Momenten, wo man glaubt, dass es nicht so ist. Das Einzige, was nicht gut ist, an Entscheidungen ist. Wenn ich sie nicht treffe, weil dann trifft das Leben die Entscheidungen. und das heißt nicht, dass es schlecht und gut ist, weil auch das ist gut. Das Leben meint aus meiner Sicht. und das ist eine harte Aussage, habe ich viel gesehen. Das Leben meint es gut. Es ist schwer, das manchmal zu ertragen. und Das kann man gerne diskutieren. Also bin ich offen und es hat auch differenziert. Aber wir haben auch das Leben. Wir sind die Kreateure, Wir sind die Erschaffer unseres eigenen Lebens. Das heißt, wir dürfen die Entscheidung treffen, wir dürfen sie treffen. und selbst wenn ich auf dem Vulkan stehe, der gerade ausbricht, habe ich noch die Möglichkeit zu entscheiden. wie ich mich dazu stelle, wie ich das sehe und zu atmen, solange das geht nur, wenn ich sie nicht treffe. Das ist die schlechteste aller Entscheidungen.

Carolin Zimprich: Diese Dinge aussitzen. und was glaubst du denn, wo das herkommt? Also, wir haben ganz am Anfang, ja schon mal ganz kurz da so ein bisschen angeteasert. Wo kommt das her? Dass wir Entscheidungen gerne vertagen, damit irgendwie leben die Einschläge eigentlich irgendwie immer alle sehen eigentlich wissen ja, ich müsste oder wir müssten. aber es wird ganz oft trotzdem nicht gemacht. Glaubst du, dass es leichter wäre oder dass es besser wäre oder dass wir es nicht tun, weil wir ganz oft alleine sind in dem Moment vielleicht auch alleine mit einem Team, was einfach alleine irgendwie immer in eine Richtung. Man kann ja auch mit zu zweit zu dritt sich quasi lost fühlen, weil da keiner ist, der mal eine Richtung zeigt oder auch nochmal andere Möglichkeiten mitgibt. Was glaubst du, wo das herkommt?

Sebastian Keilich: Es geht viel tiefer, und das hat damit zu tun, dass wir überlebt haben, weil wir so sind wie wir sind, nämlich dass wir versuchen. eine Situation herzustellen, in der es uns gut geht. in der wir überleben können, in der wir Safe sind. Wir kommen. tausenden von Jahren auf diesen Planeten kommen und waren irgendwo in der Mitte der Fresskette mussten hier überleben, haben das Geschenk des Verstandes bekommen: Fluch und Segen zugleich. Das war aber der Verstand, der uns dazu geführt hat, immer wieder eine Situation herzustellen, in der wir eine Nummer sicher waren, in der wir unser Leben Überleben gesichert haben. und immer wenn wir uns überleben, gesichert haben, dann halten wir uns daran fest ist ja auch logisch, wenn ich eine Höhle gebaut habe, in der ich mich abschotten kann, da drin ist Feuer. und draußen weiß ich da laufen die Säbelzahntiger rum, dann bleibe ich in dieser Höhle. Das ist doch vollkommen klar, und das ist auch wichtig, wenn der Busch raschelt da vorne. und da ist eine Wahrscheinlichkeit, dass da ein Tiger drin sitzen könnte. Also renne ich weg, wenn ich kann oder geh in den Kampfmodus. Wenn ich nicht mehr weg kann, Oder versteck mich, wenn ich irgendwo in der Mitte bin. So, und das ist automatisch in uns drin, und dann etwas Neues zu machen. und die Entscheidung, über die wir hier reden. Wir treffen ja Entscheidungen, auch wenn wir sie nicht treffen. Also was ich auch sagte, wir treffen jeden Moment, entscheiden wir uns zu atmen, zu reden, den Satz zu sagen, den wir jetzt machen. aber bewusst, eine neue Entscheidung zu treffen. Das bringt mich raus aus der Zone, in der ich gelernt habe, sicher zu sein, so. und deshalb fällt uns Menschen grundsätzlich immer mal wieder schwer. Ich sage, es ist nicht immer schwer, Entscheidungen zu treffen, Manchmal ist es ganz leicht, und manchen Menschen fällt es auch ganz leichter. Wir kommen trotzdem irgendwann an einen Punkt. wo es komplex wird, und wenn ich mir heute das Umfeld, um mal mit meiner Zielgruppe zu sprechen, Unternehmer Ceos, Führungskräfte von Teams sehe, die Entscheidung treffen müssen, und das sind große Entscheidungen. Das ist eben nicht mehr die blaue oder gelbe Zahlung, die weit über das hinausgeht, wer ich eigentlich bin, weit über meine Verantwortung auch hinausgeht, die Menschenleben betrifft, die Unternehmen betrifft, die Gesellschaften betrifft ja. und dann mein Verstand kommt und sag mir aber es funktioniert auch alles. und guck mal da, und das und das und das und das und ich dann auch für diese Entscheidung verantwortlich gemacht wird, nicht nur von mir selbst, der ich mir selbst immer kritischer gegenüber werde, sondern auch von anderen in Form von Bezahlung in Form von Status, aber auch in Form von Empathie und Co. Dann wird es immer schwerer, diese Entscheidung zu treffen. Es funktioniert immer weniger, wie es ist. Aber was soll ich denn sonst machen? Das ist für mich der Punkt.

Carolin Zimprich: Ich glaube, da jemand an der Hand zu haben, der anfängt, die Dinge mit einem zu sortieren. aus diesem Nebel, der ja einfach irgendwie da ist. Also, ich sag mal so, Nichtentscheidung ist ja in die Entscheidung im Prinzip dafür alles erst mal so zu lassen, wie es ist, ist ja auch eine Entscheidung, aber man sieht ja, wie du gerade schon sagtest, es wird nicht besser, sondern Es verschlechtert sich in den meisten Fällen ja einfach. Aber da jemanden zu haben, der anfängt, die Dinge mit jemandem zusammen zu sortieren, um da Klarheit reinzubringen und dann einfach wirklich zu sehen. Ja. Okay, Also was ist wichtig? Wo müssen wir den Fokus drauf legen, und was passiert einfach, Wenn und ja, jede Entscheidung hat Konsequenzen. Also, entweder es bleibt so, und das Problem, was man da hinter sich herzieht, wird einfach irgendwie immer größer. oder wir gehen neue Wege haben so überhaupt gar keine Ahnung wie das hinterher irgendwie wird. und was ich mir ganz oft an den Situationen immer dann erst mal so vor Augen halte, ist so dieses. was ist, wenn es dann richtig Geil wird?

Sebastian Keilich: Ja.

Carolin Zimprich: Wir wissen es ja nicht ganz oft nicht.

Sebastian Keilich: und auch da wieder unsere menschliche menschliche, unser Instinkt, der uns sagt. Was ist, wenn es richtig gut wird? Ja, schön, Aber was ist, wenn es schlimm wird? und auch da, und vielleicht kommen wir gerade zu dem Punkt, der hinter allem steht: Am Ende geht es darum, Bewusstsein zu kreieren. Ja, meine Arbeit dreht sich eigentlich nichts anderes als darum, ein Bewusstsein über das zu kreieren, was eigentlich gerade da ist. Was ist denn hier eigentlich gerade? Was sind überhaupt für eine Entscheidung, Welche sind Das Muss ich überhaupt eine Entscheidung treffen. Bewusstsein huschte ich ganz oft in meiner Arbeit. Es geht auch um Leadership. was ich ja sagte, dieses rekalibrieren. Worum geht es denn hier eigentlich, und wer will ich denn eigentlich sein In dem Moment. und was wird von mir erwartet und welche Erwartungen sind angemessen Welche Erwartungen bin ich gar nicht. übrigens auch was was ich permanent ändern kann. Wir können die gleiche Übung heute machen, und in dem Jahr, und ich treffe vielleicht ganz andere Entscheidungen. ja für die Entscheidung, ins Bewusstsein zu kommen. ins Bewusstsein und dadurch eine Klarheit zu kriegen und auch das Bewusstsein zu haben, was ich nicht weiß und was ich gerade nicht entscheiden kann. Auch das ist fein. Ich muss nicht jeden Moment Entscheidungen treffen. aber mir dessen bewusst zu werden.

Carolin Zimprich: Jede Entscheidung bringt uns einfach irgendwie immer ein Stückchen weiter in irgendeine Richtung. Auf jeden Fall, und so wie du heute ja schon sagtest, so dieses in einem Jahr werde ich wahrscheinlich ganz andere Entscheidungen treffen, auch selbst wenn ich mir dieselben Fragen stelle, Aber ich habe ja eine riesen Bewusstseinsspanne einfach dazwischen. Ich habe ja viele andere Dinge erlebt. Ich habe ja nochmal eine ganz andere Erfahrung aufgesaugt und kann ja dann aufgrund dessen Ja dann auch sagen: Ja, klar. Vor einem Jahr hätte ich das und das entschieden, also heute würde ich das nie wieder tun. Die Entscheidung, so einen großen Konzern zu verlassen. da könntest du ja heute auch an dem einen oder anderen Punkt ja die Frage stellen, wo du ja vorhin schon sagtest, Ich habe. wer was aufgebaut und quasi wieder Rolle rückwärts und wieder nach vorne. und ich glaube, ganz viele kennen dieses Ding von man geht 5 Schritte nach vorne und wieder 3 zurück. und das ist irgendwie so eine lustige Sinuskurve, die man irgendwie zwischendurch so bei sich beobachten darf oder wie du es genannt hast. Ich dürfte mal erfahren, was Cashflow ist, Mal ist er da und mal vielleicht bei dem einen oder anderen dann auch einfach mal nicht noch das auszuhalten und auch die Entscheidung zu treffen. Ich geh den Weg jetzt trotzdem weiter, weil ich weiß, dass das gut ist.

Sebastian Keilich: mir kommt dann noch ein anderer Impuls, der auch wichtig ist, wenn wir über Bewusstsein reden, und es geht hier nicht um dieses Bewusstsein, Wir machen Yoga und Meditation. Wir treffen, wenn ich mit meinen Kunden rede, ja über Meditation. und ich habe da keine Zeit für was hinter dem Ganzen auch noch wichtig ist, genau, was du sagst. Ich treffe ja eine andere Entscheidung. Ich habe damals eine andere Entscheidung getroffen, was wir oft haben. Es: Wir leben. Wir denken nach über die Vergangenheit und versuchen das was wir in der Vergangenheit so machen zu. Wir produzieren auf die Zukunft. Es ist auch richtig. Wir lernen daraus, was uns dabei aber oft passiert. Wir verbringen viel Zeit mit unserem Kopf in der Vergangenheit, die schon vorbei ist, und in einer Zukunft, die noch gar nicht stattgefunden hat. und die Entscheidungen, die wir treffen. Es ist schön, dass es sich jetzt gerade um Entscheidungen handelt. Es gibt ganz viele Themen, aber der einzige Moment, in dem wir leben, ist jetzt der einzige Moment, der sich richtig oder falsch anfühlt, ist jetzt erst mal nicht relevant, ist genau das Gleiche wie gestern. Ich kann und sollte aus dem lernen, was ich getan habe. Das ist Teil dieser Experience hier, die wir machen. Trotzdem kann ich nicht ausschließlich aus der Vergangenheit auf die Zukunft schließen, sondern ich bin jetzt im Moment deshalb, auch was ich vorhin sagte, dieses Atmen, dieses in dem Moment kommen immer wieder in diesem Moment zu kommen, in der Arbeit, wenn wir zusammen arbeiten, geht es auch immer wieder darum. Was ist denn jetzt gerade? Was fühlt sich denn jetzt gerade wie an? Welches Gefühl kommt denn hoch und ist das eigentlich ein Gefühl, was gerade jetzt hochkommt? Oder ist das eigentlich ein altes Gefühl, was nur hochkommt, weil ich eine ähnliche Situation erlebe. Ja, also das auch zu trennen. Was spielt mir denn eigentlich da gerade mein Kopf für eine Geschichte vor? Welche Geschichte erzähle ich mir denn gerade aus der Vergangenheit oder über die Zukunft, die mich davon abhält, jetzt zu entscheiden oder eben nicht zu entscheiden, aber zu machen und zu tun.

Carolin Zimprich: Es ist ein super spannendes Thema. Ich finde, da kann man sich ganz ganz lange daran aufhalten und einfach so wie bei Alice im Wunderland, so rein ins Revid hole und einfach gucken. Wo kommt das denn her? Was ist so der Ursprung, wie du es gerade schon sagtest. Das ist ein Gefühl von von neulich, Oder ist das ein Gefühl, was da schon seit ganz, ganz, vielen Jahrzehnten eigentlich in irgendeiner Schublade schlummert und einfach nur für eine Thematik steht, die wir einfach irgendwann mal aus einem Schutzmechanismus wahrscheinlich einfach erst Mal weggeschlossen haben, und es macht für meinen dafür immer total viel Sinn, da hinzugucken, sich darum zu kümmern. Schubladen. Wühlen muss um sich immer irgendwie alles anzugucken, sondern sich dessen einfach nur bewusst zu werden. So wie Du vorhin schon sagtest, Dieses, wenn ich das Bewusstsein dafür erlange, habe ich einfach die Möglichkeit. ganz anders, mich auf diesem Spielfeld einfach zu bewegen, und die Würfel werden definitiv anders fallen.

Sebastian Keilich: und das ist genau der Punkt, den du sagst, ist genau dieses. Dieses geht nicht darum. die Vergangenheit aufzuwühlen, den Stein wieder in die Pfütze zu werfen und jeden Stern auseinanderzunehmen. nehme wahr, dass wir uns oft darin verlieren, alte Traumata aufzuwühlen und dann zu gucken. Wo kommt es her? und mein böser Vater oder meine Schwester oder Vorgenerational. Also, wir haben schon auch eine Tendenz, dann Gründe zu finden, warum wir bestimmte Dinge nicht tun können. Darum geht es hier gar nicht. Es geht nicht darum, was damals war. Es geht darum, das Gefühl, wieder hier zu nehmen und zu sagen, brauche ich das noch, will ich damit heute noch arbeiten oder nicht und warum mir das auch so wichtig ist. Ich habe es selbst erlebt, An mir brennen halt immer mehr aus. Es geht gar nicht mal nur um das nicht entscheiden, sondern das Mitschleppen von Dingen, die da nicht aufgelöst sind, die da wabern. Wir gehen kaputt.

Carolin Zimprich: Ich habe.

Sebastian Keilich: Ich habe ein sehr schönes Gespräch geführt, die letzten Tage. Wir sind in einer Dauer in einem Dauerstress sowieso von außen stresst schon ganz viel auf uns drauf und wir machen uns aber dadurch, dass wir immer im Gestern und im Morgen und im abwägen und im Denken, im Denken, im Überdenken sind, Überdenken over thinking schaffen wir uns noch mehr Dopamin, also ein Hormon, was uns dazu in die Lage versetzen soll, in der Achtsamkeit, in die wir wollen. Dopamin, wir schaffen Adrenalin, und wir wollen wollen wollen wollen und immer mehr immer mehr, und dadurch entkoppeln wir uns das, was wir brauchen, Dieses. diese Ruhe, dieses Zurückkommen, dieses Ausatmen, dieses in unsere Kraft zu kommen. Das verlieren wir, und dadurch verlieren wir so diese Balance. Dadurch verlieren wir den Kontakt zu uns selbst und vielleicht noch das Wort dazu. Die Entscheidung, die wir treffen, treffen wir dann oft aus dem Druck heraus, aus einer Angst heraus. und das sind dann die Entscheidungen, Wenn du über schlechte oder gute Entscheidungen redest, dann sind das die Entscheidungen, die auf jeden Fall mehr Arbeit machen und mehr belasten als die Entscheidungen, die wir aus der Ruhe heraus treffen.

Carolin Zimprich: ja, da bin ich ganz bei dir. und ich glaube, wir könnten noch wunderbar auch darüber reden. Wenn man also noch mehr in Thema Entscheidungen, Traumata. Wo kommt das Ganze her? Hatte ich heute Morgen noch ein ganz tolles Gespräch darüber, Die sind ja auch zum Teil wirklich über Generationen vererbt. und wenn man einfach mal geschichtlich einfach nur zurückguckt, Also so wie ich einfach aufgewachsen bin. So gesehen Friede, Freude, Eierkuchen zu meinen Eltern, wo es ja auch schon besser war, aber zu meinen Großeltern, von meinen Urgroßeltern mal ganz zu schweigen. und wenn man da einfach mal guckt in die Familien hinein, wie gelebt wurde, wie miteinander umgegangen wurde. da gibt es vermutlich mit Sicherheit in jeder Familie ganz ganz krasse Geschichten, wo Menschen Menschen nicht gut behandelt haben. Um das hier mal ganz lieb und nett auszudrücken. wo wirkliche, also wirkliche Dramen waren, wirkliche Dramen entstanden sind, und die sind vererbt worden. Das tragen wir heute noch mit. Das ist einfach noch da. und das ist so lange da, bis wir selber hingucken.

Sebastian Keilich: Stimmt genau. und trotz, und mir ist es wichtig. und du hast ja in dem Workshop mit mir gearbeitet. Ich versuche das Wort, aber zumindest immer kritisch zu sehen, weil es stimmt. Ja, das ist unsere Geschichte, und die können wir zurückverfolgen bis zum Seebyzantier. und in dem Moment, in dem wir in diesem Raum stehen und die Entscheidung treffen. In dem Moment, in dem wir arbeiten. ist das alles. Da darf auch da sein. Es geht aber nicht darum, das irgendwie zu transformieren oder anzugucken oder zu machen. sondern genau nicht. Es geht darum, hier zu sein und jetzt zu entscheiden, jetzt Klarheit darüber zu schaffen. Worum geht es jetzt? Ja. Ja, wir haben, das hatte ich vorhin schon erwähnt. Wir verlieren uns dann in diesem. Warum kann ich es nicht und warum ist es gerade so, und warum findet dieser Krieg gerade statt, und da sind Trauma, alles alles wunderbar. Da sind auch viele Sachen, die wir aufarbeiten können. In dem Moment, in dem wir arbeiten. In dem Moment, wo es um eine Entscheidung geht, geht es darum, mit dem jetzt zu arbeiten. Mir geht es jetzt mich ganz bewusst davon zu distanzieren, Anzunehmen, dass ich das bin fein, und jetzt wollen wir aber gestalten. Jetzt wollen wir die Kraft, jetzt wollen wir sauber, wollen es. Genau darum geht es Aufräumen, strukturieren. orientieren und wieder in diese Mitte zu kommen.

Carolin Zimprich: und da kann ich auch entscheiden, Betrifft mich das noch. Also trifft mich das noch oder halt nicht mehr. Also, das ist so, und.

Sebastian Keilich: Auch eine Entscheidung. Übrigens will ich diese Geschichte mir jeden Tag weitererzählen, oder entscheide ich mich jetzt, was anderes zu machen. Dann will ich mir die Geschichte, um dann wieder auf meine Kundin zurückzukommen. nicht meine Kundin. Aber aus dem Kontext, mit dem ich gearbeitet habe. will ich jetzt mir die Geschichte erzählen. Ich finde hier Nix. wenn ich mir die Geschichte erzähle. Mein Job ist schwer oder entscheide ich jetzt. Ich mache es jetzt, sodass ich was finde, was ich suche. und mache ich es jetzt, sodass mein Unternehmen in diese Richtung geht. und das ist die Entscheidung, gehe ich links oder rechts oder warte ich bis links zugeht, dann muss ich rechts gehen, alles fein.

Carolin Zimprich: Ich. und zwar bekommen alle meine Gäste von mir zum Ende noch so ein kleines Spielchen mit mir. Ein schönes kleines Game. und du siehst jetzt hier gerade. 5 Spielekarten. Eine Blaue, eine Pinke, eine orangefarbene, eine Grüne und eine Gelbe. und je nach Farbe wissen wir 2, gleich, welches Spiel wir noch am Ende spielen werden.

Sebastian Keilich: Gelb.

Carolin Zimprich: Gut, dann schauen wir doch mal rein. was die Liebe gelb so mit sich für dich bringt, mit sich bringt, für dich so rum. und wir beide spielen das Spiel. Was wäre, wenn. bekommst 3 Fragen von mir. Du kannst für dich einfach dann Mal entscheiden, Was wäre, wenn das so ist? Wie ist das in der Frage? Sebastian, Was wäre, wenn dein Business morgen 100 neue Anfragen hätte, wie würdest du reagieren?

Sebastian Keilich: Aber ich würde eine Gänsehaut bekommen, würde unendlich dankbar sein und würde dich anrufen. damit du mir hilfst, die Strukturen dahingehend zu optimieren, dass ich möglichst vielen Menschen mit meiner Arbeit helfen kann.

Carolin Zimprich: Was wäre, wenn du noch 10 h pro Woche für dein Business hättest? Worauf würdest du dich fokussieren?

Sebastian Keilich: Du meinst, wenn ich nur noch 10 h Zeit hätte.

Carolin Zimprich: Also 10 h in der Woche, weil in der Rest. Also entweder möchtest du im Rest einfach gar nicht mehr arbeiten, oder es ist dir vielleicht gar nicht möglich, mehr als 10 h die Woche zu arbeiten. Worauf wäre dein Fokus.

Sebastian Keilich: Würdest fragen, was ich im Business tun würde. In diesen 10 h. Ich würde tatsächlich jede Woche mit einer Person diesen einen Tag machen. Ich nenne das Recalibration. Day. Das ist jetzt gar nicht der Pitch, sondern es macht mir einfach so unfassbar viel Freude, in diesem Raum zu stehen. Alles andere, Wenn ich nur noch 10 h arbeite, dann wäre ja alles andere optimiert mit anderen Teams. Ich würde im Team arbeiten und Dinge getan werden, die nicht ganz meinem Kern entsprechen. Ich würde tatsächlich die meiste Zeit mit meinen Kunden stehen und diese Entscheidung aufräumen.

Carolin Zimprich: Was wäre, wenn du nochmal bei 0 starten würdest oder müsstest. Was würdest du diesmal anders machen?

Sebastian Keilich: Ich würde 2 Dinge anders machen. Ich würde schneller entscheiden, weil ich mehr vertrauen würde.

Carolin Zimprich: Entscheidungen sind einfach ein so unfassbar schönes Thema wie ich finde.

Sebastian Keilich: Sowohl als auch.

Carolin Zimprich: Ja auf jeden Fall als schöne kleine letzte Inspiration. Vielleicht noch so ein schönes Takeaway für alle Zuhörer, im übrigen natürlich alle Infos zu Sebastian, findest du unten in den Shownotes. Da verlinke ich dir alles, damit ihr euch einfach gegenseitig Connecten könnt aus allen Projekten, die du so hattest. Was ist für dich persönlich? Einfach dein verrücktes Learning.

Sebastian Keilich: dass es immer aufgeht. Also immer, wir sind immer zu einem Ergebnis gekommen. Wir sind immer in Time fertig geworden. Manchmal war es die Zeit, die wir uns vorgenommen haben, manchmal später. Wir haben immer den nächsten Schritt gemacht. Es waren immer die richtigen Leute im Raum. Das verrückteste Learning ist, dass eigentlich alles da ist. Also, Scrazy, vielleicht braucht man dafür noch eine andere Session, damit wir das noch mal vertiefen können. Aber das ist wirklich so. Das verrückteste Learning. und ich mache mich verrückt und bereite vor und versuche Konzepte zu schreiben. und am Ende fließt es. und wir kommen genau dahin, wo wir hinkommen wollten. Das ist wirklich Crazy. egal wo auch in welcher Kultur. Ich bin viel im Mittleren Osten, jetzt gerade auch unterwegs, und egal wer mit wem. Am Ende kommen wir dahin, wo wir hinkommen. Moin.

Carolin Zimprich: Jetzt genau so ist das, und ich sehe schon Teil 2 mit uns. Beiden ist definitiv gesetzt. Da freue ich mich total drauf. Lieber Sebastian, ich danke dir von Herzen für den Einblick tief hinter deine eigenen, auch privaten Kulissen Es hat mir unwahrscheinlich viel Freude gemacht. Ganz Ganz herzlichen Dank für deine Zeit. und ja, für alle anderen da draußen vernetzt euch unbedingt mit Sebastian. Wie gerade schon gesagt: Ihr findet immer alles unten in den Shownotes. Bei jeder Episode klickt euch grundsätzlich durch. und ja, mir bleibt zum Ende immer nur eines zu sagen: Schön, dass du da warst, freue dich auf die nächste Episode. und wir sehen uns da draußen, auf jeden Fall im Netz.

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